Freigängerleben – unsere Senioren in Charlottenburg

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16. 6. 2016: Wenn Sie auf der Suche nach einer Katze sind, wenden Sie sich derzeit bitte an:

  1. Bärbel Schlichting: Tel. 56.33.665 / Hellersdorf und andere
  2. Nicole Döhr: Tel.:  34.66.07.18, mail: vermittlungskatzen@freenet.de, Hellersdorf
  3. Klaus Kowalsky: Tel. 604.73.61, Buckow Neukölln Kreuzberg Tempelhof Charlottenburg, u.a.
  4. Ingrid Noto: Tel. 66.44.615, Neukölln und Kreuzberg, Rudow, Tempelhof,  Steglitz u.a.
  5. Rosie Blank:  Tel. 331.46.88, Spandau u.a.
  6. Beate Rusch: Tel. 36.77.527, Spandau und Umland

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29. 5. 2016: Unser aktuelles Kompetenzteam in Charlottenburg hat ordentlich zu tun:Derzeit ist jeden zweiten Tag ein anderer von unseren bedienungsbedürftigen Senioren krank:

Pit hatte Diabetes und Durchfall, beides hat er jetzt nicht mehr: dafür hat er jetzt wieder gerötete Augen, gegen die wir offenbar machtlos sind. Wer hat so etwas schon einmal bei seiner Katze gesehen ? (und nicht wegbekommen – ausser vorübergehend Antibiotika.)

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Sanfour und Zappa konnten wir auch von ganz fiesen Augenentzündungen befreien.

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Jetzt (einige Tage nach Beendigung der Synulox-Kur wegen Durchfall)  sieht er aber wieder so aus: Was ist los? Allergie? Oder was?

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Dann kam Sanfour mit Vogelkot auf dem Kopf und im Auge nach Hause. Beim Putzen hat er sich den Kot natürlich ins Auge gerieben – so wie Katzen das eben machen. Das hat zu einer sehr heftigen Entzündung der Bindehäute geführt.

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Heffis Tierärzte haben mit Floxal, Bepanthen Augentopfen (mit Hyaluron – zum Triefen) und auch noch abschirmend mit Synulox behandelt. Es wird nun langsam besser, aber wir hatten nun schon seit ca 10 Tagen ordentlich zu tun. Dieser „krötige“ Chefkater ist erstaunlich kooperativ, wenn und solange ihm etwas weh tut. Vermutlich ist er intelligent.

Und nun läuft seit gestern (Samstag! Katzen erkranken fast immer am Wochenende und am liebsten Samstagsnachts!) bei Zappa Wasser und Eiter aus dem linken Auge. Auch er bekommt jetzt Floxal, Bepanthen AT und Synulox, er riecht auch sehr stark aus dem Maul. Die Zähne sind es nicht.

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Dieser sehr alte Knabe ist 17,5 Jahre alt – und zeigt eine Vielzahl von erheblichen Beeinträchtigungen (schlecht verheilte Bruchverletzungen, Arthrose, Irisdystrophie, Schilddrüsenüberfunktion, altersbedingte Abnahme des Körpergewichts – derzeit nur noch 3,25 kg) und nun auch noch plötzlich diese starke Vereiterung der Bindehaut links. Wie Sie wissen halten wir gar nichts von „Erlösung“ (wenn sie Ausdruck tierärztlichen Inkompetenz ist) und solange Lebensqualität wiederherstellbar ist oder erhalten bleiben kann. Wir  machen aber bei diesem Hauch von sehr liebem altem Kater in diesem Alter nichts anderes mehr als Schmerzen und Leiden bestmöglich zu lindern, so dass er sich möglichst wohl fühlt und das tut, was er selber gern möchte,  also schmusen, schlafen, fressen und spazieren. So lange wie er kann und möchte.

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Heute kam mir der Verdacht, dass vielleicht auch die Katzen allergisch reagieren könnten auf alle Blütenpollen, die derzeit draußen herumfliegen: die Nachbarwiese wurde lange nicht gemäht, sie „blüht“. Und die Pollen bleiben im Fell vom Kater hängen, wenn er das Biotop durchstreift. Sollen wir Katzen einsperren, weil ihnen der Freilauf in der Natur nicht bekommt? Heuschnupfen bei Katzen?

Die 4. Dauerpatientin ist die fast 18 Jahre alte Katze Krümel: Sie ist fit wie ein Turnschuh und springt von vom Schrank aufs Bett (runter).  Auch sie läuft gelegentlich frei. Und auch sie braucht genaue Kontrolle ihrer Schilddrüsenüberfunktion und die zugehörige tägliche Verabreichung von allerdings nur 1 x täglich (weil sie nur 2 kg wiegt) 1/ 4 Tablette Carbimazol 5 mg mit püriertem Feuchtfutter und Leinsamenglibber  (den seit einem halben Jahr bei uns alle Katzen bekommen). Zum Dank für diese viele Mühe beschützt sie mich. Das sieht so aus und ist häufig  mit sehr lautem Geschrei (oder Gerede?) verbunden. Manchmal kratzt sie auch – natürlich unabsichtlich, sagt sie.

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Es ist eben leider durchaus nicht so, dass Freigänger weniger Arbeit machen als Stubenkatzen, sie sind zwar nicht ständig anwesend, aber sie bringen Erkrankungen und Verletzungen von draussen mit. Bei Sanfour ist es bereits der 3. therapiebedürftige  Versorgungsfall in diesem Jahr. Derzeit sind hier in Charlottenburg 4 Katzen chronisch krank mit Bedarf an 2 Bedienungen mit Medikamenten täglich im Abstand von 10 – 12 Stunden. Das macht eine ganze Menge Arbeit. Außerdem braucht man erhebliche Erfahrung im praktischen Umgang mit Katzen, also im Anfassen von Katzen, genau Kenntnis von dem jeweiligen Einzel-Tier und auch einiges an katzenmedizinischen Kenntnissen (je mehr Erfahrung desto besser). Das alles will gelernt werden. Dieses Lernen braucht Selbstlosigkeit, Zeit und Geduld und ist leider nicht (ver)käuflich oder  vererbbar.

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