Mitarbeiter

 

11. 7. 2017: Unser Tierschutz-Verein mit Schwerpunkt Katze bräuchte berlinweit mehr kompetente, zeitlich verfügbare  und mindestens finanziell, geistig  und körperlich möglichst gesunde Zu- und Mitarbeiter. Denen sollte klar sein, dass wir paar Menschen, die in kleinen Vereinen organisiert sind, nicht zusätzlich zur Katzennot-Bedienung auch noch Sozialarbeit, Krankenpflege, Unterbringung, Versorgung, Beschulung und Ausbildung von mehr oder weniger notleidenden Menschen machen können, egal wie sinnvoll das wäre. Dafür haben wir kein Personal, zu wenige ausreichend kompetente Mitarbeiter. Und kein Geld.

Es wäre fair von Politikern und Presse, wenn sie den Bürgern die Wahrheit über den Tierschutz sagen  würden: dass Tierschutz von ihnen nicht organisiert und auch nicht finanziert wird, dass Tierschutzvereine jetzt keine unbezahlten Dienstleister für Bürger mit Tierschutzbedarf sind. Dass also die Bürger unsererseits keinen Anspruch auf Bedienung und Versorgung haben, wir sind keine Behörde. Tierschutzvereine können jetzt den Bürger nicht nach seinen Vorstellungen mit Haustierschutz beliefern, weil ihnen dafür Geld, Unterbringungsmöglichkeit von Tieren und ausgebildetes, bezahltes Personal fehlt, also die ganze flächendeckende Infrastruktur. Und weil das alles fehlt, muss  der  Bürger in Berlin begreifen, dass er den Katzenschutz hier selber machen, wenn er will, dass er stattfindet. Um das zu können, müsste er kompetent sein, also Erfahrung und Wissen im Umgang mit Katzen und Katzenhaltern  haben. Learning by doing?

Wir paar organisierten Katzenschützer mit viel im Berufsalltag gewonnener Basiserfahrung können nur beraten. Wir könnten beim Aufbau von sinnvollen Strukturen behilflich sein. Deren Erscheinen ist aber noch nicht absehbar. Und unsere Fachkenntnisse in der Sache wollte bisher niemand nutzen.

 In allen Bezirken täte uns  auch  teamfähiger Nachwuchs gut, der bereit und imstande ist, die im Katzenschutz anfallenden Arbeiten (Bürgerberatung, Vereinsarbeit, Transporte, Kommunikation, Catsitting, medizinische Versorgung, Halter- und Bürgerberatung, Erarbeitung von Einnahmen für den Verein) „bei doing“ zu tun, zu lernen und sich zuverlässig, verantwortungsbewußt, realitätsgerecht an der praktischen, wirtschaftlichen und  der politischen Arbeit von Katzenversorgung zu beteiligen. Oft interessieren sich aber Ehrenamt-Anwärter mehr dafür, was sie von uns kriegen können als  dafür, ob sie etwas Sinnvolles und Nützliches für unseren Verein tun können.

Es melden sich auch gelegentlich Schüler, die bei uns mitmachen wollen, manche auch sogar im schulischen Rahmen, aber leider fehlen uns ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich um Kinder kümmern können und wollen. Dadurch (und vtl auch durch Technologie-Wahn, Gentrifizierung, Verarmung  und Globalisierung) gibt es auch so gut wie keinen Nachwuchs mehr im Katzenschutz.

Unsere Station in Charlottenburg ist aufgrund ihrer Belegung mit alten kranken Katzen besonders für solche Helfer geeignet, die lernen wollen wie man bei Katzen Krankheiten frühzeitig erkennt  und wie man sie bedienen, heilen oder das Ende bei gutem Wohlbefinden herausschieben kann.  Also für Menschen, die sich für Biologie interessieren und  am  Erhalten und am Heilen interessiert sind, die in Ruhe hinschauen, lernen und nachdenken möchten anstatt  ein vorzeitiges Ende des Katzenlebens  hinnehmen… weil es weder Geldausgaben noch Wissen erfordert und ja auch keine  Arbeit macht.

Wir haben jetzt hier 2 Katzen mit Diabetes, 2 Katzen mir Pankreatitis (eine gering und eine rückläufig bei Pankreastumor), 3 Katzen mit Schilddrüsenüberfunktion, 2 Katzen mit Knieverletzungen (eine alte bei einem Kater von 15,5 Jahren  und eine relativ neue Verletzung bei einer Katze von  ca 10 – 12 Jahren – beide entstanden durch Runterspringen aus 2 – 3 m Höhe, im zweiten Fall kam noch eine Latte mit runter und fiel drauf).

Dann haben wir noch eine schwarze Katze in einer Pflegestelle, von der wir noch nicht viel gesehen haben, weil sie – abnehmend – scheu ist. Ganz sicher wurde sie aber unkastriert ausgesetzt. Offenbar ist sie aber jünger und ziemlich fit, denn nachts spielt sie ordentlich und frisst gut.

(Nachtrag vom 11. 7. 17 :  Und neuerdings kommt sie nachts ins Bett, weil sie geschmust werden will.)

Wer kennt den Herrn, der auf dem 3. Foto von rechts im Balken abgebildet ist? Ich bin gespannt, wann wir seinetwegen wegen Copyrightverletzung verklagt werden, denn das haben wir nicht, weil wir nicht wissen, wer er ist. Also, Klaus Kowi ist es jedenfalls nicht, obwohl es den noch bei uns gibt.

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