Spendenaufruf: Notfall in Tegel

Notfall in Tegel am 26. 2. 2015

Bericht von Bärbel Schlichting, 1. Vorstand Berliner Stadtkatzen e.V. in Hellersdorf:

 Mitte Februar wurden wir durch Mitarbeiter des Projektes „Aktion Kitty“ über den Hilferuf eines 80ig jährigen Mannes aus Tegel informiert, dessen ehemalige Frau nach einem Schlaganfall ins Krankenhaus gekommen ist. Nach dem Krankenhausaufenthalt wurde die Frau in ein Pflegeheim gebracht. Sie hinterließ in ihrer kleinen Zweizimmerwohnung 10 z.T. scheue, alte Katzen.

Wie sich herausstellte hatten beide, als sie noch dazu in der Lage waren, selbst in ihrem Umfeld Katzen eingefangen und diese auf eigene Rechnung kastrieren lassen.

Jeder hofft immer, dass er seine Tiere überlebt. Leider schafft es nicht jeder, so wie eben diese 80ig jährige Frau aus Tegel. Eine Mitarbeiterin des Tierheims Zossen hat 3 der zahmen Katzen und eine andere Dame privat eine Katze übernommen. Übrig blieben nun sechs relativ scheue Katzen in der Wohnung.

Wir fuhren dann am 26.02.15 mit 6 Transportkörben dort hin, um diese sechs Katzen aus der Wohnung zu holen, die dort von dem älteren Mann versorgt wurden. Die Wohnung war in einem   sehr desolaten und unsauberen Zustand. Dies war sicher auf die Demenz der älteren Frau zurückzuführen. Wir brauchten länger als eine Stunde um die Katzen einzufangen, da diese z.T. in, auf und unter Schränken saßen und auch sonst viele Versteckmöglichkeiten hatten. Ich hatte aufgrund meiner Allergie gegen Staub sehr mit Atemnot zu kämpfen.

Wir brachten die Katzen zu unserer Tierärztin. Alle Katzen hatten kaum oder gar keine Zähne mehr im Mäulchen. Eine Katze mussten wir noch am selben Abend einschläfern lassen, da sie an einem unheilbaren, nässenden und sicher sehr schmerzhaften Tumor im Ohr litt. Die Katze hatte trotz ihrer Größe nur noch ein Gewicht von 3,3 kg.

Das gleiche Schicksal erlitt dann 2 Tage später die zweite der weiblichen Katzen. Sie war am 26. 2. 15 so panisch, dass die Tierärztin sie nicht untersuchen konnte. Sie roch auch sehr nach Eiter, aber wir konnten das Ausmaß der Ohrenentzündung nicht sehen, so dass wir ihr erst einmal Antibiotika spritzen ließen, in der Hoffnung, dass es nur eine Entzündung im Ohr war. Leider stellte die Ärztin dann 2 Tage später auch dort einen tief im Ohr sitzenden, nässenden Tumor fest, wodurch wir die Katze “Queeny“ dann doch schweren Herzens haben erlösen müssen. Wir hatten uns so sehr gewünscht, dass wir mit ihr noch ein paar schöne Wochen und Monate hätten verbringen können, doch es war schon zu spät, und wir sind alle sehr traurig, dass es erst soweit kommen musste.

Nun haben wir von dort noch vier Kater, drei schwarze und einen getigerter. Einem Kater haben wir gleich die restlichen verfaulten   Zahnstummel entfernen lassen. Er wurde gechippt und negativ auf Leukose und FIV getestet. Somit konnte er, er heißt jetzt Nero, mit seinem Kumpel, Othello, in unserer Pflegestelle „Nicole“ unterkommen.

Der 3. Schwarze Kater muss heute nochmals der Tierärztin vorgestellt werden, da er Probleme beim Fressen zeigt. Hoffentlich ist es nichts Schlimmes, wir wollen nicht noch einen verlieren. Der graugetigerte Kater wurde in einer Pflegestelle untergebracht und erholt sich hoffentlich bald von dem Stress und dem Tierarztbesuch. Alle drei Kater fressen gut, wenn auch alle ohne jeglichen Zahn. Aber auch sie könnten als Leckerli auch schon mal getreidefreies Trockenfutter fressen.

Laut Aussage des Mannes, der die Katzen früher versorgt hat, sind sie alle über 10 bzw. 15 Jahre alt. Nun hoffen wir, dass sich ihr Gesundheitszustand wieder verbessert. Wir hoffen, dass wir bald liebe Menschen finden werden, die ihnen ihr restliches Leben in Geborgenheit und Liebe so angenehm wie möglich machen.

Durch diese Aktion sind uns wieder erhebliche Kosten entstanden, die wir mit den wenigen Spenden und Mitgliedsbeiträgen, die auf dem Konto unseres Vereins ankommen, nicht mühelos bestreiten können. Deshalb bitten wir hiermit die tierlieben Berlinern mit Sinn für Tierschutzaktivitäten um ihre Unterstützung. Jeder Euro hilft. Bitte Überweisen Sie, wenn Sie helfen wollen, Ihre Spende auf das Konto des

Berliner Stadtkatzen e.V.

IBAN: DE23 1001 0010 0647 8611 01

BIC: PBNKDEFF

Betreff: TA-Kosten   für Bärbels alte Katzen aus Tegel 2015-02

 

Herzlichen Dank!

Bärbel Schlichting

  1. Vorstand Berliner Stadtkatzen e.V.

 

Die Seite wurde zuletzt geändert am 2 März 2015.