Unsere Senioren 2015 in Charlottenburg

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3. 11. 2015: Curry ist tot, unnötigerweise eingeschläfert von einem dummen Tierarzt – ob Straftat oder nicht, das wird das Gericht klären; Mignon ist ohne Zuckungen oder Geräusche von selber neben mir im Schlaf entschlafen: entspannt, winkend und lächelnd, so friedlich wie sie auch gelebt hat – und so alt geworden… Und immer wieder stehen neue vor der Tür und wollen Hilfe. Jetzt ist es Paul, 1,5 Jahre alt, lieb und hübsch. Einer der Zeit braucht. Und Freunde.

Unten: unser Team 2015

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6. 6. 2015: Nicht lange war nach Püppis Tod ein Zimmer frei bei uns, denn der junge unkastrierte Strassenkater „Caruso“ hatte sich heftig um Aufnahme bei uns bemüht und zeigte uns seine Not, indem er unsere Opakater verprügelte. Wir haben ihn aufgenommen, gefüttert, tierärztlich instand gesetzt, gechippt und dann schnellstens sehr gut weitervermittelt. Da hatte wohl der da oben seine Hand im Spiel, denn dieser mit Katzen unverträgliche Kater hat nun 200 qm Wohnung mit drei begeisterten Frauchen für sich allein und dazu auch noch etwa doppelt soviel geschlossenen Innenhof.

Nun suchen wir nach einem menschlichen Untermieter für einen Raum in der Katzenwohnung: gern einen Studenten, der Katzen mag und auch achtsam mit ihnen umgehen kann.

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Nachtrag vom 27. 4. 2015: Püppi wurde heute eingeschläfert

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Heute hat sich „Püppi“ zu ihren Ahnen begeben: diese  Katzenkeukämie-positive, bei uns geborene Katze ist im Alter von 16,5 (oder 17,5 ?) Jahren an Lungenemphysem (sie hatte heute höchstens noch 20 % funktionstüchtige Lunge) und starker Schilddrüsenüberfunktion gestorben. Wir haben sie heute einschläfern lassen, weil sie seit ein paar Tagen auf der Seite lag und japste: dabei ist sie aber ganz stubenrein, kontaktfähig und auf mich bezogen geblieben. Sie wollte geschmust, besprochen und gefüttert werden und war soooo lieb. Es gab eine besondere Schwierigkeit bei dieser Sterbebegleitung von Püppi. Diese Katze hatte seit 5 Jahren schwere SDÜ (= Schilddrüsenüberfunktion) und einen großen Tumor an der linken Schilddrüsenseite. Sie war deshalb 2 x täglich mit 0,1 ml Thiamazolsalbe ins Ohr behandelt worden. In den letzten Wochen hatten aber Veränderungen der Haut im Ohr dazu geführt, dass der Wirkstoff in der Salbe von der Haut im Ohr nicht mehr absorbiert worden war. Die Salbe bildete einen trockenen Schutzfilm auf der Haut. Die T 4 – Werte stiegen trotz der Erhöhung der Dosis. Ich sah mich also genötigt, von Thiamazolsalbe auf Carbimazol-Tabletten umzusteigen, mit denen ich gar keine Erfahrung hatte. Und ich hatte jetzt, wo die Katze sichtlich an Substanz verlor und dahinschwand  gar keine Orientierungswerte darüber, wieviel Wirkstoff von der Ohrsalbe noch absorbiert worden war und wie viel Carbimazoltabletten ich dazu geben musste. Ich musste also, Pi mal Daumen, mich am Herzschlag/ Puls orientieren und habe ihn 4 – 6 x täglich gemessen um dann jeweils 1/2 Tabl. bzw. 0,1 ml ins Ohr bzw. ins Maul reinzutun mit dem Ziel, die Herzfrequenz im Bereich von ca 130 – 140 Schlägen zu halten. Das hat so einigermaßen funktioniert, denn die Katze war sehr kooperativ. Aber es war trotzdem bald erkennbar, dass die bescheunigte Atmung, die bei SDÜ auch in dieser selben Weise gestört ist, sich auf die Medikation hin nicht normalisiert hat. Mit ca 48 – 52 Atemzügen und seit gestern dann auch 58 – 60 Atemzügen pro Minute lag die Frequenz deutlich zu hoch und verlangsamte sich auch nicht durch das Schilddrüsenmedikament.  Ich habe mir deshalb schon gedacht, dass sie was  mit der Lunge hatte, hätte aber eher auf Tumor getippt als auf Emphysem. Sie hatte die ganze zeit über Appetit und wollte mit Katzenfutterbrei und Reconvales gefüttert werden. Das erlebt man auch nicht oft. Na ja, nun ist sie trotz zahlreicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen doch ziemlich alt geworden. Diese intelligente und verträgliche Katze Püppi hat ein schönes, interessantes Leben und sehr viele, auch menschliche, Verehrer(innen) und  Freunde gehabt. Und gestern habe ich ihr versprochen, dass sie im Katzenhimmel wieder mit ihrer ihr vorausgegangenen Busenfreundin „Luzifa“ kuscheln kann.

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oben: Püppi im Oktober 2014, unten: im April 2015

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Jetzt wird es langsam ganz schön leer in unseren Räumen. Unsere „letzten (alten) Moikaner“ Rossi, Zappa, Fufu, Maja, Pit, Mignon und Krümel werden sich darüber freuen, dass wir wieder etwas mehr Zeit für sie haben.

Ich muss jetzt ihr Zimmer umräumen, denn ich mag nicht, dass ihr Stammplatz leer ist, auf den zwangsläufig mein Blick fällt, wenn ich zur Wohnungstür reinkomme. re

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Januar 2015: Hier sind unsere „Altchen 2015“ in Charlottenburg…

Im vergangenen Jahr sind 3 von unseren alten Katzen in der Charlottenburger Seniorenresidenz für Pinkelkatzen gestorben: Kater Luzifer (fast 18, Diabetes, Nierenversagen usw), Möpschen (knapp 19, Nierenversagen)  und Ntschotschi (knapp 16, Leberzirrhose). Es sind auch zwei von unseren jüngeren Katzen an Tumoren gestorben: Peterchen mit 10 Jahren (riesiger Darmtumor) und Xenia, die nur eine Woche bei uns war, war erst acht Jahre alt (sie kam aus einem Extremraucher – Haushalt und hatte einen sehr dicken Luftröhrentumor, sie konnte nichts mehr fressen und hat sehr um Luft gerungen. Eingeschläfert von TA Praxis Schrey).

Derzeit (Januar 2015) haben wir noch bzw wieder 8 Katzen hier bei uns in Charlottenburg  und drei Katzen in unseren Charlottenburg-Wilmersdorfer Pflegestellen.

Unsere alten Katzen haben jetzt alle ein Einzelzimmer. Das ist auch gut so, denn sie sind die Hinterbliebenen aus Paarschaften, die sich nach dem Tod ihres Partners nie wieder einen neuen engen Freund gesucht haben. Sie werden auch mit zunehmendem Alter immer eigener und zickiger, mäkeliger  – und schmusebedürftiger.

In der VH-Wohnung leben 3 Katzen, von denen 2 abwechselnd auf den Hof können:

1. Unten: Unsere arthrotische, chronisch-asthmatische, fibrotische, epileptische (Apneu) alte Perserkatze mit diversen anderen Beschwerden wie X-Beine, Hornfortsätze zwischen den Krallen und manches mehr, ach ja, blind ist sie auch noch und in den tiefen Tönen wohl auch taub (sie hört oder mag nur Sopranstimmen):

„Mignon“, wird mindestens 18 Jahre alt, hat trotz aller Gebrechen und Beschränkungen Spaß am Leben und immer gute Laune – sie nimmt am Leben um sie herum teil und ist sehr freundlich mit Katzen und Menschen:

 2. Unten: „Krümel“, meine Handaufzucht ist inzwischen 15 Jahre alt, lebt im Büro und hält sich für einen Menschen. Sie redet unverhältnismäßig laut und viel mit mir, gern wäre sie Einzelkatze. Hier schaut sie sehr interessiert vom Esstisch im Flur in Winzigs Zimmer. Krümel  wurde vor einem Jahr von Winzig die Nickhaut aus dem Auge gerissen – trotz trennender Netztür zwischen den beiden Katzen, in der beide Katzen oben an drei Beinen hingen um sich mit dem vierten zu hauen:

3. Und dann noch der im  März 2014 aufgenommene Notfall, der etwa 7 – 9 Jahre alte,  zweimal amputierte „Schwanzfänger“ namens „Pit“:

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Pit fühlt sich inzwischen unübersehbar wohl bei uns, er frisst gut,  ist sauber und kratzt / verletzt sich weniger.

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In der Katzenwohnung im Hinterhaus parterre mit Freigehege  leben nun noch:

1. in Raum 2:

1. „Rossini“, munterer, frecher  Bursche, zugelaufen 2002;

1 x schwanzamputierter „Schwanzfänger“ (nach Bissverletzung) inzwischen mindestens 15 – 16  Jahre alt  und allseits bekannt durch viele Geschichten über ihn:

 … Rossi, hier als Mannequin für einen Schwanzschutz-Body und „Schuschu-Halskrause“ – und die unendliche Geschichte….

2. „Zappa“, armer „Pissi“,  wird im März dieses Jahres 16 Jahre alt; er ist deutlich abnehmend verhaltensgestört; aber er  jammert jetzt (nachdem er eine Therapeutin hatte, die sich mit ihm allein beschäftigt hat) ständig lauthals auf der Suche nach Zuwendung und Aufmerksamkeit: alle Besucher lehnen ihn mehr oder weniger offensichtlich ab, weil er dauernd Urin-markiert (obwohl kastriert), deshalb sein Spitzname „Pissi“. Wir vermuten, dass er eine verheilte Verletzung am Schwanzansatz oder an der Kreuzbeinplatte hat, die ihn nachhaltig schmerzt. Zufrieden (und ruhig) ist er nur, wenn Renate sich in seinem Zimmer mit ihm aufs Sofa legt.

   

   3. in Raum 3:

3.. „Püppi“ wird dieses Jahr 18 Jahre alt. Sie hat 2 gute Freunde überlebt. Bis 2007 war sie mit „Luzifa“ sehr eng zusammen, danach weniger eng mit unserem Tiger. Der letzteren Beziehung verdankt sie, dass sie leukose-positiv ist, vermutlich vom Typ Tumoren / siehe Foto. Sie hat ausserdem SDÜ, deshalb bekommt sie seit 3 Jahren 2 x tgl. 0,075 ml Thiamazolsalbe ins Ohr geschmiert. Damit hat sie hervorragende Schilddrüsenhormonwerte. Für den Halter / Pflegedienst  bedeuten zweimalige   Medikamentengaben  eine erhebliche Einschränkung der Bewegungsfreiheit, denn jeder Morgen und jeder Abend sind dadurch für ihn vertan… und das eben jeden Tag und jahrelang. das ist ohne freie Tage durch kompetente und zuverlässige Hilfe eigentlich unerträglich. Es erfordert ein großes Mass an Mitgefühl und Disziplin. Und weil ich weiß, wie schwer es oft ist, bekommt von mir niemand eine Katze, bei dem ich nicht davon überzeugt bin, dass er ihr im Notfall auch dann behilflich sein kann und will, wenn es keinen Spass macht und wirklich anstrengend und beschwerlich ist. D. h. heißt „vermitteln um jeden Preis“ gibt es hier nicht.  Und wir nehmen in diese Pflegestelle für alte Katzen jetzt auch keine weiteren Katzen auf, weil ich – wie fast alle anderen Inhaber von Katzenpflegestellen in Berlin – 24 Std täglich mit der ganzen Arbeit ununterbrochen weitgehend allein dastehe.   Und das ist eben einfach zu viel. Gerade bei unseren verwöhnten Katzendamen und Katern, die  es gewöhnt sind, ständig von „Schmusifizierern“ betuttelt zu werden.  Sobald die Schmusetanten wegbleiben, muss ich mir ganztägig die lautstarken Beschwerden darüber anhören.

4.  „Sanfour“, kurz „Fufu“, der Tunesier, geboren 2002 in Sousse (sagt sein Impfausweis, den der Halter Nachbarn gegeben hat bevor er diesen Kater aussetzte und verschwand) wird dieses Jahr auch schon 13 Jahre alt; Sanfour hat mich zunehmend lieb und schläft da, wo ich gerade schlafe; er ist unser Chef:

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5. Immer wieder bezaubernd und ganz eigen: „Maja„, unsere jüngste, die aktuelle „Küchenfee“. Wir schätzen, sie wird dieses Jahr (2015) ca 8 Jahre alt.

 

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oben: Maja mit Roman im Januar 2015

So, das war es dann auch schon…. leider …. Die Anzahl unserer Senioren hat sich in den letzten Jahren auf natürlichem Wege stark verringert….    aber dann haben sich doch wieder ein paar neue Katzen in Pflegestellen eingeschlichen, auf die wir auch ein Auge und durch die wir Kosten haben:

1. Rambolito lebt noch, zur großen Freude seiner Pflegerin:

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2. Und dann diese beiden neuen Süßen bei Anna untergebracht:

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und im Januar 2015 die sehr alte Katze „Murkel“ bei einer fitten alten Dame:

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Die Seite wurde zuletzt geändert am 1 November 2015.