In Planung: weitere Entgrünung der Innenstadt

Leserbrief am 12. 2. 2019 von Jenny Schon an den Tagesspiegel (der hat das aber nicht gedruckt – was mich nicht wundert, denn diese Zeitung ist m. E. schon lange nicht mehr, was sie mal war):

Betreff:  Architekt Müllers Einlassung zu den Kleingärten in Berlin vom 9. 2. 2019 im Tagesspiegel, Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

den Irrsinn der Vernichtung von Kleingärten sieht man in der Wiesbadener Straße in Schmargendorf. Schon im 2. Jahr sind die Kleingärten in der Kolonie Wiesbaden verschwunden, eine Brache ist entstanden. Die gleiche Flächengröße nimmt der gegenüberliegende Parkplatz von Edeka ein für 50 Autos, die tags schön in der Landschaft stehen, für Autos, die ein auslaufendes Modell sein werden! Nachts ist das Areal ungenutzt. Was könnten da für herrliche Wohnungen drübergebaut werden auf Pfeilern z.B. – für bestimmt 100 Menschen und Kinder in Wohnungen, die 50 Jahre Bestand haben könnten. Als nächstes soll die Cornelsenwiese dran glauben, Erholungsort auch für Tausende von Menschen und Kinder der nahen Schlangenbaderautobahnüberbauung, (ein atmendes Biotop für Menschen, Tiere und Pflanzen, Anm. der Stadtkatze renalu) . Schauen Sie sich den Irrsinn doch mal an!

Gruß Jenny Schon,     MABI Cornelsenwiese

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Anmerkung: die Begrünung hinter Jenny wächst in Kübeln, die wir vor der Tür auf den Bürgersteig gestellt haben. Aus ästhetischen und aus Umweltgründen. Unser kleiner Beitrag dazu, die Innenstadt vor Aufheizung zu bewahren. Jedes Blatt und jeder Grashalm zählt!

 

Dreifarbiger Kater „Lucien“ nicht heimgekehrt

11. 2. 2019 Lucien (Foto unten) wohnt in unserer Nachbarschaft in der Albrecht-Achillesstrasse in Charlottenburg-Wilmersdorf (Ku’Damm nahe Adenauerplatz). Der Freigänger ist laut Auskunft seines Frauchens am 8. 2. 2019 zusammen mit einem befreundeten Fuchs losgezogen und seitdem nicht nach Hause zurückgekehrt. Er läuft seit Jahren frei und kennt sehr viele Menschen und Tiere hier in der Nähe. Bitte, rufen Sie uns an, wenn Sie ihn sehen oder finden. Tel. 323 98 16 oder email an die Halterin:   ffoois@aol.com

 

 

Ankommen…

und wohlfühlen: Tigerchen

Caruso:

Mimi:

und Anna B:

Jahresbericht 2018

Liebe Leser, Freunde und Mitglieder,

wir haben heute die ersten Jahresberichte unserer Pflegestellen für 2018 auf dieser Webseite eingestellt. Und zwar wie immer unter „über uns/ Geschäfts- und Finanzberichte“. Der Finanzbericht 2018 folgt in Kürze. Die Spendenquittungen gehen nächsten Montag raus.

Auf vielfache Aufforderung hin habe ich nun auch damit angefangen, unsere Webseite auszumisten, d.h. zu aktualisieren. Allerdings muss ich diese Arbeit hintenan stellen, da wir vorher noch Abgabe-Termine für Büroarbeit haben. Und längeres „PC-Hocken“ bekommt mir auch nicht mehr.

Wir haben auch wieder einige neue (Förder-)Mitglieder gewonnen. Herzlich willkommen!

Einige bisherige gesetzliche Grundlagen im Tierschutz

                                                                        Fundkater „Emil“: Copyright: Marketa Klapa, 2018

Liebe Leser,

in dem Maße wie wir seitens der Behörden an  praktischer Tierschutzarbeit gehindert werden, bekommen wir Zeit dazu, uns und andere theoretisch weiterzubilden. Wir kümmern wir uns nun also mehr um Katzenheilkunde und um die Erweiterungen und Ergänzungen von Gesetzen, mit denen Tierschutz geregelt werden soll im Hinblick auf ihre Ziele, ihren Sinn und Wert für Tiere und ihre Halter.

Ich möchte vorab noch einmal an einige gesetzliche Grundlagen im Tierschutz erinnern:

  1. Ein gefundenes Tier ist juristische eine Fundsache. Fundsachen dürfen nicht einfach so einkassiert werden, sondern gefundene Tiere müssen bei einer dafür zuständigen Behörde gemeldet werden. In Berlin ist das für ganz Berlin der sog. „Tierfang“ im Bezirksamt Lichtenberg. Wer ein gefundenes Tier dort nicht meldet, begeht eine Straftat namens Fundunterschlagung. Auch dann, wenn er „nur“ nicht weiß, dass ein gefundenes Tier gemeldet werden muss, kann er dafür belangt werden. Das gilt auch für ortsunkundige Personen jedweder Herkunft. Der Grund dafür ist, dass ein Tierhalter, der sein Tier liebt, erheblich leidet, wenn es ihm abhanden gekommen ist. Wenn ein Halter sein Tier kennzeichnen (chippen) lässt, ist es sehr wahrscheinlich, dass ihm sein Tier viel bedeutet und dass er sich gegen seinen Verlust zu schützen versucht. Er macht damit auch seinem Bereitschaft zur Sorge für das Tier kenntlich. Es gibt nur sehr wenige Halter und Tierärzte, die ihr Tier haben chippen/ kennzeichnen lassen und dann vergessen haben, es bei Tasso anzumelden. Dann stehen sie als Halten nicht im Register, weshalb ihnen  das Tier nach seiner Auffindung nicht zurückgegeben werden kann.
  2. Das gefundene Tier gehört nach dem Auffinden noch 6 Monate lang dem Halter, dem es verloren ging. Das ist auch so, wenn jemand seinem Nachbarn, den er nicht leiden kann oder für unfähig zur Tierhaltung hält,  sein Tier geklaut und dann im Tierheim als Fundtier abgegeben hat, damit es weg ist.
  3. Wenn Sie ein Tier vom Finder oder einem aufnahmepflichtigen Tierheim zurückholen wollen, nehmen Sie sich einen Anwalt mit, denn die Rückgabe gestaltet sich oft schwierig. Zum einen wird mit Kosten argumentiert, die vom Kunden ersetzt werden sollen (was nicht zulässig ist, wenn das Tierheim eine Aufnahmeverpflichtung gegenüber der Gemeinde hat, ist nicht der Halter erstattungspflichtig sondern die Gemeinde!) , zum anderen werden die Ex-Halter von hinten bis vorn belogen und so gut wie möglich meschugge gemacht, mit dem Ziel, vom Halter eine Überlassungserklärung zu bekommen – und aus dem Grund, dass es Arbeit macht, wenn eine bereits weitergegebene Katze zurückgeholt werden muss. (Das haben wir 2015 mit Joshi von Dayekh erlebt.)
  4. Wenn Sie hilfreiche und bezahlbare Anwälte für Tierschutzangelegenheiten brauchen, fragen Sie uns.  Wir haben inzwischen einige Erfahrung.

Hier noch die Anschriften von web-seiten für gefundene und verlorene Tiere:

www.katzensuchdienst.de

https://www.tierschutzverzeichnis.de

https://www.facebook.com/Fundtiere-in-Deutschland-806202812754717/

Gefunden/Gesuchte Katze\Kater Hunde/ Vögel Berlin

Solche System nützen aber nur etwas, wenn alle Beteiligten ehrlich sind und sich an die gesetzlichen Grundlagen halten.   renalu,   Tel. 323 98 16

 

 

Neue Unterbringung für einen Freigänger gesucht

Gesendet: Mittwoch, 23. Januar 2019 um 15:15 Uhr Von: „gi“ <11gb22@gmail.com> An: stadtkatze@arcor.de Betreff: Fritzi

Liebe Renate, herzlichen Dank für das Gespräch, hoffe so sehr das wir einen guten Platz für ihn finden, auch wenn das sicher nicht einfach ist. Unten der Text, und Fotos, wenn was fehlt ruf mich gerne auch an oder schreibe mir.

Wir suchen ein neues Zuhause für Fritzi, einen wunderschönen, gesunden und gepflegten etwa 8 Jahre alten Kater mit Charakter. Er ist Freigänger auf dem großen Betriebsgelände mit Wohnhaus und liebt es genauso, auf Bäume zu klettern wie in der Sonne zu dösen. Bei Menschen, an die er sich gewöhnt hat, lässt er sich auch gerne auf dem Schoß durchkraulen und schnurrt, dass sich die Balken biegen. Neuem begegnet er manchmal vorsichtig. In den letzten 8 Jahren ist es viermal dazu gekommen, dass er jemanden gebissen hat. Da viele auswärtige Gäste, auch Kinder, auf das Grundstück kommen und ihn gerne streicheln möchten, ist es leider nicht mehr möglich ist, Fritzi hier zu halten. Mit Hunden hat Fritzi regelmäßig zu tun und zieht sich in ihrem Beisein entweder zurück oder lässt sich – vor allem bei ihm vertrauten Hunden – gerne auch zu einem Spielchen hinreißen. Er ist gechippt, geimpft und wurde regelmäßig entwurmt.

Wir wünschen uns für Fritz ein liebevolles, geduldiges und verständnisvolles Zuhause, in dem er weiterhin Freigänger sein kann und Gesellschaft hat, jedoch auch seine Ruhe haben kann, wenn er sie braucht. Eine feste Bezugsperson und Regelmäßigkeit.

Alter: 8 Jahre

gechippt, geimpft, entwurmt und immer tierärztlich versorgt wenn nötig

Das Betriebsgelände befindet sich am Plänter Wald in Treptow-

Liebe Grüße Gisela Beck, Beermannstraße 14, 12435 Berlin, 0179-9016378

25. 01. 2019

Nachtrag von Renate:

Was für ein Prachtstück von Kater! Genau so wie ein richtiger Kater leben und sein sollte! Aber die Umsetzung von einem dominanten Revierkater ist oft schwierig.

Bevor man so etwas macht, sollte abgeklärt sein, wie es zu den Aggressionsschüben kommt. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten für derartiges unerwünschtes Verhalten, angefangen von hormonellen und andere Erkrankungen  wie SDÜ (Schilddrüsenüberfunktion) und mutwillige schwere Körperverletzung der Katzen  durch falsche Bedienung von elektrischen Katzenfernhaltegeräten durch Nachbarn wie auch Reizschübe durch verletzungsbedingte Dystonie… und natürlich haben Katzen auch eine Psyche. Das ist aber eben ein Katzenpsyche, die sich menschlichen Vorstellungen manchmal nicht fügt.

Sinnvoller als die Umsetzung dieser Katze wäre es, die Probleme mit dem Kater VOR ORT zur Zufriedenheit aller Beteiligten und auch des Katers VOR ORT zu lösen. Das setzt eine ordentliche Diagnostik und evtl die Einbeziehung eines Tiertherapeuten voraus.

Wir danken aber auch  allen Katzenfreunden, die sich darüber Gedanken machen, wie dem Kater – und vor allem seinen Haltern – geholfen werden kann. Also wer will und kann helfen? und wie? Bitte, beteiligen Sie sich  und schreiben Sie uns! re

Danke an alle Gooding-Einkäufer u.a.

Liebe Behüter unseres Vereins,

die ihr unsere ständig klamme Vereinskasse z.B. auch durch Einkäufe bei Gooding zu unseren Gunsten auffüllen helft! Auch wenn immer nur 1 % der Einkaufssumme über gooding an unseren Verein geht, so habt ihr uns doch im vergangenen Jahr mit der gooding Spendenfunktion fast 350 € als Jahresgesamtbetrag von gooding zukommen lassen. Toll! Danke! Dieses Geld wird anteilig an alle Pflegestellen mit Tieren weitergegeben. Denn wir wissen: Wer die Tiere hat, der hat nicht nur die Arbeit sondern auch die mit der Haltung verbundenen Kosten.

Wer nicht weiß was gooding ist und wie es funktioniert: Ihr müsst auf die Gooding-Werbung unten auf der Titelseite unserer Webseite klicken, dann werdet ihr auf das entsprechende Portal geführt – und von da dann weiter. Man kann dort ALLES, was es im Internet gibt, zu Gunsten von einem gemeinnützigen Verein einkaufen, egal ob Katzenfutter, Klamotten oder Urlaubsreisen. Schaut es euch mal an. Interessant. Nicht nur für den Empfänger der Gooding-Spenden.

Unseren Dank  an alle direkten Spender an unseren Verein veröffentlichen wir später zusammen mit dem Finanz- und Geschäftsbericht für 2018. Er ist in Arbeit. Die Spendenbescheinigungen für 2018 haben wir bis zum 30. 1. 2019 fertig. Trotz erheblichem Bedienungsaufwand von hier 4 kranken Katzen, neuerdings auch noch mit Ohr-Milben, das ist ein ganz neues medizinisches Gebiet für mich, reichlich Büroarbeit und sehr vielen Besprechungen mit Berliner Katzenhaltern.

Danke auch für alle in jüngerer Zeit eingegangenen Futterspenden!

Ohrmilben – wer kann uns beraten?

Fortsetzung vom 3. 2. 2019:

Der Tierarzt hat die Borken unter dem Mikroskop untersucht und keine Ohrmilben darin gefunden, auch keine Eier. Er sagt, dass Ohrmilben so groß sind, dass man sie unter dem Mikroskop gut erkennen kann. (200 – 500 Nanometer ist also Quatsch!) Er ist davon überzeugt, dass es keine Milben sind. Um herauszubekommen, was es ist, haben wir jetzt Proben vom Ohreninhalt von Rossi und Pit ins Labor geschickt. Das ist 9 Tage her, und wir haben noch keine Antwort. Derweil reinige ich die Ohren der Kater alle 1 – 2 Tage mit Ohrenbalsam, Zerulytic und inzwischen auch mit ein bis  zwei paar Tropfen kolloidalem Silber.  Zudem wird jeden Tag die ganze Wohnung gründlich gereinigt (d.h. gefegt, gesaugt, gewischt) und alle Liegeflächen werden täglich mit frischer Wäsche bestückt. Wer tut das ? Natürlich ich. (Ich hätte nichts gegen kompetente, ortskundige Hilfe!) Immerhin: Die Menge von Krusten in den Ohren und auf den Lagern  und der Juckreiz haben deutlich abgenommen. Gestern hat TA Hellwig einen anderen Ohrenreiniger genommen, der leicht säuerlich roch und Milchsäurebakterien enthält. Pit hat – anders als beim letzten Mal – etwa 7 Minuten lang gut mitgemacht, dann war es ihm genug. TA Hellwig hat mir Augentropfen mitgegeben, die weder Cortison noch Antibiotika enthalten. Damit soll ich die Lidränder bei Pit reinigen. Wir kommen voran.

Fortsetzung vom 22. 01. 2019

Pit ist von TA Hellwig offenbar angetan. Der spült unseren Katzen jetzt 1 x wöchentlich die Ohren aus – und ich reinige sie alle 2 Tage mit Ohrenbalsam bzw. Zerulytic. Er hat mir gezeigt wie man die Flüssigkeiten so in den Gehörgang laufen lässt, dass es für die Katzen nicht unangenehm ist, so dass sie sich nicht sofort so stark schütteln, dass man damit vollgespritzt wird. Solche technischen Hinweise sind sehr hilfreich.

Neues von der Milbenfront am 13. 1. 2019:

Inzwischen ist mir klar, dass es Räudemilben aller Art bei Katzen ziemlich häufig gibt. Und ich habe Hilfe von einer erfolgreichen Katzen-Milben-Expertin aus unserem Verein bekommen: Unser Mitglied Christel H. (Jahrgang 1939) war Bibliothekarin von Beruf. sie hat immer schon viel gelesen und sich auch sehr für Katzenmedizin und Haltungsfragen interessiert.  Da Christel viele Jahre lang Futterstellen in Pankow und Mitte bedient hat, hat sie auch immer wieder mal mit räudigen Katzen zu tun gehabt. Sie hat immer wieder mal kranke  Tiere von ihren Futterstellen mit nach Hause genommen, um mit ihnen zum Tierarzt zu gehen oder sie selber gesund zu pflegen. (Überhaupt ist sie sehr bei sich.)

Einige dieser zumeist jungen Katzen  hatten Milben. Beim ersten ersten Tierarztbesuch ist sie angeschrien und aus der Praxis verwiesen worden, weil sie es gewagt hat, diese mit zwei räudigen Katzen zu betreten. Die  Tierärzte hatten ihr dort erzählt, dass Räude (verursacht durch Räudemilben) für Menschen ansteckend und unheilbar und eine riesige Sauerei sei. Christel wurde für naiv und doof erklärt, geängstigt und dann mit den kranken Tieren rausgeschmissen. Sie war damals auch noch so autoritätsgläubig, sagt sie, dass sie ihre ersten beiden Jungtiere mit Räudemilben daraufhin ins Tierheim Lankwitz gebracht hat, von wo sie binnen 2 Wochen spurlos verschwunden waren. Man konnte oder wollte ihr auch 14 Tage später nicht sagen, was mit ihnen geschehen war. Da hat sie sich gedacht, dass das nur bedeuten kann, dass sie dort umgebracht worden sind. Christel macht sich heute noch Vorwürfe, dass sie sich damals so leicht hat Einschüchtern und in die Irre führen lassen.

Dann beschloss sie nach dem vermuteten unnötigen Tod von 2 jungen Katzen, sich aufs Selberheilen zu verlegen. Das dürfen Nichtmediziner bei uns nur in Begleitung von zertifizierten Ärzten. Christel fand die Kooperation einer furchtlosen älteren Tierärztin namens Frau Dr. Weller. Die kannte sich auch aus mit althergebrachten, alternativen Heilmethoden, solchen, die ja neuerdings allenthalben ein Revival erfahren und auch von Teilen der Schulmedizin anerkannt, erforscht und anerkannt werden. Dr. Weller hat ihr Wissen gern an eine Tierschützerin weitergegeben.

Gearbeitet haben die beiden Damen nach dem Lehrbuch von:                                               Vera Schmidt und M. Ch. Hornizek:   Krankheiten der Katze Band 1 und 2,                   Gustav Fischer Verlag, Jena – Stuttgart 1992

Darin wird vorgeschlagen, bei Ohrräudemilben die Ohren der damit befallenen Katzen zweimal   mit flüssigem Paraffinöl zu reinigen. Und zwar nur die äußere Muschel und vorsichtig auch ein wenig den Anfang des Gehörgangs.  Denn dort, meint Christel, sitzen die Milben, die durch Tracheen atmen, also Sauerstoff brauchen. Tracheen sind Röhren, die unter dem festen äußeren Skelett der Milben liegen und das Tier mit Sauerstoff versorgen. D.h., wenn man sie ersticken oder ertränken könnte, wäre die Katze ihre Parasiten und die zugehörigen Beschwerden los.  Da Katzenohrmilben extrem klein sind (die erwachsene Milbe ist 500 Nanometer groß, das heißt 500 Millionstel Millimeter), sind sie praktisch unsichtbar. Den Befall erkennt man nur am Verhalten der Katze  und später dann am Dreck, der aus den Ohren kommt. (Deshalb verstehe ich jetzt auch die ungläubigen Blicke von 2 Tierärzten, denen ich erzählt hatte, dass ich mit Pit bei einer dritten Tierärztin war, die über eine starke digitale Technik verfügt: eine Kamera wird in den Gehörgang gesteckt und auf dem Bildschirm vom PC erkennt man in Vergrößerung, was im Gehörgang los ist. Da wir nichts gesehen haben, was sich bewegt, waren wir (jedenfalls ich) davon ausgegangen, dass Pit keine Milben hat. Das war natürlich dumm, d.h. das ist Tierarzt-Theater für den Kunden mit dem Zweck von Kompetenz  und  Gewinnmaximierung für den Tierarzt…) Gesehen hatte aber auch ich dunkle Borken und Krumen in der Ohrmuschel und im vorderen Gehörgang, von denen ich sicher war, dass sie dort nicht hingehören: Sie entstehen dadurch, dass erwachsene Milben sich durch die Haut bohren und darunter Blutgefäße und Lymphe anzapfen. Dadurch   wird zum einen die Talgproduktion angeregt – und das vermehrt produzierte Ohrenschmalz verbindet sich mit den Krusten aus kleinen Entzündungen. Es entstehen dunkelfarbige Borken, sie dienen den Milbenmüttern als Nährboden für die Ernährung ihres Nachwuchses. Deshalb legt sie ihre 200 Nanometer großen Eier da rein.

Diese Eier werden mit den Krusten und Borken zusammen herausgeschleudert, wenn die Katze ihren Kopf zu diesem Zweck schüttelt. Sie fliegen also um die Liegeplätze herum auf Decken, Boden und Möbel, kleben an der Wand und beleben so die  ganze Wohnung.  Das finde ich extrem ekelig. Deshalb wundere ich mich jetzt auch nicht mehr darüber, dass mir (seit 4 – 5 Jahren!) kein Tierarzt gesagt hat, dass Pit vom Kratzen deformierte Ohren hat, weil er sie da, wo er gelebt hat bevor er zu uns kam, dauernd zerkratzt hat. Statt Milbenbehandlung hat er dort Schwanzamputation bekommen (wie ja Rossi bei unserem damaligen Haustierarzt auch). Dabei kann man sich eigentlich gut vorstellen, dass die eine oder andere Milbe sich auf das Fell und auch auf den Schwanz verirrt und dort einen starken Juckreiz auslöst haben kann, was jede auch noch so wenig selbstzerstörerische Katze dazu veranlasst, den eigenen Schwanz zu attackieren. Vermutlich in der Hoffnung, den Parasiten zu erwischen, der da für unerträgliches Jucken sorgt.

Fortsetzung folgt. Denn ich werde jetzt erst mal die Ohren von Pit und Rossi mit einem Tuch reinigen, das mit wenig Rapsöl benetzt ist. Denn wenn eins sicher ist, dann dass Milben kein flüssiges Fett mögen, denn gerät in ihre Tracheen, so dass sie daran ersticken. Wir wissen nur noch nicht, welche Menge und welches Öl am geeignetsten sind. Sicher ist aber der Hinweis im folgenden Artikel (aus dem Internet) wichtig, dass man die Ohren nicht gleichzeitig sondern zeitlich versetzt reinigen sollte.

2. Tipp für Selbstbehandlung von Milben bei Großkatzen aus dem Netz: http://www.toxcenter.org/artikel/Ohrmilben-bei-Katzen-mit-Paraffinoel-selbst-erfolgreich-behandelt.php

Christel und ich haben aber beschlossen, dass wir im ersten Schritt die Ohren nicht mit Paraffinöl sondern mit Rapsöl vorsichtig reinigen werden. Wenig heißt dabei, dass ich ein Wattestäbchen in Rapsöl tunke und dann das benetzte Ende in einem Küchentuch auswringe, so dass sich nur noch wenig Öl daran befindet. Wir wissen nämlich von den Spot-on-Präparaten gegen Flöhe, dass Öl die Haut entlang kriecht und sich dabei stark ausbreitet.

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Nun möchten wir endlich noch eine richtige Antwort auf die  Frage, warum Pit seit Jahren Entzündungen am Kopf hat (die hatte er stärker als wir ihn bekamen), die von vielen Tierärzten immer nur mal kurzfristig für 4 – 6 Wochen mit Antibiotika unterdrückt worden sind und dann wieder da waren. Es wurde auch noch mehr probiert… bisher aber erfolglos.

 

Wer hat eine Ahnung, was mit diesem Kater (Pit) nicht stimmt? (Abgesehen davon, dass er u. a.  Schwanzfänger war und der Schwanz mehrmals amputiert wurde, weil außer uns hier keiner ihn davon abhalten konnte, den Verband abzumachen und an der Wunde zu kratzen, und  dass er einen gut eingestellten Diabetes und gelegentlich antibiotisch behandlungsbedürftigen Megacolon hat… Natürlich stärken wir sein Immunsystem durch die Verabreichung von Darmbakterien und durch die Vermehrung von T-Zellen durch stündliches Streicheln. Zur Zeit sieht er nicht mehr ganz so schlimm aus wie auf diesem Foto vom Mai 2018. Aber gut ist es auch nicht.)

Pit hat seit mindestens 6 Monaten Ohrmilben, vielleicht auch schon viel länger.  Jedenfalls auch. Es kommt mir auch so vor als ob bei Pit diese Parasiten durch den Gehörgang (oder auch das Maul?) in die Nasengänge und auch in die Augen gewandert sind, denn da „wächst“ auch was Schwarzes. Pit kratzt sich schon seit Jahren am Kopf, das linke Ohr sieht zerfleddert oder verkrüppelt aus. Wir waren unzählige Male bei Tierärzten aller Fachrichtungen. Auf Milben ist bisher noch keiner gekommen. Dazu brauchten wir erst Kontakt mit einer Igelfachfrau, die meint, dass sie sich damit auskennt.

Rossini auch. Rossini hatte dazu auch ein Ohrentzündung, er war zeitweilig fast taub. Sie wurde mit Synulox (Antibiose) behandelt und war dann weg. Was bleibt ist trotz regelmäßiger Reinigung ein Rest von Milbenkot in den Ohren (das ist das schwarz-braune Zeug, sagten  mir Menschen mit Milben-Erfahrungen bei Katzen und Igeln  aus Hellersdorf und Reinickendorf).

Aber offenbar sind bei beiden Katern die Milben trotz etwa 6-monatiger Behandlung immer noch nicht weg. Es kommt immer noch bräunliches Zeug aus den Ohren obwohl diese regelmäßig mit Ohrenbalsam oder Zerulytic gesäubert werden. Inzwischen ist es aber nicht mehr krümelig und schwarz sondern dünn und braun. KEINER von unseren derzeit drei Tierärzten hat mir bisher verraten, dass diese Katzen an Ohrmilben leiden, obwohl alle in die Gehörgänge geschaut haben.

Liebe Internetgemeinde: Wer hat Erfahrung mit der Behandlung von Ohrmilben? Wer ist damit schon durch und kann uns raten, was wir tun sollen – und was ich auf jeden Fall zum Wohl der Tiere unterlassen sollte. Es sieht fast nach einer weiteren Doktorarbeit in Tiermedizin aus. Leider einer, bei der ich mich tüchtig ekele. Denn Parasiten sind nicht meins. Egal welche.

In mehr als 25 Jahren Katzenhaltung hatten wir noch nie Ohrmilben! Wie kann das denn sein? Renate,

Tel.  030 – 323 98 16

 

Herzlichen Dank an alle Spender

Hiermit bedanke ich mich ganz herzlich im Namen aller Empfänger für (vor-)weihnachtliche Spenden an unseren eingetragenen, gemeinnützigen Verein. Ihre Spendenquittung erhalten Sie von uns im Januar 2019, vorausgesetzt, wir haben Ihre Anschrift. Im Normalfall reicht der Überweisungsbeleg zur Vorlage beim Finanzamt. Wenn Sie die Spendenbescheinigung jemanden zu Weihnachten schenken wollen und deshalb früher brauchen, nehmen Sie bitte Kontakt zu Renate auf: stadtkatze@gmx.net  oder  Tel. 030 – 323 98 16. Wofür wir Ihre Spende verbraucht haben, das erfahren Sie in unserem auf der Webseite veröffentlichten Geschäfts- und Finanzbericht 2018. Wenn Sie ihre Spende einer bestimmten Person für deren Pflegekosten für ein genau bezeichnetes Tier zukommen lassen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir (Renate Luhmer, s.o.) auf oder vermerken Sie den Namen des Empfängers auf der Überweisung. Danke.

Wir freuen uns auch über fleissige Dichter.

 

Hier ganz neu für uns aus der Feder von Bernd Kebelmann:

Kater im Advent

Flitzt aus der Hecke

ins Haus

draußen bleiben Regen

und Maus

 

Sucht einen Platz

auf der Couch

rollt sich ein

lässt sich fallen –

Plautsch!

 

Wie weiter?

Er pennt

Ganz egal, welcher Kater

ums Haus rennt

 

Lass ihn schlafen

gibt nichts zu berichten

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  •  B. K. 04.12.18

 

Erinnerung: Unser Adventstreffen zum 2. Advent

Am ersten Advent hat Ingrid Noto u.a. im Französischen Dom gesungen. Das war schön – wie jedes Jahr.

Am 2. Advent treffen wir uns um 13 h in Casa Matti, Helgoländer Ufer 7 in 10557 Berlin-Moabit. Interessierten und Freunde sind willkommen.   renalu