Gedichte von Petra Namyslo

 

 

1.

Satansbraten

 von  Petra Namyslo

 

Diese beiden Satansbraten,

mächt’ger Fürst der Finsternis,

sind vortrefflich euch geraten,

sehr zu meiner Kümmernis.

 

Pünktlich stets zur Geisterstunde

spukt das höllische Getier,

dreht erst lautlos seine Runde

in dem nächtlichen Revier.

 

Dann erwachen meine Stuben

zum verwunschnen Dschungel nachts,

wilde Jagd der schwarzen Buben,

von den Fensterbänken kracht’s.

 

Ängstlich spielen sie Verstecken,

wenn ich rufe: „Nein, das reicht!“

Suche sie in allen Ecken,

durch die nur der Nachtwind schleicht.

 

Friedlich ist sie nun, die Meute,

Morgenstille liegt im Raum.

Auf dem Tisch blinkt noch als Beute

Glöckchen klein vom Weihnachtsbaum.

 

 

Die Seite wurde zuletzt geändert am 3 November 2011.