Yearly Archives: 2022

Paten gesucht

Durch die angespannte Finanzlage und die zu erwartende Erhöhung der Tierarztpreise könnte es sein, dass sich immer mehr ärmere Katzenhalten einen Paten an ihrer Seite wünschen, der ihnen hilft, die Behandlungskosten für ihre chronisch kranke/n Katze/n zu stemmen.  Dies ist jetzt der Fall in Hellersdorf bei einer Katze namens Mauri, die Bärbel vor 12 Jahren an eine katzenkompetente Halterin mit Grundsicherung gut vermittelt hat. Jetzt hat die Katze SDÜ (Schilddrüsenüberfunktion). Das kommt bei alten Katzen sehr häufig vor. Mit guter Behandlung kann man das Ableben der Katze 2 – 4 Jahre hinausschieben und ihr diese Zeit durch die richtige Medikation angenehm machen. Das kostet im Jahr ca 500 – 600 €, also ca 50 € pro Monat. Wenn sich mehrere Paten finden, ist dieser Betrag keine große Belastung für den einzelnen.

Wer möchte die Halterin mit einer regelmäßigen monatlichen Spende für Medikamente und Tierarztkosten (Blutuntersuchungen) unterstützen? Und wer kennt sich mit SDÜ so gut aus, dass er der Halterin dabei behilflich sein kann, überflüssige Ausgaben für eine gute Behandlung durch guten Rat zu vermeiden? Wer eine Patenschaft übernehmen oder Geld für Mauri spenden möchte, kann dies tun indem er „für Mauri“ auf das Spendenformular schreibt. Ich fände es auch gut, wenn sich Pate / Spender und Spendenempfängerin (und Katze) persönlich  kennenlernen…. mindestens telefonisch. 

Insgesamt gefällt mir die Idee, dass wir versuchen sollten, die Halter so zu unterstützen, dass sie ihre Tiere behalten können. Es dürfte in dieser Zeit auch schwierig sein, alte und kranke Katzen zu vermitteln.   Renate

Fristlose Kündigung

Das soll mal einer verstehen: Die Dame, die Bärbel unlängst beim Zähmen und Einfangen von 3 weiblichen, unkastrierten Streunerkatzen auf dem Gelände eines Mietshauses in Hellersdorf geholfen hat (Katzenfotos siehe weiter unten), wurde vom Vermieter fristlos gekündigt, weil sie gegen sein Fütterungsverbot verstoßen hat. Wir verstehen ein Fütterungsverbot so, daß ein Vermieter nicht möchte, daß auf seinem Grundstück Tiere angefüttert werden. Wenn man aber Streunerkatzen einfangen will, muß man sie anfüttern, denn anders kriegt man sie nicht. Dies ist dem Vermieter offenbar nicht klar. Nun hat er die Mieterin gekündigt anstatt sich bei ihr und uns für gute, ethisch wertvolle, gemeinnützige Tierschutzarbeit  zu bedanken. Denn die hat dazu geführt, daß nun 3  junge, weibliche, unkastrierte, vermehrungsfähige Streunerkatzen weniger auf seinem Grundstück herumlaufen und Nachwuchs erzeugen. Wir haben die Katzen aufgenommen, tierärztlich versorgen lassen und in gute Hände vermittelt. Die Kosten dafür hat der Verein getragen. Es gibt auch Vermieter, die sich über solche Hilfe freuen und einige, die den gemeinnützigen Vereinen die entstandenen Kosten erstatten.    

Noch ein Kommentar meinerseits zum Thema: Ein Fütterungsverbot wird gern damit begründet, daß durch Katzenfütterung auch Ratten, Waschbären, Krähen usw. anfüttert werden. Das stimmt nur dann, wenn die gefütterten Katzen das Futter nicht auffressen. Und es stimmt auch nur teilweise, denn unser innerstädtisches riesiges Rattenproblem entsteht nicht durch Katzenfütterung sondern dadurch, dass die Mieter ihre Lebensmittelreste in die schwarzen Mülltonnen entsorgen müssen, wenn keine besseren, für Ratten unzugänglichen  Lebensmittel-Entsorgungsbehälter für sie bereit gestellt werden. Bei uns tanzen die Ratten nachts auf und in den schwarzen Tonnen. Alle Tonnen(deckel) haben Löcher, die Tonnenwände zum Teil sogar auch. Die Ratten können einen Plastiktonnendeckel mühelos anheben. Unser Vermieter vermietet deshalb parterre vorzugsweise an Katzenhalter, die bereit sind, ihre Katzen auf die Höfe zu lassen und / oder für ihre Katzen ein Freigehege zu erstellen. Dadurch sind wir im parterre weitgehend geschützt vor Ratten und Mäusen und den zugehörigen Flöhen.

Rattengift steht allenthalben herum, bringt es aber nicht wirklich; und dem Sterben von vergifteten Ratten auf dem Hof zusehen zu müssen, das ist bedrückend.  Renate

Nachtrag vom 27. 8. 2022: Der Vermieter hat inzwischen die fristlose Kündigung zurückgezogen, da die gefütterten Katzen von einem eingetragenen, gemeinnützigen BerlinerTierschutzverein eingefangen und vermittelt worden sind.

PC-Hilfe

Wer kann mir dabei behilflich sein, unsere word-press-webseite aufzuräumen?

Und mir überhaupt auch mal zeigen, wie dieses Programm JETZT funktioniert. Es ist alles ganz anders als zu Beginn. Ich hätte jetzt ja auch endlich mal Zeit für sowas. So, wie sie jetzt funktioniert, komme ich gar nicht mit der Bestückung dieser Seite zurecht.

Und dann bräuchten wir noch ein paar jüngere Menschen, die gelegentlich bei Bedarf auch schon mal was Schweres tragen oder auch Holz sägen können, gern auch motorisiert….

Renate, Tel. 030 323 98 16, email: stadtkatze@gmx.net

Können wir eben nicht anders ?

Zur Erinnerung: MV und Stammtisch

Die diesjährige MV findet statt am Sonntag, dem 12. 6. 22 um 15 h bei uns im Garten in der Dahlmannstr. 10, in 10629 Berlin, quer parterre links.  Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch gern Sachspenden weiterreichen, z.B. Boxen, Klos und Körbe, Medizinzubehör, Medikamente, Futter…

Danach, d. h. gegen 16 h,  gehen wir unweit von hier zu Sumi, einem vietnamesischen Restaurant in der Damaschkestr. 17, 10711 Berlin, das ist sehr nah von hier. Dorthin sind auch die Nichtmitglieder eingeladen, die unseren Stammtisch besuchen möchten.

Ich freue mich auf alle, die kommen.

Re

Sanfour hat uns verlassen

Er ist in der Nacht von Freitag auf Samstag, dem 14. 5. 2022 einem Herzinfarkt bei Niereninsuffizienz

erlegen. Er war ein unglaublich toller, ein einmaliger Kater, er wird uns sehr fehlen. Maja und ich sind etwas

benommen, und wir brauchen Zeit um diese Veränderung in unserem täglichen Leben zu begreifen…

Er hat mir sehr viel beigebracht….

Frohe Ostern!

Liebe Freunde der Arbeit unseres Vereins, unserer webseite und unserer Katzen!

Das Foto oben habe ich heute gemacht. Ich bin sehr froh, mitteilen zu können, dass Sanfour sich nach sehr schwerer Krankheit (verursacht durch geringfügig falsche Dosierung von Schilddrüsenhormon bei einem 20 Jahre alten Kater) wieder berappelt hat und 4 Wochen nachdem eine junge Tierärztin ihn für sterbenskrank und dringend euthansie-bedürftig erklärt hat, heute das schöne Wetter zu einem Osterspaziergang auf dem Nachbargelände genutzt hat. Er wäre mir von dort sogar gern  durch den Zaun abgehauen um eine Freundin zu besuchen, die schon vor 1,5 Jahren verstorben ist, was er nicht weiß… Da er aber ein vernünftiger Kater ist, der jedes Wort versteht, konnte ich ihn davon überzeugen, dass das keine gute Idee ist…

Maja ist mir leider durch ein Loch in der Gehegevernetzung abgehauen, das hätte schief gehen können. Aber Sanfour hat sie zurück geholt, dann habe ich das Loch gefunden und gestopft.

Also, wenigstens hier bei uns gibt es in diesen schlimmen Zeiten viel Grund zur Freude an diesem schönen Osterfeiertag.  

Sanfour verdankt sein Überleben und seine Wiederauferstehung auch dem tatkräftigen Einsatz von unserer SDÜ-Gruppe, vor allem Sven in Hessen und Michaela in Bayern. Ohne deren Unterstützung und guten Rat hätte ich vielleicht vorzeitig die Hoffnung verloren oder mich von unfähigen, finanzbedürftigen oder falsch ausgebildeten Tierärzten meschugge machen lassen und einer voreiligen Einschläferung zugestimmt, da mir das Krankheitsbild „Hydrothorax“ neu war und erschreckend aussah.  Zum Glück habe ich aber dann im ständigen guten Gespräch mit Michaela und Sven (die auch selber alte SDÜ-Katzen haben) begriffen, dass die Wasseransammlung im Thorax von Sanfour auf die geringfügige Erhöhung der verabreichten Menge an Schilddrüsenhormon (von 10 auf 11 mg/Tag) zurückzuführen war. Die dadurch erzeugte Verlangsamung seines Herzschlags hatte dazu geführt, dass das viele Wasser, was er dauernd trinkt um seine Nieren zu spülen und sich zu entgiften, nicht ausreichend umgewälzt und ausgeschieden werden konnte. Er hatte bereits 500 ml angesammelt, als wir ihn mit Torasemid langsam und vorsichtig entwässert haben. Jetzt geht es ihm wieder gut – so gut, wie es 100-jährigen mit Arthrose, schlechten Zähnen und SDÜ eben geht, was ich täglich besser nachfühlen kann obwohl ich erst 74 werde und meine Zähne ok sind.

Sanfour verdankt sein Überleben auch unserem sehr kooperativen und gut verfügbaren Tierarzt, der sogar einmal nachts um 12 zu uns gekommen war, weil ich (falsch) gedacht hatte, der Kater brauche ärztlichen Beistand oder er müsse eingeschläfert werden. Als Sanfour den Tierarzt gesehen hat, ist er aufgestanden, hat Köpfchen gegeben, ist aufs Klo gegangen, hat Dünnes und Festes reingelegt und ist dann zum Fressen gegangen.  Unser Tierarzt sah keinen Grund, ihn einzuschläfern und ist nach einiger Zeit der Beobachtung um 1 h dann unverrichteter Dinge wieder gegangen. Das ist großartig. Mir ist klar, dass nur einer von 100 oder 1000 sich so verhält und dass wir uns gut beschützt fühlen dürfen in seinen Händen. 

WARUM  hatte ich die SD-Hormonmenge von 10 auf 11 mg pro Tag erhöht? Weil der Referenzwert T4 mit 7,5 statt 5 deutlich zu hoch war. Für Sanfour ist aber eben der Wert von 7,5 der optimale T4-Wert.  Wir haben mal wieder erlebt, dass wir nicht nach Buchwerten gehen dürfen, sondern genau hingucken müssen und das gesamte Geschehen im Organismus und das Zusammenspiel der Organe im Auge haben müssen.

Es ist also noch mal gut gegangen. Trotz unseres Mangels an Wissen und Erfahrung. Unglaublich, was dieser mit 3 Monaten 2002 aus Sousse in Tunesien bei uns eingewanderte Kater schon alles überlebt hat.

oben: Sanfour bei Osterspaziergang 2022.

 unten: Maja macht Sanfour in letzter Zeit seinen Schlafplatz auf dem Löwen streitig.

 

Herr Selenskyj, stop this war!

Im Zweifelsfall immer lieber rot als tot. Leben ist immer kostbarer als jede Ideologie. Sie verteidigen keine westlichen Werte (die Sie nicht kennen) sondern Sie ermöglichen und verantworten den Tod von sehr vielen Bewohnern Ihres Landes. Das ist falsch, meinen wir. Beenden Sie (BEIDE) diesen Wahnsinn! 

Rossi ist zu Hause sanft entschlafen

Unser lieber kleiner Rossi hat sich kurz vor seinem 21. Geburtstag am Montag dieser Woche auf die Socken und den Weg über die Regenbogenbrücke gemacht. Er hat seinen Abgang selber gesteuert. Ich bin mal wieder beeindruckt davon, wie bewusst und selbstgesteuert Katzen sterben können, wenn sie an Altersschwäche sterben dürfen. Rossi hat bis zum letzten Atemzug mit mir geredet und geschnurrt. Ich will an anderer Stelle noch mal einen ausführlichen Nachruf über ihn schreiben, denn ich habe in den 20 Jahren, die er bei uns war, sehr viel von gelernt. Vielleicht aber doch nicht genug, denn ursächlich für seinen Tod war letztlich ein Schnupfen;

 

Verdichtung

In unserem parkähnlichen Karee wurden 2 gesunde, sehr große Tannen gefällt, die Platz machen sollten für den Bau von einem 7-geschossigen Hinterhaus. Vor  dem Fällen sah es dort so aus:

Die Nachbarn haben geklagt, denn ihr Garten wird dadurch kleiner und verschattet, es müssen auch bei ihnen Bäume weichen. Sie haben aber die Klage verloren, weil unser Rechtsstaat in Verkungelung mit den Regierenden das Geld mehr liebt als die Gesundheit der alt eingesessenen Bürger in dieser Stadt.

Wir glauben nicht, dass hier Wohnraum gebaut wird.  Wir haben erlebt, dass unsere Grünflächen im Innenstadtbereich weichen müssen für die Herstellung von Spekulationsmasse, die ja immer gebaut wird BEVOR die 30 % Sozialwohnungen gebaut werden, die nötig sind damit der Bauherr die Baugenehmigung bekommt.  

Wir wollen nicht, dass im Innenstadtbereich Grün zerstört wird, denn wir brauchen es aus klimatischen Gründen. Wir wollen auch nicht auf Beton starren müssen. Unsere Bürgermeisterin sagt: „Berlin braucht Wohnraum. Das bedeutet Bautätigkeit in die Breite, die Höhe und die Dichte.“ (Abendschau RBB) und fragt die Anwohner nicht, ob sie damit einverstanden sind, dass ihr Zuhause verändert, beschädigt, zerstört wird.  Im Ergebnis ist es das:

Am häufigsten hören wir als Kommentar: Das ist einfach eine Sauerei. Wir können nicht noch mehr Menschen auf noch engerem Raum brauchen als wir kennenlernen und assimilieren können. Und wir brauchen Grün zum Klimaausgleich in der Stadt.