Gefährliches Katzenspielzeug….

Überwiegend in unserem Bezirk (Wilmersdorf-Charlottenburg) machen wir ja seit vielen Jahren Catsitting. Wir haben auch selber seit sehr vielen Jahren viele Katzen, die von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut werden. Wir bekommen ja auch viel Spielzeug für Katzen geschenkt und nehmen selber auch den von uns gehüteten Katzen Spielzeug mit. Der absoltute Renner waren bisher unerreicht die so genannten „Klapper- oder Fellmäuse“ wie auch die weichen Schaumgummibällchen.

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Letztere gibt es jetzt bei uns nicht mehr, wir kaufen und verschenken sie auch nicht mehr, denn Langhaar – Maincoonkater „Emile“ wäre fast dadurch gestorben: er hatte ein Schaumgummibällchen gefressen und als ganzes verschluckt. Er konnte es danach auch durch Erbrechen nicht wieder herausbringen. Da Catsitter ja nicht dauernd anwesend sind, hatte keiner den Verzehr  gesehen. Die Halter waren ja weg. Wir haben bemerkt, dass der Kater schlechter frißt als sonst, aber wir haben erst mal an ein Haarknäuel im Darm gedacht. Zum Glück waren die Halter nicht lange weg, zum Glück hat die Kommunikation funktioniert und zum Glück hatten sie einen guten Tierarzt, der dann schnell das richtige getan hat: mit Kontrastbrei geröntgt und aufgemacht.   Der Ball war im Magen steckengeblieben. Jetzt geht es „Emile“ wieder gut. Da haben wir alle noch mal Glück gehabt! Ich muss gestehen, dass ich Hemmungen gehabt hätte, einen ein Jahr alten Rassekater in Abwesenheit der Halter von einem TA aufschneiden zu lassen! Es war auch das erste Mal in meinem Leben, dass wir einen verschluckten Gegenstand nicht auf andere Weise (z. B. mit der Verfütterung von festem Kartoffelbrei mit Butter) wieder rausgekriegt haben. re

BI – Demo gegen Nachverdichtung + für Umwelt

Aus der kleinen Gruppe, die sich gegen die Bebauung der Cornelsenwegwiesen in Wilmersdorf gewandt hat, ist inzwischen eine stattliche Bügerinitiative mit viel Zulauf aus allen Altersgruppen geworden. Diese Bürgerinitiative beherbegt eine Menge kleinerer Gruppen, die damit befasst sind,  dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf seine Grünflächen und diesem Teil von Berlin seinen Charme, seine Schönheit und ein gesundes Klima zu erhalten Freut mich wirklich, dass es doch immer wieder auch mal noch etliche Menschen in Berlin gibt, die was Gutes und das auch richtig machen wollen. Hier der Aufruf zur Demo. Wir freuen uns über jeden, der mitspaziert: SINN statt GEWINN!

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Der Bezirk kann sich ja für das Einnehmen von Gewerbesteuer auch mal was anderes ausdenken als bauwütig unsere schöne Stadt kaputtmachen zu lassen. Finden die, finde ich auch.

Auch seitens der Baugrube auf der Wiese hinter unserem Haus gibt es wohl neue Nachrichten, die sind aber noch nicht bei mir angekommen, da ich unerfreulicherweise ständig mit der Geschäftstätigkeit vom Tierheim und deren Auswirkungen auf den Berliner zu tun hatte. Dieses Mal im ausufernden Fall Joschi. Man hört es aber schon von weitem: die Bauarbeiten hinter unserem Haus wurden wieder aufgenommen  – wenn auch viel leiser als vorher.

Unten auf dem Foto ist zu sehen, dass ich das nicht möchte, genau so wenig wie das Mitlesen meiner mails.

640-Demo-Renate-2014-11und andere möchten es auch nicht. Nirgendwo, wo es verkehrt ist weil es dem Wohlbefinden der Anwohner schadet.

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Tut aber so richtig gut, wenn man mal unter seinesgleichen und mit ihnen spazieren geht und so eine Art Ritual oder „Messe“ zelebrieren kann wie bei der Demo am 14.11.14: Ach wie gut!

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Ach, tut es gut, sich der regionalen wie der globalen Dämlichkeit wenigstens für kurze Zeit mal versagen zu können. re

Heute, Samstag, 1.11. um 18:30 im RBB:

30-minütige Fernseh-Doku von Maico Riegelmann u. a.  über unsere Katzenschutzarbeit in Berlin: „Katzenglück und Katerstimmung“.

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Das ist bestimmt eine schön anzusehende und interessante Sendung über die Freuden und Nöte von Berliner Katzenschützern. Besonders ausführlich geschildert wird die Tierschutzarbeit von Kerstin und Bärbel. Wir dürfen gespannt sein.

Wenn Sie die Päppelmutter Kerstin (Katinkas Päppelstation) mit Spenden unterstützen wollen, können Sie diese unter dem Vermerk „für Kerstin“ auf unser Konto einzahlen, wir leiten sie weiter. Unsere Kontodaten finden Sie auf der Titelseite unserer webseite und unter „Bankverbindung“. Tierschützer müssen die Kosten für ihre Tierschutzarbeit weitestgehend aus der eigenen Tasche bezahlen, wenn sie keine Spenden bekommen.   Renate

Nachtrag: Es war eine ganz hübsche Sendung (am besten hat mir der Therapiekater gefallen!)  mit geringem Informationswert über die Strukturen im Berliner Katzenschutz. Manches kam ungenau oder nicht verständlich daher.

Deshalb hier die KLARSTELLUNG: Das Tierheim Berlin unterstützt den „Berliner Stadtkatzen e.V. “ NICHT mit Futterspenden für Strassenkatzen sondern es verkauft NUR an seine eigenen Mitglieder, die Strassenkatzen füttern möchten, die selbst von der Futterindustrie erhaltenen Futterspenden zum reduzierten Preis weiter. Ich kenne auch keinen anderen Verein, den das TB auf diese oder andere Weise unterstützt (bin in dieser Frage aber nicht wirklich kompetent, da wir nicht kommunizieren).   re

Fortsetzung: Fundkatze „Joshi“ vom Preussenpark

27. 10. 2014

Nachtrag: Dieser Kater heißt Joshi und gehört Familie Dayekh, die ihn ganz schnell zurückhaben möchte. Er hat in der Nacht von Freitag auf Samstag noch wie jede Nacht bei Frauchen im Bett geschlafen, wurde aber bei seiner selbst gewählten zweiten Futterstelle in der Nachbarschaft am Sa, 18. 10. 2014 von einem Helfer des TB abgeholt und bereits am Sonntag, 19. 10. 2014 von dort weiterverkauft. So schnell kann das gehen!

Er wurde erst am Sonntagmorgen, dem 19. 10. 2014 von seinen Haltern vermisst, weil er nachts nicht nach Hause gekommen war. Nun weinen und toben alle in der Familie. Ihr Joshi soll wieder bei ihnen leben! Wir helfen dabei, dass es dazu kommt.

Wir verstehen nicht, warum das Tierheim sich in diesen (unseren!) Fall eingemischt und diesen menschenfreundlichen, zahmen Schmusekater abgeholt und mitgenommen hat von einer unübersehbar ungewöhnlichen Freigänger wegfütternden Dame – die von uns Spenden dafür wollte! Wir waren doch dran an diesem Fall! (siehe unsere Einträge dazu) Nun sind wir gespannt, ob die Geschichte auf Kosten aller Beteiligten in einen jahrelangen Rechtsstreit mündet oder ob das TB ohne juristische Hilfe dazu imstande ist, den Eigentümern von Joshi ihren Kater unbürokratisch zurückzugeben.

Wir kennen es so, dass die Katzen nicht kürzer als eine Woche im Tierheim bleiben sollen damit der Verlierer die Chance hat, seine Katze dort aufzuspüren und in angemessenem Zeitraum von dort wieder abzuholen. Ein paar Tage braucht man dazu schon, auch bei großer Anstrengung im Suchen, zumal  das TB montags geschlossen hat und überhaupt manchmal schlecht erreichbar ist. Und man sucht ja auch im Umfeld.

Die Kurzfassung geht so: Arme Leute, die sich keine Katze leisten können, haben deshalb den Nachbarkater angefüttert damit sie auch eine Katze haben. Der angefütterte Kater wurde dann zum Fundkater erklärt, damit wir als Tierschutzverein das Geld für das Futter bezahlen sollten. Und als wir das nicht (mehr) gemacht haben, wurde der Kater dem Tierheim als Fundkater gemeldet. Von denen wurde er dann auch sofort abgeholt und am nächsten tag weiterverkauft.

Wir meinen, dass dieser Kiez einen Sozialpädagogen braucht und nicht Katzeneinsammler und Katzenverkäufer. Die katzenhaltenden Bewohner von Berlin sollten unbedingt lernen, dass ALLE Katzen gekennzeichnet sein müssen, damit man sie zuordnen kann. Und zwar SOFORT, also bevor man sie rausläßt. Auch die reinen Wohnungkatzen sollten gekennzeichnet (und angemeldet) sein, denn etwa 30 % von ihnen kommen irgendwann mal irrtümlich raus – und dann sind sie weg.

Die sollten auch aus freien Stücken auf die Vermehrung von Katzen verzichten lernen, egal wie niedlich Katzenbabys sind, weil es zu viele Katzen in Berlin gibt, die kein Zuhause finden können. D.h. sie sollten ihre Tiere frühzeitig kastrieren lassen, gerade, wenn sie rausgehen. Wer das nicht begreifen kann, sollte eine zeitlang mit bei uns im Tierschutz arbeiten damit er sieht wovon wir reden und warum wir solche Forderungen wie eine Katzenschutzverordnung seitens des Landes Berlin bzw. der Bezirke stellen. Die privaten Tierschutzvereine können der Masse an Katzenelend gar nicht beikommen, wenn nicht die Bürger aufhören damit für immer neuen Nachschub an Katzen und damit an Katzenelend zu sorgen.

Die Halter von einem Freigänger sollten lernen, dass sie ihren Katzen draussen nachspionieren müssen, damit sie sehen, was die da treiben. Sie machen draussen nämlich häufig Blödsinn, der sie das Leben kosten kann oder ärgern die Nachbarn auf vielfältige Weise, was auch tödlich für sie enden kann – oder sie werden eben von Leuten geklaut, die sich keine Katzen kaufen können und auch nicht genug Geld haben für ihre gute Versorgung. Dann sind sie auch weg. Wer seine Katzen rausläßt, sollte ihnen folgen und sie beobachten, damit er weiß, was sie dort tun. (Wir haben z.B. einen Pinkelkater, der auf keinen Fall in den benachbarten Brautmodenladen gelangen darf, wenn dort das Fenster oder die Gartentür offen stehen!) Wir haben es hier in unserem Karree so geregelt, dass ALLE anwohnenden Parterrebewohner auf ALLE unsere katzen achtgeben – und gegenseitig sofort Bescheid sagen, wenn sie etwas sehen, was nicht geht.)

Wir möchten STRUKTUR und Zuständigkeiten und verbindliche gesetzliche Grundlagen, die für JEDEN gelten, im Berliner Katzenschutz. Bitte, unterzeichnen Sie unsere online-petition für eine bezirkliche Katzenschutzverordnung:


https://www.openpetition.de/petition/online/katzenschutz-in-berlin-kastrationsverordnung-und-chippflicht

Die andere Seite in diesem Konflikt, das sind armen Nachbarn, die sich die Nachbarkatze anfüttern, weil sie kein Geld haben, eine eigene Katze zu erwerben und zu versorgen. Sie müssen lernen auf den Irrglauben zu verzichten, dass der Tierschutz dazu da ist, ihnen beim Erwerb und Unterhalt der Katze (vom Nachbarn) behilflich zu sein. Egal wie schwer es fällt: sie müssen unbedingt lernen, das Eigentum von anderen Leuten auch dann nicht anzurühren, wenn es in Gestalt einer Katze angewandert kommt, die alle Regeln des Umschmeicheln und der Bitte um Fütterung beherrscht. Es ist nämlich ein weit verbreiteter Irrglaube, dass man sich einfach so jede vorbeikommende freilaufende Katze anfüttern und aneignen darf. Man darf das nicht, es ist sogar strafbar!

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Schweinemord im Tierpark

10. 10. 2014: Hier per mail die neuesten Nachrichten von Petra & Co mit Aufruf zum Protest:

From: Petra Namyslo

Subject: Tierpark

Tierschützer haben aufgrund von Vorfällen im Tierpark den Rücktritt von Andreas Knieriem gefordert:

Kaum ist der alte Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz seines Amtes enthoben, setzt sein Nachfolger Andreas Knieriem an der selben Stelle mit tierquälerischer Art und Weise wie er an.

 Am Mittwoch, den 17.09. wurde im Berliner Tierpark eine ganze Gruppe Wildschweine von Jägern erschossen und an die Greifvögel verfüttert. In offiziellen Pressegesprächen ist der Grund deutlich: „Weil wir Platz für wichtigere Tiere brauchen.“

 Da der Tierpark zukünftig die Chaco-Pekaris, eine seltene südamerikanische Tierart, halten möchte, wurde der Platz, den bislang die Wildschweine im friedlichen Verbund nutzte, mit brutaler Waffengewalt geschaffen.

 Wir von der Gruppe Aktiver Tierschutz Berlin wollen auf diesen Wahnsinn aufmerksam machen und sagen, dass diese grausamen Zustände endlich aufhören müssen. Deshalb fordern wir einen sofortigen Rücktritt von Zoodirektor Andreas Knieriem und eine langfristige Alternative zu sämtlichen Arterhaltungsprogrammen.

 Bitte kommt auch ihr am 12.Oktober um 15.00 Uhr zum Berliner Tierpark, um eure Wut zum Ausdruck zu bringen. Lasst uns gemeinsam dieser Wildschweinfamilie gedenken und den jetzigen Zootieren eine Stimme geben.?

Liebe Grüße Petra

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Mein Kommentar: Ich verstehe das nicht: Ich meine, dass Leute in Chefsesseln nichts zu suchen haben, wenn sie die anstehenden Probleme nicht klug, liebevoll und gewaltfrei im Dienste des Ganzen lösen können. Schon mal auf die Idee gekommen, dass man Wildschweine auch umsiedeln kann?

Und überhaupt: Wozu brauchen wir HIER noch mehr Exoten als die, die von wenig erleuchteten Berlinern hier eingeschleppt werden? Warum werden denn diese vom Aussterben bedrohten Tiere nicht DORT in Zuchtstellen nachgezüchtet, wo ihr angestammter Lebensraum ist? Alles nur für die Angeberei mit Exoten?

Wie sagt die Rheinländerin?

„Mein armes Lieschen!“

Alle lassen ihre Strassenkatzen kastrieren…

… nur die Berliner nicht.

Und warum? Weil Politiker überhaupt keine Ahnung von Tierschutzarbeit haben, vermuten einige von uns. Die anderen meinen, dass unsere Politiker im Beamtenmikado gelähmt verharren nach dem Motto: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren.

Was auch immer der Grund für die Berliner Untätigkeit ist, wir können überhaupt nicht begreifen, warum das so ist.

Hier ein aktueller Beitrag von unserem Mitglied Susann Landwehr in Sydney (siehe unten),

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wo die Stadt anscheinend auch tierschützerisch gebildeter und schneller ist als hier:

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Wir planen jetzt eine Unterschriftensammlung zwecks Petition an die BVV, damit Politiker sich mit dem Thema Tierschutz in unserer Stadt beschäftigen und auf diesem Wege etwas dazulernen müssen. Hier ist schon mal die Begründung für diesen Bürgerantrag:

Bürgerantrag Muster Stahl

Wir brauchen mindestens 1000 Unterschriften für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Wer hilft beim Sammeln? Vielleicht auch die Grünflächenbeschützer? Bitte, meldet euch bei RenaLu Tel. 323 98 16

Nun haben wir auch endlich (seit heute, 11. 10. 14) unsere eigene online-Unterschriftensammlung für eine Petition an die BVV von Charlottenburg und Wilmersdorf mit dem Zier der Verabschiedung einer Kastrationsverordnung und einer Kennzeichnungpflicht für Katzen. Nun probieren wir eben mal, ob es denn sooo geht, dass sich politisch in Berlin etwas bewegt. Der Link fehlt hier noch: (das ist nur der Name von dem Link und keine Weiterleitung – aber die findet ihr ja online bis unser webmaster das in Ordnung gebracht hat!)

https://www.openpetition.de/petition/online/katzenschutz-in-berlin-kastrationsverordnung-und-chippflicht

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Neues Jagdgesetz in Baden-Württemberg

Dieses Bundesland ist wirklich rege bei der Umsetzung von Verpflichtungen für den Umwelt- und Tierschutz. Nach Chippflicht und Kastrationsverordnung ist nun unter Mitwirkung des NABU (BUND) ein neues Jagdgesetz in Arbeit, welches längere Schonzeiten für Wildtiere und ein generelles Abschussverbot für Haustiere (Hunde und Katzen) vorsieht. Die Jäger sind verärgert – und wir sind erleichtert, denn wir erleben ja, dass sich wenigstens an einigen Orten in Deutschland etwas zum Guten bewegt. Toll! Das macht Hoffnung!                re

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Gast-Schmusifiziererinnen aus Würzburg

4. 10. 2014:

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Wir bieten neuerdings in Berlin Gästebetten für TierschützerInnen, die gern mit Katze im Bett schlafen. Unsere ersten beiden Besucherinnen kamen vom „Katzen in Not Würzburg e. V.“- und das ging richtig gut trotz angespannter Katzenlage  – denn unsere Tiere im Seniorenwohnheim für Katzen sind alt, krank, zänkisch und teilweise unsauber. Das aber war den beiden Besucherinnen vom Verein Katzen in Not Würzburg e.V.  alles sehr vertraut. – Und Pit und Maja waren glücklich über sooo viel menschliche Nähe:

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Das war für uns alle ein sehr schönes Erlebnis!

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Fundkatze am Preussenpark in Wilmersdorf

29. 9. 2014:  Am Preußenpark in Wilmersdorf läuft eine Straßenkatze herum, die bei den Anwohnern parterre durchs Fenster einsteigt und sich dort verpflegen lässt. Wir wüssten gern, ob diese Katze jemandem gehört. Bitte, melden Sie sich bei uns, Tel. 323 98 16 (Fotos unten) Wir haben jetzt auch ein Chip-Lesegerät und teilen baldmöglichst mit, ob diese Katze gechippt ist.

Nachtrag: Dieser Kater heißt Joshi und gehört Familie Dayekh, die ihn ganz schnell zurückhaben möchte. Er wurde aber bei seiner Futterstelle am Sa, 18. 10. 2014 von einem Helfer des TB abgeholt und bereits am Sonntag, 19. 10. 2014 von dort weiterverkauft. Nun weinen und toben alle in der Familie. Ihr Joshi soll wieder bei ihnen leben!

Wir verstehen gar nicht, warum das Tierheim sich in diesem Fall eingemischt und diesen menschenfreundlichen, zahmen Schmusekater abgeholt und mitgenommen hat von der unübersehbar ungewöhnlichen fütternden Dame – die von uns Spenden dafür wollte! Wir waren doch dran an diesem Fall! (siehe unsere Einträge dazu) Nun sind wir gespannt, ob die Geschichte auf Kosten aller Beteiligten in einen jahrelangen Rechtsstreit mündet oder ob das TB ohne anwaltliche Hilfe dazu imstande ist, den Eigentümern von Joshi ihren Kater unbürokratisch zurückzugeben. Wir kennen es so, dass die Katzen nicht kürzer als eine Woche im Tierheim bleiben sollen damit der Verlierer die Chance hat, seine Katzen in angemessenem Zeitraum von dort wieder abzuholen. Ein paar Tage braucht man dazu schon, auch bei großer Anstrengung im Suchen, zumal  das TB montags geschlossen hat und überhaupt manchmal schlecht erreichbar ist.

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Dr. med. vet. Lüdcke ist tot

Der ehemalige Chef der Tierärztekammer, ehemalige Tierschutzbeauftragter vom Land Berlin, Begründer des Tierschutzforums, hier bei der Tierschutzpreisverleihung im Jahr 2011:

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 Nachruf 

Dr. med. vet. Klaus Lüdcke ist tot

 Der erste Tierschutzbeauftragte des Landes Berlin, Dr. med. vet. Klaus Lüdcke, ist tot. Er wurde 75 Jahre alt und verstarb plötzlich.

Er war von der damaligen Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Katrin Lompscher, 2007 in sein Ehrenamt berufen worden. Von 2008 bis 2012 hatte ich das Glück, seine Geschäftsstelle zu führen.

Dass er ein wunderbarer Chef war, das finde nicht nur ich. Meine Vorgängerin Frau Vetter versuchte alles, um ihre Altersteilzeitregelung rückgängig zu machen, weil sie mit ihm weiterarbeiten wollte. Leider war das nicht möglich. Doch, wie gesagt, es war mein Glück.

Herr Dr. Lüdcke war ein Verfechter des Ehrenamtes. Während seiner Tätigkeit als Tierschutzbeauftragter verzichtete er auf jegliche Aufwandsentschädigung. Die Fahrscheine, die er für seine Termine benötigte, bezahlte er aus eigener Tasche, ebenso wie die Blumensträuße für die Tierschutzpreisträger am Berliner Tierschutztag.

Jeden Mittwoch hielt er seine Sprechstunde ab. Nur einmal nicht, da lag er bewusstlos in der Wohnung. Er kam aber auch an anderen Tagen in die Geschäftsstelle, arbeitete darüber hinaus zu Hause und nahm zahlreiche Termine wahr.

In der Geschäftsstelle und zu Hause stand das Telefon selten still. Unzählige Berliner Bürgerinnen und Bürger, die um das Wohl der Tiere besorgt waren, meldeten sich bei ihm. Hunderte von E-Mails kamen jeden Monat in seinem Postfach an.

Sein Engagement war bemerkenswert. Er hat im Tierschutz viel bewegt, zusammen mit dem Netz der Aktiven, das er geknüpft hat.

Regelmäßig treffen sich auf seine Initiative hin im Berliner Tierschutzforum Tier- und Naturschützer, Amtstierärzte, Politiker und Journalisten zum Dialog. Er holte das Treffen der Tierschutzbeiräte der Länder nach Berlin in den Bundestag, wo die Beiräte alljährlich über alle aktuellen Tierschutzthemen beraten, sich mit den Politikern austauschen und ihre Kräfte bündeln. Er rief auch das Bündnis Tierschutzpolitik ins Leben, an dessen Sitzungen die großen Berliner Verbände teilnehmen.

Er ist der „Vater“ des Hundeführerscheins und war ein unermüdlicher Streiter für mehr Hundeauslaufgebiete in Berlin. Mit seiner Hilfe gelang es dem Bezirk Mitte, Leitlinien für die Kutschpferde zu erarbeiten. Dank ihm finden die Stadttauben nunmehr Obdach in bezirklichen betreuten Taubenschlägen. Er protestierte bei den Schirmherren des Weltfriedenstages gegen die Auflassung von Brieftauben und erreichte, dass die Evangelische Kirche einen runden Tisch einberief. Immer setzte er sich für die Umsiedlung der Berliner Stadtbären aus dem unwürdigen Zwinger in einen Bärenpark ein. Bereits als Präsident der Berliner Tierärztekammer forderte er eine Chip- und Kastrationspflicht für Freigängerkatzen. Seine Bemühungen wurden von seinem Nachfolger fortgeführt und scheinen demnächst Früchte zu tragen. Er fand es gut, dass Menschen in den Städten Haustiere als Gefährten haben, sofern es keine Exoten sind.

Er setzte sich für ein Wildtierverbot im Zirkus ein und erreichte, dass keine landeseigenen Flächen mehr für Tierzirkusse zur Verfügung gestellt werden und dass auch ein Privatunternehmen nachzog. Das Verbandsklagerecht lag ihm besonders am Herzen. Leider waren seine diesbezüglichen Bemühungen bisher nicht von Erfolg gekrönt.

So gütig er war, so streitbar war er auch. Wenn ein undisziplinierter Hundebesitzer ihm frech kam, zog der ehemalige Amateurboxer schon mal das Jackett aus. Aquarien- und Zirkusverbände schickten ihm böse Briefe. Der damalige Zoo- und Tierparkdirektor bekam von ihm schonungslose Kritik zu hören.

Auch nachdem er sein Amt niedergelegt hatte, war er noch aktiv und unterstützte seinen Nachfolger Prof. Spielmann nach Kräften.

Besonders gefiel mir an Herrn Dr. Lüdcke gefiel seine humorvolle, unkomplizierte und direkte Berliner Art. Und sein großes Wissen imponierte mir. Ich habe in dieser Zeit so viel gelernt. Außerdem war er kulturell sehr interessiert, liebte die Musik und die Literatur.

Vor allem aber liebte er die Tiere. Ihnen widmete er sein Leben.

Petra Namyslo am 21. 9. 2014

unten: Tierschutzpreisverleihung 2009 (an Scheel und Ulig)

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