Liebe Frau Luhmer

640-Peuker-Mirco-2014

Liebe Frau Luhmer,
heute möchten Mirko und ich uns dafür bedanken, dass Sie uns vor auf den Tag genau FÜNF Jahren verkuppelt haben! Wir leben beide in gegenseitiger Achtung, was aus meiner Sicht bedeutet, dass ich darauf achte, dass Mirko alles hat, was er möchte – und Mirko darauf achtet, dass ich dabei keine Fehler mache…Vergessen wir aber die Liebe nicht, denn was anderes kann es nicht sein, was Mirko und mich verbindet und zu einer echten Lebensgemeinschaft geführt hat. Was wäre ich ohne ihn!? Unsere Verabredung haben wir vom Wetter abhängig gemacht, d.h. wir müssen wohl noch ein wenig warten. Außerdem hoffe ich, dass Sie dann flohfrei sind – und das hoffen Sie ganz bestimmt auch! Wir danken nochmals und wünschen einen angenehmen Tag, Mirko und Sieglinde Peuker

BalkenM-be-2015-05-Tierschützer

Kampf der Kulturen in unserem Karree

24. 5. 2015 – Inzwischen vermöbelt Nachbarkater „Bo“ (Beau?) unsere Katzen nicht mehr, denn wir haben ja 2 kleine Freigehege, die unsere 7 darin noch anwesenden, alten Ex-Straßenkater nun nicht mehr verlassen dürfen. Aus Angst vor Verletzungen und auch vor dadurch verursachten Kosten. Und natürlich auch, weil ich wirklich keine zusätzliche Arbeit brauche. Die übrigen Freigänger haltenden Anwohner vom Karree sind aufgefordert, sich um den Erhalt und die Unversehrtheit ihrer Katzen selbst zu kümmern. Natürlich sind unsere alten Kater sauer darüber, dass sie nicht mehr raus dürfen. Sie möchten sich nun gegenseitig verklopfen statt mit Bo zu kämpfen. Deshalb halten wir sie nun in Einzelzimmern drinnen.

Problem gelöst?

Leider nicht, denn „Bo“ markiert jeden Grashalm um unser Grundstück herum, er kackt große Haufen mit Frischblut drauf  beim Nachbarn von Dahlmannstr. Nr. 11 in den Kies d. h. vermutlich hat er Giardien oder Würmer, in dem Kies spielen Kinder – Giardien und Würmer sind ansteckend! Mindestens ist er verwurmt, das erkennt man bei schwarzen Katzen an der rötlichen Verfärbung des Unterfells.  Ganz sicher hat er Flöhe, denn unsere Keller und Gärten sind durch die Vernichtung der Ratten und Mäuse mal wieder voll davon.

Das kann mir alles egal sein, denn unsere Wohnungen sind gefoggert und unsere Katzen mit FrontlineCombo imprägniert und mit Milbemax entwurmt. Ich werde sie auch an Bo’s Hinterlassenschaften nicht dran lassen um gegen Giardien vorzubeugen, denn die wieder wegzukriegen ist eine langwierige, schwierige und teure Arbeit..

Der Gestank wird allerdings allenthalben unerträglich, denn durch die Markierungsdüfte vom unkastrierten Kater Bo an unseren Gehegegrenzen fühlen sich unsere in Einzelzimmern mit Freigehe gehalten Ex-Strassenkater leider doch dazu animiert, gegen Bo’s Gestank anzustinken um ihm klarzumachen, wo ER NICHT wohnt. Unsere Katzenwohnung war gerade generalgereinigt und renoviert worden. Das kann man nun vergessen. Ich bin sehr froh, dass ich dort jetzt nicht wohnen muss. Keine Ahnung wie die Katzen haltenden Nachbarn das machen.

Nachbarin Marketa hat sich inzwischen dazu bereit erklärt, Foustoks in die Grundzüge bundesrepublikanischer Katzenhaltung unter menschenschützerischen und tierschützerischen Aspekten einzuweisen. Vielleicht kriegt sie die Leute dazu, den kater chippen, impfen, entwurmen und entflohen zu lassen und unseren TA dazu, ihn dann auch gleich zu kastrieren.Vielleicht gelingt es Marketa auch, den Leuten klarzumachen, dass sie die Katzenbabys nicht einfach auf der Strasse aussetzen dürfen, wenn sie ihnen drinnen zu viel kaputt machen. Und dass sie, wenn sie sie vermitteln wollen, Abnehmer suchen sollten, die bereit und imstande sind, in den zu erwartenden etwa 16 Lebensjahren der neuen Katzen die zugehörigen (mehr als) 10.000 € für jedes Tier aufzubringen, die eine gute Haltung durchschnittlich kostet.

Berliner Vorstellungen von Katzenhaltung dürften allerdings schwer an die Halter von Bo zu bringen sein, denn deren kultureller Hintergrund ist eben anders. Bei solchen Überlegungen bedenken, dass es ja viele sesshafte Einheimische gibt, die die Katze auch nur im unversehrten (unkastrierten) Zustand für gottgeschaffen, gesund und heilig halten, weil Allah das so will. Deshalb tun ja wohl auch unsere einheimischen Politiker, denn sonst hätten wir Landesverordnungen, die Haustierhaltung in Deutschland regeln, mir einzuhaltenden Spielregeln versorgen und Bedingungen dafür schaffen würden, die nicht auf Profit aus sind sondern auf erträgliches und friedliches Miteinander von Menschen und Tieren (in einer nicht zubetonierten Welt). Ich kann solche Ansichten auch nachfühlen, denn letztlich sehen das alle Religionen gleich. Sie finden Massensterben, Tod und Elend besser als Verhütung der Erzeugung von Leben mit der Vermeidung von Leid. Die Natur sorgt ja für sich selbst.

Kann aber auch sein, dass Politiker kürzer denken. Und zwar etwa so: je mehr eigene Probleme die Leute haben, desto weniger stören sie uns beim Regieren.

Offenbar brauchen wir mehr Bürgerinitiativen für Direkte Demokratie und dies schnell – bevor unsere Regierung sie verbietet (wie gestern Putin in Russland), weil sie beim Regieren und beim Kungeln stören. Da kann man schon nachvollziehen, warum unser Regierender ganz neidisch ist auf Putin! Dass der das einfach so machen kann!

20150517OffenerBriefMüllerVorlage (1)

Hierzulande brauchen wir solche Verbote nicht, weil die jungen Deutschen (pardon, die „sesshaften Eingeborenen“) auf der Flucht sind und auswandern. Es werden schon Freiwillige für die Besiedlung vom Mars gesucht, hörte ich gestern im Fernsehen. Die alten Sesshaften sind lebensmüde und sind froh, sagen sie, wenn sie bald tot sind und die kommenden Zeiten nicht miterleben müssen – und das vermutlich, weil unsere Politiker dabei mithelfen, dass ihr soziales Gefüge zerstört wird und dass ihnen ihr Lebensraum unterm Hintern „wegprivatisiert“ wird. Unglaublich, was man hier auf der Strasse zu hören kriegt, auch erzählt von Menschen, mit denen man noch nie zuvor gesprochen hat. Ich bin überrascht und erschüttert und muss viel nachdenken und dazulernen.

In Berlin wird Mietraum zerstört wie toll und neu in Investment-Immobilien umgebaut – und das obwohl die Anzahl der wahlberechtigten Sesshaften in den letzten Jahren von 2,7 Mio auf 2,5 Mio abgenommen hat. Gebaut wird hier also für wen? Für Immobilienspekulanten? Die Bewohner sollen ihren Sparstrumpf aufgeben und in Immobilien investieren – und dies obwohl oder weil zu erwarten ist, dass die einheimischen Anleger ihr Geld und ihre Immobilie verlieren, wenn die Blase da ist. Aber für diese Themen brauchen wir einen weiteren Verein und eine eigene webseite.

Balken-2015-04-TS-Helfer

20. 5. 2015

Nun haben wir ein neues Problem mit einem freilaufenden jungen unkastrierten schwarzen Kater in unserem Ku’Damm-Karree in Charlottenburg: „Beau“ (Bo) heißt er und schön ist er. Er ist der neue Zuchtkater von den schräg gegenüber lebenden Leuten aus Damaskus, die vor 13 Jahren hier unseren schönen Sanfour aus Sousse (laut Impfpass) als Jungkater ausgesetzt hatten, weil sie plötzlich weg mussten.

Alle kennen unseren schönen, alten roten Straßenkater „Sanfour“, den wir vor etwa 10 Jahren aus einer Tiefgarage gerettet haben, wo er lebte – und wo er vergiftet werden sollte, weil er auf den dort untergebrachten Nobelkarrossen herumgesprungen ist. Er war im Alter von etwa 7 Monaten von einer Familie aus Nordafrika ausgesetzt bzw. zurückgelassen worden, die von einem auf den anderen Tag verschwunden war und Sanfours Impfpass bei den Nachbarn zurückgelassen hatte.

Wir haben ihn dann mit 3 Jahren aus der Tiefgarage aufgenommen, domestiziert, ernährt, gepflegt, geimpft und über die Jahre mehr als 5.000 € für diesen Kater ausgegeben – gar nicht mitgerechnet die Tierarztkosten für andere Kater in unserer Obhut und im Karree, die er als junger Kater beim Kämpfen in seinem Revier verletzt hatte.

Nun hat Familie Foustok, die inzwischen wieder aufgetaucht ist, zwei neue Katzen: beide unkastriert: eine graue Katze und einen schwarzen Kater. Ursprünglich hatten sie sich mit der Bitte um „neue Babykatze“ an mich gewand, wobei sie „Babykatze“ für eine Rasse hielten, die nicht wächst sondern lebenslang klein bleibt.  Die inzwischen trächtige neue Katze sitzt nun zu Hause und wartet auf die Niederkunft, der unkastrierte Kater „Bo“ läuft frei und vermöbelt und verletzt die parterre lebenden Freigänger  der Anwohner.

Vorgestern (Montagabend) gegen 20:30 h hat er sich mit Sanfour gehauen: nun ist Sanfour verletzt, er läuft auf 3 Beinen. Er hat sich verkrochen, denn es geht ihm schlecht. Dr. vom Hove hat eine Wunde unter dem Fuß gereinigt und die Gabe von Antibiotika angeordnet.

Ich war bei den Eigentümern von Bo und habe ihnen erzählt, dass ihr Freigänger die Nachbarkatzen verhaut und verletzt: Das fanden sie gut.

Das hat mich geärgert: schließlich habe ich den von diesen selben Leuten damals (2002) ausgesetzten Kater Sanfour auch nicht aus Vergnügen gerettet oder weil ich zu viel Geld habe, sondern weil es keinen anderen gab, der diesen damals schwierigen Kater aufnehmen konnte und wollte (Sanfour hat damals auch die Nachbarkatzen blutig gehauen und brauchte eben eine Soziotherapie für nicht stubenreine Freigänger). Die Anwohner, deren Katzen er verhauen und verletzt hatten, wollten ihn deshalb ins Tierheim bringen (was das Problem ja nicht löst sondern nur räumlich verschiebt)  – oder dass WIR BERLINER STADTKATZEN EV ihn in unserer kleinen Katzenpflegestelle mit Freigehege eingesperrt halten sollten. Das haben wir dann erst mal gemacht. Sanfour hat den Winter 2003 in unserer Küche gelebt, dem einzigen Einzelzimmer, das damals frei war.

Weil ich mich gestern darüber geärgert habe, dass die Eigentümer vom neuen Kater „Bo“ es witzig finden, dass ihr junger Kater nun ihren alten, bei uns lebenden Kater Sanfour verletzt, habe ich ihnen gesagt, dass ich ihnen über unseren Anwalt alle Tierarztrechnungen zwecks Bezahlung zukommen lassen werde, die ihr neuer Kater verursacht.

Damit bin ich zwar juristisch nicht im Recht (denn wir haben ja bis jetzt noch keine Kastrationspflicht, noch keine Kennzeichnungspflicht und keine Zuchterlaubnis/ Katzenhalterführerschein), meines Achtens aber gesellschaftlich, kulturell tierschutzbewußt und moralisch.

Zunächst einmal bedeutet diese personale Veränderung im Karree aber, dass alle Freilauf gewöhnten, parterre lebenden Katzen und Kater vom Karree jetzt vorläufig wieder zu Hause bleiben müssen, weil Foustoks, mit denen nicht zu reden ist, nun wieder einen freilaufenden dominanten Kater haben und mit diesem offenbar auch züchten wollen. Das ist für alle seit Jahren hier im vertrauten sozialen Gefüge lebenden Katzen so richtig Mist.

Nachtrag: Wie ich gerade in meinen emails lese, wollen sie Bo nun einschläfern lassen oder ins Tierheim bringen anstatt ihn kastrieren, chippen und impfen zu lassen und drinnen zu halten. WIR wissen, warum wir Katzenhalterführerschein fordern, Kastrationspflicht und Chippflicht! Aber leider sieht das Land Berlin das anders. Anstatt uns zu geben, was wir dringend brauchen, hat Dr. Nöldner vom Senat für Justiz Umweltschutz dem Tierheim Berlin vorige Woche 20.000 € geschenkt, damit dieser arme Verein, der ständig Geld für Bautätigkeit braucht aber kein Geld für Verweildauer von Tieren hat (siehe unsere webseite) davon kostenlose Kastration für die Katzen er Berliner anbieten kann. Wer hat gesagt: „Das ist ja wohl ein PR-Gag!“ Auf jeden Fall könnten diese 20.000 € dabei helfen, dass Foustoks ihre Nachwuchskatzen kastrieren lassen – wenn denn diese Leute bereit dazu wären, mit ihren Jungkatzen ins Tierheim nach Falkenberg zu fahren.

Man merkt mir sicher an, dass ich so richtig sauer bin, weil ich verletzte Tiere im Kiez, Kosten und Arbeit ohne Ende auf mich zukommen sehe, was alles nicht nötig wäre, wenn wir vernünftige Tierschutzverordnungen hätten.

BalkenM-be-2015-02-Tierschützer

20. 5. 2015

Inzwischen höre ich allenthalben, dass Bo nicht nur unsere alten Kater verkloppt, wenn er sie kriegt. Er bringt allein durch seine Anwesenheit alle alten Kater zum kompletten Ausrasten. Weiß der Teufel wie er das macht und warum Allah das so haben muss. Kein Geld fürs Entflohen, Chippen, Entwurmen und die Kastration? Oder Erzeugung von Chaos und Zerstörung zwecks Umsatz, z. B. in Form von Tierarzteinkommen durch verletzte Tiere oder auch durch zu Hilfe geholte Rechtsanwälte, was ja durch Steuereinnahmen auch die Landeskassen zu füllen hilft?

Mignons Augen

5. 5. 2015 / 12. 5. 2015

Wir bekommen keine Pause, denn wir haben schon wieder eine sehr zeit- und pflegeaufwändige Patientin: Mignon schläft seit einiger Zeit mit leicht geöffneten Augen und dies am liebsten auf dem umwickelten Heizungsrohr am Boden. Dadurch ist die Hornhaut am offenen Schlitz eingetrocknet und hat sich dort entzündet. Die Hornhaut sondert Schleim ab.

640-Auge-li-nah-08-Mignon

Gegen die Entzündung im Auge taten  wir antibiotische Augensalbe (Fucithalmic) morgens und abends ins Auge. Außerdem Cornyregel, weil die Augen zu trocken sind, denn der Tränenkanal ist verstopft.

Auf Verordnung von Augentierärztin Dr. Allgöwer nehmen wir seit dem 30. 4. antibiotische Augentropfen (Floxal), weil diese flüssiger sind und weniger Klebefilm in der Nase verursachen, der die ohnehin zu engen Nasengänge (Qualzucht!) noch weiter verengt. Und statt Cornyregel nehmen wir wegen der längeren Verweildauer im Auge eine Augensalbe mit demselben Wirkstoff (Dexpanthenol), die Wollwachs enthält und deshalb das Auge länger vor dem Austrocknen bewahrt. (Das sieht man als das Weiße auf der Hornhaut)

Inzwischen haben sich in der Hornhaut Blutgefäße gebildet, die offenbar versuchen, die Hornhautdefekte zu reparieren.

Nachtrag vom 12. 5. 2015: Tierarztbesuch: Frau Dr. Allgöwer ist begeistert vom Zustand von Mignons Auge. Die ganze Hornhaut ist voller Blutgefäße, die die Hornhaut reparieren. Wenn dieser Prozess abgeschlossen sein wird, verschwinden die Adern wieder, sagt sie. Wir müssen aber natürlich lebenslang morgens und abends Bepanthen-Augensalbe reintun, damit die Hornhaut nicht wieder austrocknet. Mignon geht es wieder richtig gut! Unglaublich, unser Steh-auf-Dämchen!

 Fotobalken

Taube mit Pfeil in Kopf + Brust in Friedrichhain

640-Pfeil-Taube-1504-23

April 2015 in Friedrichshain:

Taube als lebendiges Zielobjekt für Dartpfeile

„Am 22.04.14 wurde eine Taube (grau mit dunklen Flügelbinden) auf dem U-Bahnhof Warschauer Str. gesehen, der ein Pfeil nahe den Augen quer durch den Kopf geschossen wurde. Ein zweiter Pfeil steckt tief in ihrer Brust. Bei den Pfeilen handelt es sich vermutlich um Dart-Pfeile (mit pinkfarbenem Plastik-Ende), die durch Blasrohre abgeschossen werden. Am U-Bahnhof Warschauer Str. ist es bereits die zweite Taube, die innerhalb kurzer Zeit so angeschossen gesehen wurde. Der unbekannte Schütze nimmt neben seiner tierquälerischen Absicht anscheinend auch das Verletzen von Menschen billigend in Kauf.
2013 konnte eine Taube mit einem solchen Pfeil (ebenfalls mit rosa Pfeilende und durch den Hals geschossen) am Zoo mit viel Mühe eingefangen werden. Ähnliche Fälle wurden und werden auch aus anderen Städten berichtet. Selbst nach gelungenem Einfangen ist eine Rettung nicht immer möglich.
Neben Organverletzungen, die bei jeder Bewegung zusätzlich schmerzen, können Entzündungen die Qual verstärken.

Es gab inzwischen mehrere Versuche, diese Taube einzufangen, leider noch ohne Erfolg.

Die Polizei ist informiert, damit sie ein Auge auf mögliche Schützen hat. Das wird aber nicht ausreichen. Haltet also die Augen offen….

Die Diagnose ist einfach: „gefühlskalt und doof“. Da kann man nur hoffen, dass der oder die Täter gefasst, verurteilt und umerzogen werden kann. Bitte, passt mit auf! RenaLu.

640-Pfeil-Taube-15-04-22

Nachtrag: Wir hatten schon mal eine auf dieselbe Weise verletzte Taube (namens „Rosa“) in unser Freigehege (neben den Katzen) aufgenommen. Sie wurde von den TÄ Lennarz & Koch antibiotisch behandelt und flog 5 Tage später gesund zu ihrem Wohnort in Wilmersdorf zurück. Sie hatte zuvor versucht, sich zu uns und den Katzen an den Frühstückstisch zu setzen – aber das hatten die Katzen nicht gewollt. Ich habe damals dadurch begriffen, dass auch Tauben kontaktfähige und -gierige freundliche, friedliche SOZIALE Mitgeschöpfe sind. Die Taube ist das Symbol des Friedens!

Tierschutz- und Sozialarbeit – ein Projekt

15. 4. 2015: Heute kam eine Anfrage von der Diakoniestation Schöneberg herein. Frau Mai, die dort als Sozialarbeiterin arbeitet, hat uns gefragt, ob es möglich ist, dass wir die Katzenhaltung eines ihrer Klienten mit Futterspenden unterstützen würden. Der Klient, Herr Sch., bekommt Hartz-4. Er ist betreuungsbedürftig, liebt seine beiden Katzen sehr. Die Diakonie besucht ihn 2 x pro Woche und meint, dass damit alles gut geregelt ist. Solche Anfragen erreichen uns öfters. Bisher habe ich meistens darauf geantwortet, dass wir ein Tierschutzverein (mit Bildungsauftrag) sind und nicht Sozialarbeiter.

Wenn man aber in Ruhe über so eine Anfrage nachdenkt, fällt einem dazu ein:

1. Die Idee, Katzen bei pflege- bzw. unterstützungsbedürftigen Menschen unterzubringen, ist nicht neu. Es muss aber gewährleistet sein, dass es den Tieren an ihrem Aufenthaltsort gut geht.

2. Ganz sicher ist es für alle Haustiere besser, wenn sie in kleiner Zahl (1 – 2 Katzen) in einem Privathaushalt leben als wenn sie durch eine sogenannte Katzenwohnung oder eine Tierheimunterbringung mit hohem Erkrankungspotential geschleust werden.

3. Die Bedienung und Kontrolle von solchen Privatwohnungen mit einer oder zwei Katzen (nach dem Muster unserer Pflegestellen)  bedarf des Personals, das zur Belieferung (mit Futter, Streu, Spielsachen), zur Kontrolle und auch zum Einschreiten zur Verfügung stehen muss.  Wenn dafür Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, ist es einfacher für einen Verein, eine Vielzahl an Tieren in Quasi-Pflegestellen zu betreuen als diese bei sich selber in zu großer Zahl auf zu engem Raum unterzubringen und versorgen zu müssen. Die Idee ist also im Hinblick auf Tierschutz nicht so schlecht, auch wenn es sich nicht um aktuell schutzbedürftige Tiere handelt. Ganz klar muss auch sein, wohin die Tiere kommen bzw wie ihr Versorgung bedient wird, wenn der pflegebedürftige Halter plötzlich weg ist. Der Futterspender kann nicht plötzlich zur Übernahme der Katzen genötigt werden.

4. Das ganze Projekt steht und fällt aber mit der Machbarkeit. Diese hängt davon ab, ob

a. sich Spender finden, die das Futter für den jeweiligen Einzelfall bezahlen und bereitstellen.

b. sich Ehrenamtler finden, die das gespendete Futter beim Spender abholen und oder zum Tierhalter (oder zur Diakonie, die ihn versorgt)  bringen wollen.

c. ob eindeutig klar ist, dass die durch solche Projekte entstehende Mehrarbeit möglich ist oder ob sie die vorrangig von uns anvisierte Tierschutzarbeit zu Gunsten von schutzbedürftigen TIEREN behindert.

5. Die Idee ist die der Tafel, die es für solche Zwecke ja schon gibt. Ich weiß aber nicht, ob von ihr auch betreute Wohnungen bedient werden. Falls nicht, wäre zu überlegen, ob das Spektrum sinnvollerweise erweitert werden könnte.

0110-Schmuba3-2014-10-Emile-Roman-Anna-Chris-May

Der Fall Joschi von Dayekh

Gegen den Richterspruch vom 10. 4. 2015 haben die Anwälte des TB Einwände gehabt: Sie behaupten nun,  dass beim Telefonat zwischen Frau Lenz und Frau Dayekh im Oktober 2014, bei dem es um den Verzicht auf den Kater ging, Herr Dayekh, der Eigentümer vom Kater, mit im Raum anwesend gewesen und auch zu hören gewesen sei. Das bestreiten Dayekhs, die sich nun deshalb noch mal vor Gericht mit den TB-Anwälten treffen müssen. Termin ist der 29. 5. 2015 im AG Lichtenberg, 9 h.

Frau Dayekh hat inzwischen einen Antrag auf Mitgliedschaft in unserem Verein eingereicht. Darüber wird unsere MV entscheiden – so wie bei allen anderen Mitgliedschaftsanträgen auch.

ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Am 10. 4. 2015 wird per Richterspruch entschieden, ob das TB die Namen von den derzeitigen Versorgern von Joshi herausgeben müssen. Dabei kam heraus, dass das TB den Eigentümern von Joschi die Kontaktdaten der aktuellen Hüter des Katers herausgeben soll.

Es wäre sinnvoll, wenn sich alle Beteiligten mal an einen Tisch setzen würden, scheint uns.

Inzwischen haben wir über diese webseite erfahren, bei wem Schmusekater Joschi jetzt lebt. Die alten Eigentümer wollen ihren Kater zurück haben, die neuen Gastgeber wollen ihn nicht herausgeben. Wir mischen uns nicht ein sondern warten ab. Frau Noto meint, sie hätte wohl für wahre Katzenfreunde auch den einen oder anderen Schmusekater, der ein schönes neues Zuhause braucht.

Am 6. 3. 2015 ist um 9:30 h im Amtsgericht Lichtenberg der „Fall Joshi von Dayekh“ verhandelt worden.

TigerKatze-1-640 Gesicht

Wer kennt diesen ehemaligen Freigänger-Kater? Er lebt seit dem 19. 10. 2014 als Stubenkater bei neuen Haltern. Wer kennt diese Halter?

Joshi von Dayekh wurde am Samstag, dem 18. 10. 2014 bei einer Frau als vermeintliche Fundkatze abgeholt und angeblich am darauffolgenden Sonntag, dem 19. Oktober 2014, als Stubenkater vom Tierheim Berlin weitervermittelt (lt eigener Auskunft),  obwohl das Tierheim zu diesem Zeitpunkt noch kein  Einverständnis der Eigentümer hatte, denn diese vermissten und suchten nach ihrem in der Nacht von Samstag, dem 18. 10 zu Sonntag, dem 19. 10. 2015 erstmalig nicht nach Hause gekommenen Freigänger.

Wir erinnern uns:

Der Freigänger Joschi von Familie Dayekh, ein 2 Jahre junger, kastrierter und wenige Tage zuvor geimpfter Kater, der für Anfang November einen Termin zum Chippen bei TA Dr. Vöster hatte, war tagsüber zur Nachbarin Z. gegangen und hatte sich dort anfüttern lassen. Abends kam er regelmäßig wieder nach Hause und fraß da dann noch mal. (So sah er auch aus!) Die wenig katzenkundige Nachbarin Z. hielt den Kater angeblich für eine Straßenkatze (bzw. einen entlaufenen Kater = Fundkatze). Hatte sie nicht bemerkt, dass er jeden Abend nach nebenan zu seiner Familie nach Hause ging? Als ihr das Futter ausging, rief sie erst uns an mit Bitte um eine Futterspende von uns für Joshi.

Wir haben uns diesen angeblichen Fundkater angeguckt (und ihn für die fotografiert!) und kamen zu der Meinung, dass dieser Kater ein gutes Zuhause hat und dort ausreichend gefüttert wird,  so dass Frau Z. ihn nicht füttern muß. Deshalb haben wir ihr kein Futter gegeben.  Unsere Weigerung, Frau Z. Futter für den Kater zu geben, führte dazu, dass die Dame das Tierheim anrief, behauptete, sie habe eine Fundkatze und dort darum bat, dass sie kommen um diesen Kater abzuholen.

Es kam auch sofort (samtags) ein Mitarbeiter vom TB, der den Kater in den Räumen der Nachbarin auf den Arm nahm, ihn in die Transportbox steckte und ins Tierheim brachte. Man sollte von einer Fachkraft des TB erwarten können, dass dieses geschulte Fachpersonal einen gut versorgten Schmusekater von einem unversorgten Kater unterscheiden können sollte. Von dort wurde er – laut Auskunft des TB – am Folgetag als reine Wohnungskatze vermittelt.

Die Nacht von Samstag auf Sonntag war die erste Nacht, die der Joshi nicht nach Hause kam. Sonntags  ging das Suchen los. Es wurden Zettel an die Bäume gepinnt. Im TB ging keiner ans Telefon. Montags auch nicht, dann ist da zu. Dienstags erhielt Frau Dayekh die Auskunft im TB: Es ist kein Kater aus Wilmersdorf, auf den die Beschreibung passt, reingekommen. Mittwochs findet sie ihn auf unserer webseite und ruft bei mir an. Sie sagt, sie will den kater zurückhaben, wo sie ihn abholen kann. Ich gebe ihr die Telefonnummer von unsere Mitarbeiterin A., die sich um diesen Fall kümmert. Sie erfährt von Frau A., dass ihr Kater am vergangenen Samstag in die Sammelstelle vom TB aufgenommen wurde – und auch den Namen des Mitarbeiters, der ihn bei der Nachbarin abgeholt hat.

Donnerstags rief Frau Dayekh um 8 h  in der Sammelstelle an und erhielt sie vom TB die Auskunft, dass kein grauer Tiger am Samstag, 18. 10. 14 von der Tiersammelstelle aufgenommen worden sei.

Sie bekommt aber eine Telefonnummer, bei der sie noch mal anrufen und nachfragen soll. Diese Nummer gehört Frau Lenz, einer „Tierschutzberaterin“.  Von der erfährt sie dann später, dass der Joshi doch am Samstag bei der Nachbarin Z. (einer verwirrten, alten, kranken Frau – das hätte der Mitarbeiter vom TB, der den Kater dort abgeholt hat, auch merken können) abgeholt worden und aufgenommen worden war war und am darauffolgenden Sonntag bereits weitervermittelt worden ist. Er sei dort gut untergebracht und sie solle ihn dort lassen, wurde ihr geraten.

Dieser Kater ist also vom TB zu einem Zeitpunkt vermittelt worden, zu dem der Kater dem TB laut Gesetz nicht gehörte, denn das TB war nur mittelbarer Eigentümer. Eine Erlaubnis vom Eigentümer, nämlich Herrn Dayekh lag dem TB nicht vor.

Wenn Frau Dayekh ihn zurück haben wolle, solle sie die Kosten fürs Chippen und für das Impfen übernehmen (der Kater hätte nicht noch mal geimpft werden dürfen, denn er war nur wenige Tage zuvor von Dayekhs Tierarzt Dr. Vöster geimpft worden!), alles in allem so ca 60.- €. Das fand Frau Dayekh unverschämt: erst klauen sie ihr den Kater, dann wird er zu seinem Schaden doppelt geimpft und dann soll sie das auch noch bezahlen um ihn zurückzubekommen!  Dieser Umgang mit ihr als Berliner Katzenhalterin hat sie mächtig empört. Sie hat also nicht sofort zu allem ja gesagt.

Dann wurde sie von Frau Lenz bequatscht (Titel: Tierschutzberaterin im TB, sagt Frau Dayekh) den Kater im neuen Zuhause zu lassen, weil er es dort besser hätte als bei ihnen. Da Frau Dayekh mit Leib und Seele Katzenfrau ist, war ein Teil von ihr geneigt, Frau Lenz zu glauben – allein, sie hätte sich lieber selbst davon überzeugt. Denn einen Freigänger in eine Wohnung ohne Auslauf zu sperren, das geht nicht immer gut. Und was würde mit ihm passieren, wenn er die Tapeten zerkratzt oder die Wände anpinkelt? Als verantwortungsbewusste Katzenmutter überlegte sie, was sie noch für ihren Kater tun konnte, wenn das TB nicht bereit wäre, ihn zurückzugeben. Sie überlegte, ob sie anbieten soll, dass sie Joshi vom neuen Halter zurückzunehmen würde, falls er dort pinkelt und markiert (was normales Verhalten für einen Freigänger ist) und tat das dann auch. (Hier erinnern wir uns an den Augsburger Kreidekreis!)

Dann tagte bei Dayekhs der Familienrat und beschloss: alle wollen den Kater zurückhaben.

Am Freitag luchste ihr dann aber Frau Lenz aus der Katzenabteilung des TB eine Verzichtserklärung auf den Kater ab (was im TB immer sofort geschieht), die wegen der Technik und wegen ihres Widerstrebens sehr seltsam geriet und deren juristischer Wert mehr als fragwürdig ist. Die gemailte, verunglückte Verzichtserklärung war aber lesbar gewesen und wurde deshalb am übernächsten Tag der Klarheit halber schriftlich von Fr. Dayekh widerrufen.

Der Kater wurde trotzdem nicht vom Tierheim aus der neuen Unterbringung zurückgeholt und an seine Eigentümer zurückgegeben. Das versteht kein Mensch.

Die Spielregeln, nach denen das TB spielt, sind vielen Menschen unklar. Zu klären wäre u. a. wohl auch, ob das Tierheim Berlin gegen seine eigenen in der Satzung und in der Geschäftsordnung aufgestellten Spielregeln verstoßen darf  oder ob der TVB bei der Nichterfüllung von Satzungsinhalten seine Satzung ändern muss, wenn er seine Gemeinnützigkeit nicht verlieren will – so wie alle andere gemeinnützige und eingetragene Vereine auch, wenn sie nicht tun, was sie sagen. Denn nach der offiziellen, derzeitig gültigen Geschäftsordnung des TVB hätte der Kater mindestens 3 Tage lang vor der Weitergabe im Tierheim festgehalten werden müssen. Mir ist – abgesehen davon – unbekannt, ob die Rückgabe von Katzen an ihre Halter überhaupt zu den in der Satzung dieses Tierschutzvereins festgelegten Aktivitäten gehört. Aber das kann man ja nachlesen.

Dayekhs sahen sich nun aufgrund der Weigerung des TVB den Kater herauszugeben, genötigt, einen Anwalt zu nehmen und auf Herausgabe ihrer Katze zu klagen.

—–  So viel erst mal, diese Geschichte ist noch in Arbeit ———–

0110-Schmuba3-2014-10-Emile-Roman-Anna-Chris-May

Am  6. 3. 2015 wurde der Fall „Joschi“ vor dem AG Lichtenberg verhandelt. Mit folgendem Ergebnis:

Die Richterin hat in der Verhandlung geurteilt, dass der Kater vom TVB nicht an seine Eigentümer zurückgegeben werden muss, weil es ihn nicht mehr hat. Die anwesende Presse hat sich aufgeregt und gemeint, das würde der Hehlerei Vorschub leisten, denn dann kann ja jeder alles weitergeben ohne dafür haftbar gemacht zu werden. Dass das TB zu keinem Zeitpunkt Eigentümer von Joshi war (abgesehen von dem Zeitraum vom 24. – 26. 10. 14, also von der Verzichtserklärung bis zu ihrem Widerruf – in diesem Zeitraum hat das TB aber in dieser Sache überhaupt nichts getan) und ganz sicher nicht zum Zeitpunkt seiner Veräußerung, blieb unbeachtet.

Dann wollte die Richterin von Dayekhs Anwältin wissen, wie es denn nun weitergehen solle. Daraufhin zog die Anwältin von Familie D. die Forderung auf Herausgabe des Katers zurück (was wir gar nicht verstehen können, denn sie schien ja hier für die Gegenseite zu arbeiten) und forderte die Herausgabe der Personalien der aktuellen Unterbringung von Joshi, was das TB bereits zuvor aus Datenschutzgründen abgelehnt hatte. (Das ist völlig unsinnig, denn diesen Leuten gehört der Kater ja nicht, denn das Tierheim war ja zum Zeitpunkt seines Verkaufs nicht sein Eigentümer!) Die Juristen, mit denen wir gesprochen haben um diese ganze Angelegenheit besser verstehen zu können, können weder den Richterspruch noch die Rücknahme der Herausgabe der Katze durch die Anwältin verstehen. Also behalten wir dies alles unverstanden im Sinn.

Die Anwälte vom Tierheim Berlin / TVB  hatten behauptet, dass sie aus datenschutzrechtlichen Gründen den Namen des neuen Halters nicht bekanntgeben dürfen. Deshalb waren die derzeitigen Pfleger von Joshi beim Prozess auch nicht zugegen und konnten vom Gericht nicht befragt werden.  Möglicherweise wissen sie nichts davon, dass die Eigentümer von Joshi ihren Kater zurückhaben wollen – vor allem der Mann und die Kinder. Wir meinen, die derzeitigen Betreuer/Bediener von Joshi hätten vom Gericht geladen und gehört werden sollen, so dass eine einvernehmliche Lösung hätte gefunden werden können – oder mindestens damit Familie Dayekh selbst sehen könnte,  dass ihr Kater jetzt in guten Händen ist und auch als Ex-Freigänger seiner neuen Familie kein Probleme macht wie z. B. urinmarkieren oder Türrahmen und Wände kratzen. Es wäre auch allen wohler gewesen, wenn der Kater vorgezeigt worden wäre, denn dann wäre sichtbar  und sicher gewesen, dass er nicht ausgesetzt worden ist.

In der Logik dieses Richterspruches kann einer, der etwas weitergibt, das ihm nicht gehört, zur Wiederbeschaffung und Rückgabe nicht gezwungen werden, weil „es ja schon weg ist“. Was ist das denn für eine Logik?

Unerwähnt blieb bei der Gerichtsverhandlung, dass im Gesetz (betr. Fundsachen) steht, dass jede gefundene Sache nach ihrer Auffindung noch 6 Monate dem gehört, der sie verloren hat und nicht dem Finder. Der Finder ist nur mittelbarer Eigentümer solange der Verlierer nicht bekannt ist.  Das gilt auch für Katzen (siehe entsprechende Seite beim Tierfang Lichtenberg, dem Fundbüro für Berliner Haustiere, wo alle gefundenen Tiere gemeldet werden müssen und innerhalb der 6-Monatsfrist zurückgegeben werden müssen, wenn sich ihr Besitzer findet und sie zurückhaben möchte). Der mittelbare Eigentümer muss. so steht es im Gesetz, eine Sache, die er weitergegeben hat, wieder zurückholen und zurückgeben sobald der Eigentümer bekannt ist und sie zurückhaben möchte. Unsere beratende Juristin meint, dass Herumtrixen zwecks Vermeidung der Rückgabe sittenwidrig ist.

Unten der Artikel von heute aus der BZ:

 BZ-150306-Fam-Dayekh ist traurig

Balken-No-3-Mitglieder-800

Die Terminologie in diesem Artikel ist nicht ganz richtig – und falsche Bezeichnungen können für Tiere jetzt und noch mehr in Zukunft schreckliche Folgen haben.

Die Behörden / Fachleute / Juristen unterscheiden bei Katzen, die draußen herumlaufen, folgende Kategorien:

Wohnungskatzen – sind Tiere, die nur drinnen leben.  Wenn sie irrtümlich ins Freie geraten und sich dort verstecken oder verlaufen, bewegen sie sich meist im unvertrauten Gelände scheu und defensiv. Nachts, wenn es ruhig ist, kommen sie zurück oder sie wandern auf der Suche nach Nahrung weiter, wenn sie zu Hause nicht rein können. (Wohnungskatzen müssen unbedingt gekennzeichnet werden, denn 50 % von ihnen geraten durch Zufall oder weil sie schlau sind  mal weg oder sie fallen raus!!)

Freigänger – d. h. Katzen, die drinnen wohnen und nach draußen spazieren gehen. Sie haben ein Zuhause und gehen raus und rein, meistens weil die Halter das für artgerechte Tierhaltung halten.

Fundkatzen – d. h. weggelaufene Stubenkatzen oder Freigänger, die zum Nachbarn oder anderen menschen gehen und sich streicheln + füttern lassen.

Straßenkatzen  – d. h. Katzen, die draußen geboren oder schon lange draußen sind und sich daran gewöhnt haben und mehr oder weniger verwildert und scheu sind, auch volkstümlich „Streuner“ genannt.

Wildkatzen – die es bei uns gar nicht gibt. Wir haben hier nur verwilderte Katzen, die möglicherweise auch schon draußen geboren wurden.

Geklaute Katzen – das sind alle Katzen, die sich jemand aneignet, dem sie nicht gehören. Also zum Beispiel ein Nachbar, der seinem Nachbarn die Katze wegfüttert (wie in diesem Fall) – oder einer, der eine Katze aufnimmt und die Aufnahme nicht beim Tierfang in Lichtenberg meldet. Die Unterschlagung von Fundsachen , also auch die Aufnahme einer fremden Katze, die dem Fundamt nicht als gefundene gemeldet wird, ist laut Gesetz strafbar und wird im Verhandlungsfall selbstverständlich mit Herausgabe der Katze und mit Geldstrafen geahndet.

Die Verwechselung dieser Kategorien kann für die Katze (und ihren Halter) fatal sein. Aber leider weiß kaum jemand darüber bescheid, weil es erst dann von eigenem Interesse ist, wenn man selber betroffen ist.

Die EU betreibt jetzt auch noch die Änderung von Gesetzen zwecks Vereinheitlichung innerhalb der EU, so dass EU-weit alle Katzen, die sich draußen bewegen, in Wildkatzen umbenannt werden. Mit allen Konsequenzen. Auch tödlichen.

——————————————————————

Joschi von Dayekh war kein Streuner sondern ein teilweise geklauter Freigänger, der tagsüber bei der Nachbarin zu Besuch gegangen und jeden Abend wieder nach Hause gekommen ist. Deshalb haben seine Halter ihn auch nicht vermisst und deshalb sind sie nicht auf die Idee gekommen, dass jemand ihren Kater „gefunden“,  für einen armen Straßenkater ohne Zuhause gehalten und dann als „Fundkatze“ vom Tierheim hat abholen lassen.

Familie Dayekh, das sind ganz normale Menschen, die sich nun Sorgen um ihre Katze machen. Sie denken darüber nach, was mit ihrem Kater, der sein Leben lang Freigang gewöhnt war, passiert, wenn er nun in einer Wohnung eingesperrt anfängt zu pinkeln oder mit Harnmarkieren stört. Dayeckhs würden ihn dann wieder zurücknehmen (was selten ein Katzenbesitzer anbietet!), sie können es aber den neuen Haltern nicht sagen, weil das Tierheim dessen Namen nicht herausgeben will.

Dayekhs machen sich nun Sorgen, ob ihr Kater die beiden kurz nacheinander erfolgten Impfungen ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen überstanden hat, ob er noch lebt? Sie wären vermutlich durchaus großherzig genug, den Kater in einem guten neuen Zuhause zu belassen, wenn sie sich davon überzeugen könnten, dass es auch an dem so ist.

Alle vernünftigen, menschlich nachvollziehbaren und dem Interesse des Tieres dienenden Verhaltensweisen kommen aber nicht zum Tragen, weil das Tierheim nicht will – und das Gericht anscheinend auch nicht. Und weil die Anwältin von Fam D. offenbar mehr gegen ihre Mandanten arbeitet anstatt für sie – obwohl sie, wie wir von anderer Seite hörten, es besser gewusst hat. Alles irgendwie seltsam.

Dies bleibt wohl so, solange sich niemand findet, der kompetent und beherzt ist und der gegen solchen Umgang mit Berliner Katzenhaltern und ihren Tieren etwas ausrichten kann und will, vielleicht weil er ihm ganz gewaltig stinkt.

GANZ KLAR muss sein, dass der Verlust einer Katze keine Lappalie für deren Halter ist sondern oftmals ein traumatisches Erlebnis, das schwere Erkrankungen nach sich ziehen kann. Mithin ist der Diebstahl einer Katze auch kein Kavaliersdelikt.

Was leider auch wahr ist, das ist, dass viele Katzenhalter wenig mit Katzenwissen ausgestattet und naiv im Umgang mit der Welt sind und deshalb nur unzureichend für die Sicherheit ihrer Katzen – und auch ihre eigene – sorgen können.

2-Menschbal2013-07-Lu-Ros-Chris-Buddha-Nor-Tim

Bevor wir aber zu viel Zeit mit dem Nachdenken über das Verhalten von anderen verbringen, an dem wir sowieso nichts ändern können, müssen wir uns darüber klar sein, was wir selber tun können und wollen, bevor uns ein Tier entläuft:

Grundsätzlich gilt bei Katzen das, was unser Tierarzt immer wieder sagt: „Man kann gar nicht so dumm denken wie es dann kommt.“ Deshalb:

1. Unser Tier vor dem Verschwinden

chippen oder tätowieren – und wenn ja, in welchem Alter?

siehe im Internet und hier: Chippen oder Tätowieren

– oder reicht Halsband mit Anschrift? – nur für die wohlmeinende Nachbarschaft!

2. Katze gefunden – was tun?

2.1. Unbedingt zuerst mit einem Halsband mit Brief an den Halter im Container versehen mit der Bitte um Anruf! Alle Nachbarn befragen, auch auf die warten, die gerade nicht da sind. Dann die Katze wieder raus lassen um zu sehen, ob sie nach Hause geht.

2.2. Mit der Katze zum Tierarzt gehen und dort auf Kennzeichnung / Chip untersuchen lassen.

2.3. Zettel an die Bäume im Kiez pinnen mit Foto von der Katze und eigener Telefonnummer.

2.4. Katze als unbekannten Neuankömmling in Internetportalen ausstellen.

2. 5. Im Fall, dass Sie die Katze bei sich reinholen: Beim Tierfang als Fundkatze anmelden (mit Foto, Fundort und Funddatum!) und / oder per Zeitungsanzeige den Fund bekanntgeben. (Bundesgebiet)

Thiamazolsalbe – Anwendung

Wir hatten voriges Jahr große Probleme mit Püppi, einer damals 17 Jahre alten Katze, die sehr schwach wurde, erbrach und schließlich beim Laufen umkippte. Die Untersuchung bei Dr. Schrey ergab, dass sie zu viel Thiamazolsalbe (gegen ihre Schilddrüsenüberfunktion) von mir ins Ohr bekommen hatte. Dadurch entstand eine Symptomatik wie bei einer sehr starken Schilddrüsenunterfunktion, die Katze war vergiftet. Sie hatte Durchfall, erbrach, fraß kaum noch was und taumelte.

640-2015-01-Puepi+Tim

Wir haben daraufhin die Salbe einige Tage ganz weggelassen, dadurch kam es wieder zu einer horrenden Überfunktion, die Katze zitterte, war enorm hektisch und überaktiv, beinahe schlaflos, sie fraß zwar wieder, nahm aber trotzdem ab.

Wir haben die Salbe nun wieder gegeben, aber anders angewendet als zuvor. Wir haben nun die halbe Menge, also 0,05 statt 0,1 ml 2 x tgl ins Ohr geschmiert – und wir haben auch 2 x nacheinander dasselbe Ohr genommen, damit keine Überlappung durch noch unaufgebrauchte Salbenreste in beiden Ohren vorhanden sein konnte. Also z.B.: an dem einen Tag war das rechte Ohr morgens und abends dran, am nächsten Tag das linke, am übernächsten wieder das rechte. Wir haben auch darauf verzichtet, die Salbenreste, die nach der Verabreichung noch am Handschuh klebten, in das saubere Ohr zu tun.

Mit dieser Anwendung war der Katze unübersehbar nicht geholfen, der T4-Wert betrug noch immer 12 – 13 statt maximal  5.

Dann verschwand unser Tierarzt, wir gingen zu Dr. vom Hove, der in seiner Praxis selber Thiamazolsalbe herstellt. Er meinte, dass der Zustand von Püppi darauf zurückzuführen sein kann, dass die Salbe, die wir in Benutzung hatten, unzureichend  gerührt worden ist, also schlecht durchmischt, so dass manche Teile zu viel und manche zu wenig Wirkstoff enthalten. Wir sollte seine selbstgemachte Salbe kaufen und ausprobieren. Das taten wir dann auch und erlebten, dass die Katze mit der Dosierung von 0,08 ml morgens und abends hervorragend eingestellt war und sich komplett erholt hat. Püppi wird dieses Jahr 18, ist der Liebling von allen, schmust, spielt, kommuniziert mit allen Menschen und freut sich bei gutem Appetit und guter Verdauung ihres Lebens.

Allerdings kostet und das Leben von Püppi nun 1000.- € pro Jahr anstatt 50 €.

unten: Püppi mit Chris 2015

640-2014-4-Pueppi-Chris-DSC05319

12. 4. 2015: Und wieder Probleme mit Püppis Zustand und ihren Schilddrüsenwerten: Die Werte sind zu hoch. Und sie sind noch mehr angestiegen obwohl wir die menge an Salbe ins Ohr von 0,1 auf 0,15 ml erhöht haben. Es kommt uns so vor als ob die Haut im Ohr die Menge an Salbe im Ohr nicht mehr ganz aufnehmen kann, weil es zu viel ist. Deshalb bekommt Püppi nun zusätzlich 1/2 Carbimazol morgens und abends. Damit scheint es ihr besser zu gehen. Die Pupillen sind nicht mehr so groß, die Katze ist nicht mehr so rappelig, das Näschen ist wieder kräftig rosafarben und sie interessiert sich auch wieder für Futter.

Heidis Beerdigung ist am 2. 3. 15 um 13 h

640te-Heidi-Dorle-2007-Trauer-2015

Heidis Beerdigung findet statt am Montag, den 2. 3. 2015 um 13 h auf dem Alten Apostelfriedhof in Schöneberg, Kolonnenstr. 24 – 25. In der Kapelle ist eine halbstündige Trauerfeier geplant. Es ist sinnvoll, sich zusätzlich zu einem Blumenstrauss fürs Grab mit einer Spende an den Beerdigungskosten zu beteiligen.

Unser Verein übernimmt die Kosten für den mittleren Blumenschmuck vom Sarg mit einer Schleife, auf der zu lesen sein wird: von deiner Familie und deinen Freunden.

Insgesamt ist dieses Lehrstück so lehrreich, dass wir nun wissen, worauf wir vor unserer eigenen Beerdigung achten müssen! Vor allem darauf, dass ein von uns selber Bestellter und Beauftragter vor der Behörde in unserer Wohnung ist.

Schmusebalken-2014-best

Trächtige Katze aus Köpenik

noch 22. 2.: Unser nächstes „Katzentreffen“ wird am 15. 3. 2015 beim veganen Inder „Satyam“ in der Goethestr. 5 in 10623 Charlottenburg ab 14 h stattfinden.

22. 2. 2015: Die trächtige Katze aus Köpenik ist inzwischen abgetaucht und wurde nicht mehr gesehen. Dafür  ist die hübsche Mutter von O’Lympy wieder an dem Erdloch aufgetaucht, in dem sie den letzten Wurf auch zur Welt gebracht hat. Sie hockt jetzt da, wo wir vorher O’Lympi bespielt haben. Ob ein Rankommen ist, das wissen wir noch nicht. Man kann ja auch nicht eine Mutter nach dem Werfen einfangen, wenn man nicht an den Wurf drankommt – und der liegt eben schlecht erreichbar unterirdisch unter einer Hütte in so einer Art Fuchsbau.

17. 2. 2015: Eine trächtige Katze aus Köpenik, die offenbar keinen Besitzer hat, braucht dringend vorübergehendes PRIVATES Zuhause bei katzenerfahrenen Menschen, die jetzt gerade keine Katze(n) haben.

Die Katze soll dort werfen, alle Katzen sollen von dort aus vermittelt werden. Renate, Tel. 323 98 16

640-Sheela+Pueppi-01

Heidi ist vorgestern gestorben

… und alle sagen zuerst: Sie und ihr Pudel Carlo fehlen uns so in den Strassen vom Kiez!

12. 2. 2015:

im Gedenken an Heidi

am 12. 2. 2015:

… alle sagen zuerst: „Heidi und ihr Pudel Carlo fehlen uns so in den Strassen vom Kiez!“

 Ja, so geht es mir auch: Die Lewishamstrasse, die Dahlmannstrasse ohne Heidi: Hier um die Häuser zu gehen ohne Heidi und ihren Pudel Carlo beim Hundespaziergang zu treffen, das geht einfach nicht. Es fehlt spürbar so viel: ihr Lachen, ihr Humor, die echte Wärme, die Anteilnahme, die Freundlichkeit und der immer klare Blick auf die Gegebenheiten im Kiez! So viel Spaß am Leben, so viel Feuer, so viel leidenschaftliches Engagement für alles Gute, so viel Freude am Arbeiten, am Klucken, am Feiern, so viel empathische Neugier auf andere: immer ein offenes Ohr für alle Nöte! Und Durchsetzungskraft! Heidi, die Autorität im Kiez, der streitbare Geist: ganze 42 kg schwer, konnte sie dreimal so schwere gestandene Männer „umpusten“, wenn sie „was Anderes“ wollten als Heidi richtig fand.

Heidi, die Feine: Äußerlich fein gewandet war sie, denn sie legte Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Und auch von innen war sie ein „feiner Mensch“: Wenn sie geärgert wurde, konnte sie kurz mal heftig explodieren und schimpfen wie ein Rohrspatz. Sie war aber, auch wenn sie verärgert und wütend war,  niemals verletzend sondern mehr „pädagogisch“ und geistig vorauseilend auf die Lösung des Konflikts bedacht.

Heidi die Kämpferin: sie hat mit Ausdauer und Umsicht dabei geholfen, dass ihre Lebensgefährtin Anita ihren Vormund wieder losgeworden ist.

So ein starker, liebenswerter und jederzeit hilfsbereiter Mensch, ein guter Geist, eine liebevolle Seele hat sich beizeiten davon gemacht. Schade für uns …. Heidi war nicht das, was manche abschätzig einen „Gutmenschen“ nennen, sondern sie war einfach ein guter Mensch: immer sofort dabei, wenn es um die gute Sache in ihrem Kiez ging. So hat sie auch ganz selbstverständlich mehr als 11 Jahre lang als Fördermitglied und lange Jahre lang auch aktiv als Catsitterin in unserem Charlottenburger Katzenheim unseren Verein unterstützt – und ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass sie niemals vergessen hat, ihren Mitgliedsbeitrag zu bezahlen.

Wer war Heidi? Sie war Heidi! Nie hat sie etwas getan, was sie nicht selber wollte. Gegen jede Vernunft hat sie geraucht wie ein Schlot, jeden Tag selbst gekocht und viel und reichlich gegessen, natürlich alles, was dick macht – beneidenswerterweise ohne zuzunehmen. Und natürlich hat sie gegen unser aller Rat einen jungen Pudel vom Züchter als Nachfolger vom verstorbenen alten Pudel gewählt – statt einen alten vom Tierschutz.

Heidi war eben Heidi und hat sich niemals reinreden lassen. Vielleicht war das der Grund für ihre unbändige und durch fast nichts zu erschütternde gute Laune und Lebensfreude.

Heidi, ich hätte wirklich gern mehr Zeit für dich gehabt und mit dir verbracht!   RenaLu

Unten: Heidi 2007 auf Danys Geburtstag mit deren Hund „Dorle“

640te-Heidi-Dorle-2007-Trauer-2015

 2014-07-Babs+Heidi-MV-A

oben : Bärbel und Heidi auf unserem Sommerfest 2014

unten: immer gern mittenmang (2014)

640-2014-08-17-MV 030

Fotobalken