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Huhu, ich bin wieder da..

 

  1. Die schwarze Katze, die uns am vergangenen Mittwoch zugelaufen war, ist ein kastrierter, gechipter Kater namens Nero. Er ist jetzt wieder zu Hause. Da haben alle alles richtig gemacht. Danke an alle Beteiligten, vor allem auch an Tierarzt Hellwig.
  2. Unser Kater Beau in Baden-Baden ist ohne vorherigen diagnostischen Nachweis einer unheilbaren Erkrankung von einem (Not-)Tierarzt bei Erstbegegnung zu Hause eingeschläfert worden. Das gefällt uns nicht. Es passiert aber immer wieder und erinnert mich an ähnliche fragwürdige Erlebnisse. Viele Halter schätzen eine Verhaltensänderung ihres Tiers falsch ein und rufen deshalb einen Nottierarzt herbei. Wir raten deshalb dazu, niemals überstürzt Nottierärzte ins eigene Heim zu bestellen sondern v.a. auch nachts und am Wochenende abzuwarten bis der Haustierarzt, der das Tier kennt,  wieder erreichbar ist.
  3. Besonders perfide finden wir den „Erlösungstrick“ von Not-Tierärzten. Der geht so:  Der NTA behauptet, dass die Katze, die er noch nie gesehen hat und gar nicht kennt,  unheilbar krank wäre (ohne diagnostschen Nachweis!) und sofort „erlöst“ werden muss. Wenn der Halter nicht sofort einverstanden ist, behauptet der NTA, dass der Halter sich laut Tierschutzgesetz strafbar macht, wenn er die „Erlösung des schwer leidenden Tiers“ durch den anwesenden Nottierarzt nicht sofort gestattet. Das stimmt so eher meistens nicht. Es dient oft nur dem Erwerb vom schnellen Euro durch einen TA, der den Weg / Hausbesuch nicht ohne ordentliche Vergütung gemacht haben will und der meistens ausser der „Erlösungsspritze“ weder diagnostische Möglichkeiten noch therapeutische Mittel in seiner Tasche bei sich hat. Wir haben schon die tollsten diagnostischen Begründungen für solches Vorgehen gehört und gesehen. Sehr oft wird behauptet, die Katze verhalte sich „so merkwürdig“ oder „anders“, weil sie an einem Tumor leiden würde. Der unbedarfte Halter, dem das von eiem Tierarzt gesagt wird, steht sofort unter Schock, kann nicht mehr denken, ist wehrlos und kann mühelos überfahren und abgezockt werden. Der frechste Fall von „Tumor“, den wir miterlebt haben, sah so aus, dass die herbeigerufene Nottierärztin einen „Tumor“ im Nasengang diagnostiziert hatte, der sich bei genauerem Hinsehen als ein Stückchen Holzstreu erwies. Die geschockten Halter haben sich bei dieser falschen Diagnose immerhin 600 € abknöpfen lassen, aber zum Glück wurde der Kater nicht sofort eingeschläfert. Falls die Halter so vor Schreck erstarrt sind, dass sie die Euthanasie nicht verhindern können., sollten sie auf jeden Fall die tote Katze bei sich behalten zwecks anschließender Obduktion – falls sie nach dem Ende der Schockstarre wissen wollen, woran ihr Tier gelitten hat. Sonst lernen sie nichts dazu. Immer ist auch ratsam, einen Nottierarzt nicht in die eigene Wohnung und zu einem möglicherweise kranken Tier zu lassen, wenn man dem allein und ohne eigene kompetente Hilfe (also Jurist oder Tiermedizinkenner) ausgesetzt ist.
  4. Die Themen Tierhaltung und Tierärzte sind vielschichtig. Wir wissen noch nicht, was wir tun können um die neue Lage mit den enorm gestiegenen Tierarztkosten zu entschärfen, denken aber darüber nach. Es wird sicher die ganze Katzenhaltung verändern. Sicherlich wäre es sinnvoll, wenn wir Halter (in Berlin) beraten dürfen, die mit ihrer Katze zu einem TA gehen wollen oder meinen, es zu müssen. Denn hier kennen wir uns noch ganz gut aus.