Neue Verordnungen zur Arbeitserlaubnis von Tierschützern

Foto: Julia Morgeneier

Es geht um das Tun von Tierschützern. In diesem Bereich tut sich behördlicherseits gerade etwas, was ich nicht verstehe.

Bisher konnte jeder, der ein Tier aus einer Notlage befreien und / oder seinen Tod verhindern wollte, dieses Tier bei sich selber aufnehmen oder einer anderen, ihm geeignet erscheinenden Person geben, wenn diese bereit und imstande war, das Tier aufzunehmen und zu halten. Sowohl der Tierschützer als auch der neue Tierhalter haben dies bisher aus Sorge, Mitleid und Liebe zum Tier unentgeltlich getan, man könnte auch  „gearbeitet“ sagen bei Menschen, die das den ganzen Tag lang und jeden Tag eigenverantwortlich auf eigene Rechnung tun.

Diesbezüglich scheint sich jetzt etwas zu ändern – und zwar auf der Grundlage der letzten Fassung des Tierschutzgesetzes von 2013 und dem dort veränderten § 11.

Danach braucht nun jemand, der ein gefundenes  Tier aufnehmen und oder weitergeben möchte, also tierschützerisch tätig werden will, eine Handlungserlaubnis, anders ausgedrückt, eine Arbeitserlaubnis.  (DAS habe ich jedenfalls bisher verstanden.) Und das für eine Arbeit, deren Kosten er selber aus der eigenen Tasche bestreiten muss. Denn erfahrungsgemäß nimmt keiner einem Tierschützer ein Tier ab, das nicht vorher grundsaniert worden ist. Diese Grundsanierung z b. der Katze kostet den Tierschützer / Finder des Tieres mindestens (durchschnittlich)  250 €, die ihm garantiert kein einziger Abnehmer einer Katze zu bezahlen bereit ist. D. h., es kann bei dieser neuen Verordnung nicht um den materiellen Gewinn gehen. Denn den gibt es bei Tierschützern nicht. Deshalb sind sie aufs Spendensammeln angewiesen.

Wenn es nicht ums Geld geht, worum geht es denn dann?

Es geht um den Sachkundenachweis nach § 11?

Der Sachverstand eines Tierhalters oder Tierschützers oder Tierhändlers unterliegt der Überprüfung durch die Bezirks-Amtstierärzte.

Sie erteilen die sogenannte §-11-Erlaubnis, also die Erlaubnis zur Aufnahme und zur Weitergabe von Tieren an Einzelpersonen, die sich darum bewerben, egal ob diese Mitglieder eines Tierschutzvereins oder Tierhändler oder Tierhalter sind. Dabei werden die tierspezifischen Kenntnisse der Person und die Haltungsbedingungen der aufgenommenen und betreuten Tiere vor Weitergabe überprüft. Der Überprüfte erhält manchmal eine schriftliche Bescheinigung über seine Sachkunde und Kompetenz für die betreffende Tierart und den Handel damit. Die Prüfung ist kostenpflichtig.  So weit so gut.

Der Prüfling erwirbt aber keinen Titel – und er erwirbt eine sehr fragwürdige „Arbeitserlaubnis“ (besser: Betätigungserlaubnis), die ihm jederzeit wieder abgenommen werden kann, zum Beispiel sobald sich Nachbarn beschweren. Das bedeutet im Klartext:

Die Behörde macht sich zum Dienstmädchen vom Beschwerde führenden Nachbarn. Der Tierschützer wird dadurch bei seiner Arbeit vom Wohlwollen des Nachbarn abhängig. Wenn der Nachbar neurotisch oder narzisstisch ist oder einen Prügelknaben, einen  Prellbock oder  mich als sein gehorsames Dienstmädchen oder meine Wohnung haben will, habe ich Pech gehabt, es sei denn, die mit dem Vorgang betrauten Behördenvertreter nehmen richtig wahr.

Das hatten wir hier vor langer Zeit auch alles schon. Zum Glück haben unsere Amtstierärzte mir in derartiger Bedrängnis durch ein Horde von tierfeindlichen,  neidischen, habgierigen, mobbenden Nachbarn, die 2 von meinen damals 4 Wohnungen nachdem ich sie instand gesetzt hatte, für sich haben wollten,  unter die Arme gegriffen und §-11-Erlaubnis erteilt.  Ich kann also froh sein, in Charlottenburg, wo Amtstierärzte am Werk sind, die einen guten Blick auf das soziale Gefüge und die Hass- und Neidbereitschaft der Anwohner  haben.

(Beispiel: Wir hatten das Problem, dass der Brautmodenladen nebenan ein Gartentür nach hinten raus hat, die im Sommer den ganzen Tag lang offen stehen soll, weil die Angestellten ab und an im Garten Kaffee trinken wollen. Die Tür soll auch dann offen stehen, wenn keiner von ihnen dort ist, wegen der Belüftung des Ladens. Im Klartext bedeutet das für uns, dass unsere Freigänger so lange nicht rausgehen dürfen wie die Tür vom Laden offensteht, denn es wäre nicht verwunderlich, wenn einer von den Katern durch die offene Gartentür in den Brautmodenladen geht und dort die Brautkleider markiert. Mein Angebot, eine selbstschließende halbe Westerntür anzubringen und damit die Katzen am Betreten des Ladens zu hindern, wurde abgelehnt. Der Wunsch der Nachbarn nach Einsperren unserer zugelaufenen Freigänger macht mir Stress, denn die seit 16 Jahren frei laufenden Katzen sind sauer, wenn sie nicht rausdürfen. Das Problem für uns und die Gegenseite hat sich aber im Lauf der Jahre durch fortgesetzte freundliche Gespräche gelöst und zuletzt nun auch dadurch, dass in dem Laden jetzt ein ständig kläffender Mops wohnt, der tagsüber die Tür bewacht.

Dieses Beispiel will zeigen, dass die Beschwerde / Anzeige von Nachbarn oder anderen Beteiligten, die zur Entziehung der §-11-Erlaubnis und im schlimmen Fall gar zum Tierhaltungsverbot eines Tierhalters durch die Behörde führt, eine entspannte, uneigennützige und differenzierte Draufsicht mit erheblichen psychologischen Kenntnissen  auf alle im sozialen Gefüge agierenden Personen seitens der Behörde voraussetzt.

Berlinweit erleben wir in diesem Zusammenhang immer wieder: da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Was wir häufig  gar nicht erkennen können, ist der Sinn von Verordnungen und Verhalten. Den zu erkennen ist aber unser Bestreben.

Hier gibt es nun erst mal Info für alle zu den neuen Verordnungen von einer Anwältin, die sich damit befasst hat, was die Behörde sich vorstellt was im Tierschutz jetzt wie geschehen, also besser gemacht werden soll:

Auskunft § 11 – RA oN

Foto: Julia Morgeneier

Schmusekater sucht neues Zuhause

Dieser Tiger ist seit 2 Tagen bei uns in Charlottenburg. Er ein sehr lieber, betulicher und munterer Stubenkater. Offenbar fürchtet sich vor der Welt, denn er geht in unserem Katzenheim nicht vor die Tür oder aus dem Fenster obwohl er es dürfte und könnte. Statt dessen zeigt er mir unentwegt seine Zuneigung indem er mir ständig vor den Füßen rumwuselt und mir zu Leibe rückt um mich zu stubsen und zu beschmusen (was ich nicht brauche).

Ich weiß nicht viel über ihn: Er ist sehr wach und studiert seine Umgebung mit großem Interesse und Ernst. Tigerchen ist kastriert und entfloht, aber (noch) nicht gechippt und auch nicht geimpft. Der Kater kommt aus Polen, er hat eine Hüft-OP (nach Unfall) so gut überstanden, dass man keinerlei Bewegungseinschränkung wahrnehmen kann. Er ist sehr munter und neugierig und beschmust offenbar seine Menschen. Er frisst FF von Felix und Sheba, vielleicht auch IAMS, jedenfalls wenn man ihn schmust. Das Alter schätzen wir wegen seiner Bewegungsfreude auf unter 5 Jahre, eigentlich wissen wir es aber nicht.

Wer sich dafür interessiert, ihn bei sich aufzunehmen, wende sich bitte an Renate (Tel. 323 98 16) oder Heffi (Tel. 01578-48.29.450)

Der zukünftige Halter wird meiner Einschätzung nach viel Freude an diesem munteren und liebenswerten Kerlchen haben, wenn er genug Bewegung hat und nicht mit „Ekelstiks“, Knuspertaschen und TroFu krank gefüttert wird.

renaLu im April 2018

 

 

Kater sucht neues Zuhause

Dieser Kater heisst Thalito von Patzer und sucht ein neues Zuhause, evtl auch mit Freundin:

Von: „Sabine Patzer“ <sabine.patzer21@gmail.com>

Das ist Thalito, ein OKH Kater in Lilac, spotted, tabby. Kastriert, gechipt, geimpft und am 14.11.2012 geboren. Möglichst nicht in Einzelhaltung, schön wären Katzen der gleichen Rasse. Ruhiger Haushalt ohne Kinder, Hunde sind o.k. Frisst jegliche Art von Kunststoff, Plastik, Decken,K ratzbäume etc.Thalito ist ein ruhiger an sich verschmuster Kater, der sich am Anfang in neuen Situationen leicht panisch zeigen könnte(flüchten) ohne aggressiv zu werden. Leute die diese Rasse kennen und Lieben,wären von Vorteil.

Ansprechpartnerpartner:

Der Kater befindet sich zur Zeit bei TÄ Diek in Schöneberg,  Tel. 030- 214 29 54

 

 

 

 

Bundesverwaltungsgerichtsurteil (2008) : Tierschutzerlaubnis bei Vereinen

Das Bundesverwaltungsgericht Leibzig hat in einer Pressemitteilung 2008 bekannt gegeben, dass Tierschutzvereine keiner Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz bedürfen, wenn sie Tiere aufnehmen und bis zur Vermittlung an neue Halter … vorübergehend in den Wohnungen von Mitgliedern und Helfern, so genannten Pflegestellen, betreuen lassen.

Private Pflegestellen von Tierschutzvereinen sind keine einem Tierheim ähnlichen Einrichtungen. In Tierheimen werden viele Tiere an einem Ort zur gleichen Zeit gehalten. Daraus ergeben sich einerseits besondere Anforderungen an eine dem Tierschutzrecht entsprechende artgerechte Unterbringung der Tiere und an die Fachkenntnisse des Leiters, die er beim Amtstierarzt in Form einer §-11-Erlaubnis nachweisen muss, wenn der Verein ein Tierheim betreibt.

Siehe Orginaltext unter: pressemitteilung-11-BVGericht-2008

Kommentar:

Wir betreiben kein Tierheim, wir haben (derzeit 17) private Pflegestellen.  Gerade bei Katzen finden wir die Unterbringung in Großgruppen von Tieren falsch und bringen sie deshalb in möglichst kleiner Stückzahl bei möglichst vielen unterschiedlichen Pflegestellen unter bis sie einen neuen Halter haben.

Grundsätzlich sollte jeder, der Tiere aufnimmt und weitergibt, gründliche Fachkenntnisse haben oder erwerben wollen. Dabei ist „learning by doing“ eine effektive, langwierige und begleitungsbedürftige Angelegenheit. das gilt sowohl für Vereine wie auch für den Endabnehmer.

Wir begrüßen jeden Versuch, der zu mehr Wissen über Tierhaltung führt, denn gerade das scheint uns notwendig. Noch besser wäre das Angebot der Vereine, jeden neuen Halter von einem vermittelten Tier zu coachen: also als Ansprechpartner und  Ratgeber erreichbar für die Halter zu bleiben.

renalu, 2018

Schwarze Katze gefunden

Im Juni 2017 wurde von Besuchern vor einem Baumarkt eine nicht gechippte, unkastrierte junge schwarze Katze in einer Box vorgefunden, die wir in eine Pflegestelle aufgenommen haben.

Die Überbringerin kam uns irgendwie merkwürdig vor, denn sie erschien noch einmal zu einem Kontrollbesuch und brach dann den Kontakt ab. Der Katze geht es in dieser geräumigen Pflegestelle für Einzelkatzenhaltung gut, die Inhaberin ist aber alt.

Ausserdem versuchen wir, bei der Suche nach einem neuen Halter für die etwa 10 – 12 Jahre alte Katze Miei zu helfen. Miei ist Einzelkatze, Freigängerin im geschlossenen Hof und Diabetikerin, die derzeit mit Lantus versorgt wird. Ihre Halte wollen nach Schweden auswandern. Das ist Miei:

 

Kater / Katzen abzugeben

Liebe Frau Schönberg, ja, wir haben Katzen, die wir abgeben wollen. Bitte, rufen Sie mich noch mal an, ich habe aus Versehen Ihre Nachricht auf dem AB gelöscht: Tel. 323 98 16, RenaLu – oder fragen Sie auch bei den anderen Mitgliedern , die unter Kontakt angegeben sind, nach. Danke

trächtige junge Fundkatze – „Savigny“platz – 2018 -01 – 26

3.2. 2018, Diese Katze wurde am 26. Januar 18 am Savignyplatz gegen 23:00 Uhr gefunden:

Hungrig- trächtig, etwa 8 Monate alt. Sie befindet sich jetzt in einer privaten Pflegestelle. Die Welpen werden dort großgezogen und nach 12 Wochen nach Tierschutzregeln vermittelt. Die Fundkatze verbleibt entweder dort oder wird ebenfalls vermittelt – falls sich der Besitzer nicht meldet.

Aus Angst vor Katzenfängern für Labore habe ich keinen Aushang gemacht, aber alle Portale regelmäßig kontrolliert- und Tierheim informiert. Die Umgebung Savigny wird regelmäßig wegen Suchaushang frequentiert. Frau Noto kennt mich.

Für Rückfragen stehe ich jederzeit zur Verfügung. LG M Oldenburg , marion.oldenburg@t-online.de

Renate: „Sie sieht unserer Maja ähnlich, die wir  im blutig vollgeschissenen Korb mit Kind vor unserer Haustür vorgefunden haben nachdem wir die Anfrage einer Nachbarin auf vorübergehende Unterbringung ihrer Katzen in unserer Pension abgelehnt hatten.

Daran sehen wir mal wieder: Wir brauchen eine Chip-Pflicht! Vor allem das. Es geht nicht an, dass verantwortungslose oder unerfahrene Menschen die Kosten für Haustiere bei Nachbarn abladen. Das Tier als Sache geht genau so wenig wie der Patient als Sache.“

 

 

 

Nachfrage nach und Vermittlung von Katzen

Erfahrungsgemäß steigt die Nachfrage nach Katzen nach Weihnachten, also im Januar wieder an.

Heute haben sich bei mir 2 Berliner auf der Suche nach je einer Katze gemeldet. Ich habe sie an unsere anderen Vermittler weitergeleitet, denn wir hier in Charlottenburg haben ja zwar ein sehr komfortables Katzenheim mit 150 qm geschlossener Lauffläche mit 4 getrennten Gehegen mit Freilauf und sogar auch geschütztem Freigang in den Kiez für unsere letzten dort lebenden 4 (5) sehr alten Katzen: Rossi, Maja, Pit und Fufu. Und vorn lebt mit 20 Jahren immer noch Krümel, meine Katze. Aber eben keine Unterstützung vom Land Berlin, d.h. keine ausreichenden Mengen von Geld und gar kein kompetentes Personal. Bärbel Schlichting, unser erster Vorstand, und ich habe uns gerade darüber besprochen, dass wir nicht mehr 20 Stunden am Tag für Katzennot verfügbar sein möchten. Das bedeutet, dass wir unseren Einsatz verringern oder ganz einstellen, denn ohne mitverantwortliche Mitarbeiter, die einen Teil der Arbeitszeit und einen großen Teil der Aufgaben eigenverantwortlich übernimmt, geht es nicht. Wir (die Betreiber von sogenannten „Katzenwohnungen“, in denen Tiere leben) können nicht dauernd ohne überschaubare und endliche Arbeitszeiten im Einsatz sein und auch noch als dienstbare Geister und Reintegrationspädagogen für Hobby-Tierschützer zur Verfügung stehen. Dazu bräuchten wir fest angestellte Pädagogen, die erst mal einsatzspezifisch dazulernen müssten und für die das Geld fehlt.

Tierschutz mit lebendigen Tieren, die versorgt werden müssen, geht nicht, wenn das Land die mit Tieren im Tierschutz verbundenen Kosten für die Tiere und die Arbeitskräfte für ihre Versorgung  nicht übernimmt. Denn ausreichende Einnahmen über Spenden oder Sponsoren sind nicht in Sicht. Um so weniger je mehr gemeinnützige Vereine es gibt. Das ist das Fazit unserer nunmehr 25 Jahre  im aktiven Tierschutz mit Tieren. In allen Bereichen, die wir bedienen, ist Handlungsbedarf zu erkennen (z.B. was die Begleitung und Beratung von Katzenhaltern und ahnungslosen Journalisten und Politikern betrifft). Aber auch dafür: keine Kapazitäten, kein Personal.

Noch mal zu den 4 (5) alten Katzen (Krümel ist auch alt, genauer gesagt im 20ten Lebensjahr, aber sie ist MEINE Katze und bleibt hier), die derzeit noch in unserer „Katzenwohnung“ leben. Wenn wir die 4 Katzen, die in der Katzenwohnung leben, gut unterbringen könnten, könnten wir die Katzenwohnung an den Nachbarn weitergeben, der darauf wartet, dort einziehen zu können, weil sie größer ist als seine Wohnung und besser Platz böte für diese Familie mit Kind, Hund und Katze, die sich derzeit mit 1,5 Zimmern zufrieden gibt und darauf wartet, dass wir die Katzenwohnung abgeben. Finanziell würde es uns / mich spürbar entlasten. Allerdings befindet sich mein Badezimmer in dieser Wohnung. Wenn wir sie aufgeben würden, hätte ich kein Bad mehr und müsste mir vorn eins einbauen, was auch nicht gerade billig ist..

Dass ich neue, junge Katzen für deren spätere Vermittlung in diese Katzenwohnung aufnehme, kommt nicht in Frage solange ich alleine die damit verbundene Verantwortung, die Arbeit und die Kosten an der Backe habe.

 Für mich wäre es angenehm, wenn unsere Senioren-Katzen einzeln zu Haltern in der Nähe geben könnte (denn 2 davon sind ja Freigänger – und die anderen benutzen abwechselnd unseren Hof als Auslauf), wenn sie also einzeln in Familien untergebracht werden könnten. Denn jede von diesen Katzen will mich allein für sich, d.h. sie alle klammern und wollen dauernd bedient und beachtet werden. Es gibt 3 Wohnbereiche für diese 5 Tiere, da einige unverträglich sind und sich hauen. Ich muss mich also ständig entscheiden, in welchem Wohnbereich mit welcher Katze ich mich aufhalte. Die Katzen, bei denen ich dann nicht bin, stehen an der Netztür ihres Reviers und schreien bis ich komme. Das nervt uns alle.

Nun überlege ich welche Katze  ich an welche Menschen aus der Nachbarschaft (?) abgeben könnte. (Ich weiß, dass man sehr viel Glück braucht, um für alte kranke Katzen einen geeigneten Halter zu finden. Es ist aber gelegentlich auch schon gut gegangen und manche von unseren alten Katzen hatte es im neuen Zuhause bei kompetenten Haltern besser als bei uns. Z.B. Murkel, Miei, … ) Wichtig ist mir dabei, dass die neuen Halter die Katzenbedürfnisse (wie ausreichende Bewegung, richtige Fütterung (Senior-Futter!), richtige Medikation,  stressfreie Haltung, Notlagen gut einschätzen) richtig erkennen und bedienen können und wollen anstatt die Tiere „nebenbei mitlaufen“ zu lassen, dadurch zur Anpassung an ihre Lebensumstände und Gewohnheiten zu zwingen und damit zur „Sache“ zu machen. Katzen sind sowieso sehr anpassungsfähig. Es gibt aber auch zu viel Anpassungsnotwendigkeit – und der tut den Tieren nicht gut. (Dazu gehört z.B. Snacks statt Spielen und Bewegung).

Oben: Maja entwickelt sich mit zunehmendem Alter immer mehr zur Schmusekatze, die unentwegt auf dem Schoß sitzen will und verärgert reagiert sobald der besessene wackelt… Sie ist etwa 10-12 Jahre alt und soweit ich sehe gesund. Sie ist die einzige von den 5 katzen, die keine Medikamente bekommt, also nicht 2 x täglich im Abstand von 12 Stunden betan werden muss – aber dafür immer wieder die meiste Zeit dazwischen.

Pit geht es nicht anders. Maja haut ihn, weil sie eifersüchtig ist, denn ich muss mich um ihn kümmern. Er lässt es sich gefallen  (d.h., er mag sie) Pit ist etwa 10 – 12 Jahre alt und chronisch krank (Diabetes und neuerdings auch Futterallergie gegen Winston). Er kostet dadurch monatlich etwa 100.- € für Futter und Medizin/ Spritzen/ Insulin/Darmbakterien und braucht einen katzenmedizinisch kompetenten Halter, der frühzeitig merkt, wenn was nicht stimmt mit ihm  und das auch selber richtig bedienen kann. Er darf auch bei mir im Bett schlafen damit ich ihn unter Kontrolle haben, denn ich habe ihn schon einmal morgens im diabetischen Koma vorgefunden, weil er nachts nach der Insulinspritze sein Futter erbrochen hatte.

Rossini ist ca 15 – 16 Jahre alt und absolut unterschmusifiziert. Das Problem, was ich mit IHM habe, ist, dass er ständig schreit, weil er meine Nähe will. Ich muss ihn aber getrennt von den anderen Katzen halten, weil er sie haut (d.h. auch eifersüchtig). Dann muss ich mich entscheiden, wo ich mich aufhalte: vorn bei meiner Katze, in der Mitte bei Fu, Pit und Maja oder hinten bei Rossi. Da der Fernseher mit dem Sofa in der Mitte steht, sitze ich meistens bei Fu, Pit und Maja und Rossi jammert und schreit, weil er zu wenig Beachtung kriegt. Lasse ich ihn zu den anderen dreien, hat er sie nicht nur sondern fängt sofort damit an, das ganze Revier der Konkurrenten zu markieren. Ich rede mit Rossi oft darüber, dass das dumm von ihm ist, weil ich ihn dann wieder in sein Einzel-Abteil tun muss, aber er sieht einfach nicht ein, dass ER sein Verhalten ändern muss und nicht ICH. Denn wenn er nicht damit aufhört, die anderen Katzen zu hauen oder mir in mein Zimmer zu pinkeln muss er eben allein in seinem Teil der Wohnung (mit Freigang zum Hof) leben. Schade ist auch, dass er unsere Schmusifizierer beißt, wenn sie ihn unaufgefordert anfassen. Ein richtig dummer Mamakater, der in den knapp 15 Jahren, die er nun schon hier ist (er ist uns 2004 erwachsen zugelaufen), nichts dazugelernt hat.

Sobald ich mich mit einem Buch oder einem Strickzeug neben ihn auf seine Couch lege und dazu Musik anmache, rollt er sich neben mir liegend ein und schläft. So lange wie ich da sitze. Manchmal sind sie nicht so einfach, unsere lieben Tierchen.

Na ja, daran, dass wir „Fufu“ vermitteln ist ja kein denken, er lebt seit nunmehr 15 und 1/2  Jahren selbständig in diesem Kiez und kommandiert mich herum: Weiß der Teufel, warum ich das mitmache. Vielleicht, weil es schlimmer für mich wäre, es nicht mitzumachen.

Katzen jeden Alters, für die unsere Mitglieder ein gutes, neues Zuhause suchen, gibt es weiterhin bei unseren anderen aktiven Mitgliedern im Verein, d.h. bei Bärbel Schlichting in Hellersdorf ( Tel. 56 33 665), Kerstin Liefländer in Hellersdorf (Tel. 562 57 50 und 0162 96 42 317, sie hat oft junge Tiere und manchmal auch junge Hunde), Klaus Kowalsky in Bukow (Tel. 604 73 61 und 0176 41.93.13.46), Rosi B. in Spandau  (Tel. 331.46.88 und 0160 970 32 567, sie hat gerade zwei junge Katzen, die in Zuhause brauchen, eine ist wohl etwas scheu), Beate Rusch (Tel. 36 77 527)

 

23. 1. 2018:  Und hier noch eine kleine Werbung: Zu Weihnachten haben wir etwa 10 Katzenschlafplätze zum Testen bekommen. Sie sind dekorativ, von Hand gehäkelt, maschinenwaschbar – und sie werden von unseren Katzen gut angenommen; erhältlich bei der Herstellerin:

Diese Firma ist auf Katzen ausgerichtet. Sie baut auch Möbel mit Schlafplätzen für Katzen oder Platz für Katzenschlafplätze wie oben das Regal…

Guten Rutsch…

oben: Unsere Mitarbeiter Anna B. und Jo im Dezember 2017: alle schauen so selig, wer weiß was da kommuniziert wird!? Aber irgendwas ist wohl richtig.

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Liebe Katzenfreunde, liebe Mitarbeiter,

das obige Bild sagt ja wohl alles: Prinzessin Maja von und zu Mau ist zufrieden! Das ist das wichtigste. Wir verbringen hoffentlich einen ganz ruhigen Jahreswechsel drinnen: ohne Knallerei und hoffentlich auch ohne Feuer. Ich bleibe wie immer zu Hause und passe auf, dass kein Knaller und keine Rakete oder ein anderes phallisches Spielzeug oder ein pyromaner Idiot unseren Carport abfackelt. Merkwürdig, dass so was aus „kulturellen Gründen“ noch erlaubt ist (vermutlich eher aus kommerziellen Gründen!)

.Euch und euren Vierbeinern wünsche ich ein gutes, gesundes, segensreiches Jahr 2018: Habt viel Spaß mit eurer Familie und möglichst wenig Tierarztkosten!

Was mich angeht, so gedenke ich mich in 2018 aus dem Vorstand unseres Vereins zurückzuziehen. Ich werde mich noch ein bisschen ums Büro kümmern – und natürlich auch um unsere Senioren. Auch möchte ich nach wie vor noch erreichbar sein und mir Zeit nehmen für alle Menschen, die mit mir über Katzenhaltung und Fragen der Heilkunst mit und von Katzen sprechen möchten.

Außerdem möchte ich auf unserer Webseite noch ab und an mal darüber berichten wie es bei unserer Landespolitik mit der Wahrnehmung von der Förderung vom Tierschutz vorangeht. Ich habe mir vorgenommen, das alles ganz entspannt anzugehen und auch keinem von unseren Lesern so aufzuregen, dass er Magengeschwüre davon bekommt. GANZ NEU ist ja, dass sich das Land Berlin an der Finanzierung von Tierschutz beteiligen möchte und da auch gerade in Form von finanzieller Unterstützung der kleinen Vereine. Deren Erwähnung in solchem Rahmen ist eine absolute Neuheit. Es gibt noch keine Vergabebedingungen, keine Standards – auch nichts, was das Zustandekommen von Standards für die Vergabe von Mitteln durch das Land in Aussicht stellt. Aber es soll (ein bisschen) GELD geben.  Da bin ich ja mal gespannt, wer wofür wie viel kriegen soll oder wird. Ich bin sehr froh, dass die Beschäftigung damit nicht mehr zu meinen Aufgaben sondern nun nur noch zu meinen Hobbys gehört.

Meinen Forschungsschwerpunkt verlege ich jetzt aus persönlichen Gründen (denn ich habe mir 2016 mit und vor der Einnahme von Clindamyzin nach einem Krankenhausaufenthalt Clostridium difficile, den am weitesten verbreiteten Krankenhauskeim, eingefangen) gerade auf Mikrobiotik bei mir und bei meinen Katzen: Denkbar, ja, sogar wahrscheinlich ist, dass wir mit einer ganz veränderten Fütterung von Katzen die große Menge von Erkrankungen von  Bäuchen,  von Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, Adipositas und Tumoren aller Art verhindern, heilen oder hinausschieben könnten. Dazu müssten wir aber erst mal wissen, welche guten Bakterien sich im Darm von gesunden Katzen aufhalten und betätigen und mit welchen Nahrungsmittels diese sich von selber so vermehren, dass die bösen Bakterien gering gehalten werden und keine Chance haben. Neu betrachtet und bewertet wird in diesem Zusammenhang auch die Einnahme von Antibiotika, deren Verabreichung (meist zusammen mit Cortison) im Normalfall ja bei jedem Tierarztbesuch noch vor einer gesicherten Diagnose erfolgt – es sei denn, so ein Schwachmat beschließt beim Anblick einer Katze, diese sofort und ganz ohne Diagnose einzuschläfern, weil er sich für gottgleich und hellsichtig und seinen Kunden für einen Idioten hält.

Das Fachgebiet „Mikrobiotik“ ist ein sehr junges. Gerade mal 10 Jahre alt. Ich lade alle ein, in die Beschäftigung mit dieser jungen Forschungen einzusteigen. Denn es könnte sein, dass wir bald ganz andere medizinische Techniken erleben werden. Das Verständnis dafür wird uns leichter fallen, wenn wir uns von Anfang an weiterbilden und mitdenken. Gerade für Katzenhalter und ihre Tiere dürfte es bei der großen Anzahl von Tieren, die mit Magen-Darm-Störungen zu tun haben, hilfreich sein, wenn sie  (natur-) heilkundliche Techniken herausfinden und sich selber und ihren Tieren damit helfen können. Spannend ist ja auch, dass jedes Mikrobiom denkt und kommuniziert – und dass es sich in Familien auf deren Mitglieder so verteilt, dass sich ein Verband von ähnlich bestückten Tieren und Menschen bildet, die sich mühelos verständigen können. Das ist ja alles sehr, sehr spannend! Man muss ja nicht unbedingt hochbegabt sein, um diese neue Sicht auf das Leben in und um uns zu begreifen. Es stört aber auch nicht.

Ich wünsche euch ein interessantes, aufregendes, erfreuliches und gutes Jahr 2018 voll von Lebensfreude und glücklichen Zufällen! Macht euch nicht kaputt mit Arbeit. Lasst es euch und euren Schutzbefohlenen so gut wie möglich  gehen. Lasst euch nicht veralbern und auch nicht unterkriegen!

RenaLu am 31. 12. 2017

Erinnerung: Weihnachtstreffen

Hier noch mal zur Erinnerung:

Wir treffen uns am Montag, dem 18. 12. 2017 um/ ab 18:30 h in der Piazza Brá , Kurfürstendamm 94, in 10709 Berlin zum Kennenlernen, Essen und Reden. Alle Menschen, die sich für katzenschützerische Vereinsarbeit (also für Strukturierungsprozesse in der Tierschutzarbeit) interessieren, sind herzlich willkommen. Neu in unserer Runde sind mit dabei die beiden Vorstände des eingetragenen Vereins „Reinickendorfer Katzenschutz und Hilfe e.V.“ . Ich freue mich, RenaLu am 17. 12. 2017