Chiplesegeräte für die Polizei

Petra Namyslo hat für uns bei der Tierschutzbeauftragten Frau Plange angefragt, ob tot aufgefundene Tiere, die von der Polizei entsorgt werden, vor ihrer Verwertung Chip-gelesen werden. Hier ihre Antwort:

„Ca 20. 8. 2017  – mail von Frau Plange:

Liebe Frau Namyslo, Sehr geehrte Frau Luhmer,

leider kann man nicht davon ausgehen, dass die Polizei – anders als z.B. die meisten Ordnungsämter, über Chiplesegeräte verfügt.

Wenn aktueller Bedarf besteht, könnte sich ein Tierbesitzer evtl. an das örtlich zuständige Ordnungs- oder Veterinäramt wenden.

Überfahrene oder tot aufgefundene Tiere werden in den meisten Fällen nicht auf das Vorliegen eines Transponders / Chips kontrolliert.

Mit tierfreundlichen Grüßen, Diana Plange

Fachtierärztin für Tierschutz und Tierschutzethik

-Tierschutzbeauftragte des Landes Berlin-

Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung

Salzburger Straße 21-25, 10825 Berlin, Tel:  + 49 30 9013 – 2749

Fax: + 49 30 9013 -2000, diana.plange@senjustva.berlin.de

Website der Tierschutzbeauftragten des Landes Berlin“

 

RenaLu: Meine Idee dazu:

Wer kann der Polizei mal ein paar Chiplesegeräte spendieren? So teuer sind diese Geräte ja nicht – und inzwischen ja auch digital, so dass die Chipnummern von tot aufgefundenen Tieren auch mühelos online veröffentlicht werden könnten.

Es wäre hilfreich für die Halter von Freigängern und entlaufenen Katzen, wenn ihre quälende Suche nach ihrem Haustier beendet würde durch die Gewissheit, dass es nicht mehr lebt.

Wer der Polizei ein Chiplesegerät spendieren möchte: Wir fragen sie lieber erst mal, ob sie das auch einsetzen möchten oder als unzumutbare Mehrarbeit empfinden und ablehnen würden.

Sinnvoll wäre es ja auch, wenn nicht die Polizei die totgefahrenen Tiere einsammelt sondern die Leute vom Ordnungsamt, die ja anscheinend mit Chiplesegeräten ausgestattet sind. Die Idee von Frau Plange, dass sich Anwohner, die so eine Katze finden, sich dorthin wenden könnten, ist ja auch sinnvoll und hilfreich. Danke, Frau Plange!

renalu

 

 

Technischer Support u. a. gesucht

Liebe Leser unserer Seite,

unser Verein kann nur sinnvolle Katzenschutzarbeit machen, wenn er  genügend  kompetente ehrenamtliche Arbeitskräfte hat, deren Kenntnisse und Einsatzbereitschaft über das Füttern und Beschmusen von Katzen hinausgehen.

D.h. wir brauchen intelligente, kompetente, zuverlässige, zeitlich verfügbare, mobile, geschäftserfahrene, kommunikative, digital, bürokratisch und juristisch lernwillige und erfahrene Hilfskräfte, denn sonst können wir dem Katzenschutzbedarf in Berlin nicht gerecht werden. Ich kann das und zusätzlich auch noch die Katzenversorgung von aufgenommenen Katzen in einer oder mehreren Pflegestellen  nicht alleine machen. Unser Verein ist inzwischen ziemlich bekannt, weil wir seit 2000 im Rahmen unserer personellen und finanziellen Möglichkeiten gute Katzenschutzarbeit gemacht haben und weil sich in unseren Reihen eine kleine berlinweit tätige Gruppe von intelligenten, selbstlos tätigen, erfahrenen Katzenschützern zusammengefunden hat. Unsere Erreichbarkeit ist auch überdurchschnittlich gut im Vergleich mit anderen, größeren vereinen. Deshalb sind die Anfragen nach Hilfe im leibhaftigen Katzennotfall  an uns dementsprechend groß. Ich kann die viele Arbeit in allen Teibereichen aber nicht alleine und selber bedienen. Wir brauchen Mitarbeiter, denen klar ist, dass ihre Arbeitszeit für den Verein  zwar (noch) unbezahlt ist, dass „ehrenamtlich“ aber trotzdem nicht nachrangig oder unverbindlich, beliebig  bedeutet.

Problematisch ist daran, dass sich im Rahmen der Vielzahl der eingetragenen Vereine, deren wirtschaftliche Existenz  auf unbezahlter Ehrenamtsarbeit basiert, ein dritter „Schattenmarkt“ etabliert hat, in dem viele Halt und Erhalt suchen, die sich in den beiden anderen Überleben und Auskommen halbwegs (abnehmend!) sichernden „Märkten“, nämlich dem offiziellen Markt und dem Schwarzmarkt nicht einbringen oder halten konnten. Bei uns versuchen also jene zu landen, die keinen Boden unter den Füßen haben und auch keine Fähigkeiten haben, mit denen eine Firmenstruktur herstellbar wäre oder mit denen uns Arbeit abnehmen können.

Es tut mir immer leid, wenn Leute bei mir anrufen, die sich in einer Notlage mit einem Tier befinden und ich ihnen sagen muss, dass ich ihnen das Tier weder abnehmen kann noch die Kosten für seine Versorgung noch auch ihnen dabei behilflich sein kann, selber ihr Tier gut unterzubringen oder wieder hinzukriegen, weil ich dafür selber keine  Zeit und unser Verein  kein langfristig anwesendes  Personal noch Räume  noch Geld hat.

Zum Thema Geld fällt mir noch ein: ich soll also zusätzlich zu allem anderen auch noch für die Handlungsfähigkeit unseres Vereins sorgen indem ich ausreichende  Einnahmen aus Spenden zustande bringe indem ich meine Zeit mit Kundenbeschmusung verbringe anstatt mit Tierpflege, Büroarbeit und Kommunikation. Diese Widrigkeit kennen und hassen wir Vorstände alle: ich kann mich gut daran erinnern wie sauer der Vorstand vom TVB seinerzeit war, als er die ca 20 Affen (und einen Schakal, 5 Papageien und 2 Waschbären) von der Tierpension Geue aufnehmen sollte, weil Frau Geue alt und krank war und nicht mehr konnte: anstatt sich bei Frau Geue dafür zu bedanken, dass sie so viele Jahre für diese Exoten gesorgt hatte, war man sauer, dass sie das Grundstück, auf dem sich die Tierpension befand, bereits an ihre Kinder vererbt hatte, so dass keine „Abfindung“ im Zusammenhang mit Tierübernahme erfolgen konnte. Ich verstehe in diesem Zusammenhang den Ärger vom TB-Chef, denn die Unterbringung einer so großen Menge von Exoten ist teuer und eigentlich nicht Sache vom TB sondern vom Land Berlin. Keiner von uns Vorständen hat Lust, seine Arbeitszeit mit der Beschmusung von Erblassern zu verbringen in der Hoffnung mit dem Gewinn daraus Tierschutz machen zu können. Oft genug sind die Erblasser auch arme, einsame  Menschen, die mit einem nicht vorhandenen Erbe winken, weil sie wollen, dass sich jemand um sie kümmert. Um das herauszufinden muss man es aber in jedem Fall erst mal machen. Und in der Zeit kann man dann nichts anderes machen

Mit anderen Worten: wir brauchen eine Finanzierung von Tierschutz, in der nicht die Arbeitszeit und die Fähigkeiten von Tierschützern dabei draufgehen, dass sie Finanzen erwirtschaften müssen damit ihr Verein überhaupt geschäftsfähig ist. Das, was im Tierschutz kostet, ist die Unterbringung, Versorgung und Verpflegung der leibhaftig existierenden Tiere. Dafür fehlen Geld und Personal. Deshalb, meine ich, brauchen die eingetragenen Vereine  eine Kostenpauschale für die (nachgewiesene) Aufnahme und Instandsetzung von Tieren. Es ist Sache des Landes sich auszudenken, wie es die dadurch die entstehenden Kosten wieder hereinbekommt. Hoffentlich nicht Einnahmen aus der Versteinerung von Berlin durch Bau- und Geschäftstätigkeit in Sachen leerstehende Spekulationsmasse.

Dh, ich / wir suchen Leute, 2008 betrugen diese Kosten pro Tier laut eigener Auskunft für die damals im Tierschutzforum unter Dr. Lüdke erstellte Statistik ca 850,. € pro Tier pro Jahr bei uns und um die  2500.- € pro Tier im TB. Diese Differenz war damals  bedingt durch die Kosten vom TB und die  Gehälter vom  Personal.

Wir können Helfer nur dann brauchen, wenn sie arbeitsfähig sind und zuverlässig und verbindlich  langfristig mitarbeiten wollen  in folgenden Arbeitsbereichen:

  1. im aktiven Tierschutz mit lebendigen Tieren:
  • Pflegestellensuche und -Beratung / Unterbringung von Tieren
  • Katzenvermittlung (macht Ingrid Noto, wir brauchen aber mehr Leute)
  • kompetente Stellvertreter für Ausfälle von Personal bei der Katzenversorgung in den Pflegestellen
  • erfahrene Katzenpfleger, die Lehrlinge anlernen können
  • ich träume auch immer noch von Helfern, die sich um Praktikanten und Kinder kümmern möchten

2. Kommunikation und Büro

a. Bürgerberatung in Katzenfragen

b. Die Qualität unserer Arbeit steht und fällt mit der Fähigkeit zur Bildung von Arbeitsgruppen und der Kommunikationsfähigkeit. Ein-Personen-Tierschutzinitiativen können weder Arbeitsgruppen bilden noch kommunizieren. Sie haben zwar oft sehr viel Fachwissen, sind aber durch ihre fehlende Vernetzung nicht Teil einer Struktur, die den Bedarf vom Ganzen überblickt und so bedienen kann, dass Zuständigkeiten für Bürger klar erkennbar sind und Tierschützer Not gezielt lindern können. (Ich konnte in den letzten 5 Wochen bedauerlicherweise bereits dreimal Katzen, die trächtig waren oder sehr kleine Kitten hatten, nicht unterbringen, weil ich niemanden kenne, der sie auf eigene Rechnung und in eigener Verantwortung PRIVAT hätte aufnehmen können (Aufnahme in eine Katzenstation möchte ich nicht, denn sie endet wegen Verseuchung / Ansteckung mitunter tödlich.)

Einzeln vor sich hin wurschtelnde Tierschützer können aber eben nur ihre ein-, zwei oder drei Tiere schützen. Wenn das viele sind, können diese vielen auch viele Tiere schützen. Es sind dann aber alles selber vor sich hinwurschtelnde Privatpersonen, die unerkannt und ungesehen auf eigene Rechnung alles so machen wie sie es tun wollen und können. Egal ob sie Fähigkeiten haben. Also Rentner, die von 850 E Rente oder Harzt im Monat sich selbst ernähren und  „Tierschutz machen“ (wollen) und sich erfahrungsgemäß dabei versteckt halten, weil sie selber an ihrer Kompetenz zweifeln und auch weil sie Angst haben, dass sie von den Behörden an ihrer Arbeit gehindert werden, wenn sich ein Bürger, den diese Arbeit stört, darüber beschwert. Erfahrungsgemäß stehen die Behörden meistens auf Seiten der der Beschwerdeführer, egal wie absurd deren Beschwerde ist. ich kenne aber auch 2 Ausnahmen. Eine davon haben wir hier selber erlebt.

Diese Art von unorganisiertem, oft inkompetenten und von armen Menschen selbst finanziertem  „Tierschutz“, das ist das, was das Land Berlin haben will: weil es nichts kostet und weil Politiker keine Ahnung haben: weder vom Tier noch vom Bedarf. Und offensichtlich auch keine realistischen Vorstellungen davon wie eine flächendeckend Not-wendige Katzenschutz-Struktur in Berlin aussehen sollte und könnte.  Es ist also so: Die Landesregierung vom Land Berlin will nicht, dass sich daran was ändert – und die unorganisierten Einzelschützer wollen auch weiter unbehelligt und mehr oder weniger heimlich und ungestört „ihr Ding“ machen. Wer auf der Strecke bleibt, das sind die Tiere und der in Tiernot befindliche Bürger. Egal ob das Tier ein gefundenes, ein „aufgedrücktes“ oder das eigene Tier ist.

Wenn es anders, besser, werden soll, dann brauchen wir einen „Runden Tisch“ mit vernünftigen und erfahrenen Praktikern (für alle Tierarten) , die sich bedarfsgerechte Strukturen für die realistische Bedienung von Tierschutz  ausdenken und den zugehörigen Finanzbedarf vom Land einfordern.

Einer vom Vorstand sollte zuständig sein für die Kommunikation mit den anderen Vereinen und für Anfragen aller Art von draußen, z.B. Kontakt mit der Presse (neulich wollte der „Berliner Kurier“ von mir wissen, wie viele ausgesetzt Katzen wir im Jahr finden. Ich konnte ihn auf  die Statistiken in unserem auf der Webseite veröffentlichten Finanz- und Geschäftsberichten verweisen – derzeit haben wir aber dafür keine Mitarbeiterkapazitäten frei) D.h., wir brauchen mehr Vorstandsmitglieder, die eigenverantwortlich und selbständig in Rechenschaft an den verein tätig sind. D.h. wir brauchen mehr Vorstände und dazu eine Satzungsänderung mit Genehmigung durch die MV.

3. Im Büro

a. ich brauche ich einen Techniker, da ich technisch unbedarft bin und der zunehmenden Digitalisierung nur noch abnehmend folgen kann.

b. Es fehlt mir ein Vorstandsmitarbeiter, der / die sich für alle Belange und Aktivitäten, ja das ganze Geschehen im Verein interessiert (so wie Sabine Schulze das früher bei uns gemacht hat) und die  als selbständige Schreibkraft  fortlaufend Tätigkeitsberichte   von den aktiven Tierschützern einsammelt und diese am Ende des Jahres im Geschäftsbericht für das Finanzamt im Rahmen der Steuererklärung und für unsere Webseite zur Info für den interessierten Leser zusammenschreibt. Hilfreich und sinnvoll wäre es auch, wenn ein Mitarbeiter sich um Statistik kümmert, die von Interesse fürs Ganze ist.

Katzenmutter mit 3 – 4 Welpen braucht HEUTE passende Pflegestelle

Tierärztin Barbara Mikulska hat heute um Hilfe gebeten: wir suchen eine Pflegestelle OHNE Katzen aber MIT Katzenerfahrung für eine junge Katzenmutter, die auf einem Gewerbegelände geworfen hat. Die Welpen sind noch sehr klein, ca 7 – 10 Tage alt.

Renate , Tel 323 98 16, Telefon von Fr Mikulska = 84 31 84 44

Auf gute Zusammenarbeit: Katzenschutz in Reinickendorf

Am 13. 7. 2017 hat uns Frau Scheller besucht. Wir  liegen so ziemlich auf  einer Wellenlänge was unsere Vorstellungen von Katzenschutz in Berlin angeht. Auch Sanfour war zufrieden mit der Tierschützerin. Frau Scheller ist Vorstand vom Reinickendorfer Katzenschutz, einem eingetragenen Verein  namens „Aktiver Katzenschutz und Hilfe e.V.“, Tel. 492.71.93. Ich bin  froh, dass wir nun endlich auch in Reinickendorf einen Ansprechpartner haben. (renalu)

Mitarbeiter

 

11. 7. 2017: Unser Tierschutz-Verein mit Schwerpunkt Katze bräuchte berlinweit mehr kompetente, zeitlich verfügbare  und mindestens finanziell, geistig  und körperlich möglichst gesunde Zu- und Mitarbeiter. Denen sollte klar sein, dass wir paar Menschen, die in kleinen Vereinen organisiert sind, nicht zusätzlich zur Katzennot-Bedienung auch noch Sozialarbeit, Krankenpflege, Unterbringung, Versorgung, Beschulung und Ausbildung von mehr oder weniger notleidenden Menschen machen können, egal wie sinnvoll das wäre. Dafür haben wir kein Personal, zu wenige ausreichend kompetente Mitarbeiter. Und kein Geld.

Es wäre fair von Politikern und Presse, wenn sie den Bürgern die Wahrheit über den Tierschutz sagen  würden: dass Tierschutz von ihnen nicht organisiert und auch nicht finanziert wird, dass Tierschutzvereine jetzt keine unbezahlten Dienstleister für Bürger mit Tierschutzbedarf sind. Dass also die Bürger unsererseits keinen Anspruch auf Bedienung und Versorgung haben, wir sind keine Behörde. Tierschutzvereine können jetzt den Bürger nicht nach seinen Vorstellungen mit Haustierschutz beliefern, weil ihnen dafür Geld, Unterbringungsmöglichkeit von Tieren und ausgebildetes, bezahltes Personal fehlt, also die ganze flächendeckende Infrastruktur. Und weil das alles fehlt, muss  der  Bürger in Berlin begreifen, dass er den Katzenschutz hier selber machen, wenn er will, dass er stattfindet. Um das zu können, müsste er kompetent sein, also Erfahrung und Wissen im Umgang mit Katzen und Katzenhaltern  haben. Learning by doing?

Wir paar organisierten Katzenschützer mit viel im Berufsalltag gewonnener Basiserfahrung können nur beraten. Wir könnten beim Aufbau von sinnvollen Strukturen behilflich sein. Deren Erscheinen ist aber noch nicht absehbar. Und unsere Fachkenntnisse in der Sache wollte bisher niemand nutzen.

 In allen Bezirken täte uns  auch  teamfähiger Nachwuchs gut, der bereit und imstande ist, die im Katzenschutz anfallenden Arbeiten (Bürgerberatung, Vereinsarbeit, Transporte, Kommunikation, Catsitting, medizinische Versorgung, Halter- und Bürgerberatung, Erarbeitung von Einnahmen für den Verein) „bei doing“ zu tun, zu lernen und sich zuverlässig, verantwortungsbewußt, realitätsgerecht an der praktischen, wirtschaftlichen und  der politischen Arbeit von Katzenversorgung zu beteiligen. Oft interessieren sich aber Ehrenamt-Anwärter mehr dafür, was sie von uns kriegen können als  dafür, ob sie etwas Sinnvolles und Nützliches für unseren Verein tun können.

Es melden sich auch gelegentlich Schüler, die bei uns mitmachen wollen, manche auch sogar im schulischen Rahmen, aber leider fehlen uns ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich um Kinder kümmern können und wollen. Dadurch (und vtl auch durch Technologie-Wahn, Gentrifizierung, Verarmung  und Globalisierung) gibt es auch so gut wie keinen Nachwuchs mehr im Katzenschutz.

Unsere Station in Charlottenburg ist aufgrund ihrer Belegung mit alten kranken Katzen besonders für solche Helfer geeignet, die lernen wollen wie man bei Katzen Krankheiten frühzeitig erkennt  und wie man sie bedienen, heilen oder das Ende bei gutem Wohlbefinden herausschieben kann.  Also für Menschen, die sich für Biologie interessieren und  am  Erhalten und am Heilen interessiert sind, die in Ruhe hinschauen, lernen und nachdenken möchten anstatt  ein vorzeitiges Ende des Katzenlebens  hinnehmen… weil es weder Geldausgaben noch Wissen erfordert und ja auch keine  Arbeit macht.

Wir haben jetzt hier 2 Katzen mit Diabetes, 2 Katzen mir Pankreatitis (eine gering und eine rückläufig bei Pankreastumor), 3 Katzen mit Schilddrüsenüberfunktion, 2 Katzen mit Knieverletzungen (eine alte bei einem Kater von 15,5 Jahren  und eine relativ neue Verletzung bei einer Katze von  ca 10 – 12 Jahren – beide entstanden durch Runterspringen aus 2 – 3 m Höhe, im zweiten Fall kam noch eine Latte mit runter und fiel drauf).

Dann haben wir noch eine schwarze Katze in einer Pflegestelle, von der wir noch nicht viel gesehen haben, weil sie – abnehmend – scheu ist. Ganz sicher wurde sie aber unkastriert ausgesetzt. Offenbar ist sie aber jünger und ziemlich fit, denn nachts spielt sie ordentlich und frisst gut.

(Nachtrag vom 11. 7. 17 :  Und neuerdings kommt sie nachts ins Bett, weil sie geschmust werden will.)

Wer kennt den Herrn, der auf dem 3. Foto von rechts im Balken abgebildet ist? Ich bin gespannt, wann wir seinetwegen wegen Copyrightverletzung verklagt werden, denn das haben wir nicht, weil wir nicht wissen, wer er ist. Also, Klaus Kowi ist es jedenfalls nicht, obwohl es den noch bei uns gibt.

kleiner Hund „Tiny“ braucht neue Familie

facebook.com/silke.Stichling

11.6. 2017 – Tiny (9 Jahre) sucht ein zu Hause!!! Standort: Berlin

Dieser liebenswerte kleine Kerl hat bereits 5 Besitzer hinter sich. Momentan ist er bei Karo Krüger und einer Bekannten zur Pflege. Tiny’s letzter Besitzer wurde nach 3 Tagen bewusstlos in seiner Wohnung gefunden. Mops hat sich in der Zeit von Papier und was er gefunden hat ernährt. Der Kleine hat große Probleme damit „seine neuen Vertrauten“ zu teilen. Wenn er gestreichelt wird darf sich kein anderer Hund nähern. Mit meinen 2 Mädels läuft es momentan richtig gut. Er lernt schnell. Trotzdem braucht er Menschen und Hunde die Geduld mit ihm haben oder aber jemanden wo er als Einzelhund gehalten wird.  Er ist ein ganz lieber Schmusebär, ein ganz ruhiger Hund. Definitiv muss er erstmal aufgepäppelt werden. Zahnsanierung steht an, und er muss etwas abspecken. Muskelaufbau ist sehr wichtig.  Er ist etwas wacklig auf den Hinterbeinen. Gechipt ist er nicht. Ein Impfpass existiert nicht. Der Kleine hat es so sehr verdient endlich ein schönes zu Hause zu finden. Bei Interesse schreibt bitte Karo Krüger / Silke Stichling / Renate Luhmer gern an. Er wohnt aktuell in Berlin.

Sommer-Saison und Notfall

25. 6. 2017:   RenaLu:

  1. Wir haben heute eine scheue schwarze Katze aufgenommen, die im Korb vor einem Baumarkt abgestellt war. Solches Verhalten ist lieblos und bescheuert. Das dümmste daran ist, dass die Halter es nicht für nötig gehalten haben, in die vollgepisste Transportbox (wie lange hat die Katze wohl dort gestanden?) einen Zettel reinzulegen oder von außen daran zu befestigen, auf dem steht, wie alt die Katze ist und ob sie GESUND und ob sie geimpft ist und dass sie schnellstmöglich einen neuen Halter, Futter und Wasser braucht. Wichtig wäre auch, der Katze ein Spot-on drauf zu tun bevor sie ausgesetzt wird.  Die Katze in einem Korb vor einem Supermarkt auszusetzen, das  ist allerdings immer noch besser als einfach auszusperren und dort ihrem Schicksal zu überlassen. Das bedeutet nämlich, dass sie erst mal jemandem als halterlos auffallen muss und dann auch, dass wir sie einfangen müssen, wenn sie gepflegt, instand gesetzt und wieder vermittelt werden soll.  Alle Tierschutzvereine von Berlin sind damit überfordert, wenn in dieser 3-Millionen-Stadt zu viele Menschen die Abgabe ihrer Katze auf diese oder jene Weise betreiben anstatt ihr Tier im Tierheim abzugeben oder mit uns zusammen rechtzeitig und von langer Hand einen neuen Halter zu suchen. Wir wissen noch nicht, ob diese  schwarze Katze männlich oder weiblich ist. Denn Frau Peuker, bei der sie wohnt, hat sie noch nicht gesehen. Sie ist aber offenbar gesund, denn sie frisst ordentlich und setzt auch ab was eine Katze absetzen sollte. Allerdings den Urin offenbar nicht ins Klo.
  2. Unser armer Sanfour wurde vorige Woche von dem neuen, jungen, rot-weißen Nachbarkater, der fast genau so aussieht wie unser Rossini, in den Po gebissen: Sanfour war tagelang nicht mehr anfassbar und hätte gern auch den Verzehr seiner Carbimazol-Pille morgens und abends verweigert. Er hat gar nicht mehr gesoffen und gejault und gehauen, wenn wir ihn anfassen wollten — und sehr schlecht gefressen (eigentlich nur, wenn ICH ihm was gegeben habe), was wir irrtümlicherweise auf die Hitze zurückgeführt haben. Zum Glück haben wir doch noch rechtzeitig bemerkt, dass der inzwischen ganz dürr und flockig aussehende, entwässerte schwache alte Kater eine blutig-eitrige Verletzung neben dem After hatte – rechtzeitig deshalb, weil seine verletzungsbedingte Fastenkur noch nicht zu einer Pankreatitis geführt hatte, die unserer Meinung nach meistens nicht oder zu spät bemerkt dadurch entsteht, dass Katzen zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen. D.h. Sanfour hat doch  noch rechtzeitig  Antibiose  (Duphamox) und Spenglersan G, ein  Kolloid,  bekommen und fühlt sich inzwischen bereits wieder so wohl, dass er tüchtig frißt und auch wieder Wasser plantschend aus der Schüssel oder vom Hahn säuft wie früher. Noch mal Glück gehabt! Aber das war knapp. Gefährlich ist in solchem Fall, wenn die Katzenversorgung von zu vielen verschiedenen Menschen gemacht wird, die nicht gut genug miteinander kommunizieren oder eben den Zustand bzw  Befindlichkeiten einer Katze übersehen oder falsch einschätzen.

Bedauerlich finde ich es auch immer wieder, wenn unsere Nachbarn sich Freigänger von irgendwo holen oder mitbringen anstatt einen von unseren zu nehmen (Zumal wir in diesem Fall einen genau gleich aussehenden hätten bieten können!) . Denn damit zerstören sie das Gefüge, die von den Katzen selbst etablierte Ordnung im Karree. Im Ergebnis bedeutet die Aufnahme eines jungen Katers in ein Karree nämlich, dass er die alten Freigänger umzubringen versuchen wird. Wir können aber, obwohl wir das wissen, unseren alten und altersschwachen Katern den Freilauf ins Karree nicht ständig verwehren, da diese Tiere tun wollen, was sie seit mehr als 15 Jahren tun, nämlich frei im ihrem Karree herum laufen. Unsere Pflegestelle, unser Verein, wir haben erhebliche Mehrarbeit und Kosten dadurch, dass die Katzenhalter in diesem Karree sich in solchen Fragen nicht mit uns absprechen. Wie in den meisten Karrees übrigens. Schade. Da fehlen Katzen-Verstand und Verständigung.

3. Noch dazu haben wir heute einen Hilferuf erhalten, bei dem verzweifelte Halter die Not einer bei ihnen aufgenommenen Katers richtig wahrnehmen und richtig durch Abgabe des Tiers beenden wollen.

Hier der Text, den ich (Renate, von Bärbel) heute erhalten habe:

Verzweifelte Familie sucht Pflegestelle für einen alten Kater

Gibt es nicht irgendwo ein Gnadenhof oder eine Pflegestelle für dieses arme Wesen?

Gesendet: Montag, 19. Juni 2017 um 16:41 Uhr

Von: „Nina Lo“ <mondkatze87@gmail.com> An: b.schlichting60@web.de Betreff:

BITTE! Wir brauchen DRINGEND Hilfe oder einen Rat wegen einem Kater!

Hallo und guten Tag. Ich habe ein schwieriges, aber dringendes Anliegen und suche derzeit fieberhaft nach einer geeigneten Anlaufstelle dafür, die mir und meiner Familie damit weiterhelfen kann.

Wir wohnen in 16341 Panketal und haben schon seit vielen Jahren Katzen, die wir auch so artgerecht wie nur möglich halten und versorgen. Letzten November haben wir aus Herzensgüte und Mitleid einen 18-jährigen Norweger übernommen, der zu diesem Zeitpunkt in einem furchtbaren Zustand war – abgemagert bis auf die Knochen, das Fell verklebt und verfilzt, ein Hühnereigroßes Geschwür auf dem Rücken und ein komplett verfaultes Gebiss. Das damalige Frauchen wollte ins Ausland auswandern und hatte kein Einsehen dafür, dass die medizinische Versorgung ihres Lieblings nun mal Geld kostet.

Der arme Kerl hat ein Schilddrüsenproblem, auffällige Nieren und auch das Herz ist nicht mehr so fit. Wir haben ihn natürlich sofort von den Ärzten aufrollen lassen – er wurde am Herz geschallt, operiert (Geschwür entfernt, Zähne gezogen), auf sämtliche Medikamente eingestellt und auf hochwertiges Futter umgestellt.

Zunächst sah es super aus, er taute auf, nahm zu, bekam viel besseres Fell, konnte endlich beschwerdefrei futtern usw., ABER das böse Erwachen kam später noch… Es ist so, dass 2 von unseren 4 Hauskatzen den Opa HASSEN. Es handelt sich um zwei kastrierte Kater im Alter von 4 und 2 Jahren. Von Anfang an haben sie jede Gelegenheit genutzt, um ihn hinterrücks anzufallen und sich einen Kampf mit ihm zu liefern. Wir haben sie also getrennt voneinander gehalten und wollten es ganz langsam angehen lassen, aber die beiden Katerchen sind sehr unleidlich deswegen und fingen an aus Protest zu Pinkeln wo immer es ihnen einfiel… aus dem Pinkeln wurde sehr bald richtige Kater-Markiererei und das ist für unsere Familie kein Spaß. Möbel, Wände, Wäsche, Teppiche, Betten… nichts war mehr sicher – wir waren schon kurz davor, die jungen Kater abzugeben, aber das ertragen unsere 3 Kinder nicht und wir sehen eigentlich auch nicht ein, die Alteingesessenen für einen neuen Kater abzuschieben. Bevor Murphy kam, waren sie die zahmsten, liebsten und verspieltesten und friedlichsten Katzen, die man sich vorstellen kann. Egal wie und mit was wir versuchten, die Kater mit dem Opa zu vergesellschaften, es ging nicht gut… Waren sie mal kurz nicht auf Krawall aus, pinkelten sie dann trotzdem all seine Sachen voll und „bewachten“ ihn, wenn er mal das Hauptzimmer verließ, um das Haus zu erkunden. Jedes Mal jagten sie ihn dann doch wieder davon. Wir haben es jetzt vor kurzem damit versucht, dass er in ein neues Zimmer zog, sodass die Kater und er sich nicht mehr in die Quere kommen konnten. Die zwei Kumpel können jetzt wieder jeder Zeit zu uns kuscheln kommen. Allerdings ist dieser Raum, in dem jetzt der Opi wohnte, unser Schlafzimmer, das den meisten Teil des Tages von uns natürlich nicht besucht wird. Nun ist das Pinkeln und Markieren der jungen Kater zwar wieder deutlich besser bis weg, aber nun ist der Opa schrecklich unglücklich und unzufrieden damit. Bei seinem alten Frauchen lebte er leider als Einzelkatze, aber die Dame war wohl viel Zuhause, sodass er Menschengesellschaft gewöhnt ist. Der Opi jaulte nun oft am Tage und auch nachts noch, sodass er auch die kleineren Kinder im Hause weckte und uns in den Wahnsinn treib… das Schlimmste ist aber, dass er nicht mehr in sein Klo machte. Er schiss mit voller Absicht in den Kleiderschrank (dessen Türen er öffnen kann) oder wahlweise auch unter den Schreibtisch etc., und egal wie viel ich versuchte, ihn zu beschäftigen. Sein Fell ist wieder deutlich schlechter geworden (wir mussten ihn teilweise scheren) und er ist auch wieder viel dünner als zuvor. Er müsste wohl wieder zum Schilddrüsencheck. Es ist kein Zustand mehr – für keinen von uns; für den Opi nicht und auch nicht für uns. Wir haben es damals gut gemeint, als wir ihn vor dem Tierheim bewahrt und von seinem furchtbaren Frauchen weggeholt haben, aber alle Kosten und Mühen scheinen leider hoffnungslos zu sein… So gern wir Murphy auch haben, er passt bei uns einfach nicht rein und wird hier keinen glücklichen Lebensabend erleben können… Wir wünschen uns für Murphy ein ruhiges, stressfreies Zuhause (kleine, laute Kinder mag er gar nicht) mit vielleicht einem ruhigen Artgenossen und Futtergebern, die viel Zeit haben, um ihn zu betüddeln und Wert auf hochwertiges Nassfutter legen. Er spielt auch gerne mal mit einer Katzenangel, nur springen funktioniert nicht mehr so gut bei ihm. Auch auf seine Medikamente muss immer geachtet werden! Trotzdem muss er leider so schnell wie möglich hier ausziehen, da er inzwischen nun schon ins kleine Badezimmer ziehen musste, weil die Sache mit der Unsauberkeit im Schlafzimmer untragbar war, wir aber auch nicht mehr riskieren können, dass die beiden Kater wieder anfangen zu markieren. Wir sind verzweifelt! Auf der einen Seite wollen wir ihn nicht ins Tierheim stecken, von wo er wahrscheinlich nie wieder weiter vermittelt wird, mit all seinen Baustellen und in seinem Alter, aber auf der anderen Seite ist jeder Tag bei uns ein Tag zu viel. Wenn Sie uns irgendwie weiterhelfen können, wären wir Ihnen sehr verbunden. Mit freundlichen Grüßen, Familie Lorenz

Ansprechpartner ist Bärbel Schlichting: Tel. 56 33 665

 

Hoch trächtige Katze braucht Unterkunft

Heffi sucht eine gute Unterkunft bei einem erfahrenen Katzenhalter für eine hoch trächtige Katze, die in Kürze werfen wird. Tel. 01578-48.29.450 Die Katze kommt aus Polen, wir wissen nicht wirklich viel über sie. Vorläufig wurde sie bei Teresa im Keller untergebracht.

Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen

Wir machen seit Jahren  Erfahrung mit der Behandlung von Katzen, von denen viele im Alter  an Schilddrüsenüberfunktion erkranken, denn die Katzen in unserem Katzen-Seniorenwohnheim in Charlottenburg bleiben dort bis zu ihrem Lebensende.

Auf den Unterseiten der Seite „Kranke Katze“  gibt es einige unserer gesammelten  Erfahrungsberichte über die Arbeit zu diesem Thema. Der neueste beschäftigt sich mit dem neuen Retard-Medikament „Vidalta“.    RenaLu 2017

Notfälle suchen gutes Zuhause

Marianne ist eine sehr freundlich und verträgliche, etwa 4 – 6 Jahre alte Schmusekatze: Wir hatten versucht, sie mit dem alten Pamuk zu vergesellschaften, aber der war nach lebenslanger Einzelhaltung weder bereit noch imstande, sein Revier zu teilen. Nun suchen wir eine verträglichere Erstkatze im schönen neuen Zuhause bei möglichst kompetenten, schmusifizierungsbedürftigen Haltern.