Thiamazolsalbe – Anwendung

Wir hatten voriges Jahr große Probleme mit Püppi, einer damals 17 Jahre alten Katze, die sehr schwach wurde, erbrach und schließlich beim Laufen umkippte. Die Untersuchung bei Dr. Schrey ergab, dass sie zu viel Thiamazolsalbe (gegen ihre Schilddrüsenüberfunktion) von mir ins Ohr bekommen hatte. Dadurch entstand eine Symptomatik wie bei einer sehr starken Schilddrüsenunterfunktion, die Katze war vergiftet. Sie hatte Durchfall, erbrach, fraß kaum noch was und taumelte.

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Wir haben daraufhin die Salbe einige Tage ganz weggelassen, dadurch kam es wieder zu einer horrenden Überfunktion, die Katze zitterte, war enorm hektisch und überaktiv, beinahe schlaflos, sie fraß zwar wieder, nahm aber trotzdem ab.

Wir haben die Salbe nun wieder gegeben, aber anders angewendet als zuvor. Wir haben nun die halbe Menge, also 0,05 statt 0,1 ml 2 x tgl ins Ohr geschmiert – und wir haben auch 2 x nacheinander dasselbe Ohr genommen, damit keine Überlappung durch noch unaufgebrauchte Salbenreste in beiden Ohren vorhanden sein konnte. Also z.B.: an dem einen Tag war das rechte Ohr morgens und abends dran, am nächsten Tag das linke, am übernächsten wieder das rechte. Wir haben auch darauf verzichtet, die Salbenreste, die nach der Verabreichung noch am Handschuh klebten, in das saubere Ohr zu tun.

Mit dieser Anwendung war der Katze unübersehbar nicht geholfen, der T4-Wert betrug noch immer 12 – 13 statt maximal  5.

Dann verschwand unser Tierarzt, wir gingen zu Dr. vom Hove, der in seiner Praxis selber Thiamazolsalbe herstellt. Er meinte, dass der Zustand von Püppi darauf zurückzuführen sein kann, dass die Salbe, die wir in Benutzung hatten, unzureichend  gerührt worden ist, also schlecht durchmischt, so dass manche Teile zu viel und manche zu wenig Wirkstoff enthalten. Wir sollte seine selbstgemachte Salbe kaufen und ausprobieren. Das taten wir dann auch und erlebten, dass die Katze mit der Dosierung von 0,08 ml morgens und abends hervorragend eingestellt war und sich komplett erholt hat. Püppi wird dieses Jahr 18, ist der Liebling von allen, schmust, spielt, kommuniziert mit allen Menschen und freut sich bei gutem Appetit und guter Verdauung ihres Lebens.

Allerdings kostet und das Leben von Püppi nun 1000.- € pro Jahr anstatt 50 €.

unten: Püppi mit Chris 2015

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12. 4. 2015: Und wieder Probleme mit Püppis Zustand und ihren Schilddrüsenwerten: Die Werte sind zu hoch. Und sie sind noch mehr angestiegen obwohl wir die menge an Salbe ins Ohr von 0,1 auf 0,15 ml erhöht haben. Es kommt uns so vor als ob die Haut im Ohr die Menge an Salbe im Ohr nicht mehr ganz aufnehmen kann, weil es zu viel ist. Deshalb bekommt Püppi nun zusätzlich 1/2 Carbimazol morgens und abends. Damit scheint es ihr besser zu gehen. Die Pupillen sind nicht mehr so groß, die Katze ist nicht mehr so rappelig, das Näschen ist wieder kräftig rosafarben und sie interessiert sich auch wieder für Futter.

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