Sommersaison in Corona-Zeiten

Im Sommer gehen mehr Katzen draussen spazieren als im Winter, das bringt die warme Zeit so mit sich. Katzen unter 5 Jahren und neu zugezogene, noch ortsunkundige Katzen nehmen es manchmal nicht so genau damit, sich regelmäßig bei Ihren Haltern einzufinden um diesen klar zumachen, dass sie noch da sind. Manche dieser gut versorgten Lieblinge langweilen sich aber auch im vertrauten Nest und suchen sich eine unterhaltsame Zweit- und /oder Drittfamilie. Manche sitzen auch lieber draussen als drinnen. Allen Katzen ist eigen, dass sie immer nur tun, was sie selber wollen.

Wie Katzen sich bei einem unfreiwilligen Aufenthalt in Freiheit benehmen, das ist sehr unterschiedlich. Manche verstecken sich tagsüber in Höhlen und Kellern und kommen nur nachts raus, wenn sie das noch können, andere setzen sich schreiend beim Nachbarn vor die Tür bis er sie reinläßt.

Katzenhalter würden sich und uns einen großen Gefallen tun, wenn sie ihre Tiere auf jeden Fall kennzeichnen (und vielleicht ja auch kastrieren) lassen, denn wir können nicht den Halter von jeder draussen gesichteten Katze suchen, wenn diese offenbar gepflegt und weder verwahrlost noch krank oder verletzt ist. Freilauf ist nicht verboten, auch dann nicht, wenn das Revier ausgesprochen ungünstig für das Überleben der Katze ist. 

Trotzdem bemühen wir uns in jedem Fall von unter ungünstigen Umständen draussen gesichteter Katze darum, den besorgten Finder zu beraten und ihm bei der Lösung seines Problems zu helfen. 

Wichtig und gut wäre es, wenn der Finder mitarbeitet und die Katze füttert, damit sie nicht weiterwandert und dann aber auch n seinem Umfeld den Eigentümer vom Tier sucht. Die Katze einfach reinzuholen und zu behalten, das wäre Fundunterschlagung, also ein Straftat.

Die Besitzer der links oben abgebildeten, nicht anfassbaren Katze konnten wir durch eine Vermisstenanzeige bei ebay scheinbar ermitteln. Die zugehörige Geschichte ist – wie fast alle Katzengeschichten – ungewöhnlich bis merkwürdig.    

Die Corona-Krise erinnert ja irgendwie an das Berlin von vor der Mauer, sie ist deshalb für viele ältere Berliner eine Wohltat. Die Beschränkungen wegen der Krise könnten besseren Kontakt im Umfeld, Bodenständigkeit und Kiezkenntnisse erzeugen, also die besten Voraussetzungen für Katzen in Freilaufhaltung, vorausgesetzt, das Grün im Kiez, das Mensch und Tier brauchen, bleibt erhalten. 

Diese Krise könnte den Menschen auch zeigen, was alles genau sie eigentlich NICHT brauchen und wieviel besser es ihnen mit dieser entspannenden Entschleunigung  und dem Verzicht auf Überflüssiges geht.

Dem regionalen Katzenschutz tut die Krise ausserordentlich gut, denn endlich gibt es wieder eine Nachfrage nach einheimischen Katzen beim Tierschutz, weil das Einfliegen von im Internet bestellten Katzen ja jetzt nicht geht. Diese Entschleunigung könnte AUCH dazu genutzt werden, Wissen über und Kompetenz im Umgang mit Haustieren  weiterzugeben. 

Renate   T. 323 98 16

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