Frohe Ostern!

Django, dieser tolle Kater, er lebt noch mit guter Lebensqualität. Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir mit seiner Hilfe und der seines sehr bemühten und umsichtigen Halters viel dazu lernen konnten.

 

Endlich wieder Sonne“ Wir danken auch „SDÜ“-Pepe und seiner Halterin für ihr Engagement, ihre Freundschaft und den stetigen Wissenszuwachs.  

Und nun doch wieder: Asis

Wir wollten ja eigentlich keine Tiere mehr aufnehmen. Aber manchmal kommt es eben anders. Rosi hat einen 2 Jahre alten, kranken, unkastrierten, unruhigen Kater aufgenommen.

Er heißt Asis. Zuerst wird er jetzt von Dr. Kress (Spandau) kastriert, dann wird sich der Arzt noch um die Kratzwunden kümmern, die er sich zufügt. In Anbetracht seines Alters vermuten wir, dass eine Futtermittelallergie dafür ursächlich ist und nicht – wie wir es schon öfters erlebt haben – ein tumoröses Geschehen.

Und immer wieder mein herzlicher Dank an alle, die uns unterstützen und unsere guten Werke damit ermöglichen! Renate

 

Schießerei in der Dahlmannstraße

Am Mittwoch, den 15. 3. 2023 gab es um 17 h eine Schießerei in der Dahlmannstraße.  Als wir mit einer kranken Katze im Korb auf die Straße traten, mit der wir zum Tierarzt wollten, wurden wir von der Polizei gebeten, den Gefahrenbereich zu verlassen. Die ganze Straße war zugeparkt mit Polizei- und Feuerwehrwagen. Aber es gelang mir trotzdem, aus der Parklücke rauszukommen. Was passiert war, wollte uns niemand sagen. Wir erfuhren es bruckstückhaft später, vielleicht auch mit Dazugedichtetem: mindestens 4 Kriminelle haben sich gegenseitig mit Baseballschlägern verprügelt; als 2 von denen abhauen wollten, wurden sie von einem Älteren in die Beine geschossen, wodurch sie verletzt auf dem gehweg liegen blieben. 

Das hat deutliche Auswirkungen auf unser Lebensgefühl in unserem Zuhause. Es verkommt zusehends.

Die Dahlmannstr hat, so kurz sie auch ist, schon länger Probleme mit unangenehmen Menschen. Seit Jahren versuchen wir, Bodenwellen auf die Straße zu kriegen, damit  – vor allem nachts – die Raserei aufhört. Es gab eine große Unterschriftensammlung. Aber nichts ist passiert. Es geht nicht nur um Raser. Bodenwellen würden auch Kriminelle abschrecken, weil sie schlechter weg kämen…

Die ganz Straße ist oft unübersichtlich und in 1. und oft auch 2. Spur zugestellt. Ein Bekannter vermeidet mit dem Rad fahrend die Abkürzung durch die Dahlmannstr. und fährt von Norden kommend  lieber einen Umweg auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz, der Schaubühne.

Die Kiez verkommt nicht nur hinter dem Haus durch die Rodungen von großen gesunden Bäumen und die zunehmende Bebauung (da soll ein 7-geschossiges Haus in den Nachbargarten) sondern auch vor der Tür wird das Lebensgefühl beeinträchtigt. Es geht nicht mehr darum, daß in dieser Stadt lebende Menschen sich wohlfühlen und wertgeschätzt werden. Die Zahl der Einheimischen und der sozial gut integrierten Menschen in der Kiezgemeinschaft nimmt stetig ab. Aber immerhin gibt es sie vereinzelt auch noch: gute, durchaus auch interkulturelle, bereichernde Nachbarschaft.

Abenteuer Diagnose – unsere neue Patientin

Finxi heißt unsere neue Patientin. Sie ist 18 Jahre alt und hat in 4 Wochen fast die Hälfte ihres Gewichts verloren, d.h. sie ist von 4 kg runter auf 2,2 kg, weil sie seit 4 Wochen nicht mehr genug frißt. Dabei ist sie noch relativ munter – und freundlich. Maja mag Finxi. Und Finxi mag Maja. Auch ungewöhnlich.

Sie hat auch etwas gelbe Schleimhäute und sehr schlechte Leberwerte. Das Röntgenbild zeigt viel Wasser im Bauchraum, etwa so wie bei FIP, aber FIP hat sie nicht. Die Herz und Lunge sind ok, die Nierenwerte sind nicht gut, aber auch nicht extrem schlecht. Die Katze frißt noch, aber zu wenig. Aber sie ekelt sich nicht vor Futter.

Die untersuchenden Tierärzte vermuten Tumor im Bauchraum, aber wir mögen keine Verdachtsdiagnosen. Tierärztin schlägt also Ultraschalluntersuchung vor. „Aber was soll die bringen?“ fragt unser Haus-TA, „bei dem vielen Wasser im Leib sieht man damit auch nichts.“  Also: Tumor oder Fettleber oder Leberzirrhose? Das macht einen großen Unterschied. Denn Fettleber wäre heilbar. Was also tun? Erst mal in Ruhe nachdenken und die Katze und die Katzenmedizin studieren.

Die Kosten für die erste Untersuchung liegen bisher mit 210.-€ für 1 Röntgenbild und das große Blutbild im Rahmen. Für Ultraschall kämen nochmal 100 dazu, aber warum das, wenn es nicht weiter hilft? Und was haben wir davon, wenn wir wissen, dass es im Bauchraum einen Tumor gibt, der den Abfluß verhindert? Wissenschaftliche Neugier oder Learning by doing? Immerhin kann man schwierige Fälle leichter richtig diagnostizieren, wenn man etwas schon mal gesehen und miterlebt hat, was richtig diagnostiziert wurde. Die Alternative dazu wäre die Einschläferung wegen eines tierärztlichen Verdachts. Das mögen wir ja gar nicht.

Finxi wurde am 20. 3. 2023 auf Anraten der TA noch mal mit Utraschall untersucht. Das war überflüssig und unsinnig, denn die Katze hatte den Leib voll von Wasser und auch von gut tastbaren kastaniengroßen harten Tumoren. Wenn ich die Katze selber mal angefaßt hätte, hätte ich das bemerkt, denn es war nicht übersehbar. Die behandelnden Tierärzte hätten das auch getastet haben müssen. Da fragt man sich, warum sie weitere unsinnige Untersuchungen vorgeschlagen haben. Unser Haustierarzt hatte es gleich gesagt: Das Röntgnbild hatte so viel Wasser im Bauch gezeigt, daß gar keine Innereien zu erkennen waren. Deshalb war davon auszugehen, dass auf einem Ultraschallbild auch nicht mehr zu sehen sein würde. So war es auch. Finxi ist in der Nacht nach diesem TA-Besuch friedlich entschlafen. Sie war bis zum Schluß friedlich und freundlich.

Das Drama nimmt seinen Lauf

So sah die Cornelsenwiese voriges Jahr im Frühling und potentiell bis vor einer Woche aus.

Seit vergangenem Donnerstag, 2. 2. 23 sieht sie nun so aus:

Natürlich ist diese Rodung weltweit gesehen ein vergleichsweise geringes Drama. Es ist aber eins, unter dem die Bevölkerung in Wilmesdorf leiden wird – und das wir mit mehr Einsatz möglicherweise hätten verhindern oder herausschieben können. Berlin ist nicht mehr unsere Stadt. Es verändert sich in einer Weise, die keinem gut tut.  Ob es da was zu lernen gibt?

Warum müssen dort jetzt noch mehr Betonklötze reingequetscht werden?

Warum gibt es keine besonnene und vorausschauende Immigrationsplanung? Also eine, bei der dafür gesorgt wird, daß ZUERST Wohnraum für Flüchtlinge und Arme entsteht, ohne dass dafür Grünflächen in der Innenstadt geopfert werden, der DANACH erst mit Bewohnern aufgefüllt wird?

Die gesunde, große Birke vor Jennys Wohnung, die nicht gefällt werden mußte, wurde aus Versehen mitgefällt….

Und auch bei uns in der Dahlmannstr / Roscherstr. wurden nun noch alle gesunden, großen Akazien im Nachbargarten gefällt. Seitdem sind unsere Eichhörnchen verschwunden. Hier unten einer der letzten Besuche.

 

Danke! …und

Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit nicht nur für die Spenden bedanken, die auf unserem Vereinskonto ankommen, sondern auch mal bei allen Spendern bedanken, die über gooding zu unseren Gunsten alles im internet erwerben, was sie über gooding und givio dort kaufen können! Das bringt uns jeden Monat ein nettes Sümmchen ein, von dem wir unsere Kontogebühren bezahlen und Briefmarken kaufen können. Toll! Danke!

Hier noch ein Tipp: Damit man diese Vorgehensweise beim internet-Einkauf nicht vergißt, ist es sinnvoll, sich einen Zettel an den Bildschirm zu kleben…

…und:

oben: Maja hat ihre gestrige große Zahn-OP gut überstanden. 3 sind noch drin…

 

 

Danke für Spenden

Liebe Freunde unserer Tierschutzarbeit!

Wir machen grade den Finanzbericht für 2022 und stellen die zugehörigen Spendenquittungen aus, die bis zum 31. 1. 2023 bei euch eintreffen sollen. Dabei haben wir festgestellt, daß einige Geldspenden auf unserem Vereinskonto eingegangen sind, deren Absender wir nicht kennen und von dem wir auch keine Anschrift haben. Man kann zwar Spenden an gemeinnützige Vereine auch steuerlich geltend machen, indem man das Überweisungsformular ausdruckt und der Steuererklärung beilegt (auch das Ausdrucken ist seit einiger Zeit nicht mehr nötig, es reicht dem Finanzamt, wenn man die gespendete Summe richtig angibt). Wer aber eine ausgefüllte Spendenquittung von uns haben möchte, muss uns seine Anschrift per email, postalisch oder telefonisch mitteilen, damit wir sie ihm per Post zukommen lassen können. Ihre Anschrift können Sie uns auch per email schicken, an:

stadtkatze@gmx.net

Tel. 030 – 323 98 16

Anschrift: Berliner Stadtkatzen e.V. , Dahlmannstr. 10, 10629 Berlin – Charlottenburg

Herzlichen Dank auch und vor allem für die Spenden, die eine umfangreiche Diagnostik für Findik ermöglicht haben: 

Leider hatte die Halterin nicht genug Geduld um auf die Ankunft des Befundberichts zu warten. Sie hatte gedacht, dass eine eilige Therapie hilfreich für das Überleben ihrer Katze sein würde und geglaubt, dass die Behandlung der Katze im Tierheim Berlin schneller und besser wäre als die Behandlung bei unserem TA. Außerdem kam es, vtl nicht nur durch die Feiertage über Weihnachten und Neujahr, zu einer Verzögerung der Zusendung des Befundberichts. Die Halterin verlor die Geduld. Sie ließ also ihre Katze vom TB abholen, in der Hoffnung, dass ihre Katze dort schneller geheilt würde. Sie unterschrieb bei Abholung eine Abtretungserklärung in dem Glauben, dass sie ihre Katze nach erfolgreicher Heilung zurückbekommen könne. Die Katze wurde im TB nach Eingang geröngt und anschließend sofort eingeschläfert. Der Halterin wurde mitgeteilt, dass ihre Katze um 14.15 h gestorben ist. Als Begründung für diese Sofortmaßnahme bekam die Halterin die Röntgenaufnehmen geschickt. Unser TA, bei dem etwa zeitgleich endlich der Befund der Biopsie eingegangen war, sagte dazu, daß die Entscheidung zur Einschläferung richtig war. Wir meinen, daß die Überrumpelung der Exhalterin von Findik von wenig Einfühlungsvermögen zeugte. 

Es gibt in Berlin Tierärzte, die eine einfühlsame Sterbebegleitung bei sehr kranken Tieren machen.  Das ist mindestens hilfreich für den Halter, der sich noch von seinem Tier verabschieden kann. Bei manchen Menschen ist ja die Bindung an ihr Tier enger als jede andere.  Eine Euthansie sollte kein traumatisches Erlebnis sein.

Neu war in diesem Zusammenhang für uns, daß das Tierheim in Berlin kranke Katzen abholt, um sie kostenlos einzuschläfern. Wenn die Ex-Halter den Nachweis der Bedürftigkeit erbringen.

Renate & MitarbeiterInnen

 

 

 

Spendenaufruf für Findik

Das ist Findik, 7,5 Jahre alt. Wir haben die Behandlungskosten für diese arme Katze übernommen und waren mit ihr bei unserem Tierarzt. Als Obergrenze für die TA-Kosten hatten wir 500 € angepeilt. Aber nun ist es doch etwas anderes als wonach es aussah, die Behandlungskosten übersteigen 500 €. Wer hilft beim Bezahlen? 

UND: Unser herzlicher Dank für alle Unterstützung  geht an alle, die schon geholfen haben und noch helfen werden.

Nachtrag:

Findik wurde von ihrer Halterin ans Tierheim abgegeben, weil ihr die Diagnostik über Weihnachten und Neujahr bei unserem TA zu langsam ging. Im TB wurde sie geröngt und danach sofort eingeschläfert, denn sie war voller Tumoren, die bis in die Zehenspitzen gewuchert waren.

 

„Unsere“ Katzen mit SDÜ 2022

Schöne Bescherung – was hilft?

Es weihnachtet. Das ist unser Fest des Friedens, der Familie und des füreinander da Seins. So sollte es ein.

Vielen Menschen geht es aber derzeit nicht gut, man getraut sich kaum, ihnen ein frohes Weihnachtsfest zu wünschen, denn viele können sich nicht freuen.  

Auch der Tierschutz hat von der Bundesregierung mal wieder ein Ei ins Nest gelegt bekommen. 

Wir fragen uns, wem mit der jüngsten Erhöhung der Gebühren für Tierärzte geholfen sein soll und was sie bezweckt:

  • Um wie viel % steigen die Tierarztkosten 2022?

Antwort: zwischen 50 und 200 %. Dabei sind gerade die häufig stattfindenden und bisher preiswerten Grundversorgungsleistungen Leistungen wie Untersuchung,  Krallen schneiden, entwurmen, entflohen um mehr als 100 % teurer geworden. Das Einschläfern einer Katze kostet nun (siehe auch: Gebührenordnung für Tierärzte, herausggegeben vom Bundeslandwirtschaftsministerium und Infos der Bundestierärztekammer e.V. und Bericht im Tagesspiegel oben.) In Zahlen bedeutet es: die Kastration eines Katers kostet (bei unseren Tierärzten) nun ca 120 € statt 80 € und die von einer Katze ca 210 € statt 160 €. Das Einschläfern einer Katze / eines Katers kostet nun mindestens 50 €, natürlich ohne Voruntersuchung und Vorbehandlung. Die Voruntersuchung allein (ohne diagnostische Absicherung) wurde schon von ca 9 auf ca 24 herausgesetzt.  Es ist dem Tierarzt im neuen Gesetz ausdrücklich verboten, Privatpersonen Rabatt zu gewähren, egal wie bedürftig sie sind und auch egal,  wie krank die Katze ist und / oder sie selber. 

  • Was können Tierhalter machen, wenn ihre Katze/n so schwer erkrankt, daß sie tierärztliche Hilfe braucht? 

Hoffentlich nicht das, was eine arme, alte Frau im Kiez mit ihrem Kater gemacht hat: sie hat dem Diabetiker, als er nachts im Krampf lag, eine Plastiktüte über den Kopf gezogen und ihn erstickt. Das war wohl ein irrer Akt der Verzweiflung, weil Hilfe nicht erreichbar war.

Mit erscheint es sinnvoll, wenn Tierschutzvereine in Zusammenarbeit mit ihren Tierärzten Strukturen aufbauen würden, damit Tierhalter mit kompetenten Ansprechpartnern reden und Zugang haben können zu (teuren) Medikamenten (wie Insulin, Thyronorm, Carbimazol,  u.a.), die aus Spenden generiert werden könnten. Denn die Ab- oder Rückgabe von kranken Katzen an Tierschutzvereine, die mit zunehmender Verarmung der Bevölkerung so gut wie gar nicht mehr vermittelbar sind, ist nicht sinnvoll. Katzen stapeln, das ist keine artgerechte Haltung! egal bei wem.

Und noch etwas bitte nicht: Keiner sollte sein Tier aussetzen, wenn es krank ist und teuer wird. Passiert das doch, kann das durch Chip-Pflicht mit Registrierung nicht verhindert werden, aber ein Chip könnte hilfreich sein bei der Enträtselung der Besitzverhältnisse eines gefundenen Tieres und seinem Werdegang.

Dem finanzielle Not leidenden Halter bleibt also wohl nur die Suche nach einem oder mehreren finanziell besser ausgestatteten Menschen  oder Vereinen, die die Tierarztkosten für das kranke Tier übernehmen wollen. Anfragen solcher Art erreichen uns zunehmend. Zuerst muss der Nachweis der Bedürftigkeit überprüft werden.  Dazu müssen wir die zugehörigen Halter kennen lernen. Dann schauen  wir, ob und wie wir helfen können.

Wir bemerken derzeit eine abnehmende Spendenbereitschaft für die Versorgung der Tiere von armen Tierhalter, was unserem guten Willen Grenzen setzt. Und nicht nur die Spendenbereitschaft schrumpft, sondern deutlich auch die Bereitschaft zur Mitarbeit von gesunden (= verfügbaren, belastbaren) ehrenamtlichen Helfern, die handwerklich geschickt, digital begabt, teamfähig, mit einem Fahrzeug ausgestattet sind und etwas anderes tun wollen als reden, also unbezahlte Arbeit tun wollen. Wer sollte so etwas heutzutage können und wollen? (Wir nehmen auch Sachspenden in Form von Katzenfutter, Zubehör, TA-Kostenübernahmen, Transportzusagen (Fahrdienste), Verwaltungsarbeiten, Briketts, Brennholz und eben dem, was allen hilft und uns von Arbeit entlastet. )

Viele Haustierhalter sind medizinisch interessiert und durch langjährige Tierhaltung tiermedizinisch vom Tierarzt vorgebildet.  Tierarztkosten können dadurch eingespart werden, daß Halter lernen, manche Pflegeleistungen am Tier selber zu machen. So erzählte mir unlängst eine Nachbarin, daß sie mit ihrem Hund nicht mehr zum Krallenschneiden geht, sondern sich eine Krallenschere gekauft hat und es nun selber macht. Das geht aber nur, wenn der Hund kooperiert. Bei Katzen dürfte das wegen der meist mangelhaften Kooperationsbereitschaft und den damit verbundenen Gefahren für den Halter eher die Ausnahme sein.

Wir halten es für sinnvoll, wenn Katzenhalter ein eigenes Sparbuch für Tierarztkosten anlegen, auf das sie monatlich 10 oder 20 €uro einzahlen. Dadurch spart sich im Lauf der Zeit eine Summe an, mit der sie Tierarztkosten begleichen können – oder womit sie wenigstens abgefedert werden können. Allerdings funktioniert das nur bei gut strukturierten, disziplinierten Haltern.

Wer eine Tier-Krankenversicherung abschließen möchte, sollte sich vorher das Kleingedruckte ganz genau durchlesen. Und hoffen, dass sie vor dem Notfall-Ereignis nicht schon wieder in Insolvenz gegangen ist.

Diese ganze Sache mit dieser drastischen Gebührenerhöhung hat aber auch noch einen anderen Haken: Menschen gehen nun eben seltener zum Tierarzt (z.B. zur Beratung),  sie strecken die Zeiträume zwischen regelmäßigen Nachkontrollen (wie z.B. beim Check vom T4-Wert, entwurmen, Krallen schneiden, Zahnstatuskontrolle, GBB u.a.), sie lassen sich was einfallen, wie sie sparen können. Die Leidtragenden davon sind dann durch ausbleibende Kunden die Tierärzte. Und die Tiere. Kann sein, diese Tierarztkostenerhöhung erweist etlichen Tierärzten einen Bärendienst, während die TÄ mit High-Tech und reicher Kundschaft davon profitieren. Grundsätzlich geht die Fahrt aber in Richtung von weniger Haustieren bei Haltern und abnehmenden oder veränderten Möglichkeiten der Hilfeleistung für Tierschutzvereine. Das wurde offenbar beim Bundesministerium, das sich diese GOTä ausgedacht hat, nicht mitbedacht. Vielleicht, weil keine Fachleute mit einschlägiger Eigenerfahrung am Werk waren sondern Juristen.

Django (oben, Diagnose Krebs), 18,5 Jahre alt, hat sich seinen umsichtigen, engagierten, klugen Halter gut ausgesucht. Das schafft aber leider nicht jede Katze.

Jetzt werde ich mich mit der juistischen Frage beschäftigen, ob Tierärzte wenigstens den Tierschutzvereinen noch Rabatte im Rahmen von Behandlungsverträgen gewähren dürfen ohne sich damit strafbar zu machen. 

Wir suchen einen Notar, denn unser alter macht es nicht mehr. Notare sind auch fachlich spezialisiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es viele gibt, die sich gern für Tierschutzvereine um die Veränderung von Eintragungen in die Registerrolle bemühen wollen. Aber wer weiß?