Freigänger „Grisu“ ist vermittelt

Grisu
Grisu spielt gern…

Grisu ist ungefähr 2 – 3 Jahre alt und lebt seit Nov 2019 bei Ursel. Er ist gechippt, geimpft und sehr lieb, aber auch ein Freigänger, der auf seinem Freigang besteht.  Anders ausgedrückt: Er randaliert so lange bis er raus kommt. Wir hatten uns das so schön vorgestellt mir ihm: dass dieser junge Kater, der im November 2019 in Reinickendorf zugelaufen war und der unbedingt raus wollte, in einer Parterrewohnung mit Freigehe in Charlottenburg  bei einem katzenerfahrenen Frauchen ein schönes Zuhause als umsorgte Einzelkatze mit Freigehege haben würde. Das hat ihm aber nicht gereicht. Er ist aus seinem Gehege ausgebrochen und nachts in der Kantstr. angefahren worden. Dann kam er nicht mehr zurück, weil er einen Oberschenkelhalsbruch hatte und nicht mehr üer die Mauern springen konnte, die ihn von seinem Zuhause trennten. Er zog also bei Nachbarn parterre ein, nachdem er sich weinend vor deren Fenster bemerkbar gemacht hat. Ursel hat ihn gesucht und Plakate gepinnt, die Nachbarn haben sich gemeldet, der sehr geliebte Kater war wieder zu Hause… … und wollte nach seiner OP und Genesung dann wieder raus. 

Raus kann er in Henstedt/Schleswig, denn da hat Frauchen ein Haus mit Garten, es gibt kaum Menschen und noch weniger Strassen mit AutoVerkehr – und auch keine Jäger, die Katzen erschiessen (wie in Brandenburg und Baden-Württemberg) . Nun ist aber Frauchen erkrankt und muss in Berlin behandelt werden. Es ist ihr auch in Hensted zu einsam. Der Kater sorgt  aber in Berlin in seinem Freigehege dafür, dass im ganzen Haus keiner mehr schlafen kann. So geht es nicht. Ich kenne das Problem. Sowohl mit den Katzen die raus wollen wie auch das mit den Nachbarn, die schlafen können wollen und keine Zweitwohnung haben.

Sehr langer Rede kurzer Sinn: Dieser junge, mit seinem Frauchen sehr liebe  Freigänger braucht ein neues Zuhause als Einzelkater mit gefahrlosem Freigang bei einem oder zwei Menschen, die sich mit ihm beschäftigen und gut auf ihn aufpassen… Wer möchte ihn bei sich aufnehmen? Wer kennt jemanden, der ihn aufnehmen und auf ihn aufpassen möchte? Es eilt…

Tel. 323 98 16 – Renate 

Nachtrag vom 20. 07. 2021:

Grisu hat einen Katzen-erfahrenen neuen Halter mit Haus und Garten in Schleswig-Holstein nahe Henstedt gefunden. Alle wirken sehr zufrieden.

Es gibt aber offenbar Probleme, die es auf dem Land, also dort, wo sich die Füchse „Gute Nacht!“ sagen, oft gibt:

Zum einen fressen diese Füchse auch Katzen – und zum anderen schießen ortsansässige Jäger Katzen ab, die sich mehr als 200 Meter von ihrem Zuhause entfernt haben, sagt der Tierarzt.  Das ist ein Unding, aber der Gesetzgeber will es so – und die Bevölkerung macht nichts dagegen. In Brandenburg, Baden-Württemberg und eigentlich überall  ist das ja auch nicht anders. Es gibt aber eben Katzen, die man drinnen eingesperrt nicht halten kann und auch nicht sollte: nicht nur, weil sie drinnen randalieren und ihre Halter und die Nachbarn nerven, sondern auch  weil sie drinnen eingehen, wenn sie in Freiheit geboren wurden und gelebt haben.

Sehr bedauerlich finde ich, dass das Haus vom neuen Halter keine Katzenklappe hat, so dass die Katze nicht jederzeit rein und raus kann. Das ist wichtig, wenn sie sich vor menschlichen oder tierischen Feinden in Sicherheit bringen muss. Eine Katze, die vor dem Haus auf den Halter warten muss, ist nicht nur gefährdet, sondern erlebt dieses Haus auch nicht als ihr Zuhause und sucht sich erfahrungsgemäß was Besseres. Das kann ich gut verstehen, denn ich würde auch nicht draußen vor meiner Wohnung darauf warten wollen, dass mich irgendwann jemand reinläßt. Manche Halter denken nicht von der Katze aus, das lassen sich viele Katzen nicht gefallen.

 

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