WM 2014

Hier unser Beitrag zur WM 2014. Wir haben sie auch genossen.

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Wir hätten sie noch mehr genossen, wenn winzige Mengen von dem bewegten Geld als Spenden bei Tierschutzvereinen eingegangen wären. Denn wir interessieren uns mehr für Leute, die sich auch für uns interessieren…

Und nun helfen wir dabei zu verhindern,  dass die Olympiade 2024 in Berlin ausgetragen wird. Wenn schon in Norddeutschland, dann in Brandenburg, damit dort Siedlungs- und Verkehrsinfrastruktur entsteht. RenaLu

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Trixie Heimtierbedarf GmbH & Co Kg hat…

uns diese Woche (am 31. Juli 2014) eine Spende von 2.500 € überwiesen!

Herzlichen Dank von uns allen! RenaLu

 

Manche haben eben Glück…

6. 7. 2014: Wir haben eine neue gut vernetzte unbefristete Pflegestelle mit 75 qm und 2 Balkons. „Pflegestelle“ heißt , dass wir passende Futterspenden dorthin weiterreichen und dass die Pflegestelleninhaber für jede ordentliche Futterspende 10.- € (mindestens im Monat) in ein Sparschwein mit der Aufschrift „Für Tierarztbesuche“ tun. Wir sind dankbar für jede derartige Unterbringungsmöglichkeit von schwer zu vermittelnden Katzen.

Diese Stelle wurde natürlich sofort besetzt. Dort leben jetzt 2 neue, alte Katzen, die „weg mussten“, weil der Halter eine neue Freundin fand, die keine Katzen mag. Er hatte aber auch vorher schon sehr wenig Zeit für sie. Die beiden Katzen, die weg mussten, sind 10 Jahre alt und heißen Susi und Samy. Erschwerend kam hinzu, dass sie zusammen bleiben sollten, weil sie Geschwister sind (die sich lieben) und von Geburt an zusammen waren. Katzenliebespaare sind aber schwerer unterzubringen als Einzelkatzen. Aber die beiden hatten viele Schutzengel – und so kam es, dass sie eine neue Familie fanden, die sie glücklich machen und in der sie glücklich sind: Anna, ihre neue Halterin, arbeitet schon seit 4 Jahren bei uns mit, sie kennt sich dadurch inzwischen sehr gut mit Katzen aus – und die beiden neuen Katzen, die sie nun zu Hause bei sich aufgenommen hat, sind trotz ihres Alters von 10 Jahren so süß und drollig, dass sie ihre Menschen auch beglücken und erfreuen.

Fairerweise müssen wir noch dazu sagen, dass der Herr, der die Katzen abgegeben hat, sie vor der Abgabe noch mal gründlich tierärztlich hat durchchecken  und die Zähne (bei Dr. vom Hove!) sanieren lassen. In diesem Fall also: Glück für und von allen Beteiligten. Das kann man auch ohne Mühe auf den Fotos erkennen, die Sarah Heuser vorige Woche im neuen Zuhause gemacht hat:

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Alle Jahre wieder: Tierheime + Pflegestellen sind voll

5. 7. 2014: Das Tierheim Berlin ist voll, dort werden jetzt (laut Rundmail von dieser Woche) keine Katzen aufgenommen. Bei allen anderen Stellen, die ich kenne, ist es genau so. Wir haben keine Ahnung, was mit den Katzen passieren kann und soll, die „jetzt weg müssen“…

Es ist jedes Jahr dasselbe – und keine der zuständigen Autoritäten tut irgend etwas um dieses massenhafte Elend zu verhindern. Zuchtbeschränkung wäre gut und behördliche Kontrolle von  Katzenhandel  (z.B. Finanzamt, Jobcenter, Ordnungsämter) ebenso, vor allem wenn sie dabei behilflich sind, Tierschützer von Händlern unterscheiden zu können.

Die Unterbringung bei „Katzenmessis“ (oft sammeln diese Leute die Katzen von draussen wider Willen, sie nehmen sie auf, weil es sonst keiner tut – ausser Frau Noto) tut den Tieren nicht gut. Und den Messis auch nicht. Dasselbe gilt für Halter, die eigentlich kein Tier wollen. Und für solche, die nicht kompetent oder gut genug betucht sind für Katzenhaltung.

Wir denken gerade mal wieder darüber nach, wer und was noch dabei behilflich sein könnte, Tierproduktion und Tierhandel aus Erwerbsgründen entgegenzuarbeiten. Wer denkt mit?

 

So auch das Tierheim Berlin. Von dort erhielten wir heute die folgende Mitteilung:

Empfänger:Renate Luhmer <stadtkatze@arcor.de>

Betreff: Notstand im Tierheim Berlin: Kapazitätsgrenze bei Katzen und Kleintieren erreicht, Datum:22.07.2014 12:19

Weitergeleitet von Brigitte Jenner, Mail von: Kaminski, Beate <beate.kaminski@tierschutz-berlin.de>

 PRESSEMITTEILUNG:

Notstand im Tierheim Berlin: Kapazitätsgrenze bei Katzen und Kleintieren erreicht

 Berlin, 22. Juli 2014 – Das Tierheim Berlin vermeldet neue traurige Zahlen.

Innerhalb weniger Wochen hat sich die Zahl der zu versorgenden Tiere dramatisch erhöht. Vor allem in den Katzenstuben und bei den Kleintieren ist die Kapazitätsgrenze erreicht. Das Tierheim versorgt gegenwärtig fast 800 Katzen, im Kleintierhaus „Bugs Bunny“ warten fast 200 Kleintiere auf ein neues Zuhause, vor allem Kaninchen und Meerschweinchen.

Besonders die Katzenvermittlungshäuser und das Mutterkatzenhaus sind überfüllt. Hier werden viele Katzenfamilien, frische Würfe und werdende Katzenmütter versorgt. Aufgrund der „Katzensaison“ und mehrerer Wohnungsräumungen mit insgesamt fast 100 Katzen steht das Tierheim Berlin damit vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Insgesamt kümmert sich die Einrichtung gegenwärtig um mehr als 1.800 Tiere.

 „Wir steuern neue traurige Rekordzahlen an“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Tierschutzvereins für Berlin. „Auch das größte Tierheim Europas stößt irgendwann an seine Grenzen. Jetzt sind die tierlieben Berliner gefragt, die unseren Schützlingen ein neues Zuhause geben.“

 Weiterer Grund für den starken Anstieg der Tierzahlen seien vermehrte Abgaben durch Tierhalter kurz vor Ferienbeginn, so Apel. Auch werden besonders viele Fundtiere in die Tiersammelstelle gebracht. Einen solchen Anstieg bei der Einlieferung von Fund- oder ausgesetzten Tieren verzeichnet das Tierheim regelmäßig zur Ferienzeit, wenn einst geliebte Haustiere nicht in die Urlaubspläne passen.

Außerdem lassen viele Katzenhalter ihre Tiere mit Freigang nicht kastrieren. So kommt es zu einer weiteren Vermehrung der Katzen. Der Tierschutzverein für Berlin fordert daher schon seit langem eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für private Freigängerkatzen, wie sie in vielen Städten und Gemeinden schon erfolgreich praktiziert wird.

 Beate Kaminski, presse@tierschutz-berlin.de

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Nachtrag von Renate Luhmer:

Liebe Berliner, es ist toll, wenn ihr Katzen ein gutes neues Zuhause bieten wollt und auch, wenn ihr vorübergehend welche von draussen aufnehmt, die jetzt kein Zuhause haben und die vielleicht bald von euch in Heimen mit dann wieder freien Plätzen abgegeben werden können.

Aber bitte, nehmt nicht mehr Tiere auf als ihr versorgen und schafft euch nicht mehr Arbeit und Kosten als ihr bewältigen könnt! Lasst euch keine Tiere anhängen, aufdrängen oder aufschwatzen, die ihr selber nicht allein versorgen und die ihr auch nicht wieder loswerden könnt, wenn ihr merkt, dass es euch zu viel ist. Werdet nicht zu Tiersammlern, denn damit schadet ihr nicht nur euch selber sondern auch den Katzen, denen es dicht gedrängt auf engem Raum auch nicht gut geht.

Mitleidsvollen „Tiermessis“ droht nicht nur das soziale Abseits sondern auch burn-out durch Erschöpfung. Die Behörde, die nicht bereit oder imstande ist, für eine ausreichende Anzahl an Unterbringungsmöglichkeiten für ausgesetzte Haustiere zu sorgen (oder auch nur für Strukturen, die imstande wären, die damit verbundenen Probleme zu lösen oder verringen),  ist aber sofort zur Stelle, wenn sich jemand über Lärm und / oder Geruch von Haustieren beim Nachbarn gestört fühlt, egal aus welchem Grund da einer denunzieren und diffamieren muss. 

Falls ihr Tiere weitergebt: Achtet bitte darauf, ob der neue Halter das Tier 1. wirklich selber haben will und 2. ob er überhaupt seelisch-geistig, zeitlich und finanziell imstande ist, ein Haustier so zu versorgen , dass es dem Tier bei ihm gut geht.  Renate

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Tagesthemen gestern: Schweinetötung

Donnerstag, 3. 7. 2014: Das ist ja mal was: Endlich befassen sich die etablierten Medien auch mal  mit dem Tierschutzgesetz: Gestern wurde die Tötung von Schweinen für den menschlichen Verzehr komplett in den Tagesthemen gezeigt. Und zwar, weil ein Mann eine für die Schweine weniger schmerzliche und damit stressige Tötungsmethode „erfunden“ hat, die etwas teurer ist als die bisher praktizierte. Das Fleischresultat soll aber dadurch auch etwas bekömmlicher für den Menschen sein als das mit Stresshormonen verseuchte Fleisch, das die Menschen bisher auf den  Teller bekommen.

Immerhin bewegt sich etwas. Wir konnten mit ansehen, welchen Preis der Mensch für den Genuß von Schweinefleisch bezahlt  – und man kann hoffen, dass dieser Beitrag wieder einige Veganer  erzeugt hat.   Dadurch, dass die Verdrängung der Tierquälerei kurz unterbrochen wurde.

Irgendwann dämmert es dann vielleicht auch mal einer Mehrheit, dass die Erzeugung von Leben mit dem Ziel des Tötens nicht nur unethisch sondern auch sinnwidrig ist wie alles, was Unglück erzeugt und nicht dem Ganzen dient.

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Spende der Firma Trixie

Renate am 2. 7. 2014: Zur Zeit sammelt die Firma TRIXIE Heimtierbedarf GmbH & Co KG in 24963 Tarp / Deutschland eine Geldspende für uns. Wir sind jetzt dort im „Charity-Programm“.

Das bedeutet, dass ein Teil aus dem Verkauf der Kollektion „Von einer Prinzessin für tierische Prinzen & Prinzessinnen“ designed by Maja Prinzessin von Hohenzollern an uns als Geldspende abgeführt wird. Avisiert sind 2.500 €. Das Geld hilft uns wirklich sehr! Davon können wir schon einige Tierarztrechnungen bezahlen! Herzlichen Dank, Trixie!

 Hier der Link zum Charity-Projekt:

http://www.trixie.de/Prinzessin-von-Hohenzollern/

 

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2 Katzen müssen SOFORT WEG

Dienstag, 1. 7. 2014, 11 h: In Schöneberg müssen jetzt SOFORT 2 Katzen abgeholt werden, die wegen einer jetzt gerade stattfindenden Wohnungsräumung SOFORT woanders hin müssen. Wer kann und will sie aufnehmen und abholen? Tel. 76 76 58 38 Im TB geht angeblich keiner ans Telefon. Die würden sicher auch nicht SOFORT dorthinfahren sondern erwarten, dass die Katzen gebracht (und die Abgabegebühren bezahlt? ) werden.

Tierschutz ist freiwillig auf Kosten des Schützers, und er muss freiwillig von ALLEN geleistet und bezahlt werden, sonst findet er nicht statt. Es funktioniert nur, wenn die, die das Geld haben, jene unterstützen, die Fachkenntnisse, Wohnraum und Zeit für Tierschutz übrig haben.

In letzter Zeit kommen mir mehere solche Fälle pro Woche ins Haus. Wir können solche Mengen an Tieren nicht aufnehmen und sind deshalb im Gespräch mit dem Tierheim Berlin: Wir versuchen zu erwirken, dass arme Leute ihre Katzen DORT kostenlos abgeben können.  Wo-Baugesellschaften im Zweifelsfall auch. Eine finanzielle „Mitgift“ an den Aufnehmenden  würde sicher helfen, die Dinge schneller und besser zu regeln, d.h.  Katzen so unterzubringen, dass sie nicht auf der Strasse und anschließend in Messi-Haushalten bei überforderten Haltern landen.

Und überhaupt  sollten wir allenthalben  mehr  über Haustierhaltung sprechen:

  • Juristen über das Haustier als „Sache“,
  • Ethikkommissionen über Tiere als Ware und Wirtschaftsfaktor
  • der Bürger über seine Bereitschaft, dass Tierschutz aus Steuergeldern finanziert wird
  • damit Poltiker endlich damit anfangen, sich über dieses Thema schlau zu machen und für die Umsetzung von Tierschutz einzusetzen 
  • Manager darüber, ob die Wirtschaft nicht genauso viel Geld mit WENIGER TIEREN  verdienen kann
  • und Regierungsangestellte darüber, welche Verordnungen die Halter dazu verpflichten könnten, ihre Tiere und die Gemeinschaft im Fall von Entsorgungsbedarf nicht in Not zu bringen. 

Mir scheint, Tierschutz tut und kann in dieser Stadt weniger als Tiere und Tierschützer brauchen.

RenaLu

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Säugetierschutz und Lebensqualität

„Fufus Wiese“ ist weg!

21. 6. 2014: Gestern bemerkte ich, dass hinter unserer Katzenwohnung die linker Hand liegende Wiese verschwunden ist, die es bisher durch das Fehlen des Hinterhauses in der Roscherstr. 13 a dort gab. Da, wo Anfang der Woche noch „Sanfours Wiese“ war, gähnt jetzt ein großes Loch. Von den Ausschachtungsarbeiten (am vergangenen Dienstag) hatte ich nichts mitbekommen, weil ich mit dem Hörsturz beschäftigt war, den mir der direkt an unseren Garten grenzende Kindergarten mittels WM-Spielen (d.h. infernalischem Geschrei) beschehrt hatte, der zwischen der neuen Baustelle und unserem Haus liegt.

Von einer Nachbarin erfuhr ich nun, dass das Land Berlin das Bebauungsverbot für Hinterhäuser in Karrees wie unserem aufgehoben hat, so dass der Eigentümer von Roscherstr. 12 den hinteren Teil vom Nachbargrundstück (Nr. 13 a) erwerben konnte, um dort nun ein weiteres 4-stöckiges Haus mit Eigentumswohnungen an seins zu hängen. Stimmt das – oder wurde es nur den behelligten Nachbarn erzählt um sie zu beruhigen?

Ist Berlin ein Paradies für Investoren der Baubranche? Werden wir hier lebende Bürger jetzt zubetoniert?  Wir Berliner Anwohner sind Leidtragende dieser Geschäftsidee, die uns unsere Lebensqualität noch weiter verschlechtert (noch weniger Licht, noch lautere Beschallung durch den Kindergarten daneben wegen der nun dort neu entstehenden Brandmauer), wurden weder unterrichtet noch angehört. Wer möchte sich mal mit der Rechtmäßigkeit dieser Bebauung befassen? Und wer ist für die angeblich zugrunde liegende  Gesetzesänderung verantwortlich?  Das Schöne an Berlin ist ja gerade, dass diese Stadt nicht so eng mit Beton zugebaut ist wie die meisten anderen Großstädte. Und wer will das nicht? Ich weiß ganz genau, was ich gern mit ihm tun würde!

23. 6. 2014: Nun habe ich in der Berliner Woche (Nr. 24) gelesen, dass in unserem Bezirk zusätzliche 15.000 Wohnungen jährlich in neu zu errichtenden Mietshäusern auf die verbliebenen Grünflächen gebaut werden sollen. Das bedeutet, dass jeder Busch durch ein Mietshaus ersetzt wird, so dass wir am Ende in einem Betonpalast leben werden. Dazwischen bleiben dann sicher Kastanien stehen, die verhindern sollen, dass unten irgendwelches Licht oder Wasser / Regen ankommt. Und das Ganze wird dann als Kapitalanlage an Reiche (hier derzeit offenbar v.a. Russen usw.) verkauft, weil Berliner es sowieso nicht bezahlen können und auch nicht so leben wollen.

Mir scheint, ich muss, wenn ich dem Tier- und Menschenschutz einen Gefallen tun möchte, das Fach wechseln und von Katzen auf Stadtentwicklung umwechseln. Als gelernter Geographin (mit Staatsexamen) liegt mir das ja gewissermaßen im Blut. Und der Erhalt von Grünflächen in den Lebensräumen für Menschen und Tiere ist ja auch nahe am Säugetierschutz.

Ich wünsche mir eine stattliche Anzahl von Mitstreitern in einer Brügerinitiative. In meinem Umfeld kenne ich NIEMANDEN, dem diese Bebauungspläne recht sind. Überhaupt sollte in allen Punkten, in denen die Lebensqualität der Bürger betroffen ist, nichts ohne deren Einverständnis erlaubt sein.

2. 7. 2014: Mein Problem ist, dass ich nur regional denken kann und nicht global. Das gilt für den Tierschutz wie auch für alles andere. Ich frage mich, wer die einfachen Menschen mit einem ZUHAUSE schützt, wenn nicht die landesregierungen, wenn die Infrastruktur und der Boden/ die Wohnungen  einer Stadt Firmen in Amerika, China oder Russland usw. gehört. Also: Wie gut für den ärmeren Bewohner in Berlin ist eine money makende Firma mit Sitz in Chicago, Peking oder Moskau oder sonstwo. Und was werden die weniger wohlhabenden und nicht globalisierbaren Menschen in Berlin u.a. tun, wenn die Landesregierungen kein Mitspracherecht mehr haben bei der Mietpreisgestaltung… und wenn die Landesregierungen  dann  irgendwann wohl auch die Mieten für ihre Arbeitslosen nicht mehr bezahlen kann, weil sie zu hoch gestiegen sind? Bekommen wir dann hier auch Elendsviertel? Und bei wem werden die Armen dann Hilfe für sich suchen? Ist dieses für mich nicht verstehbare Gewinnstreben nur dazu da, das Problem in die Zukunft zu verschieben? Vertrauen wir dabei auf den Fluß der Energie? Wer kann mir beim Denken helfen?  Renate

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Oh Jubel! Heute (25. 7. 2014, ca 19: 10 h)  wurde im RBB 88.8 gesagt, dass eine Bürger-/ Anwohnerinitiative in Prenzelberg ihren Prozess gegen einen Investor gewonnen hat, der ihnen direkt vor die Nase ein Mietshaus in den Garten gebaut hatte. Er muss es wieder abreißen, befand der Richter, weil sich durch die Errichtung des neubaus die Lebensqualität der Anwohner erheblich verschlechtert hat. Oh, wie bin ich froh, Berlinerin zu sein – denn sowas ist wohl am ehesten hier möglich. Vielleicht macht dieses Urteil ja ortsunkundige Investoren ohne irgendein Interesse an der Lebensqualität von Menschen doch etwas vorsichtiger! 

Lieber Richter! Danke, danke! RenaLu

Katzen suchen neues Zuhause…

Jetzt geht ja die Saison wieder los: ständig suchen Katzen ein neues Zuhause:

Heute, am 20. 6. 2013: drei gepflegte, etwa 10 Jahre alte Türkisch-Angora Rassekatzen wegen Umsetzung der Halterin in eine kleinere Wohnung. Tel. 030 – 62 00 56 14

Pit kratzt sich wieder

19. 6. 2014:

Unser liebes Riesenbaby, der zur Zeit hier bei uns in unserer Katzenwohnung lebende, etwa 8 Jahre alter Pflegekater Pit, ehemals schwanzamputierter Schwanzfänger, zerkratzt sich nun nicht mehr den Schwanz sondern der Kopf. (siehe unter Krankengeschichten: Bildergeschichte „Der arme Pit“. )

Den Kopf kann man ja nicht abschneiden. Es muss uns also etwas besseres einfallen. Bis dahin läuft er wieder mit Kragen umher damit die Entzündungen an den Stellen, wo er sich an Hals und Kopf das Fell weggekratzt hat, abheilen können. Ihn selber stört der Kragen anscheinend nicht, eher im Gegenteil, scheint’s.

Mensch fragt sich ja immer WARUM eine Katze so etwas tut, wenn sie es tut. In diesem Fall kommen wohl mehrere Sachen zusammen: schlechte Gewohnheit, ursprünglich mal eine schlecht verheilte Katzenkampfverletzung am Ohr (?) und dann natürlich die „Vernachlässigung“ dadurch, dass unsere „Schmusetanten“ in ihrem Eifer nachgelassen haben und zeitlich weniger verfügbar sind. Norma arbeitet, Sarah auch, Anna hat jetzt eigene Katzen, Pina kommt nicht mehr. D.h. der Kater, der zur Zeit seiner Rekonvaleszenz jeden Tag 4 – 5 Stunden von eigens dafür hergekommenen „Schmusetanten“ geschmust wurde,  sitzt nun meistens allein auf unserem / seinem schönen Hof und macht die Passanten an, dass sie ihn beschmusen sollen. Von denen versteht ihn aber nur die Hälfte; die schmust aber nicht, weil die vorbeieilenden Menschen keine Zeit haben. Und die andere Hälfte versteht gar nicht, was er von ihnen will. Der Kater wartet auf seine Schmusetanten – und die kommen nicht. Dann macht er mich an, aber ich habe auch keine Zeit. Manchmal wirkt er traurig – so wie die meisten Katzen, die nicht verstehen, warum ihre Bezugspersonen wegbleiben.

Der Kater befindet sich hier in einem Tierheim mit 10 Tieren für deren Beschmusung und Beachtung pro Tier ca 15 Minuten Zeit am Tag aufgewendet werden können. Das reicht für die meisten unserer Tiere, die sich damit abgefunden und arrangiert haben (obwohl es natürlich zu wenig Menschenkontakt ist). Es reicht  aber nicht  für so einen menschenbezogenen, betuttelungsbedürftigen Schmusekater wie „unseren“ Pit, der Einzelhaltung bei zeitlich gut verfügbaren und  interessierten, katzenkundigen Katzenmenschen braucht. Also Einzelhaltung bei  Rentnern  mit Garten oder Hof.

Wer will ihn bei sich aufnehmen? Wer kennt jemanden, bei dem er gut untergebracht wäre? Hier ist er es eindeutig nicht. Leider. Renate, Tel. 323 98 16

Ich fange inzwischen auch an, mich zu zerkratzen, weil mich Katzen, die als Einzelkatzen gehalten werden sollten, in unserer Katzenseniorengemeinschaft oder zusätzlich dazu eben einfach überfordern. Ich brauche mein Schlafzimmer (das Pit seit Anfang März bewohnt) nun auch mal wieder für mich. 

Abgesehen davon hat der, der Pit bei sich aufnimmt, einen tollen Freund gefunden. Er ist ganz stubenrein, sehr verständig und sehr auf seine Menschen bezogen.  Renate: 030 323 98 16

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