Katzenpflegetechniken: Füttern eines Katers, der nicht frißt

1. Video: Wir verabreichen dem Kater 2 – 3 ml püriertes, verdünntes Katzenfutter mittels einer 2-cl-Spritze – und zwar halbschräg ins Mäulchen gespritzt, so dass er sich daran nicht verschlucken kann:

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Der „Trick“ an der Sache ist, dass man die Katze nicht am Körper festhalten darf. Man hält sie  NUR an ihrem Oberkiefer auf die unten abgebildete Weise fest und öffnet so zugleich das Maul. Die Katze ist nicht begeistert, aber sie schluckt genug von dem, was sie schlucken soll:

Der Kater gibt mit dem anschließenden Zukneifen der Augen (blinzeln) sein nachträgliches Einverständnis mit der Zwangsernährung.

2. Nach der Verabreichung von dem Brei wird der Kater besänftigt, indem man ihm wie eine Katzenmutter das bei ihren Babys macht, die Schnauze massiert:

Mignon im September 2015

Unsere alte Dame hat für uns unerwartet doch noch mal wieder die Kurve gekriegt und beschlossen, sie bleibt noch etwas bei uns. Vor einer Woche bekam sie beim Atmen kaum Luft, es hörte sich an wie gurgeln. Die Nase war eingetrocknet, mit Wollwachs verklebt (weil sie Bepanthen Augensalbe bekommt) und fast dicht. Sie hatte Schnupfen.

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Um festzustellen, ob die unüberhörbare Atemnot von einer verschlossenen (eingetrockneten) Nase herrührt oder von einer verschleimten Lunge, muss man die Atemzüge der Katze pro Minute zählen: 18 – 28 sind normal. Mignon hatte 20 in Ruhe, also so viel wie immer (trotz Fibrose). Mit zunehmender Verschleimung einer Lunge erhöht sich die Anzahl der Atemzüge auf über 30, 40, 50… Mignon hatte heftige Flankenatmung, ich war besorgt.

Wie immer bei Entzündungen im Kopf und Brustbereich haben wir Mignon auf Baytril gesetzt (1 x tgl abends je 1/3 Tablette (von Baytril  10 kg) in 1/2 cm „Ekelstick“ gepackt, da diese Tabletten ungenießbar sind und ausgeschäumt werden, wenn man sie nicht einpackt). Dazu bekommt sie seit Anfang des Jahres wegen ihrer fehlenden Lidreflexe Bepanthen Augensalbe, die ich jetzt ausgesetzt habe. Denn sie enthält Wollwachs, der sich in den Nasengängen festsetzt und sie verengt, was bei Schnupfen die Verstopfung vergrößert. Ersatzweise bekommt sie nun antibiotische Augentropfen (Floxal) und Bepanthen Augentropfen mit Hyaluron: damit kriegt man die eingetrocknete Nase frei, denn diese Tropfen ziehen Feuchtigkeit in die Augen, die dann von dort  in und durch die Nasengänge läuft und dadurch eine laufende, freie, durchlässige Rotznase erzeugt. Noch dazu braucht diese Katze seit eh und je morgens und abends je 5 – 6 cm Maltpaste, damit sie Kot absetzen kann. Die konnte sie jetzt auch noch schlucken.

Anfangs ließ sie sich noch mit Körnchen füttern. Sie trank dann aber immer weniger. Vor 4 Tagen  musste ich sie komplett mit flüssig-breiigem (püriertem) Katzenfutter zwangsernähren. Das sollten bei einer normalgewichtigen Katze mindestens 60 ml pro Tag sein (sagt Dr. Weber). Ich würde sagen: mindestens, lieber mehr. (gut wären 30 – 50 ml pro Kilo Körpergewicht, das wären bei Mignon 130 – 160 ml / Tag).

Es gibt einen Trick, mit dem man die Katze dazu kriegt, sich gegen die Zwangsernährung nicht zu wehren: man darf sie beim Füttern nicht festhalten. Und man muss sehr genau darauf achten, dass man die Spitze (2 – 3 ml-Spritzen liegen am besten in der Hand) mit dem Brei QUER in die seitliche Zahnlücke schiebt, so dass der Brei auf der Zunge oder seitlich im Maul landet und nicht hinten an der Öffnung im Gaumen oder vor der Luftröhre. Denn der Brei darf nicht eingeatmet werden. Das passiert aber um so eher je weniger Luft die Katze durch die Nase einatmen kann.

Ich werde demnächst hier ein Filmchen einstellen auf dem man sehen kann wie man eine Katze, die nicht frisst, mit Brei füttert. Das muss manchmal sein, auch wenn die Katze davon nicht begeistert ist. Denn bei zahlreichen heilbaren Krankheiten ist vorübergehende Fütterung einer Katze, die nicht frisst, unerlässlich. Man muss es schon tun, um die gefürchtete und leider auch oft tödliche endende Komplikation der „Fettleber“ zu vermeiden. Die meisten klugen Tiere gewöhnen sich schnell an das Fütterungsritual und machen mit, weil sie merken, dass es ihnen Kraft gibt und gut tut.

Wenn die Nase zu ist, schluckt die Katze bei der Fütterung Luft. Das führt dazu, dass sich ein Luftball im Magen sammelt, der den ganzen Magen ausfüllt; es gibt ein prima Röntgenbild von Krümels luftgefülltem Magen nach Fütterung als sie vor einem halben Jahr Schnupfen hatte. Die Luft füllt den ganzen Magen aus, sie piekt und sie erzeugt ein Sättigungsgefühl, was beides zusätzlich die Bereitschaft der Katze zur Nahrungsaufnahme verringert. Diese Luftblase verhindert aber nicht, dass der gefütterte Nahrungsbrei verdaut und in den Darm geschoben wird. Also: auf jeden Fall zufüttern, wenn eine normalgewichtige Katze (ca 4 kg) weniger als 60 – 80 g Feuchtfutter pro Tag frisst! (Bei schweren Katzen entsprechend mehr!) Die Fütterungsmenge hängt nicht nur vom Gewicht der Katze ab sondern auch vom Fettanteil in ihrem Gewebe: eine dünne Katze ohne viel Fett riskiert kaum eine Fettleber, wenn sie einige Tage hungert. Eine dicke dagegen sehr wohl.

Ein Katzenschnupfen dauert genau so lange wie ein Menschenschnupfen: nach 10 Tagen hat Mignon wieder angefangen selber zu fressen – und nun schlürft sie ohne meine Hilfe täglich ihre 150 – 200 ml „Süppchen“ und frisst dazu 10 – 30 Körnchen. Die Medizin, die sie seit 11 Jahren von mir wegen Chronischer Bronchitis, Asthma, Fibrose, Trockener Hornhaut und chronischer Verstopfung bekommen muss ich ihr allerdings weiterhin 2 x täglich eingegeben.

Farewell Red-Curry-Fiffikus-Hauser

5. 9. 2015:  Lieber Red – Curry – Fiffikus – Hauser!

Gute Reise auf deinem voreiligen Weg in den Katzenhimmel am 5. 9. 2015! Grüß alle deine Freunde von uns! (Foto unten vom 9. 8. 2015)

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Ihr müsst die Links kopieren und in die Adresszeile oben eingeben:

Und noch ein paar  ganz aktuelle Filmchen vom 3. 9. + 5. 9. 2015:

01_Am_Zaun_1

02_Am_Zaun_2
https://www.youtube.com/watch?v=lY3uTi3ENow

03_Auf_der_Flucht
https://www.youtube.com/watch?v=V-TNUPNLFvM

04_Am_Zaun_3
https://www.youtube.com/watch?v=_7xiue2lPCg

05_Am_Zaun_4
https://www.youtube.com/watch?v=v76Tnnw4EWI

06_Auf_der Bank_1
https://www.youtube.com/watch?v=4-qxZ2pYbPM

07_Auf_der Bank_2
https://www.youtube.com/watch?v=1tfA35P63hI

08_Am_Wassertopf
https://www.youtube.com/watch?v=OlR2jG-LKhc

09_Königstiger
https://www.youtube.com/watch?v=pxGf_w4KB2c

10_Auf_der_Leiter
https://www.youtube.com/watch?v=WPZMJyXlV7k

11_Im_Grünen_1
https://www.youtube.com/watch?v=OYA46jDL4tA

12_Im_Grünen_2
https://www.youtube.com/watch?v=ATiVEG4YsYc

13_Auf_dem_Tisch_1
https://www.youtube.com/watch?v=XwiPYOkOpOY

14_Auf_dem_Tisch_2
https://www.youtube.com/watch?v=PYmEwG63ZVg

 

Zahme Glückskatze im Wedding/Moabit gerettet

28.08.2015: Heute Morgen wurde in Wedding eine dreifarbige, junge, zahme Glückskatze, die von einem Fuchs attackiert wurde, von einer Anwohnerin gerettet und mitgenommen. Sollte jemand in der Umgebung so eine Katze vermissen, bitte unter dieser Telefonnr. 0157-80474498 melden.

Nachtrag: Diese etwa 6 Monate alte Fundkatze namens „Trixie“ ist am Sonntag, dem 25. 10. 2015 von Dr. Sö wegen plötzlich aufgetretener, starker Atembeschwerden nach Röntgen (Lunge voll Flüssigkeit) eingeschläfert worden. Sektionsbericht folgt.

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Wenn sich der Halter nicht finden lässt, brauchen wir eine Pflegestelle oder einen Endabnehmer für diese Katze. Nachtrag: Diese junge Katze ist unerwartet am 24. 10. 2015 plötzlich wegen Wasser in der Lunge erstickt und wurde von Dr Sö in Buckow eingeschläfert.

2 alte Katzen suchen Zuhause auf Zeit…

Die traurige Geschichte geht so, dass eine Dame ihre Wohnung verloren und nicht sofort eine neue gefunden hat. Sie hat vor dem Auszug ihre (gekennzeichneten) Katzen im Tierheim abgegeben, eine Verzichtserklärung unterschrieben und ging dann selber ins Krankenhaus. Von dort aus versucht sie nun eine neue Wohnung für sich und ihre Katzen zu finden. Da die Katzen aber den Halter, der sie von dort zurückholen möchte, 9.- € pro Tag für Unterbringung im TB kosten, läuft nun schnell eine Summe auf, die für einen Menschen ohne Einkommen nicht bezahlbar ist. Drei Wochen sind nun schon rum.

Die beiden Katzen sind 11 und 13 Jahre alt, freundlich, verschmust und stubenrein, der Kater hat beginnendes Nierenversagen (braucht also Ipakitine oder Renalzin ins Futter). Frau K. möchte sie unbedingt zurückhaben, bekommt sie aber jetzt nicht, weil sie noch keine Wohnung hat – und die Kosten für die Unterbringung im Tierheim steigen immer weiter. Schnell werden sie so hoch sein, dass Frau K. sie nicht mehr bezahlen kann.

Da Frau K. keine Wohnung herbeizaubern kann, sucht sie jetzt Menschen, die ihre beiden Katzen auf Zeit aufnehmen und versorgen können – bis sie die beiden von dort wieder abholen kann, weil sie selber wieder eine Wohnung hat.

Eine andere Option ist, dass die Katzen dauernd im neuen Zuhause bleiben und dass Frau K. sie dort gelegentlich besuchen darf. Wer will helfen? Bitte bei Renate melden: Tel. 323 98 16

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und oben: Mir (Renate) ist eine Elefantenherde zugelaufen. Ich wäre sehr froh, wenn ich sie in beschützende Elefanten-Liebhaberhände abgeben könnte!  Renate, Tel. 323 98 16

Viele Grüße von Schatzi-Caruso!

Das hat uns sein neues Frauchen jetzt geschickt:

Holländische Maincoon-Katze „Mika“ am 5. 7. 2015 in Charlottenburg vom Schiff gesprungen

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Oben: 23. 7. 2015:  Das ist nicht Mika, sondern ihre gleichaltrige Freundin auf der Yacht und dem Arm von Herrn Oo.

24. 7. 2015: Inzwischen haben uns viele sehr sympathische Berliner, die an der Spree wohnen oder spazieren gehen, Katzen angezeigt, dort dort herumlaufen. Wir sind hingegangen, haben geguckt, haben die Katzen auch getroffen – aber bisher leider immer Fehlanzeige. Zwar war es einmal sogar eine langhaarige Maincoon, aber die hatte nicht vier weiße Beine und einen zu 90 % weißen Bauch und auch keinen mittelgrauen Rücken sondern sie war ganz und gar ocker+grau, sie heißt „Malheur“ und stammt aus Ungarn, sagte ihr Frauchen, auf dessen Arm sie saß als wir sie trafen. Einmal haben wir sogar auch eine anwohnende Katze getroffen, die der vermissten von der Fellzeichnung her sehr ähnlich sah – aber das war leider auch „nur“ eine überaus niedliche und kluge EKH und keine Maincoon. Viele Berlin kennen sich anscheinend mit Katzenrassen nicht gut aus.

Am vergangenen Sonntagabend hat uns jemand aufgeregt an die Charlottenburger Schleuse geschickt, weil dort eine graue Katze mit Tigerkopf (mehr war nicht zu sehen) eingeschlossen auf dem Mittelwehr der Charlottenburger Schleuse hocke und dort nicht weg könne. Langhaarig und weiße Beine? Das war leider nicht zu sehen, denn nur ihr Kopf habe aus dem Busch rausgeguckt, sagten die hilfsbereiten Menschen, die mich dann auch dorthin führen wollten. Diesen ca 5 km langen Fussmarsch entlang der Spree habe ich verweigert und bin mit dem Auto hingefahren, um mich umzusehen. Natürlich war die Katze nicht zu sehen. Und natürlich schätzen Menschen, die keine Katze haben, die Fortbewegungsfähigkeiten von Katzen falsch ein. Natürlich kann jede gesunde junge Katze über eine egal wie hohen Maschendrahtzaun klettern, wenn der nicht oben waagerecht nach innen gezogen ist.

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Trotzdem war es ein angenehmer und interessanter Ausflug, die Charlottenburger Schleuse und ihre Umgebung, die vielen schönen Schrebergärten dort, kennenzulernen, es wurde dann doch ein schöner Abendspaziergang obwohl ich eigentlich etwas anderes zu tun gehabt hätte. Dort (unten) soll die Katze in der Umzäunung gesessen haben – und da , das wissen Katzenhalter, kann sie natürlich nach allen Seiten weg, weil sie klettern kann.

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Gestern nun lagen Oostebrings auf dem Weg von ihrem Urlaub in Eisenhüttenstadt nach Groningen wieder am Charlottenburger Ufer. Wir haben uns auf ihrem Boot getroffen und unterhalten. Ich habe dabei erfahren, wann und wie die Katze weggekommen ist:

Der Halter hat die vermisste Katze morgens um 4 auf Deck herumspringen hören und ist sofort hochgerannt, sagt er. Aber als er oben ankam, war die Katze schon weg und nicht mehr zu sehen, auf Rufen hat sie nicht reagiert. Wenn sie ins Wasser gesprungen wäre, hätte der Halter das gehört und die Katze in Bootsnähe schwimmen sehen.

Wir haben zusammen überlegt, was passiert sein könnte: Sie kann ins Wasser gefallen und ertrunken sein (der Halter meint nein). Sie kann an Land gesprunegn sein, weil sie dort einen Vogel, eine Maus, eine Ratte gejagt hat, die weggerannt ist und sie hinter sich hergezogen hat. Sie kann in einen Karnickelbau gelaufen und dort verletzt worden sein. (Entlang der Spree und der S-Bahn gibt es jede Menge Höhlen dieser Art, in denen auch junge Katzen ihre Welpen werfen und aufziehen).

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Wir vermuten also, dass die Begegnung mit einem Vogel o.ä. die Ursache für Mikas Verschwinden war – so wie ja auch die meisten Katzen vom ungesicherten Balkon fallen, wenn ihnen dort ein Vogel oder ein Schmetterling begegnet. Die Katze kann dann auch Spaß am Streunen gefunden haben. Oder sie ist später durch ein offene Haustür oder ein Tor mit Eisenstäben in einem Garten verschwunden und hat sich parterre irgendwo eingenistet, d.h. Nachbarn besucht, die davon vielleicht zunächst gar nichts bemerkt haben. Oder sie wurde in einem offenen Keller eingesperrt. oder sie hat die nahe gelegene Baustellle bezogen (Katzen lieben ja Bauarbeiten! Leider und meist zu ihrem Schaden, z. B. wegen Zement an den Füssen.) Oder sie hat einen Liebhaber gefunden, der nicht auf die Idee gekommen ist, mit ihr zum TA zu gehen und auf Chip untersuchen zu lassen. Die meisten Berliner wissen ja nicht, dass die Entwendung einer Katze eine Straftat ist – und die meisten Richter wissen das ja offenbar auch nicht wie wir am letzten Urteil sehen konnten. Es gibt noch etwa tausend andere Möglichkeiten, wo Mika jetzt sein kann. Sie kann nach Treptow, Spandau oder in den Wedding gelaufen sein. Sie kann geklaut worden sein. Es wäre ein riesiger Glückszufall, wenn ein ehrlicher Finder sich bei uns melden würde. Wir werden aber weiter plakatieren um es möglich zu machen.

Für mich, die ich mich nicht auf Schiffen oder in der Luft aufhalten mag, war es interessant mitzuerleben, dass sich die noch vorhandene Partner-Katze auf dem Boot benahm wie wenn das eine Wohnung wäre. Sie saß entspannt mit uns an Deck und zeigte keinerlei Interesse an allem, was sich ausserhalb des Schiffes bewegt.

Wir fühlen mit diesen wirklich sehr sympathischen Menschen, die mit 4 Generationen und 4 Katzen auf diese Urlaubsreise gegangen sind  und nun trauern, weil sie mit nur noch 3 Katzen wieder nach Hause fahren müssen um ihrer Arbeit nachzugehen.

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Ob die hinterbliebene gleichaltrige Maincoon-Partnerkatze von Mika jetzt auch trauert, war nicht wirklich festzustellen, denn meine Anwesenheit  brachte sie zum Schnüffeln und Fauchen. Aber auf dem Foto oben sieht es ja fast so aus.

12. 7. 2015: Inzwischen haben wir zwar Katzen an der Anlegestelle und am Ufer gesichtet, aber leider war Mika nicht dabei. Wir sahen:

1. einen Anwohner vom Iburger Ufer:

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und noch eine andere Katze, die zur See fährt, einen einjährigen Norweger aus Hamburg: Viele Schiffskatzen dürfen an den Anlegestellen an Land, erfuhren wir – und manche verwechseln gelegentlich das Schiff, wenn sie vom Landgang zurückkommen. Und sie können schwimmen!

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Unten: Mika

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Am 5. 7. 2015 sind Touristen aus Holland mit ihrem eigenem Schiff über die Spree nach Berlin hereingekommen. Mit an Bord war ihre 1,5 Jahre junge Maincoonkatze „Mika“. Mika wollte sich wohl unsere schöne Stadt angucken und ist am Anlegesteg am Charlottenburger Ufer an Land gesprungen – und war weg. (Wahrscheinlich wollte sie uns ja mal besuchen!) Sie trägt ein rotes Geschirr.

Diese gechippte  EU-Maincoon-Katze Mika von Familie Oostebring aus Holland ist am 5. 7. 15 am Charlottenburger Ufer / Ecke Lohmeyerstr (also genau zwischen Schloßbrücke und Caprici-Brücke) an Land gesprungen. Da gibt es entlang der Spree sehr viel Naturgrün. Die Katze kann nach Westen in den Schloßpark und nach Osten über das Iburger Ufer usw. bis Köpenik unbehelligt auf dem Grünstreifen an der Spree entlangwandern und sich selbst versorgen. Sie kann genauso gut auf eine der am Charlottenburger Ufer anliegenden Yachten gesprungen sein und nun als blinder Passagier mit anderen Leuten weiterfahren.

Die ganze Gegend um die Anlegestelle wurde inzwischen mit ihrem Foto und unserer Telefonnummer plakatiert. Wir haben auch Futterstellen in den angrenzenden Büschen angelegt.

Es gab heute, am 10. 7. 2015 eine erste Sichtmeldung von einem Anwohner aus der Iburger Strasse 6!  Um 7:30 h hat sie dort ein Mann gesehen. Allerdings hat er auch gemeint, sie war grau, aber er versteht nichts von Katzen.

Hier sind die entsprechenden Plakate zum Ausdrucken und Anpinnen:

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Die Nummer vom Halter ist: Tel. 0031-65.380.40.26 und mail = oostebring@hotmail.com, unsere Tel-Nr- ist 323 98 16

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immer wieder Mitarbeiter gesucht

Hier kann jeder nachlesen, bei welchen Tätigkeiten wir aktuell mehr Unterstützung brauchen:

Derzeitige Mitarbeit für unseren Verein:

In unseren Pflegestellen,h. in Charlottenburg, Neukölln, Spandau, Hellersdorf:

  • Füttern, Klos leeren und reinigen, Wasser erneuern, Stuben reinigen (fegen, saugen, wischen), (früh 9 – 12 h und spät 19 – 23 h)
  • Reparaturarbeiten an Vernetzung usw. also ganz machen, was kaputt geht. (tagsüber zwischen 12 und 18 h)
  • Fenster reinigen, evtl Rahmen anstreichen…(tagsüber zwischen 12 und 18 h – und außerhalb der Aufenthaltsräume für Katzen)
  • Zum Tierarzt gehen: zwischen 10 und 12 bzw. 16 und 18 h, also wann da offen ist.
  • Einkaufen: v.a. Streu, Futter und Maltpaste

Bei Catsittingkunden und bei uns:

  • Catsitting bei uns und bei anderen, vor allem morgens früh (9 – 11) und abends spät 20 – 22 h). Evtl mit Verabreichung von Medikamenten

Generell:

  • Spenden entgegennehmen, abholen oder wegbringen
  • Büroarbeit: abzugebende Katzen einstellen und bei ebay einsetzen, dort betreuen
  • Mitgliedsausweise fertigen und verteilen (auf der nächsten MV)
  • Organisation von Versammlungen,
  • Organisation und Betreuung unserer „Katzentreffen“
  • Mitgliederbetreuung (nur von Mitgliedern für Mitglieder)
  • Es wäre schön, wenn wir mal wieder Zeit hätten, eine neue Zeitung herauszugeben. Stoff dafür haben wir genug, aber keinen, der sie macht!
  • ganz wichtig: Einzel-Pflegestellen OHNE Katzen für Notfälle an Land ziehen!
  • Gartenarbeit

Wir können nur solche ehrenamtlichen Mitarbeiter brauchen, die nicht auf Unterhaltung aus sind (denn dafür haben wir keine Zeit) sondern die ohne viel Gerede die jeweils anfallende Arbeit tun wollen und können. Leider können wir auch hier verbrachte Zeit nicht bezahlen.

Jeder Arbeitstag sieht anders aus und richtet sich nach den Anfragen, die an uns ergehen.

Heute zum Beispiel so:

Do, 25. 6. 2015

  • Frau B. aus Siemensstadt hat in ihrem Haus am H, parterre eine schlanke Katzenmutter mit 4 – 5 Babys entdeckt, die schon 4-6 Wochen alt sind und eingefangen und gezähmt werden müssten, Tel. 3xxxxx – an Klaus Kowi weitergeleitet; er will alle einfangen und nach Zossen bringen;
  • Krümel fraß nachts erstmalig wieder Trockenfutter: 20 g Trockenfutter k/d! Gott sei Dank! Dadurch muss ich sie nicht mehr 5 – 6 x täglich füttern.
  • 12:30 h: eine halbe Stunde mit MT gequatscht: Thema: Struktur vom Katzenschutz in Berlin – und ich habe Telefonnummer von Frau Wesselhöft erhalten.
  • 12 h: Sanfour kriegt 2 x tgl. 1,5 Tablette Synulox weil vereiterte und verschorfte Verletzung am Ohr! Die hatte Chris (zum Glück) heute entdeckt. Ich hatte mich schon gewundert, warum Sanfour heute nichts mit mir zu tun haben wollte und nicht ins Bett kam!
  • 10 h : Catsittinganfrage: 2 Katzen in Steglitz/ Schöneberg (?), Frau K, Pstr , mail =,  Tel. 017xxxxxxxx, 15 € pro Tag, 1 x täglich. Es wäre schön, wenn die Katzen dabei auch an den Verzehr von Feuchtfutter gewöhnt würden: Jenny sagt ja.
  • 9:45 h Anruf von RA-Kanzlei F. (habe ich so verstanden): Sie wollen die Anschrift von Anne haben, denn der Hund Carlo von Heidi wurde nach ihrem Tod noch nicht umgemeldet, und die Hundesteuer wird immer noch von den Anwälten aus Heidis Nachlass bezahlt.
  • 16 h: Jetzt muss ich noch mal schnell  nach Sanfour sehen und dann noch Katzenfutter beim TA kaufen, denn krümel frißt derzeit nur k/d. (Vorsicht: sehr fettig!)
  • 16:30 h: zum TA, Katzenfutter kaufen und evtl Fufu mitnehmen um nach der Wunde sehen zu lassen.
  • Mehr geht jetzt nicht. Dann schalte ich das Telefon ab. Wer mir was sagen will, muss sich mit dem AB begnügen.

So, das ist nun die 1. Hälfte meines halbwegs normalen Arbeitstags. Die 2. Hälfte beginnt dann so gegen 20 – 21 h und endet so gegen 2 h. Natürlich muss man verrückt sein, um so etwas tun zu können und dann auch noch die meisten anfallenden Kosten selber aus der eigenen Tasche zu bezahlen, wenn denn genug drin ist in der Tasche!

Den anderen kleinen Katzenschutzvereinen oder Einzelschützern hier in der Stadt, mit denen wir gut zusammenarbeiten, geht es auch nicht anders.

Es ist immer zu viel. Es tut uns aber gut, dass wir uns haben. Wir,  das sind etwa 8 sehr kompetente, selbständige, ehrenamtliche Vollzeit-Katzenschützer, verteilt in allen Ecken von Berlin. Gut tut uns, dass wir uns mühelos miteinander verständigen können, weil wir sofort verstehen, worum es geht. Gut tut uns auch, dass alle Beteiligten die Kompetenz und selbstlose Einsatzbereitschaft ihrer Kollegen/innen  wertschätzen können!   RenaLu

 

 

 

Charmeur und andere brauchen neues Zuhause als Einzelkatze

20. 6. 2015: Wir haben auf der Unterseite „Tiere/ abzugeben“ in den letzten 3 Tagen einige neue Katzen jeden Alters mit derzeitigem Aufenthalt in verschiedenen Gegenden von Berlin (Spandau, Hellersdorf und Buckow) eingestellt, die auf ein glückliches Leben im liebevollen neuen Zuhause warten. Einige davon sehen Sie unten. Sind Sie auf der Suche nach einer Katze? Bitte, schauen Sie dort vorbei!

Alle Katzen sind gechippt, entwurmt, entfloht, kastriert und geimpft. Die meisten von ihnen wurden von erfahrenen Katzenfängern von draußen eingefangen, tierärztlich grundversorgt, dann zu Hause aufgenommen und mit großer Geduld und viel Liebe an die menschlichen und tierischen Mitbewohner gewöhnt.

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Der oben zu sehende Perserkater heißt Eros. Er ist ca 8 Jahre alt, geschoren und kastriert, gechippt und geimpft. Eros lebt derzeit in Spandau bei Beate Rusch, Tel. 36 77 527

und:

Buckow: Etwa 6 Jahre alter liebenswerter Charmeur, menschenbezogener Schmusekater von draußen (grau-weiß, normale Hauskatze mit etwas Langhaareinmischung – Klaus hat ihn eingefangen und aufgenommen) braucht dringend neues Zuhause als wunderbarer Einzelkater (denn er kann nur nicht mit Katzen), evtl auch als Pflegestelle. Denn wo er jetzt ist, kann er nicht bleiben, weil er die anderen Katzen alle aufmischt. Falls Interesse Tel. 323 98 16, Renate Luhmer, Foto folgt baldmöglichst.

Hellersdorf-Marzahn: Wir suchen auch gute neue Halter für einen dreijährigen roten kater und einen zweijährigen schwarzen Kater (getrennt), die jetzt in Hellersdorf untergebracht sind, Frau Enge,  Tel. 51 42 003

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Und: Neuer Artikel zum Thema: „Schweren Katzenschnupfen behandeln“ unter Archiv/ Krankengeschichten/ Unterseiten

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Strassenkatzen, Freigänger und dies & das

Es ist oft nicht leicht, Strassenkatzen und Freigänger zu unterscheiden, jedenfalls dann nicht, wenn sie Hunger haben und die Nähe suchen.

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Jeder, der seine Katze raus lässt, sollte sie anfangs auf ihren Wegen durchs Karree begleiten, damit der Halter weiß, welchen Gefahren durch Maschinen, Menschen und Tieren sie dort ausgesetzt ist – und welchen lebensgefährlich oder teuren Blödsinn sie dort machen.

Unkastrierte Freigänger nach draußen zu lassen, ist unsinnig, denn sie erzeugen dort in kurzer Zeit eine große Menge an Katzen, die nicht verantwortungsbewußt gehalten und vergeben werden können. Sie sorgen auch für hohe Tierarztkosten bei allen Haltern, die ihre Katzen vielleicht schon lange und gut organisiert und kastriert rauslassen.

Wir brauchen keine Strassenkatzenzuchten und auch kein massenhaftes Katzenelend in Berlin. Die Tierschutzvereine sind finanziell und arbeitstechnisch überfordert mit dem Einsammeln, den Kosten für die tierärztliche Versorgung (im Berliner Standard) und dem verantwortungsbewußten Vermitteln.

Halten Sie also bitte Ihre kastrierten Katzen drinnen oder in Freigehegen vor ihrer Wohnung.

An dieser Stelle müssen wir unsere katzenfreundlichen Hausbesitzer einmal sehr loben, denn in unserem alten Mietshaus haben alle Parterrewohnungen ein gartenähnliches, kleines Freigehe. (Hoffentlich verkaufen sie unser Haus um keinen Preis, egal was man ihnen im Zuge der Umwandlung unserer Strasse von gutem sozialem Kiez in Luxus-Investmentmasse: leerstehend oder fremdsprachig bevölkert. Wir finden die Politik der so genannten „Privatisierung“ also des Verkaufs unserer Infrastruktur aus Geldgier und allen für uns nachteiligen Folgen inakzeptabel. Wir möchten Politiker, die uns vor der Zerstörung unserer Kieze und der zugehörigen sozialen Struktur bewahren bewahren anstatt so zu tun als ob es keine Möglichkeit gäbe, die Diktatur des globalen Kapitals zu bremsen oder abzufedern. Wer meint, dass Einkommenszuwächse Lebensqualität bedeuten oder dass es keine anderen Möglichkeiten zum Überleben gibt als die Heilige Kuh des Wirtschaftswachstums auf jeden Fall zu mästen, der ist dumm. Wer meint, dass Menschen in immer größeren, unübersichtlicheren und undurchschaubareren sozialen Gefügen ohne verbindliche Spielregeln und Werte organisiert werden wollen auch.)

Hier ein Flyer zum Ausdrucken zum Thema:

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Und hier noch mal ein paar inzwischen handzahme, im Winter im Wedding eingefangene, junge, kastrierte, geimpfte Ex-Strassenkatzen (Perle, Beusselchen undMohrle), die bei Klaus Kowalski (Tel. 6 04.73.61) noch immer auf die Vermittlung in ein gutes neues Zuhause warten:

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Kowi-Morena-15-02

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