Strassenkatzen, Freigänger und dies & das

Es ist oft nicht leicht, Strassenkatzen und Freigänger zu unterscheiden, jedenfalls dann nicht, wenn sie Hunger haben und die Nähe suchen.

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Jeder, der seine Katze raus lässt, sollte sie anfangs auf ihren Wegen durchs Karree begleiten, damit der Halter weiß, welchen Gefahren durch Maschinen, Menschen und Tieren sie dort ausgesetzt ist – und welchen lebensgefährlich oder teuren Blödsinn sie dort machen.

Unkastrierte Freigänger nach draußen zu lassen, ist unsinnig, denn sie erzeugen dort in kurzer Zeit eine große Menge an Katzen, die nicht verantwortungsbewußt gehalten und vergeben werden können. Sie sorgen auch für hohe Tierarztkosten bei allen Haltern, die ihre Katzen vielleicht schon lange und gut organisiert und kastriert rauslassen.

Wir brauchen keine Strassenkatzenzuchten und auch kein massenhaftes Katzenelend in Berlin. Die Tierschutzvereine sind finanziell und arbeitstechnisch überfordert mit dem Einsammeln, den Kosten für die tierärztliche Versorgung (im Berliner Standard) und dem verantwortungsbewußten Vermitteln.

Halten Sie also bitte Ihre kastrierten Katzen drinnen oder in Freigehegen vor ihrer Wohnung.

An dieser Stelle müssen wir unsere katzenfreundlichen Hausbesitzer einmal sehr loben, denn in unserem alten Mietshaus haben alle Parterrewohnungen ein gartenähnliches, kleines Freigehe. (Hoffentlich verkaufen sie unser Haus um keinen Preis, egal was man ihnen im Zuge der Umwandlung unserer Strasse von gutem sozialem Kiez in Luxus-Investmentmasse: leerstehend oder fremdsprachig bevölkert. Wir finden die Politik der so genannten „Privatisierung“ also des Verkaufs unserer Infrastruktur aus Geldgier und allen für uns nachteiligen Folgen inakzeptabel. Wir möchten Politiker, die uns vor der Zerstörung unserer Kieze und der zugehörigen sozialen Struktur bewahren bewahren anstatt so zu tun als ob es keine Möglichkeit gäbe, die Diktatur des globalen Kapitals zu bremsen oder abzufedern. Wer meint, dass Einkommenszuwächse Lebensqualität bedeuten oder dass es keine anderen Möglichkeiten zum Überleben gibt als die Heilige Kuh des Wirtschaftswachstums auf jeden Fall zu mästen, der ist dumm. Wer meint, dass Menschen in immer größeren, unübersichtlicheren und undurchschaubareren sozialen Gefügen ohne verbindliche Spielregeln und Werte organisiert werden wollen auch.)

Hier ein Flyer zum Ausdrucken zum Thema:

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Und hier noch mal ein paar inzwischen handzahme, im Winter im Wedding eingefangene, junge, kastrierte, geimpfte Ex-Strassenkatzen (Perle, Beusselchen undMohrle), die bei Klaus Kowalski (Tel. 6 04.73.61) noch immer auf die Vermittlung in ein gutes neues Zuhause warten:

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