Technischer Support u. a. gesucht

Liebe Leser unserer Seite,

unser Verein kann nur sinnvolle Katzenschutzarbeit machen, wenn er  genügend  kompetente ehrenamtliche Arbeitskräfte hat, deren Kenntnisse und Einsatzbereitschaft über das Füttern und Beschmusen von Katzen hinausgehen.

D.h. wir brauchen intelligente, kompetente, zuverlässige, zeitlich verfügbare, mobile, geschäftserfahrene, kommunikative, digital, bürokratisch und juristisch lernwillige und erfahrene Hilfskräfte, denn sonst können wir dem Katzenschutzbedarf in Berlin nicht gerecht werden. Ich kann das und zusätzlich auch noch die Katzenversorgung von aufgenommenen Katzen in einer oder mehreren Pflegestellen  nicht alleine machen. Unser Verein ist inzwischen ziemlich bekannt, weil wir seit 2000 im Rahmen unserer personellen und finanziellen Möglichkeiten gute Katzenschutzarbeit gemacht haben und weil sich in unseren Reihen eine kleine berlinweit tätige Gruppe von intelligenten, selbstlos tätigen, erfahrenen Katzenschützern zusammengefunden hat. Unsere Erreichbarkeit ist auch überdurchschnittlich gut im Vergleich mit anderen, größeren vereinen. Deshalb sind die Anfragen nach Hilfe im leibhaftigen Katzennotfall  an uns dementsprechend groß. Ich kann die viele Arbeit in allen Teibereichen aber nicht alleine und selber bedienen. Wir brauchen Mitarbeiter, denen klar ist, dass ihre Arbeitszeit für den Verein  zwar (noch) unbezahlt ist, dass „ehrenamtlich“ aber trotzdem nicht nachrangig oder unverbindlich, beliebig  bedeutet.

Problematisch ist daran, dass sich im Rahmen der Vielzahl der eingetragenen Vereine, deren wirtschaftliche Existenz  auf unbezahlter Ehrenamtsarbeit basiert, ein dritter „Schattenmarkt“ etabliert hat, in dem viele Halt und Erhalt suchen, die sich in den beiden anderen Überleben und Auskommen halbwegs (abnehmend!) sichernden „Märkten“, nämlich dem offiziellen Markt und dem Schwarzmarkt nicht einbringen oder halten konnten. Bei uns versuchen also jene zu landen, die keinen Boden unter den Füßen haben und auch keine Fähigkeiten haben, mit denen eine Firmenstruktur herstellbar wäre oder mit denen uns Arbeit abnehmen können.

Es tut mir immer leid, wenn Leute bei mir anrufen, die sich in einer Notlage mit einem Tier befinden und ich ihnen sagen muss, dass ich ihnen das Tier weder abnehmen kann noch die Kosten für seine Versorgung noch auch ihnen dabei behilflich sein kann, selber ihr Tier gut unterzubringen oder wieder hinzukriegen, weil ich dafür selber keine  Zeit und unser Verein  kein langfristig anwesendes  Personal noch Räume  noch Geld hat.

Zum Thema Geld fällt mir noch ein: ich soll also zusätzlich zu allem anderen auch noch für die Handlungsfähigkeit unseres Vereins sorgen indem ich ausreichende  Einnahmen aus Spenden zustande bringe indem ich meine Zeit mit Kundenbeschmusung verbringe anstatt mit Tierpflege, Büroarbeit und Kommunikation. Diese Widrigkeit kennen und hassen wir Vorstände alle: ich kann mich gut daran erinnern wie sauer der Vorstand vom TVB seinerzeit war, als er die ca 20 Affen (und einen Schakal, 5 Papageien und 2 Waschbären) von der Tierpension Geue aufnehmen sollte, weil Frau Geue alt und krank war und nicht mehr konnte: anstatt sich bei Frau Geue dafür zu bedanken, dass sie so viele Jahre für diese Exoten gesorgt hatte, war man sauer, dass sie das Grundstück, auf dem sich die Tierpension befand, bereits an ihre Kinder vererbt hatte, so dass keine „Abfindung“ im Zusammenhang mit Tierübernahme erfolgen konnte. Ich verstehe in diesem Zusammenhang den Ärger vom TB-Chef, denn die Unterbringung einer so großen Menge von Exoten ist teuer und eigentlich nicht Sache vom TB sondern vom Land Berlin. Keiner von uns Vorständen hat Lust, seine Arbeitszeit mit der Beschmusung von Erblassern zu verbringen in der Hoffnung mit dem Gewinn daraus Tierschutz machen zu können. Oft genug sind die Erblasser auch arme, einsame  Menschen, die mit einem nicht vorhandenen Erbe winken, weil sie wollen, dass sich jemand um sie kümmert. Um das herauszufinden muss man es aber in jedem Fall erst mal machen. Und in der Zeit kann man dann nichts anderes machen

Mit anderen Worten: wir brauchen eine Finanzierung von Tierschutz, in der nicht die Arbeitszeit und die Fähigkeiten von Tierschützern dabei draufgehen, dass sie Finanzen erwirtschaften müssen damit ihr Verein überhaupt geschäftsfähig ist. Das, was im Tierschutz kostet, ist die Unterbringung, Versorgung und Verpflegung der leibhaftig existierenden Tiere. Dafür fehlen Geld und Personal. Deshalb, meine ich, brauchen die eingetragenen Vereine  eine Kostenpauschale für die (nachgewiesene) Aufnahme und Instandsetzung von Tieren. Es ist Sache des Landes sich auszudenken, wie es die dadurch die entstehenden Kosten wieder hereinbekommt. Hoffentlich nicht Einnahmen aus der Versteinerung von Berlin durch Bau- und Geschäftstätigkeit in Sachen leerstehende Spekulationsmasse.

Dh, ich / wir suchen Leute, 2008 betrugen diese Kosten pro Tier laut eigener Auskunft für die damals im Tierschutzforum unter Dr. Lüdke erstellte Statistik ca 850,. € pro Tier pro Jahr bei uns und um die  2500.- € pro Tier im TB. Diese Differenz war damals  bedingt durch die Kosten vom TB und die  Gehälter vom  Personal.

Wir können Helfer nur dann brauchen, wenn sie arbeitsfähig sind und zuverlässig und verbindlich  langfristig mitarbeiten wollen  in folgenden Arbeitsbereichen:

  1. im aktiven Tierschutz mit lebendigen Tieren:
  • Pflegestellensuche und -Beratung / Unterbringung von Tieren
  • Katzenvermittlung (macht Ingrid Noto, wir brauchen aber mehr Leute)
  • kompetente Stellvertreter für Ausfälle von Personal bei der Katzenversorgung in den Pflegestellen
  • erfahrene Katzenpfleger, die Lehrlinge anlernen können
  • ich träume auch immer noch von Helfern, die sich um Praktikanten und Kinder kümmern möchten

2. Kommunikation und Büro

a. Bürgerberatung in Katzenfragen

b. Die Qualität unserer Arbeit steht und fällt mit der Fähigkeit zur Bildung von Arbeitsgruppen und der Kommunikationsfähigkeit. Ein-Personen-Tierschutzinitiativen können weder Arbeitsgruppen bilden noch kommunizieren. Sie haben zwar oft sehr viel Fachwissen, sind aber durch ihre fehlende Vernetzung nicht Teil einer Struktur, die den Bedarf vom Ganzen überblickt und so bedienen kann, dass Zuständigkeiten für Bürger klar erkennbar sind und Tierschützer Not gezielt lindern können. (Ich konnte in den letzten 5 Wochen bedauerlicherweise bereits dreimal Katzen, die trächtig waren oder sehr kleine Kitten hatten, nicht unterbringen, weil ich niemanden kenne, der sie auf eigene Rechnung und in eigener Verantwortung PRIVAT hätte aufnehmen können (Aufnahme in eine Katzenstation möchte ich nicht, denn sie endet wegen Verseuchung / Ansteckung mitunter tödlich.)

Einzeln vor sich hin wurschtelnde Tierschützer können aber eben nur ihre ein-, zwei oder drei Tiere schützen. Wenn das viele sind, können diese vielen auch viele Tiere schützen. Es sind dann aber alles selber vor sich hinwurschtelnde Privatpersonen, die unerkannt und ungesehen auf eigene Rechnung alles so machen wie sie es tun wollen und können. Egal ob sie Fähigkeiten haben. Also Rentner, die von 850 E Rente oder Harzt im Monat sich selbst ernähren und  „Tierschutz machen“ (wollen) und sich erfahrungsgemäß dabei versteckt halten, weil sie selber an ihrer Kompetenz zweifeln und auch weil sie Angst haben, dass sie von den Behörden an ihrer Arbeit gehindert werden, wenn sich ein Bürger, den diese Arbeit stört, darüber beschwert. Erfahrungsgemäß stehen die Behörden meistens auf Seiten der der Beschwerdeführer, egal wie absurd deren Beschwerde ist. ich kenne aber auch 2 Ausnahmen. Eine davon haben wir hier selber erlebt.

Diese Art von unorganisiertem, oft inkompetenten und von armen Menschen selbst finanziertem  „Tierschutz“, das ist das, was das Land Berlin haben will: weil es nichts kostet und weil Politiker keine Ahnung haben: weder vom Tier noch vom Bedarf. Und offensichtlich auch keine realistischen Vorstellungen davon wie eine flächendeckend Not-wendige Katzenschutz-Struktur in Berlin aussehen sollte und könnte.  Es ist also so: Die Landesregierung vom Land Berlin will nicht, dass sich daran was ändert – und die unorganisierten Einzelschützer wollen auch weiter unbehelligt und mehr oder weniger heimlich und ungestört „ihr Ding“ machen. Wer auf der Strecke bleibt, das sind die Tiere und der in Tiernot befindliche Bürger. Egal ob das Tier ein gefundenes, ein „aufgedrücktes“ oder das eigene Tier ist.

Wenn es anders, besser, werden soll, dann brauchen wir einen „Runden Tisch“ mit vernünftigen und erfahrenen Praktikern (für alle Tierarten) , die sich bedarfsgerechte Strukturen für die realistische Bedienung von Tierschutz  ausdenken und den zugehörigen Finanzbedarf vom Land einfordern.

Einer vom Vorstand sollte zuständig sein für die Kommunikation mit den anderen Vereinen und für Anfragen aller Art von draußen, z.B. Kontakt mit der Presse (neulich wollte der „Berliner Kurier“ von mir wissen, wie viele ausgesetzt Katzen wir im Jahr finden. Ich konnte ihn auf  die Statistiken in unserem auf der Webseite veröffentlichten Finanz- und Geschäftsberichten verweisen – derzeit haben wir aber dafür keine Mitarbeiterkapazitäten frei) D.h., wir brauchen mehr Vorstandsmitglieder, die eigenverantwortlich und selbständig in Rechenschaft an den verein tätig sind. D.h. wir brauchen mehr Vorstände und dazu eine Satzungsänderung mit Genehmigung durch die MV.

3. Im Büro

a. ich brauche ich einen Techniker, da ich technisch unbedarft bin und der zunehmenden Digitalisierung nur noch abnehmend folgen kann.

b. Es fehlt mir ein Vorstandsmitarbeiter, der / die sich für alle Belange und Aktivitäten, ja das ganze Geschehen im Verein interessiert (so wie Sabine Schulze das früher bei uns gemacht hat) und die  als selbständige Schreibkraft  fortlaufend Tätigkeitsberichte   von den aktiven Tierschützern einsammelt und diese am Ende des Jahres im Geschäftsbericht für das Finanzamt im Rahmen der Steuererklärung und für unsere Webseite zur Info für den interessierten Leser zusammenschreibt. Hilfreich und sinnvoll wäre es auch, wenn ein Mitarbeiter sich um Statistik kümmert, die von Interesse fürs Ganze ist.

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