Herbstspaziergang

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oben: Rossi ist inzwischen auch schon mindestens 15 Jahre alt! Er ist 2002 im ausgewachsenen Zustand zugelaufen.

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29. 10. 2015: In Charlottenburg haben wir immer mehr hilfreiche Menschen und eine immer kleiner werdende Katzengruppe, da wir – wegen vFeL-positiver Katzen und auch meinem Alter – hier nur noch ausnahmsweise neue Tiere aufnehmen, d.h, wenn, dann sind es seinerzeit von uns vermittelte Rückläufer. Denn neu dazukommende Katzen sollen sich nicht anstecken. Es tut mir gut, dass die Arbeit weniger wird, denn ich gehe auf die 70 zu und kann mich manchmal schlechter bücken. Dennoch beabsichtige ich nicht, ganz aufzuhören. Ich will meine praktische Arbeit in DIESER STATION in Charlottenburg weiterhin auf die Pflege von wenigen, sehr schwierigen Fällen konzentrieren, also auf die Pflege von Katzen, die ohne mich keine Überlebenschance hätten (wie vormals auch Maja, Pit, Rossi, Zappa, Mignon, Sanfour usw – also eigentlich unsere ganze derzeitige Belegschaft) und ansonsten mehr Kraft und Zeit auf die Umsetzung unserer Satzungsziele verwenden. Aufnahme von ausgesetzten Katzen gibt es weiter in Spandau, Buckow und Hellersdorf. Wir helfen dort im ständigen Kontakt mit den „Praktikern“ durch Spendenweiterleitung bei der Finanzierung und auch bei der Vermittlung durch unsere webseite und unser Schaufenster an der Dahlmannstrasse. Katzenvermittlung mache ich auch weiter, aber nur wie gehabt: vom abgebenden zum neuen Halter, ohne dass die Katze durch unsere mehr oder weniger keimträchtige Station läuft.  Natürlich ist unsere Station trotz aller Keime ein Freilauf-Katzenparadies mit artgerechter Katzenhaltung für die seit Jahren hier lebenden Tiere.

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Hier nun ein paar Fotos von unserem gestrigen Herbstspaziergang im Karree mit Sanfour, Rossi, Zappa und Pit:

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Sanfour, der alte Schwerenöter, er ist nun auch schon 13 geworden. Und er meint, er hat mich lieb und wohnt deshalb freiwillig bei uns.

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oben: Sanfour, der alte Knabe, ist inzwischen auch schon 13 Jahre alt.

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oben: Unser Kater Aladin hatte Rossini 2002 halb verhungert von einem Ausflug mit zu uns gebracht, damit wir ihn wieder aufpäppeln. Danach wollte Rossini bleiben. Er wurde Vater und Mutter für das im Dezember 2004 in einer Motorhaube gefundene Katzenbaby „Peterchen“. Inzwischen sind alle seine Freunde gestorben. Tröstlich, dass es Zappa noch gibt, dadurch hat Rossi noch etwas Gesellschaft im Doppelzimmer.

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Oben: Zwei „Schwanzfänger“, die sich gern verkloppen würden, aber glücklicherweise durch einen Zaun getrennt sind. Manche Kater kann man nicht zusammen halten, weil sie sich ständig streiten, miteinander kämpfen und in die Schwänze beißen. Die Verletzungen führen bei schlechter Vernarbung zu Juckreiz. Dieser führt zu einer Verhaltensstörung namens „Schwanzfängertum“, d.h. die Kater ritzen oder beißen sich die juckende Narbe auf. Der Druck auf den Arterien ist enorm – und das Blut spritzt bis an die Decke, wenn sie eine Arterie treffen. Bisher ist es üblich, diesen Katern das vernarbte Stück vom  Schwanz abzutrennen und eine nicht juckende Narbe herzustellen. Der zugehörige Heilungsprozess dauert 3 Monate, in denen der Kater 24 Stunden am Tag überwacht werden muss, damit er nicht an den nicht durch Haare geschützten Stummel geht. Ich könnte mir inzwischen auch Heilmethoden vorstellen, bei denen der ganze Schwanz erhalten werden kann. Aber um DAS auszuprobieren, bräuchte ich einen neuen, sehr guten Tierarzt, der sehr viel Erfahrung mit (eigenen) Katzen hat, diagnostisch und technisch was kann und gern therapeutische Herausforderungen annimmt.

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oben: Pit, nach mehreren Schwanzamputationen von uns geretteter Ex-„Schwanzfänger“, dürfte auch eher etwa 10 oder mehr Jahre alt sein. Er ist irgendwie auch nicht so ganz gesund, denn er kratzt sich nach wie vor die Haut am Kopf auf. Da er immer fauler wurde, haben wir beschlossen, dass er täglich eine halbe Stunde auf der Wiese beim (einverstandenen) Nachbarn bewegt wird um Muskelschwund entgegenzuwirken. Tatsächlich scheint es zu funktionieren, denn Pit läuft dort jeden Tag schneller und ausdauernder – abgesehen von einigen Ausnahmen. Er hat in den letzten 4 Wochen dadurch bei gleicher Fütterung bereits 150 g abgenommen und wiegt nun noch 7150 g. Wir wollen 6500 g mit viel Muskelmasse erreichen.

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oben: Zappa, genannt „Pissi“, ist ein Extrempisser, der drinnen etwa 40 mal pro Tag gegen die Wand pinkelt und draußen jedes Blatt markiert. Er ist indirekt mit mir verwandt, da er ein Urenkel von meiner eigenen Katze „Mammi“ (+ 2004) ist – nun ist Zappa auch schon 16 Jahre alt. Wir wundern uns darüber, dass er sich – egal wie wackelig – immer noch so gut auf den Beinen hält und so zäh an seinem Leben hängt – trotz einiger Leiden wie Irisdystrophie und Arthrose. Auch Zappa muss jeden Tag auf der Wiese seine Runden drehen, womit wir dem Muskelschwund  und Darmträgheit entgegenzuwirken versuchen. Seit einiger Zeit wird Zappa aber deutlich schmusebedürftiger, ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass sein Ende näher rückt. Denn bei UNSEREN Katzen ist es so, dass sie uns Menschen in ihre gut organisierte Sterbens- vorbereitungen einbeziehen und uns beim Entschlafen auch gern bis zum letzten Atemzug Pfötchen haltend neben sich sitzen haben möchten.

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oben: Maja, 2009 gerettet, 3 x vermittelt und 3 x zurückgekommen, fällt immer etwas Besonderes ein. Eine sehr eigene Katze mit einem ungewöhnlichen Freiheitsdrang. Aber auch lieb.

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Das da oben ist Krümel mit meinem ruhebedürftigen PC-Lehrer. Diese Handaufzucht von mir wird am 11.11. 2015  auch schon 17 Jahre alt. Sie darf nur in Wechselschicht raus, da alle großen Katzen sie verdreschen, wenn ihnen dieses Fliegengewicht von 2,3 kg begegnet. RenaLu, 2015-10-29

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