Unser „Fufu“ wurde einbetonniert!

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Unser roter Kater hat sich trotz des enormen Baustellenkrachs nicht davon abhalten lassen, Frau König in seiner Zweitwohnung zu besuchen. Da wackelten die Wände und der Krach war unerträglich, deshalb wollte er wieder gehen. Er wußte nicht, dass sein gewohnter Rückweg frisch gegossene Betonlöcher versperrt war. Er sprang also wie gewohnt über die Balkonbrüstung von seinem Schlafplatz und fiel unterhalb davon in ein frisch gefülltes Betonloch. siehe Foto (2).

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Aus dem noch flüssigen Beton konnte er sich wieder rausstrampeln. Er floh vom wieder einsetzenden Dröhnen der Maschinen angetrieben an der Hauswand entlang und trat dadurch in das 2. Betonloch (Foto 2).   Von der klebrigen Masse versuchte er sich durch Schütteln zu befreien. Das gelang ihm nicht, deshalb kam er sofort zu uns. Sarah sah ihn am Zaun stehen und rief mich. Als ich ihn als Beton-Statue am Zaun sitzen sah, habe ich mich so erschreckt, dass ich vergessen habe, ein Foto vom einbetonnierten roten Kater zu machen.

 Statt dessen habe ich ihn schnellstens so lange in der Badewanne einshamponiert und geduscht, bis das ablaufende Wasser wieder klar war. Sanfour wußte, dass es um sein Leben ging. Er hat ruhig gehalten und sich duschen lassen.

10 Freigänger dürfen nun wegen der Baustelle in unserem Karree  ein Jahr lang nicht mehr raus! Denn die Bauarbeiter haben gemeint, um Tiere können sie sich nun wirklich nicht auch noch kümmern.

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oben: Sanfour nach dem Duschen. Nun will er wieder raus und darf nicht.

Wir sind viele.  Wir verabscheuen die Zerstörung unseres Lebens- und Erholungsraums an unseren Häusern und des Lebensraums unserer Tiere. Es gibt keinen grund, warum wir den Verlust von Lebensqualität hinnehmen sollen, damit ferne Investoren Geld verdienen:

  • Keinen Ausverkauf unserer Stadt!
  • Keine Zerstörung von Lebensräumen in Berlin!
  • Keine Zerstörung von Lebesqualität!
  • Keine „Nachverdichtungsbebauung“ ohne vorher eingeholtes Einverständnis der Anwohner!
  • Ein Ende von kurzsichtiger Politik, die meint, sie profitiert lieber anstatt unsere Stadt zu beschützen!
  • Und, natürlich: Infrastruktur zurück in Berliner Hände!

So sieht „Fufus Wiese“, auf der sich vor dem Verkauf und der Bebauung die Anwohner erholt haben, jetzt aus:

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Und warum das alles? nur wegen der globalen Geldgier. Wir Charlottenburger haben davon die Nase voll davon, Kollateralschäden von achtlosem Vorgehen und unachtsamer, kurzsichtiger Politik zu sein!

Berlin kann anders. Ich vertraue auf die Berliner.

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