Die große Lügengeschichte: Liebe Siamkatze „Xenia“ sucht….

neues Zuhause, „weil Herrchen verstorben ist“:

O-Ton vom Halter-Ersatz: „7 Jahre alte Siamkatze, weiblich,  sehr klug und lieb mit Menschen, Katzen, Hunden, Kindern, kastriert,  geimpft, gesund, aus guter Haltung,  sucht neues Zuhause in guter Einzelhaltung“.

Das haben wir so übernommen und erst mal geglaubt. Deshalb:

„Bei Interesse melden bei Renate, Tel. 323 98 16“ 

 Nun lesen Sie aber bitte unter diesem schönen Foto weiter! (Das Foto ist eine Fälschung, es zeigt nicht unsere Katze „Xenia“, denn diese hat Tigermaserung an den distalen Enden, weil sie ein Mischling ist! Weiter unten sehen Sie die echten Fotos von dieser Katze!)

 Die wahre Geschichte geht so: (Renate am So, 20. 10. 2013)

Diese wirklich sehr liebe und kooperative Miezekatze sitzt jetzt in meinem eigentlich immer katzenlosen Schlafzimmer. Es ist eine angeedelte, 8,5 Jahre alte, ungeimpfte, vermtl. sterbenskranke Mischlingskatze namens „Schuschu“ (und nicht Xenia) (mit Schwanz von einem Tiger) aus 3. bis 4. Hand. Sie konnte über Ebay offenbar nicht entsorgt werden und landete deshalb unter Vorschub falscher Tatsachen (das nennt man Betrug!) in einer Pflegestelle von uns. Da die Katze unübersehbar sehr schwer krank ist, haben wir es sofort gemerkt, denn sie kriegt keine Luft und kann nicht schlucken. Gelogen war auch, dass diese Katze weg muss, weil „Herrchen jetzt verstorben“ ist, denn er hatte sie schon vor längerer zeit an seine pflegerin weitergereicht! Und wie so häufig  ist auch in diesem Fall die Katze durch den Verlust von Herrchen selber tödlich erkrankt (oder umgekehrt?)  Die Pflegerin von Herrchen, die dafür bezahlt worden ist, dass sie sich um diese Katze kümmert, kriegt nun kein Geld mehr für die Katze, weil Herrchen gestorben ist. Sie will natürlich keine Umstände und keine Kosten…. und wünscht Unterstützung von einem erträumten oder zu erzwingenden „Sozialamt für Haustierhaltung“, das es meines Wissens nirgendwo gibt…..

Deshalb suchte sich die Pflegerin vom Verstorbenen, die Erbin der Katze also,  als Helferin in der Katzennot eine hilfsbereite, nette Studentin aus der Nachbarschaft, die mit „Herrchen“ bekannt war und die sie mit falschen Informationen über die Katze bedachte. Die Studentin hatte die Katze nicht gesehen bevor sie sie an uns weiterreichte und  in unsere Pflegestelle brachte – und deshalb  hatte sie zuvor die falschen Infos zur Katze an uns weitergegeben. Unserer Pflegestelleninhaberin kam die Katze zwar „irgendwie merkwürdig“ vor, aber sie ist eben nicht so erfahren mit Katzen, dass sie die Krankheiten gleich erkannt und die Annahme der Katze (weil nicht vermittelbar) sofort verweigert hat. Nun haben wir sie also. (Was lernt mich das?!)

Wir wissen nicht, ob das Geschehen tumorös oder allergisch oder durch das Verschlucken eines festen Gegenstands bedingt ist, denn bisher gab es kaum Diagnostik. Sinnvollerweise haben die  Halter dieser Katze uns die Tierarztrechnungen vom vergangenen September (also von vor 4 Wochen) zukommen lassen, wir waren dann auch sofort mit ihr bei derselben beghandelnden Tierärztin Dr. Muschalik (Gemeinschaftspraxis Vöster). Sie konnte uns erzählen, dass ihr die Katze vor ca 4 Wochen bereits 2 x mit derselben Symptomatik vorgestellt wurde, dass die Kommunikation mit der Begleitperson aber schwierig war, weil sie schlecht Deutsch sprach. Deshalb wußte die TA nicht, ob die Medikation bei der letzten Behandlung (Antibiose mit  Convenia und Cortison /Prednisolon) vorschriftsmäßig eingegeben worden sind und ob sie angeschlagen hat. Wir haben deshalb dasselbe heute nochmal probiert (mit Synulox und Solu-Decortin (= Kurzzeit-Cortison)) und festgestellt, dass beides überhaupt nicht wirkt.

Der Röntgenbefund vom September zeigt, dass sie eine völlig einwandfreie Lunge und ein normal großes Herz hat. D.h. der Grund für das zunehmende Ersticken und die Unfähigkeit, Futter aufzunehmen, muss also weiter oben liegen, vermutlich im Hals. Leider war der Rötgenausschnitt von so weit hinten, dass der Hals nicht mit auf dem Bild war….

Da die Katze jetzt zunehmend stark nach Luft japst, flehmt und vor Angst geweitete Pupillen hat, würden wir sie baldmöglichst einschläfern lassen …. Schön wäre,  es findet sich vorher  jemand, der noch eine vorherige aufwändige Diagnostik bei dieser jungen und wirklich sehr lieben Katze finanzieren möchte.  Spenden bitte unter dem Stichwort „Xenia“ auf unser Konto Nr. 64 78 611 01 bei der Postbank Berlin…. So und so werden wir sie heute nochmal derselben TA vorstellen, denn sie keucht und frißt ja nichts und ich kann deshalb keine Medizin eingeben. Insgesamt lasse ich nie gern eine Katze einschläfern und eigentlich schon gar nicht, wenn wir nicht VORHER einen sehr genauen Befund haben…. Aber ich kann eben leider auch nicht die anfallenden Tierarztkosten von allen armen Berlinern bezahlen, denn ich bin ja selber Rentnerin und eben leider nicht Millionärin….. (von dieser Sorte spendet bei uns GAR KEINER etwas, denn solche Leute kennen wir gar nicht… Warum?)

Wer kann uns sonst noch irgendwie in diesem Fall sinnvoll helfen?

Es ist auch sehr bedauerlich, dass das Land Berlin nicht imstande ist, für die vielen derartigen Fälle eine Lösung anzubieten, die dieses immer wiederkehrende Problem strukturell bedient und für gute Lösungen sorgt. Statt dessen wird das Problem von allen Verantwortlichen geleugnet. Etwa 500 solcher Katzen landen deshalb jährlich allein bei uns, die wir keine staatliche Unterstützung bekommen und auch keine seitens der EU. Das eigentliche Problem ist, dass die Leute, die sich mit Katzenproblemen an uns wenden, eben beim offiziellen Tierschutz keine Hilfe bekommen, die so ist wie sie sich das vorstellen oder wie sie es brauchen. Und sie haben selber nicht die Mittel, um ihre Probleme mit Tieren in die Hände von kompetenten bezahlten Dienstleistern  zu geben. (Deshalb bräuchten wir in jedem Bezirk eine Tierarztpraxis mit einem verbeamteten Tierarzt, der ein Festgehalt  vom Steuerzahler bekommt und es nicht nötig hat, möglichst viel am Kunden zu verdienen…) 

Nicht o.k. ist es, meinen wir, wenn Haustiere sterben oder eingeschläfert werden, ohne dass vorher eine gute und gründliche Diagnostik stattgefunden hat, weil KEIN GELD dafür da ist.

Nicht o.k. ist es auch, wenn die nötige Diagnostik nichts getan hat als den Geldbeutel der Tierärzte zu füllen, z.B. indem es auf den Rechnungen keine Diagnose und keinen Medikamentenabgaben gibt und die Halter Bildmaterial wie Röntgenbilder nicht mitgegeben bekommen – so dass keine Akte von der katze angelegt werden kann, die ja dem jeweils neuen behandelnden Tierarzt Aufschluss darüber geben würde, was bisher über dieses Tier erforscht würde. In diesem Zusammenhang wäre auch die Chippflicht hilfreich..

Die abgebende Studentin ist intelligent, nett und kooperativ. Sie kam heute noch bei uns vorbei und ist mit der Katze, die nicht fraß, zum TA gegangen (immer demselben), denn sie musste ja ihre Medizin injiziert bekommen.

Bei diesem 4. Besuch bei derselben TA mit der Katze innerhalb von 4 Wochen konnte die TA nun plötzlich einen „sehr schnell wachsenden Kehlkopftumor“ tasten, der offenbar tags zuvor noch nicht vorhanden war. Sie hat deshalb mit der Studentin, die die Katze brachte, einen Termin zum Einschläfern für morgen, Montag,  verabredet. Und ihr vorher 0,5 ml Dexamethson gespritzt, was die Beschwerden der Katze sofort deutlich gelindert / überdeckt hat….. Damit hat sie meine diagnostische vermutung vom Vortag bestätigt, die sie gestern noch falsch fand….

Und so sieht „unsere Xenia“ wirklich aus:

 

Montag, 21. 10. 2013

Da wir Katzen nicht ohne wirklich nachgewiesene, unheilbare, tödliche Erkrankung einschläfern lassen, gehen wir heute noch zu einem anderen TA, den wir für einen gründlichen Diagnostiker halten. Wir möchten an einen nachweisbaren Befund  kommen, der über das weitere Schicksal dieses lieben Tiers entscheidet. Die Aussichten auf heilbare Erkrankung sind praktisch gleich Null, wir wollen es aber genau wissen bevor wir das Tier umbringen lassen. Denn das kann man ja nicht rückgängig machen.

Wer bezahlt das? Bisher eine Studentin und ich, eine Rentnerin…

Warum? Weil wir eben blöd sind…..

Na, schaun wir mal, ob es Menschen gibt, die unser Vorgehen richtig finden und uns auch unterstützen können und wollen….. (siehe unten, unsere Spendeneingänge zu diesem „Fall“ werden dort alle aufgeführt….)

Nachtrag vom 21. 10. 2013: Diese süße und liebe Miezekatze wurde heute eingeschläfert nachdem ich den großen Tumor in der Zungengrundmuskulatur gesehen hatte, der so vor der Luftröhre und der Speiseröhre lag, dass er sie beide fast vollständig zugedrückt hat. Dieser Befund passte leider gut zu dem, was wir an der Katze zuvor beobachtet hatten: das Keuchen und das Erbrechen und Aushusten von Futter…. Sehr schade – aber nun quält sie sich nicht mehr… und sie quält mit ihrem Leiden auch keine Menschen mehr, die sich das ansehen müssen…. 

Diese ganze Geschichte ist aber so dumm gelaufen, dass man ja beinahe versteht, warum jeder Tierschützer meint, dass er von allen Tierhaltern belogen wird, die jemanden suchen, der ihnen ihre Katze abnimmt….. Wir müssen uns da wohl ein anderes Vorgehen überlegen…. also z. B. wie das Tierheim: Tierabgabe nur gegen Bezahlung oder gegen Kaution… dann würden sie wohl ausgesetzt, und das wäre ja auch nicht besser für sie…

Und hier nun die Finanzierung von diesem Notfall „Xenia“:

Bisher für uns angefallene Tierarztkosten für „Xenia“:

19. 10. 2013 = TA Vöster = ca 45.- € (von mir bezahlt)

20. 10. 2013 = TA Vöster = 20.- € (von I.K. bezahlt)

21. 10. 2013 = TA Dr. Schrey = 130, 35  € für Dignostik (unter Narkose), Euthanasie und Abholung / Entsorgung (Einäscherung) inklusive Tierschutzvereinsrabatt…

Bisherige Spendeneingänge für Tierarztkosten von „Xenia“: (Herzlichen Dank von Renate und Inna!) Einzahlungen auf unser Vereinskonto mit dem Stichwort „Xenia“ =

am 21. 10. 2013  – von Sarah Heuser = 35 €

am 24. 10. 2013 – von Inna K. = 30.- €

am 24. 10. 2013 – von Hans Reich  = 30.- €

am 28. 10. 2013 cash von  Robert K. = 15.- €

Restlicher Spendenbedarf nach dem 28. 10. 2013 = 65.- €

 

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