Unsere Hundertjährigen: Rossini

Rossini im Juli 2021 nach Sandbad draussen

Rossini wiegt nur noch 3400 g. Er hatte vor etwa 6 Monaten Pankreatitis, die wir erfolgreich behandelt und ganz wegbekommen hatten (mit Hilfe von Cerenia (1 x), Metacam (1 Woche) und Mirtazapin (anfangs 1/8 Tablette und später  1/16 Tabl. 15 mg) alle 3 Tage. Cerenia gegen die Übelkeit, Metacam gegen die Schmerzen und Mirtazapin, weil es dafür sorgt, dass er viel Hunger hat und viel frißt und säuft. Die Theorie besagt, dass sich eine Pankreatitis bei Katzen von selbst ausheilt, wenn sie genug fressen und saufen. Vor 6 Monaten hatte das funktioniert. Aber warum hat der alte Kater jetzt wieder eine Pankreatitis bekommen?

Vielleicht wegen der Hitze? Denn er bekommt sie immer wenn es sehr heiß ist.

Aber es gibt noch einen anderen Grund: Der heißt „falsche Fütterung“. Das hatte uns Dr. v. H. schon vor 10 Jahren gesagt. (Leider hatte er nicht dazu gesagt, wie richtige Fütterung geht, sondern uns teure Spezialfutter verkauft, die der Kater nicht frass – und er hatte dem Kater kein Mirtazapin gegeben. Damit und mit Cerenia hätten wir den Kater vor Fettleber bewahren und retten können.) 

Nun haben wir eine Tierärztin, die sofort ganz klar gesagt hat, welchen Fehler wir bei der Fütterung von Rossini wiederholt gemacht haben:  Er hatte Futterreste von Sanfour gefressen, der grenzwertige Nierenwerte hat und ab und an auch mal Nierenfutter frißt. Alle Nierenfutter enthalten sehr viel Fett. Fett ist ein Geschmacksverstärker. Deshalb werden viele Nierenfutter gern und übermäßig gefressen. Sie bekommen aber vielen Katzen nicht, der hohe fettgehalt macht Pankreatitis und dann später auch die Leber kaputt. Nachdem wir vor Jahren eine Katze (Ntschotschi) mit der Fütterung von Nierenfuttern umgebracht hatten, bekommen unsere Katzen so etwas eigentlich nicht mehr; abgesehen eben von Fu –  und der auch nur wenig und ausnahmsweise. Er ist ein vorsichtiger und intelligenter Kater, der ständig neue Futter probieren möchte und sie nur so lange frißt, wie ihm davon nicht schlecht wird. Schlechten Nierenwerten von Katzen begegnen wir seit langem vorbeugend damit, dass wir ihnen spätestens ab dem 10. Lebensjahr Seniorfutter geben, egal welche: Rossmann, dm, penny und Aldi, das alles ist ok. Diese Futter sind fettreduziert (d.h. maximal 5 % Fett!)  und richten keinen Schaden an. Das war auch ein Tipp von Dr. v.H.

Also: Rossi hatte vor 2 Wochen 2 x den Rest von Fus Nierenfutter gefressen. Und sofort hatte er wieder Pankreatitis – und wir die Sorge, die Arbeit und die Kosten damit. Er bekam Cerenia (1 x), Metacam (halbe Dosis reicht)  und 1/8 Tabl.Mirtazapin. Jetzt bekommt er nur noch 1/16 Tablette Mirtazapin 15 mg. Dadurch frisst er wieder gut. Rossi ist für einen 105jährigen, der kaum noch Muskeln hat, unverhältnismäßig gut zu Fuß, weil er im Gegensatz zu mir und Sanfour gar keine Probleme mit der Orthopädie hat. Es sieht so aus, als ob er sich jetzt wieder gesund frißt und säuft.

Hoffentlich vergesse ich nicht wieder, dass er nie an Sanfours Futter kommen darf! Rossi frißt nämlich eigentlich nur Whiskas Senior Tüte mit Gelee und Sauce  und Winston Tüte – und RC TroFu. Es tut einem ja leid, wenn man diese eintönige Freßgewohntheit mit ansehen muss, für ihn ist es aber wichtig, dass er NICHTS ANDERES bekommt. Jetzt säuft und frißt er wieder reichlich. Ich habe aber den Eindruck, dass die Nährstoffe nicht mehr in den Zellen ankommen. Genaueres darüber wird uns die Waage sagen… 

Überhaupt ist es ja bei alten Katzen so, dass die meisten von ihnen unentwegt ein neues Futter angeboten bekommen wollen, von dem sie dann 10 – 15 g zu sich nehmen, den Rest muss man wegkippen. (Die Futtermittelindustrie sollte diesem Phänomen mal Beachtung schenken und 20-g-Tüten mit viel Sauce herstellen). Manche Katzen vertragen aber eben nur, was wenig Fett enthält und was ihr Organismus zu verstoffwechseln gelernt hat. Wichtig ist, dass die Alten sehr viel Flüssigkeit zu sich nehmen, so wie bei uns auch. (Wir haben Zimmerbrunnen – und hätten auch einen zu verschenken….)

Im Kopf ist Rossini noch völlig anwesend. Er hat sich gestern riesig über den Besuch seiner alten MenschenFreundin Linda gefreut, die ihn nach einem Jahr endlich wieder mal besucht hat; er hat ihr sofort ganz laut ganz viel erzählt.

Unsere Hundertjährigen: Hier: Sanfour

Sanfour im Juli 2021

Sanfour hält sich wacker, wenn auch die Knochen und das Gebiss manchmal knirschen und er beim Laufen manchmal wackelt. Der frühere 6-kg-Kater wiegt jetzt noch 3650 g.

Abgesehen davon, dass er alt ist, behandeln wir in Kooperation mit dem TA H. seine Zahnprobleme so, dass er seit etwa 3 Monaten alle 2 Wochen eine Spritze Convenia bekommt. Das ist ein knochengängiges Antibiotikum. Dadurch sind seine Entzündungen im Oberkiefer-Nasen-Augenbereich verschwunden. Er frißt gut und braucht offenbar  keine  Schmerzmittel. Maximal 1 x pro Woche bekommt er eine halbe Dosis Metacam, wenn er so guckt als ob er es gern hätte. Sehr wenig reicht bei ihm. Leider wissen wir nicht, ob und wann wir mit der Antibiose wieder aufhören können, weil wir nicht wissen, ob das Mittel noch bzw. wieder wirkt, wenn wir es jetzt absetzen und die Knochenentzündung im Oberkiefer zurückkommen sollte. Ein anderes, ähnlich wirkendes Medikament gibt es, das heißt Zodon. Aber das ist schwer  in eine Katze reinzukriegen.

Wer hat Erfahrung mit der Langzeitanwendung von Convenia?  Unser TA sagt, wir machen Tierversuch. Unsere befreundeten Menschenärzte sagen, Antibiose bei alten Leuten lieber länger…. Nebenwirkungen macht dieses Medikament bei ihm offenbar nicht. Ausser dass er Gewicht verliert obwohl er gut frißt.  Das ist aber bei vielen Hundertjährigen so, auch wenn sie keine Antibiotika bekommen.

Sanfour geht noch ganz raus, aber nur in meiner Begleitung. Fu ist sehr lieb mit mir, unsere Verständgung funktioniert wohl ganz gut. Maja haut ihn leider. Sie ist wohl eifersüchtig. 

unser Stammtisch im Juli 2021

war wieder eine Wohltat, obwohl es anfangs zu heiß war und danach zu nass. Aber irgendwie brauchen wir, übrigens alle geimpft,  gelegentliche Begegnungen und Besprechungen. Diese war wieder bei „Oregano“ in der Dahlmannstrasse 21, wo es eigentlich keinen Gastraum mehr gibt. Aber Terrasse mit wasserdichter Markise war ok.

Wir machen es jetzt auch so, dass wir den Ort, die Zeit und das Datum vom nächsten Stammtisch schon in der Runde vor Ort aussuchen. Es wurde beschlossen, dass der nächste Stammtische bei KUMARI, Nepalesisches Restaurant am Rüdesheimer Platz mit viel Platz drinnen und draussen stattfinden soll – und zwar am 20. 8. 2021 ab 19 h. Wer will, kann ja auch früher kommen und einmal durch die schöne Grünanalage laufen.  

 

Freigänger „Grisu“ ist vermittelt

Grisu
Grisu spielt gern…

Grisu ist ungefähr 2 – 3 Jahre alt und lebt seit Nov 2019 bei Ursel. Er ist gechippt, geimpft und sehr lieb, aber auch ein Freigänger, der auf seinem Freigang besteht.  Anders ausgedrückt: Er randaliert so lange bis er raus kommt. Wir hatten uns das so schön vorgestellt mir ihm: dass dieser junge Kater, der im November 2019 in Reinickendorf zugelaufen war und der unbedingt raus wollte, in einer Parterrewohnung mit Freigehe in Charlottenburg  bei einem katzenerfahrenen Frauchen ein schönes Zuhause als umsorgte Einzelkatze mit Freigehege haben würde. Das hat ihm aber nicht gereicht. Er ist aus seinem Gehege ausgebrochen und nachts in der Kantstr. angefahren worden. Dann kam er nicht mehr zurück, weil er einen Oberschenkelhalsbruch hatte und nicht mehr üer die Mauern springen konnte, die ihn von seinem Zuhause trennten. Er zog also bei Nachbarn parterre ein, nachdem er sich weinend vor deren Fenster bemerkbar gemacht hat. Ursel hat ihn gesucht und Plakate gepinnt, die Nachbarn haben sich gemeldet, der sehr geliebte Kater war wieder zu Hause… … und wollte nach seiner OP und Genesung dann wieder raus. 

Raus kann er in Henstedt/Schleswig, denn da hat Frauchen ein Haus mit Garten, es gibt kaum Menschen und noch weniger Strassen mit AutoVerkehr – und auch keine Jäger, die Katzen erschiessen (wie in Brandenburg und Baden-Württemberg) . Nun ist aber Frauchen erkrankt und muss in Berlin behandelt werden. Es ist ihr auch in Hensted zu einsam. Der Kater sorgt  aber in Berlin in seinem Freigehege dafür, dass im ganzen Haus keiner mehr schlafen kann. So geht es nicht. Ich kenne das Problem. Sowohl mit den Katzen die raus wollen wie auch das mit den Nachbarn, die schlafen können wollen und keine Zweitwohnung haben.

Sehr langer Rede kurzer Sinn: Dieser junge, mit seinem Frauchen sehr liebe  Freigänger braucht ein neues Zuhause als Einzelkater mit gefahrlosem Freigang bei einem oder zwei Menschen, die sich mit ihm beschäftigen und gut auf ihn aufpassen… Wer möchte ihn bei sich aufnehmen? Wer kennt jemanden, der ihn aufnehmen und auf ihn aufpassen möchte? Es eilt…

Tel. 323 98 16 – Renate 

Nachtrag vom 20. 07. 2021:

Grisu hat einen Katzen-erfahrenen neuen Halter mit Haus und Garten in Schleswig-Holstein nahe Henstedt gefunden. Alle wirken sehr zufrieden.

Es gibt aber offenbar Probleme, die es auf dem Land, also dort, wo sich die Füchse „Gute Nacht!“ sagen, oft gibt:

Zum einen fressen diese Füchse auch Katzen – und zum anderen schießen ortsansässige Jäger Katzen ab, die sich mehr als 200 Meter von ihrem Zuhause entfernt haben, sagt der Tierarzt.  Das ist ein Unding, aber der Gesetzgeber will es so – und die Bevölkerung macht nichts dagegen. In Brandenburg, Baden-Württemberg und eigentlich überall  ist das ja auch nicht anders. Es gibt aber eben Katzen, die man drinnen eingesperrt nicht halten kann und auch nicht sollte: nicht nur, weil sie drinnen randalieren und ihre Halter und die Nachbarn nerven, sondern auch  weil sie drinnen eingehen, wenn sie in Freiheit geboren wurden und gelebt haben.

Sehr bedauerlich finde ich, dass das Haus vom neuen Halter keine Katzenklappe hat, so dass die Katze nicht jederzeit rein und raus kann. Das ist wichtig, wenn sie sich vor menschlichen oder tierischen Feinden in Sicherheit bringen muss. Eine Katze, die vor dem Haus auf den Halter warten muss, ist nicht nur gefährdet, sondern erlebt dieses Haus auch nicht als ihr Zuhause und sucht sich erfahrungsgemäß was Besseres. Das kann ich gut verstehen, denn ich würde auch nicht draußen vor meiner Wohnung darauf warten wollen, dass mich irgendwann jemand reinläßt. Manche Halter denken nicht von der Katze aus, das lassen sich viele Katzen nicht gefallen.

 

Katzenunterbringung/ Pflegestelle gesucht

Wir suchen für einen jungen Bekannten nach einem katzenkundigen Menschen, der seine beiden jungen Kater für einen Zeitraum von ca 2-3 Monaten (Beginn: möglichst bald) aufnehmen möchten. Es wäre sinnvoll, dass es keine weiteren Katzen im Haushalt gibt. Wenn das jemand tun möchte, kann er/sie die Kontaktdaten des Halters bei mir erfragen. Tel. 323 98 16  Pflegestellenangebot wäre auch ok. Renate

Kleinwagen – Spende?

Da mein 27 Jahre alter Polo vor der Haustür parkend in einer Massenkarambolage einen schweren Schaden abbekommen hat, hat die Versicherung des Unfallverursachers ihn zum Totalschaden erklärt. Ich kann aber in den nächsten ca 2 Jahren nicht auf einen fahrbaren Untersatz verzichten, vor allem wegen der manchmal dringenden Fahrten zu Tierärzten, Sachspenden, Einkäufen von Futter, Streu… Wer möchte seinen fahrtüchtigen alten Kleinwagen an mich weitergeben oder kennt jemanden, der seinen fahrbereiten alten Kleinwagen loswerden möchte? Renate Luhmer – Tel. 030 323 98 16

Endlich: unser Jahresbericht 2020

Der Jahresbericht 2020  ist jetzt auf dieser webseite – aber ich weiß noch nicht wo, weil sie an der Technik der Bearbeitung der Seite etwas geändert hat. Ich werde unseren Techniker bitten, ihn da unterzubringen, wo er hingehört, damit unsere Leser ihn finden. (Ich habe ihn gefunden, er ist leicht zu finden im Register links)

Insgesamt bräuchte ich in mehrern Bereichen (wie Fernsehen, Internet, email) eine Menge technischen support. Blöd, wenn es nicht funktioniert oder wenn man es nicht bedienen kann. Ich sehne mich nach analogen Zeiten zurück. Wer kann helfen?  Renate, Tel. 323 98 16

Was ist los?

Fu ist wieder gut drauf.
Bei Lilli von Norma wurde jetzt das Fenster vernetzt, weil eine Nachbarskatze rausgefallen / rausgesprungen ist.
Mein PKW: er dient vor allem dem Transport von Katzen zum Tierarzt und Katzenfutter, Streu und Wasserflaschen aus dem Laden. Ohne Auto geht es nicht…

Hier die neuesten Kiez-Nachrichten:

Grade sind alle unsere Katzen durch großen Aufwand von vielen Beteiligten (nicht zuletzt den hilfreichen Spendern: Herzlichen Dank an alle!) ungeachtet ihres hohen Alters wieder gesund und munter. Ich könnte also grade mal etwas entspannen. Irgendwie stehen die Sterne aber wohl nicht so richtig günstig für mich. Das Leben in unserer Strasse wird nicht nur zunehmend ärgerlich, sondern auch zunehmend gefährlich. Nicht nur wegen der Raser, denen die Bezirksbehörde nichts entgegensetzen will.

Nun auch noch das: Ein alter Mann im Mercedes hatte einen „Aussetzer“ (wie er als Arzt sofort richtig diagnostiziert hatte) und dabei mit seinem Wagen 5 seitlich parkende Autos beschädigt. Das vorletzte davon war meins, siehe blauer Pfeil. Leider wurde es vorn so beschädigt, dass es nicht mehr fährt. Nun brauche ich also ein neues altes Auto – oder einen Fahr-Service. Die Versicherung vom Unfallerzeuger hat den Wiederbeschaffungswert meines Wagens mit 1.400 € beziffert, will mir aber für meinen Wagen nur 100.- € zahlen. Plus 1.300 Schadensersatz für die soeben bezahlte Rechnung von 1.600 €uro in Vorbereitung für den nächsten TÜV.  Leider kümmert sich niemand darum, dass man als Geschädigter bekommt, was einem zusteht – wie z.B. eine Entschädigung für die Auto-lose Zeit. Die Kommunikation ist schwierig wenn man in Bereichen unterwegs ist, deren regeln und Sprache man nicht kennt. Dafür braucht man dann einen Anwalt, denn der kennt die Sprache und die Spielregeln von  unserem Rechtsstaat! 

Da muss ich mich dann ja wohl bei ebay nach einem fahrbaren Auto umsehen. Bis dahin will die Versicherung der Gegenseite mir Taxe für Tierarztbesuche bezahlen. Das haben sie am Telefon gesagt, aber nicht schriftlich gegeben. 

Wir brauchen eine Gesellschaft mit Werten, die am Sinn von LEBEN orientiert sind und nicht den Applaus für Beschiss,  Entfremdung, Mechanisierung und Instrumentalisierung. Ich kenne überhaupt niemanden, der die jüngsten gesellschaftlichen Veränderungen begrüßt. Das ändert aber offenbar nichts. Wie kann das sein?

Herzlichen Dank für alle Sachspenden!

Fu – Kratzbaumchef !

Liebe Spender, wir danken Ihnen an dieser Stelle von Herzen für die vielen tollen Spenden von Futter und Streu und auch für die jüngste von diesem tollen Kratzbaum, den meine Senioren wider Erwartung sofort gut angenommen haben. Sanfour wirkt nach einem halben Jahr des Sorgens und Bangens auf einem wieder wie eine gesunde Katze. Vielleicht dank dieser Chef-Position? 

dies und das

Was? Besuch? Habe keinen eingeladen…!

Rossini bedankt sich trotzdem nachträglich für Glückwünsche und schöne Geschenke.

Und was sonst noch?

Ich, Renate, habe endlich eine Einladung für einen Impftermin bekommen. Das war gestern. Inzwischen (= heute)  gibt es aber keine Termine mehr, weil sich schon 100.000 Menschen vor mir angemeldet haben und weiter im Voraus vergeben sie keine Termine mehr. Ich soll es in eine paar Tagen noch einmal versuchen. Haha, wie komisch! Das ist ja wie wenn man sich bei einer Genossenschaft um eine Wohnung bewerben will. Der angeblich beiliegende Anamnese- und Einwilligungsbogen liegt nicht bei.

Ich verstehe nicht, warum das Land Berlin so viele Zugereiste reingelassen hat, wenn es nicht imstande ist, diese Massen (digital) zu verwalten. Irgendwie hat das Land Berlin seinerzeit analog besser funktioniert als jetzt digital. Außer natürlich im offiziellen Berliner Tierschutz; der war schon immer chaotisch und schrecklich, kontraproduktiv – von daher kennen wir das, was jetzt allenthalben vor sich geht. NICHTS funktioniert. Made in Germany verliert seinen guten Ruf in allen Bereichen. 

Ich wollte ja ausreisen, weil es mir hier nicht mehr gefällt.        Das geht aber auch nicht, denn die Bürgerämter haben keine verfügbaren Termine für die Antragstellung eines Reisepasses. Den Termin für den Antrag  kann man maximal für 6 Wochen im Voraus  stellen. Man muss ihn persönlich stellen. Und diese 6 Wochen sind ausgebucht. Was tun?

Ich bin also hier gefangen, kriege via Medien täglich eine neue Liste vorgehalten von dem, was ich tun soll anstatt dass mich die Behörde dazu auffordert, mich verantwortungsbewusst und umsichtig (also erwachsen und selbstverantwortlich) im Dienste meiner Gesunderhaltung zu bewegen, zu verhalten und gut um mich zu kümmern.

Ich mochte noch nie eingesperrt werden,  noch mag ich es, wenn mir einer sagt, was ich tun soll. Entmündigung kann ich nicht leiden, Enteignung auch nicht – und von hirnlosen Apparaten / Maschinen beraten und regiert zu werden schon gar nicht.  Das habe ich der Sprechmaschine vom Bürgeramt auch gesagt. Das hat sie aber nicht verstanden. 

Mir hilft auch nicht, dass immer mehr Menschen im TV-Talk meinen, die Regierung irrt oder sei unübersehbar irre. Eigentlich möchte ich nur einen Impftermin und einen Reisepass und dass die Bezirksämter mir dafür Termine geben.

Und dann fände ich noch gut, wenn die Behörden damit aufhören würden, das Corona-Chaos zur Erzeugung einer Massenpsychose zu benutzen und dann diese Beeinträchtigung der Menschen im Einvernehmen mit der Bauwirtschaft dafür zu benutzen, unser Umfeld ungefragt so zu verändern wie wir es nicht wollen, weil es uns schadet. (siehe Cornelsenwiese) Wir wollen weder unsere Mietwohnungen verlieren  noch durch selbstherrliche, irre Bautätigkeit im Umfeld ungefragt in eine unerwünschte Fremde versetzt werden.   Dieser Veränderungs- und Erneuerungswahn – immer zu Lasten der Einheimischen – kommt mir so sinnwidrig und kontraproduktiv vor, dass er eigentlich nur korruptionsbedingt  sein kann. Was besseres fällt mir dazu nicht ein.

Dasselbe gilt auch für die Abbügelung unserer Unterschriftensammlung zur Anbringung von Bodenwellen gegen Raser in unserer Strasse. Die Behörde hat einfach behauptet, dass von den mehr als 1000 Unterschriften, die für den Antrag gesammelt wurden, 300 nicht lesbar waren, weshalb dem Antrag nicht stattgegeben wurde.  Idioten mit Rennwagen dürfen also tagsüber und auch nachts weiter durch unsere Strasse rasen… Das können wir auch nicht verstehen:  Zum Jahresende 2019 wurden in unserer Strasse Schlaglöcher entfernt, die gar nicht da waren, weil noch Strassenbau-Geld verbaut werden musste(?) Sie hätten davon Bodenwellen anbringen können.  

Es fühlt sich an wie die Verarschung des einheimischen Bürgers, also von dem, der sowieso hier weg soll, weil er (bei was)  stört. Was nützen den die guten Beschlüsse von Gipfeltreffen, wenn die Bezirksebene in Übereinstimmung mit dem Gesetz macht, was SIE will?    

Neulich sollte mein Auto abgeschleppt werden, weil es vor einem Baum etwas zu kurzen Parkplatz  in 2. Reihe stand, wobei ich also beim Ent- und Beladen niemanden behindert habe (ausser meiner Nachbarin, die ich per App gefragt habe, ob es ok. ist, wenn ich da 5 Minuten stehen bleibe).  Ich habe also meine frisch kastrierte Katze ins Haus gebracht und auf dem Rückweg ein paar schwere Säcke voller Flaschen mit raus genommen. Denn Parkplatzsuche ist hier sehr mühselig und kann lange dauern. Frisch kastrierte Katzen gehören ins Warme. Wenn es keinen Helfer gibt, bringe ich das Tier im Dienst meiner Sache (= Tierschutz)  natürlich selber rein. Als ich wieder rauskomme, sehe ich, dass eine Politesse neben meinem Wagen steht um Knöllchen zu schreiben. Wir kommen ins Gespräch. Sie sagt, dass ich mein Auto nicht verlassen darf, wenn ich in 2. Reihe stehe. Ich sage, dass ich mein Auto beim Be- und Entladen verlassen muss, weil es sonst nicht geht. Während ein paar Meter weiter schon Auto abgeschleppt werden, komme ich mit einer Ermahnung davon, sie meint, ich stehe fürs Be- und Entladen auf der falschen Strassenseite und soll machen, dass ich verschwinde. Das Land will zwar, dass wir ihm auf eigene Rechnung Probleme und Kosten für Tierschutz abnehmen, aber es gibt in Gegenleistung nichts, was wir brauchen könnten. Ich könnte zum Beispiel einen Parkplatz vor der Haustür brauchen, denn Tierschutzarbeit ist immer mit Schleppen verbunden.

Ich wär ja gern weg – aber das geht ja nicht, weil der Reisepaß abgelaufen ist und es keine Termine für einen neuen gibt.  Ich würde mich ja auch gern impfen lassen, aber nun gibt es anscheinend Impfstoff, aber keine Termine.

Also bleiben wir hier, im noch vorhandenen Zuhause, im Garten  – und genießen ungeimpft, paßlos und entspannt den endlich beginnenden Frühling. Unsren alten Heim-Insassen geht es altersangemessen gut – Maja hat ihre Zahn-OP gut hinter sich gebracht und fängt wieder Ratten und Mäuse auf dem Hof. 

Wir haben nun auch einem Vereinsmitglied Obdach gegeben.  Es gäbe noch 5 weitere Mitglieder mit Freigängern in unserem Vereins, die wegen Eigenbedarf gekündigt wurden und  Wohnraum (1- und 2- und 3- Zimmer Wgn) hier in der Nähe (= Charlottenburg/ Wilmersdorf/ Zehlendorf) brauchen.  Wer kann helfen? Die Regierungsebene jedenfalls nicht, da bin ich mir sicher. Wir brauchen wohl nicht nur eine neue Regierung sondern eine gänzlich neue, lebensbejahende Gesellschaft. 

Was für eine absurde Welt.