MV 2016

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Wir haben uns gestern (am Sonntag, 23. 10. 2016)  im „Frommen Löffel“ in Grunewald zur jährlichen MV (2016) getroffen. Die anwesenden aktiven Mitglieder haben erzählt, was sie im vergangenen Jahr erlebt haben. Spannend,  sehr informativ in Sachen Katzenschutz in Berlin und angenehm in der Atmosphäre  war dieses Treffen. Veröffentlichung vom Protokoll folgt demnächst im entsprechenden Unterfach.

Natürlich waren leider wieder nicht alle aktiven Mitglieder  anwesend, weil es uns eben einfach nicht gelingt, einen Termin zu finden, an dem nicht einer von uns auch zu einer anderen wichtigen Veranstaltung muss. Beate war mit der Vorbereitung ihrer nächsten selbst finanzierten Kastrationsaktion in Spanien beschäftigt, Kerstin war krank, Heffi musste zur Demo  am Schweinehochhaus in Sachsen-Anhalt, Norma musste sich um eine sehr kranke Freundin kümmern, Dagmars Auto war kaputt – und es gab Schienenersatzverkehr in Zepernik, Susann, die vor 3 Jahren vor dem deutschen Gesundheitssystem geflüchtet ist, war ja gerade hier und  hatte nicht schon wieder  Geld für die Anreise aus Sydney … die anderen haben es nicht für nötig gehalten  zu- oder abzusagen. Also: keine Zeit oder kein Interesse.

Für die Zusammengekommenen war es  ein heilsamer und informativer Nachmittag im Kreis von einigen „Kollegen“, die nicht streiten, rumzicken, intrigieren und was es früher  sonst immer noch so gab. Gestern saßen Leute an einem Tisch, die sich verstehen und gut zusammenarbeiten wollen und können. Ich mag unsere Truppe von erfahrenen und umsichtigen Facharbeitern, und jeden einzelnen Spezialisten darin….

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Zuhause oder Pflegestelle gesucht

19. 10. 2016, Thilo Krätzer <thilohtc@googlemail.com> an: stadtkatze@arcor.de

 Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe zuhause eine pflegebedürftige Katze in dem Alter von 1,5 Jahren.  Sie ist vor 2 Monaten aus dem 5. Stock gefallen und kann seit dem nicht mehr selbstständig auf Klo gehen, das große Geschäft funktioniert meist doch leider muss ich ihr mehrmals am Tag die Blase ausdrücken, da er überall Tropfen verliert ist die Hygiene in der Wohnung nicht mehr gewährleistet, und meine Frau ist schwanger. Ab November muss ich zudem beruflich nach Dortmund für ein halbes Jahr. Deswegen suche ich für die Katze eine Vermittlung bzw. Unterkunft um ihn nicht einschläfern zu müssen.
Mit freundlichen Grüßen,  Thilo Krätzer 

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 18. 10. 2016, Katzen-in-Not-Berlin e.V., Ingrid Claus-Noto, Tel. (030) 66 44 615

Katzenmädchen Samantha (7 Monate) und Sabrina (6 Monate)

Liebevoll wurden diese beiden ausgesetzten Katzenmädchen aufgenommen bei ihrem Frauchen. Leider wurde sie kurz darauf arbeitslos und hat nun große Angst, Kastration und täglichen Lebensunterhalt nicht bestreiten zu können.

Besondere Sorgen hat sie auch für den Fall einer Erkrankung der Katzen. So hat sie sich entschieden, uns um Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten neuen Zuhause für die Kleinen zu bitten. 

Katzen in Not Berlin e.V.s Foto.
Katzen in Not Berlin e.V.s Foto.
Katzen in Not Berlin e.V.s Foto.
Katzen in Not Berlin e.V.s Foto.

Katzenschutzarbeit in Berlin

Berlin ist derzeit eine Stadt mit ca 4 Mio Einwohnern, die von überall her kommen und von dort sehr verschiedene Wertvorstellungen mitbringen.

Dem Berliner Katzenschutz fehlt es – solange ich damit zu tun habe – an bedarfsgerechter Struktur. Man kann noch nicht mal von Systemschaden sprechen, denn es gibt gar kein System.

Katzenschutzarbeit ist immer Notfallhilfe im Einzelfall. Um  Notfälle  zu Gunsten von Katzen (und den zugehörigen, verwickelten  Menschen) bedienen zu können, braucht es  einen Plan und viele kontaktfähige Menschen mit  Unterbringungsmöglichkeit, Erfahrung, Wissen, Kompetenz, Zeit und Geld.

Unsere Katzenschutzarbeit bedient eine sehr kleine Ecke vom gesamten Bedarf. Unsere Arbeit  kommt dadurch zustande, dass sich Halter und Finder von Katzen an uns wenden, weil wir ERREICHBAR sind.  Es melden sich  Menschen bei uns, die ihr Tier nicht mehr behalten können oder wollen oder die einfach zeitlich und / oder bildungstechnisch nicht imstande sind, ein aufwändig behandlungsbedürftiges Tier selber zu versorgen. Viele lieben ihr Tier und wollen es nicht unversorgt lassen. Sie wünschen sich jemanden, der ihnen die Last mit dem Tier abnimmt. Sie brauchen so einen. Ihnen die Sorge abnehmen  kann aber nur einer, der 1. das Tier bei sich aufnehmen oder in einer Pflegestelle unterbringen kann und 2. die Kompetenz, die Zeit,  die richtigen Mitarbeiter und das nötige  Kleingeld zur Versorgung von Katzen hat.

Wir  im Berliner Stadtkatzen-e. V. zusammenarbeitenden Katzenschützer sind spezialisierte Fachkräfte in Einzel- und Zusammenarbeit. Bei Ingrid Noto liegt der Schwerpunkt auf Sozialarbeit und Vermittlung, bei Klaus Kowi auf Einfangen und Unterbringen (zumeist im Tierheim Zossen), bei Beate auf Auslandstierschutz, Kastrationsreisen und Vermittlung von Freigängern vor Ort (Berlin Spandau und Umland), bei Rosie  (auch in Spandau) auf Seniorenpflege und Strassenkatzenbetreuung in Spandau, bei Bärbel auf Füttern von Strassenkatzen in Hellersdorf/ Marzahn, Aufnehmen, Versorgen und Vermitteln und (tier)medizinischem Dazulernen. Kerstin nimmt in  ihre Päppelstation in Hellersdorf trächtige Katzen und mutterlose Babys auf. Lore Greve im Süden von Berlin kann leider altersbedingt und aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mitmachen, sie hat jahrzehntelang und oft mit Erfolg ihre ganze Energie in die Rettung von Katzen und in die Weiterbildung von deren Haltern  gesteckt.

Damit habe ich jetzt nur diejenigen Mitglieder benannt, die direkt und unmittelbar mit Katzen zu tun haben, also die Mitglieder in unserem Verein / Verband, die sie bei sich zu Hause oder in wie Satelliten angehängte Pflegestellen persönlich aufnehmen und von da aus sinnvoll zu bedienen versuchen. Ich habe den allergrößten Respekt vor ihnen. Ich habe aber vor vielen Jahren diesen Verband gegründet und die darin befindlichen Menschen zusammenzubringen versucht, weil mir aus der eigenen Not mit meinen eigenen Katzen klargeworden ist, dass es in Berlin keinen bedarfsgerecht funktionierenden Katzenschutz gibt – und dass diejenigen Katzenschützer, die versuchen, die Not zu lindern, als hoffnungslos überlastete Einzelkämpfer beim Versuch der Bewältigung der anfallenden Arbeit (und Kosten) weder vom Land noch von der Bevölkerung ausreichend unterstützt werden.

Wie sieht diese Arbeit im Einzelfall konkret aus?

Wir leben in Berlin jetzt in schwierigen Zeiten  in einem schwierigen Umfeld. Wir erleben Globalisierung und Gentrifizierung, mancherorts scheint es als ob die Berliner „Urbevölkerung“ (damit meine ich die „Einheimischen“ jedweder Herkunft (!), also die, die schon vor 1990 hier gelebt haben) dem Geldfluss weichen müssen. Vielerorts wird Wohnraum von und Berliner Ureinwohnern zugunsten von Immobilienspekulation und sozialer Umstrukturierung des Landes vernichtet. Wohnraum von Normalmenschen ist auch immer Wohnraum von Haustieren. Und der wird immer weniger. Zusätzlich verschwinden auch zunehmend die unbebauten (Grün-)Flächen in dieser vormals sehr begrünten Stadt, also artgerechte Auslaufflächen.

Wie sieht unsere Arbeit ganz konkret aus?

Beispiele:

  1. Fr X ruft aus der Psychiatrie an: Sie ist geräumt worden, weil sie die Miete nicht mehr bezahlen konnte, vielleicht weil sie krank oder arbeitslos war. In der Wohnung hat sie 3 Katzen zurücklassen müssen. Ob WIR die aufnehmen können? Typisch daran ist, dass diese Opfer des Systems und erst am letzten tag vor der Räumung oder sogar erst 2 Tage danach anrufen und ihre Notlage mitteilen können. Sie meinen nämlich bis zum Schluss, dass es ein Wunder geben könnte, das die Entmietung verhindert und sie meinen auch, dass sie ihre Katzen bis zum letzten Augenblick bei sich haben wollen. Sie melden sich dann auch bei UNS nicht beim TB, weil sie meinen, dass sie später wieder eine Wohnung finden und dann ihre Katzen zurück haben wollen. D. h. WIR sollen die Katzen quasi bei uns zwischenlagern, wir können das aber BEI UNS nicht. Möglich wäre es aber, wenn es in Berlin ein Netzwerk von Katzenleuten gäbe, die für solchen Bedarf Unterbringung und Pflege zur Verfügung stellten, also solche Menschen, die Katzen VORÜBERGEHEND bei sich aufnehmen und nicht die eine, ganz besondere Katze für immer haben müssen.

Aber welcher Berliner  Katzenfreund hat keine Katze und möchte (z.B.)  drei acht bis 14 Jahre Katzen bei sich aufnehmen, von denen eine auch noch dauernd behandlungsbedürftig krank ist?  Wenn wir überhaupt  sinnvollen Katzenschutz in Berlin tun wollen, brauchen wir für die  Unterbringung  und Versorgung der Tiere  Mit- und Zuarbeiter.  D.h. wir brauchen dafür die Bewohner von Berlin. Sie könnten in mehr oder weniger loser Zusammenarbeit mit uns ihre UNVERSEUCHTE Wohnung, in der noch KEINE KATZE wohnt, als Aufnahmestelle  für eine aktuell unterbringungsbedürftige Katze oder so ein Katzenpaket wie oben beschrieben bereithalten. Das Problem bei Katzen ist nämlich, dass alle Stellen, die Katzen aufnehmen, nach kurzer Zeit verseucht sind, da Katzen alle möglichen ansteckenden Krankheiten haben können – und eine einzige Kranke reicht aus, um den halben Bestand einer Aufnahmestelle krank werden oder sterben zu lassen.

2. Herr Z. ruft an, weil eine magere Katze seit Tagen um sein Haus schleicht. Sie ist unterernährt, vielleicht auch krank und noch dazu scheu. Können wir uns darum kümmern?

Vielleicht. Gebraucht wird: Zuerst das Einfangen / Annehmen vom Tier, dann die Unterbringung in einem möglichst  art- und persönlichkeitsgerechten, unverseuchten Lebensraum, evtl tierärztliche Versorgung, Pflege vom Tier am Aufenthaltsort. Evtl Langzeitunterbringung mit Zähmung.

 Katzenschutzbedarf  hält sich  nicht an Uhrzeiten und nimmt auch keine Rücksicht auf die finanziellen Möglichkeiten von der Tierschutzfachkraft oder dem tierschutzwilligen Bürger. Sie fällt zu jeder Uhrzeit an. Und die entstehenden Kosten müssen weitestgehend  aus eigener Tasche bezahlt werden.

Die Mitglieder  der  im Berlinerstadtkatzen eV zusammengefassten kleinen Katzenschutz-vereine sind derzeit alle ziemlich platt und ausgelaucht von jahrelanger übermäßig anfallender Arbeit, die  mehr oder weniger im Einzelkämpfertum bedient werden muss. Wir haben gelernt, dass es sinnvoll ist, wenn wir uns ortsnah betätigen, denn dadurch können wir in Kenntnis der Gegend und der jeweiligen Problematik den Einzelfall besser einschätzen.

Darüber hinaus sind unsere Spezialisten aber auch  berlinweit unterwegs und versuchen,  Engpässe im „offiziellen“ Katzenschutz landesweit zum Wohl  von schutzbedürftigen Tieren und von Tiernot betroffenen Haltern und Tierfindern schmerzlindernd zu bedienen.

Wir wissen: Was wir in Berlin vernetzt ganztags unbezahlt arbeitenden etwa 10 – 15 Leutchen bedienen können, ist vom Bedarf her aufs Ganze gesehen ein Tropfen auf den heißen Stein. Das hindert uns aber nicht daran, es zu tun. Denn wir sind froh, wenn es uns gelingt, im einzelnen uns begegnenden Notfall, hilfreich sein zu können und Schaden beim Tier und beim mitbetroffenen Menschen verhindern oder mindern zu können… Und das können wir oft. In Zahlen bedeutet es etwa 500 gerettete Katzen pro Jahr. Den gesamten Bedarf schätzen wir auf etwa 5000- 10.000 Katzen. Viele von diesen Katzen werden vom tierschutzwilligen Bürger selbst bedient und gehen dadurch am Tierschutz vorbei. Dabei sind dann leider auch die Freigänger, die einfach und zum Leidwesen ihrer Halter verschwinden ohne ausgesetzt worden zu sein. Eine Chippflicht könnte  dies verhindern.

Uns fehlen professionelle Mit- und Zuarbeiter, die natürlich ihre Arbeitszeit entlohnt bekommen müssen, denn von irgend etwas müssen Vollzeit-Katzenschützer ja auch leben. Und mit unendlicher Sozialhilfe und Einraumwohnung sind Katzenschützer für ihre Facharbeit falsch ausgestattet.

Um berlinweit gut helfen zu können fehlen uns Mittel (also Finanzen), über ganz Berlin verteilte Unterbringungsmöglichkeiten,  kompetentes Personal (also Menschen, die genug Wissen und Erfahrung haben um die Arbeit tun zu können) und eben auch eine Struktur, die dem Ganzen so viel Übersichtlichkeit und  Ordnung gibt, dass Fehler erkannt und beseitigt werden können.  Fehlerquellen sind mangelhaftes Wissen, schlechte Ausbildung (Tierärzte!),  fehlende Erfahrung,  fehlende Arbeitskräfte und Finanzen.

Seitdem ich dabei bin, habe ich nicht bemerken können, dass es gültige Richtlinien noch sinnvolle und bedarfsgerechte gesetzliche Regelungen noch überhaupt einen verbindlichen Handlungsrahmen für die Bedienung von Katzenschutzbedarf gibt. Jeder kann machen was er will, auch egal wie verkehrt und wie wenig sinnvoll. Jeder Bürger macht mit seinen Tieren das, was er für richtig hält, und jeder Tierschützer folgt auch keiner anderen inneren oder äußeren Richtschnur als dem, was seine eigene Erfahrung ihn gelehrt hat. Puhh, das ist oft schwer erträglich, denn „learning by doing“. Und natürlich hält jeder etwas anderes für Sinnvoll solange er ausschließlich aus seiner eigenen Perspektive draufguckt.

Die Landesregierung verweigert jede Verantwortlichungsübernahme für bedarfsgerechte Tierschutzpoltik, für die Herstellung einer verbindlichen und verpflichtenden Ordnung (also Struktur) und ist seit Jahrzehnten auch taub für alle Forderungen der vielen mittellosen und arbeitstechnisch überlasteten  Tierschützer. Diese fordern immer wieder  Katzenschutzverordnung, Chippflicht, Kastrationspflicht und Zuchterlaubnis, was alles insgesamt das Ausmaß an Tierschutzbedarf hierzulande erheblich verringern und die Not der Katzen, der Katzenschützer und auch der betroffenen Katzenhalter lindern könnte.

Statt sinnvoll für Veränderung, für Erneuerung zu sorgen überträgt unsere Landesregierung die Verantwortung für Katzenschutz in Berlin dem TVB, aber auch da ohne aber die Kosten dafür zu übernehmen. Genauso wenig wird seitens des Landes für die Erstellung von berlingerechten Strukturen gesorgt. (Z.B.  Gleichbehandlung aller eingetragenen Vereine,  Dezentralisierung und Einzelfallhilfe auf Bezirksbasis.)

Ingrid Noto und auch unsere anderen Katzenfachkräfte  sehen manches im  Tierschutzbedarf in Berlin (und weltweit) aus ihrer Perspektive und daher anders als ich – sie sollen später zu Wort kommen. Denn sie alle haben andere, eigene Erfahrungen mit Einzelfallhilfe rund um die Uhr im (globalen) Katzen(halter)elend.

Auch die anderen selbständig in Berlin arbeitenden Katzenschutzvereine und Einzelkämpfer schauen jeweils durch die Brille der eigenen Erfahrung auf den Berliner Katzenschutz. Jeder von ihnen kommt bei seiner Arbeit zu eigenen Ergebnissen und hat für sich Recht. Jeder versucht mit seinen Mitteln und Möglichkeiten die Erfolgsaussichten für seine Arbeit zu verbessern. Ich kann jeden von ihnen verstehen. Und ich sehe es seit vielen Jahren als meine Hauptbeschäftigung an, diese Menschen im (losen) Kontakt miteinander zu halten und auch manchmal an einen gedeckten Tisch zu setzen, damit sie auch mal aus ihrem Hamsterrad rauskommen ohne da rauszufallen.

Sinnvoll wäre ein regelmäßig zusammenkommendes  Katzenschutzgremium. Es sollte vom Land Berlin finanziell und personell so unterstützt werden, dass es imstande ist,  den Handlungsbedarf im Berliner Katzenschutz bestmöglich bedienen zu können. Unter Einbeziehung aller Aspekte und Möglichkeiten.

Fortsetzung folgt. Ich muss jetzt  schon wieder  weg, denn ich bin  neuerdings   auch öfters im Menschenschutz unterwegs.  Dieses Mal geht’s zum Club der von Menschenärzten  unter Missachtung der gesetzlichen Grundlagen demolierten, multimorbiden alten Schachteln, die sich gegen ihre Beschädigung und Ausschlachtung durch dieses humanmedizinischen Gesundheitssystem  zu wehren versuchen,  welches ja auch  das Kaputtmachen honoriert anstatt es zu verhindern.  Auch da verstecken sich die Systemschäden hinter den angeblichen und juristisch bequemen Einzelfällen. Das dient dem Schutz des Systems und nicht dem Schutz des Lebewesens. Ich bin nun also unterwegs auf der Suche nach Gefährten, die das auch so sehen.

Und dann sind da noch alle die Menschen, die ihr Zuhause nicht verlieren wollen…..

Und die, die nicht vergiftet werden wollen… usw.

Es gibt jetzt wirklich  sehr viele Baustellen… und immer sehr viel zu bedenken, zu tun…

Renalu

Junge Katze an Seuche gestorben

Gestern wurde eine 6 Monate junge Katze  eingeschläfert, die vor 4 Wochen GESUND von draussen in eine unserer großpflegestellen aufgenommen worden war. Dort hat sich die ungeimpfte Strassenkatze mit Seuche angesteckt, ist schwer erkrankt und nun leider tot.

Sie war das ältere Kind von Flöckchen.

Das ist sehr bedauerlich und so was würde nicht passieren, wenn wir mehr EINZEL-Pflegestellen hätten. Diese können wir aber nur von Berlinern bekommen, die bereit sind, auf eine Pflege-Katze zu warten und diese erst zu dem Zeitpunkt zu übernehmen, wenn wir die Katze  reinholen oder bekommen. Dann aber sofort, dass sie nicht in einem Tierheim oder in einer Katzenwohnung zwischengelagert werden muss.

Unsere schlechte Infrastruktur ist aber andererseits kein Wunder, denn wir bekommen keinerlei finanzielle oder personelle Unterstützung vom Land Berlin und auch die Spendeneinkünfte sind nicht so reichlich, dass wir davon wirklich gute Tierschutzarbeit bezahlen könnten. Schade.

Norwegsche Waldkatze „Bella“, 2 Jahre alt, sucht neues Zuhause

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Von: “ Ulrike Höhne “ <u.b.hoehne@gmx.de>
Gesendet: ‎08.‎10.‎2016 22:30
An: „katzeninnotberlin@gmail.com“ <katzeninnotberlin@gmail.com>
Betreff: Katze Bella

Liebe Frau Noto,  hier einige schnell gemachte Photos von Bella
LG U Höhne

Bella, Sibierische Waldkatze, ca 2 J alt.
Eigensinnig, haut den Kater, eifersüchtig.
Aber stubenrein, schmust gerne.
Nichts für kleinere Kinder, lieber Einzelkatze.

Ulrike Höhne, 030 – 53002975,  017639027248 und

Ingrid Claus-Noto, Tel. 66 44 615

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Katzenelend in Deutschland… Margit Mayr

09. Okt 2016 —

Liebe Unterstützer, bitte geben Sie das Infoblatt unseres Tierschutzkollegen an interessierte Tierfreunde weiter. Bei Bedarf kann das Original gerne bei margitmayr@gmx.de angefordert werden. Herzliche Grüße von Margit Mayr

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Hier das Infoblatt :

Mitleid ist nicht genug, wir benötigen ihre Hilfe! Geboren worden um zu sterben? Infoblatt zum Katzenelend in Deutschland….

Die Landesregierung in Nordrheinwestfalen hat an  alle ihre  Tierschutzvereine für 2016 die Kostenübernahme von 200.000 Kastrationen verschenkt. Davon wurden nur 55.000 gemacht.

Hier bei uns in Berlin gibt es weder irgendwelche finanzielle oder personelle Unterstützung von Tierschützern seitens des Landes, noch irgendein Interesse am Thema seitens des Abgeordnetenhauses. Es gibt keine Katzenschutzverordnung obwohl wie sie seit mehr als 10 Jahren fordern. Es gibt auch keinen Kastrationsverpflichtung bzw. Zuchterlaubnis per Überprüfung durch die Amtstierärzte vom Bezirksamt. Auf eigene Kosten und in eigener Regie allein gelassene Tierschützer werden als  Beleg für vom Land organisierte und struktureierte  tierschützerische Sorge ausgegeben, das ist die Täuschung von Bürger. Dieser glaubt, dass es ein vom Land strukturiertes und finanziertes Netzwerk für Tierschutz in Berlin gibt. Das stimmt so nicht. jeder macht was er will und bezahlt auch selber. Es gibt keine personell und finanziell ausreichend ausgestatteten  Ansprechpartner und Anlaufstellen für Bürger mit Not durch Tiere.

Alle private und vereinsmäßige Tierschutzaktivität wird aus eigener Kraft geleistet und bezahlt.

Wir fordern seit Jahren verpflichtende Strukturen, die alle Bereiche der Tierschutzarbeit professionell und finanziell ausreichend ausgestattet bedienen, aber es bewegt sich nichts. Nicht zuletzt deshalb, weil die Autoritäten überhaupt keine Ahnung von der problematik der alltäglich anfallenden Arbeit im Katzenschutz haben: sie haben weder ausreichende Sachkenntnis noch überhaupt Interesse an Erfahrung im Umgang mit der täglich anfallenden Arbeit von Tierschützern.

Das gilt auch für die Rollenzuweisung des Tierheims in dieser Sache: Dabei wird übersehen, dass das Tierheim Berlin  bzw der  TvB, das gern als EINZIGER Erfüllungsgehilfe und Vorzeigeaktivist für den Tierschutz in Berlin,  nicht Angestellter oder Erfüllungsgehilfe der Behörde ist sondern genau wie alle anderen Vereine auch, nur EINER von vielen ÜBERFORDERTEN Berliner Tierschutzvereinen ist, die sich alle aus eigener Kraft finanziell und personell am Leben erhalten müssen (was schlichtweg ein Unding ist, denn es funktioniert nicht: wir kriegen die Kosten durch spenden und Mitgliedsbeiträge nämlich nicht rein: keiner von uns eingetragenen Vereinen). Letztlich bleibt nur die Kapitulation in der Sache: Zum Schaden der Tiere und zum Leidwesen der Bürger mit Tieren in Not oder Not durch Tiere.

Tierschutz im Oktober

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STOP YULIN FOREVER

Am 1.  Oktober um 14 h, also in 65 Minuten, gibt es in Berlin, beginnend  am  ADENAUERPLATZ  in Charlottenburg / Kudamm / Ecke Brandenburgische Str. eine große Demo gegen „Hundefleischfestivals“ in Asien. Diese „Festivals“ kann man sich vorstellen wie große Märkte, auf denen Händler große Mengen von Hundefleisch zum Verzehr verkaufen und dabei um die Gunst der Kunden buhlen.

Im Rahmen der Globalisierung werden auch Nichtasiaten auf solche Ereignisse aufmerksam: man muss ja auch wohl nicht unbedingt Hunde- und Katzenliebhaber sein, um derartige Widerlichkeiten als grausam und fies wahrzunehmen. Wobei es eigentlich egal ist, welche Tierart geschlachtet und vorher gequält wird.  Wir müssen da ja auch nicht unbedingt auf Völker mit anderen Ernährungsgewohnheiten zeigen.

Die Asiaten demonstrieren ja auch nicht gegen unsere Hühner-, Schweine- Rinder- und Gänsefleischindustrie, die vermutlich nicht weniger brutal ist und deren Produkte vermutlich aufgrund der hohen Belastung mit Chemikalien  für uns Menschen zudem auch noch viel ungesünder sind.

Man, ist diese ganze Geschäftemacherei mit der körperlichen Substanz von  Lebewesen widerlich. Ich kann überhaupt nicht begreifen, warum so viele Menschen das nicht fühlen  können.

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Unsere süße Straßenkatze aus Reinickendorf heißt nun „Flöckchen“ und kommt uns gar nicht so vor: sie beherrscht die Katzensprache: Entspannt beherrscht sie inzwischen die  Kater in der Pflegestelle,  jeder gehorcht auf den Ton. Artig mit Menschen benimmt sie sich ganz manierlich und tut auch so als ob sie nie zuvor woanders gelebt hätte.  Sie bleibt nicht in ihrem Zimmer, Flöckchen spaziert umher und küsst die Jungs! Dann legt sie sich ganz entspannt auf ein weiches Polstermöbel mitten in den Raum. Ganz Chefin eben. Toll!

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9. 10. 2016:

Seht mal her, was unsere gefundene Katzenmutti heute zustande gebracht hat:

4 entzückende, gesunde, schwarz-weiße Babys:

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Das darf ich mir ja gar nicht angucken gehen, denn schwarz-weiße sind meine Lieblingskatzen….

 

 

Notfälle – was sonst!?

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27. 9. 2016: Oben: Stress pur für Sanfour: Nachdem der Freigänger „Lucien“ sich in Fus Hütte vollgefressen hat, zieht er weiter und geht dabei an Sanfour vorbei, der ihm auf seinem Nachhauseweg auf der Mauer entgegenkommt. Nun ertönt ein lautstarkes Gejaule, denn beide Kater bedrohen sich, damit der andere weiß, dass er lieber keinen Kampf beginnen sollte. Sanfour ist dabei in der unterlegenen Position. Denn der Zaun, auf dem Lucien schreitet, ist etwa 50 cm Höher als die Mauer, auf der Sanfour an Lucien vorbei muss. Es wäre ein leichtes für Lucien gewesen, von oben auf Sanfour zu springen.

Die beiden Kater haben sich sehr langsam und sehr laut drohend aneinander vorbei bewegt. Beim Fotografieren habe ich leise mit unserem Sanfour gesprochen um ihn zu beruhigen. Es hat geholfen. Die beiden sind unverletzt aneinander vorbei gekommen. Und ich bin auch heil geblieben.

Sanfours offene Unterbringung hat natürlich den Nachteil, dass nun auch hungrige Katzen aus dem Karree in sein Haus eindringen und ihm sein Futter wegfressen können. Manchmal erschrecken wir uns, wenn die falsche Katze in Fus Haus sitzt und uns bedroht, wenn wir mit dem Futter kommen. Theoretisch könnten fremde Katzen unseren Kater auch aus seinem Haus vertreiben. Aber nachts sperren wir Fu zu Hause ein, so dass fremde Katzen nicht reinkommen können. So viel Schutz muss sein.

Katzenhalter, die ihren Katzen so viel Freiheit lassen wie die Halterin von Lucien, müssen sehr gute Nerven haben.

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30. 9. 2016 : „Nixe“ ging endlich ins Netz!

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Endlich doch ins Netz gegangen: Die trächtige Katze „Nixe“ in Reinickendorf hatte sich schließlich in einen Hausflur verirrt und konnte dort vom zufälligerweise anwesenden Klaus Kowalsky mit dem Käscher eingefangen werden. Nun sitzt sie in einem sehr konfortablen Nest, wo sie in aller Ruhe auf ihre Niederkunft warten kann.

Die Pflegestelleninhaberin findet es merkwürdig, dass diese sehr zahme und sehr verschmuste Katze, die weder Katzen noch Menschen gegenüber Scheu zeigt,  so lange nicht gefangen werden konnte.

Da können wir nur hoffen, dass die richtige Katze ins Netz gegangen ist.

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Noch am 17. 9. 16: Bei Frau Bia in Zehlendorf, Breitensteinweg ist gestern am 16. 9. 2016 gegen 19 h eine junge Katze zugelaufen: Tel. 825.xxxx

Zuhause oder Pflegestelle für 2 reizende ältere Herrschaften gesucht

Zazou, der rote Kater und Fafa, die Karthäusermixkatze, brauchen bis nächsten Dienstag ein gutes neues Zuhause oder eine Pflegestelle: Frau Noto kümmert sich darum. Sie erreichen sie unter 66 44 615 bzw. Handy Nr. 0163 – 974.50.47:

Und hier stellen wir sie vor:

Fafa:

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und hier ist Zazou:

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und hier, was die abgebende Halterin über ihre Katzen schreibt:

Von: „Qalbi“ <annaqalbi@gmail.com> Gesendet: ‎08.‎09.‎2016 13:30 An: „Ingrid Noto“ <katzeninnotberlin@gmail.com> Betreff: Zazou und Fafa

Liebe Frau Noto, Ist das so okay? Vielen, vielen Dank für Ihre Bemühung! LG Anna

Zazou ist 14,5 Jahre alt, kastriert und orange farben. Er hat eine Schilddrüsenüberfunktion und benötigt eine Tablette morgens und eine Abends. Er nimmt sie super mit Malzpaste auf, und wenn mal nicht, dann lässt er sich die Tablette geduldig ins Maul stecken. Er ist verspielt und braucht seine Spieleinheiten, aber lässt sich gerne und ausgiebig streicheln. Am liebsten frisst er Nassfutter mit Gelee, Trockenfutter gab es auch immer, wichtig ist die Abwechslung. Zazou hat eine Eigenart entwickelt morgens zu „singen“ – er miaut gerne länger, und ich bin noch nicht dahinter gekommen, warum. Außerdem braucht er sein Katzengras, immer. Sonst nimmt er sich gerne Wollsachen vor. Geduld ist gefragt! Aber dafür kratzt und beißt er nur spielerisch, nie ernsthaft, auch wenn ihm etwas zuviel ist/war.

Fafa ist 14,5 Jahre alt, kastriert, grau silber in der Grundfarbe mit orangefarbenen Tupfern. Fafa liebt es gestreichelt zu werden, sie mag ganz enge Nähe. Sie hat die Eigenart nachts sich unter die Decke in die Armbeuge hinein zu kuscheln. Sie ist übergewichtig und springt nicht mehr auf höher gestelltes. Ihre Krallen müssen regelmäßig gekürzt werden, sonst bleibt sie über all hängen. Sie hat Atemschwierigkeiten wenn um sie herum geraucht wird – bitte nicht. Fafa ist eine unglaublich liebe, liebesbedürftige Katze.

kein Welpenhandel mehr bei Ebay-Kleinanzeigen!

Sehr geehrte Damen und Herren!

An Presseverteiler, Mit der Bitte um Veröffentlichung am 05.09.2016 !

Internethandel mit Haustieren – eBay Kleinanzeigen stoppt Welpenhandel

Der Handel mit Haustieren im Internet verläuft bisher weitgehend unkontrolliert. Marktführer in Deutschland ist Ebay-Kleinanzeigen.  Tierschutzverbände kritisieren zu Recht, dass dort selbst Hundewelpen angeboten werden https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-hunde/c134.

Der Tierschutzbeauftragte des Landes Berlin hat deshalb im Sommer 2016 Gespräche mit Vertretern von eBay-Kleinanzeigen mit Firmensitz in Klein-Machnow bei Berlin mit dem Ziel geführt, illegalen Welpenhandel und den Handel mit Reptilien und anderen geschützten Tierarten https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-reptilien/c244 über dieses Internetportal zu unterbinden. In einem Gespräch stellte eBay-Kleinanzeigen einen direkten Ansprechpartner im Kundendienst für Anfragen zur Haustierkategorie vor. Dieser Kontakt wurde primär für Tierschutzorganisationen etabliert, damit ihre Hinweise und Meldungen (z.B. zu einschlägig bekannten, illegal operierenden Züchtern) intern gezielt weiterverarbeitet werden können. EBay-Kleinanzeigen stellt diesen Kontakt – Sebastian Behncke,  E-Mail: sbehnke@ebay.com <mailto:sbehnke@ebay.com> , Telefon: 030-30829207 – nun auch den zuständigen Stellen auf Bundes- und Länderebene zur Verfügung. 

Ebay-Kleinanzeigen entwickelte außerdem einen Leitfaden, der darstellt, wie das Unternehmen grundsätzlich mit Aufsichtsbehörden kooperiert und diese in ihren Aufgaben unterstützt (z.B. durch Bearbeitung von Datenanfragen zu konkreten Anzeigen). Dieser kann unter behoerdenanfragen@ebay-kleinanzeigen.de <mailto:behoerdenanfragen@ebay-kleinanzeigen.de> angefordert werden.

Aktuell hat der Berliner Tierschutzbeauftragte eBay-Kleinanzeigen aufgrund des Hinweises einer bezirklichen Veterinärbehörde zu einer regelmäßig über eBay-Kleinanzeigen illegal Welpen veräußernde Bürgerin informiert, wobei die vermutlich illegal aus Polen eingeführten Welpen beschlagnahmt wurden. Anhand dieses Hinweises und einer kurzen Recherche hat eBay-Kleinanzeigen das Nutzerkonto der illegalen Händlerin gesperrt.

Der Tierschutzbeauftragte des Landes Berlin begrüßt aus Tierschutzgründen diese erfreuliche Entwicklung und bittet alle Tierfreunde sowie die Tierschutzbeauftragten der Bundesländer, alle Verstöße gegen illegalen Tierhandel dem Ansprechpartner bei eBay-Kleinanzeigen zu melden.

Horst Spielmann (Landestierschutzbeauftragter)