Catsitting…

 

Catsitting ist eine Dienstleistung, die der Kunde dem arbeitenden Menschen bezahlen muss –  ausser wenn es sich um unsere Sponsoren und Vereinsmitglieder handelt.

Denn wir sitten bei allen, die nicht Mitglieder oder Förderer unseres Vereins sind, nicht selber. Fremden, die nicht Mitglieder oder Förderer unseres Vereins sind, können wir im Bedarfsfall einen Catsitter o.ä. vermitteln, den wir kennen und mit dem wir zusammenarbeiten. Dieser Catsitter arbeitet normalerweise auf eigene Rechnung. D.h. der Verein hat davon nichts ausser der Arbeit der Vermittlung. Meist trägt die Arbeit des Catsitters zur Bestreitung seines Lebenunterhalts bei. Diese Arbeit ist also ganz normale, steuerpflichtige Lohnarbeit. 

Fremde Katzen zu hüten ist eine sehr verantwortungsvolle ARBEIT, die gute Kenntnisse, Verstand und Zuverlässigkeit sowie Ehrlichkeit voraussetzt. Sie kann dabei auch ganz nett und vielseitig interessant sein… Diese Arbeit sollte auf jeden Fall angemessen vergütet werden, d. h. in einer Weise, die nicht von Verachtung (für den Hüter und für die Katzen!?) geprägt ist.

Wir Vorstände der kleinen Berliner Tierschutzvereine arbeiten alle etwa 15 Stunden pro Tag unbezahlt  für Tierschutz – aber eben NICHT als unbezahlter Dienstleister für Sie, den Kunden, der das anscheinend gern so möchte…

Wir sitten deshalb nicht selber, weil wir kein unbezahlter Dienstleister und auch nicht so eine Art von unterbezahltem 1,5-€-Jobber für bedürftige Berliner aller Art sind und sein möchten. Wir sind Tierschützer! Tiere brauchen bei uns nichts zu spenden und auch für unsere Hilfe nichts zu bezahlen. Jeder von uns arbeitet auf eigene Kosten (d.h. aus eigener Tasche) und beschützt nur so viele Tiere wie er aus seinem eigenen Geldbeutel bezahlen kann. Das Spendenaufkommen an unseren Verein seitens der Berliner reicht nicht mal für die Finanzierung einer einzigen Katzenwohnung aus. Aber mindestens 500 Berliner wollen uns jährlich ihre alte oder kranke oder sonstwie inzwischen unerwünschte oder unhaltbare Katze zukommen lassen … und weitere 500 wollen, dass wir ihnen bei der Finanzierung der Tierarztkosten helfen, damit die Katze nicht so leiden muss (z.B. an faulen Zähnen)…

Alle, die nicht Tiere sind und von uns etwas wollen, halten sich bitte an die normalen gesellschaftlichen Spielregeln von Geben und Nehmen im Rahmen des aktuell Gleichwertigen bevor sie uns um Hilfe bitten.  

Der Gesetzgeber, der sich diese Art gemeinnütziger Verein wie wir es sind, ausgedacht hat,  hat sich das so vorgestellt, dass die Reichen uns etwas zukommen lassen, damit wir im Rahmen einer gesunden Geschäftfähigkeit imstande sind, etwas für Tiere und Arme mit Tieren zu tun. Wenn uns aber die Wohlhabenden nichts geben, können wir gar nichts für Tiere und arme Leute mit Tieren tun. Wir können uns ja die Euros, die wir für Miete, Strom, Gas, Putzmittel, Renovierungskosten, Tierarzt, Benzin, Katzenzubehör und Katzenfutter (das sind jährlich etwa 7.000 – 10.000 € pro Katzenwohnung – und davon haben wir sechs) sowie einen fest angestellten, arbeitsfähigen Erwachsenen vor Ort brauchen, nicht aus den Rippen schneiden. So einfach ist das.  Wir machen eben nur so viel Tierschutz wie wir arbeitstechnisch schaffen und wie jeder, der bei uns Mitglied ist und sich Katzenschützer nennen möchte, selber bezahlen kann. „Tierschutz“, das  ist nicht die unentgeltliche oder unterbezahlte Bedienung des Berliners, der ein Tier besitzt oder gefunden hat. 

Der Bürger muss, so wie wir, wenn er Tierschutz getan bekommen möchte, diesen eben selber machen. Das ist die Realität, die sich viele anders wünschen… wir auch.

Wenn Sie unsere Dienste oder die von Fachkräften, die wir Ihnen empfohlen haben, in Anspruch nehmen wollen, sollten Sie dies nicht ohne angemessene Gegenleistung von uns verlangen. Am meisten ärgere ich mich immer über die Leute, die uns dazu zu bringen versuchen, dass wir etwas für sie tun indem sie uns eine Spende versprechen.  Die Erfahrung zeigt, dass solche Spenden fast nie ankommen, wenn wir sie nicht „kassieren“ bevor wir mit unserer Arbeit angefangen haben. Solchen Leuten helfen wir maximal 1 x. 

Die Höhe des gesetzlichen Mindestlohns (für Dienstleistungen bei Personen) dürften Ihnen ja bekannt sein. Falls nicht: ab dem 1. 8. 2012 sind es  11,68 € pro Stunde im Westen und 12, 60 € pro Stunde im Osten.  Vergegenwärtigen Sie sich bitte, was Ihnen unsere Arbeit für Sie oder bei Ihnen wert ist, bevor sie uns fragen ob wir etwas für Sie tun wollen. Es geht nicht an, dass uns 5 Menschen im Jahr etwas Brauchbares / Hilfreiches spenden und dass wir 5000 armen oder geizigen Menschen mit eigenen oder gefundenen Tieren unentgeltlich oder auf unsere Kosten behilflich sein sollen. Da stimmen einfach die Relationen nicht.

Wir arbeiten auch nicht als unbezahlte Sozialarbeiter oder Pädagogen für Arbeitsunfähige aller Art oder als Betreuer von Kindern. Wir könnten aber solche Fachkräfte einstellen, wenn Sie, liebe Berliner, uns finanziell so ausstatten würden, dass wir brauchbaren, arbeitsfähigen Erwachsenen ein angemessenes Gehalt zahlen könnten. Bedarf daran hätten wir allemal. Die Nachfrage nach Beschäftigung und Beaufsichtigung  von Kindern, Kranken und Arbeitslosen in unserem Verein / Verband und in unseren berlinweit vertreuten Katzenheimen ist groß.  Aber wer von uns sowieso schon dauernd überlasteten Vorständen soll das auch noch dazu so nebenbei (und dann natürlich ohne angemessene Gegenleistung) machen?

Wenn wir solche Personengruppen in unser „Programm“ aufnehmen sollen, brauchen wir an jeder Stelle einen arbeitsfähigen (erwachsenen, gesunden), bezahlten Angestellten, der sie bei uns beaufsichtigt und beschäftigt, denn dazu haben wir (wenigen) (sehr)aktiven Tierschützer, die dauernd an allen Fronten im Einsatz sind und auch noch alle Büroarbeit selber machen müssen, keine Zeit. 

Telefonische BERATUNGEN durch unsere ehrenamtlich + unentgeltlich arbeitenden Mitglieder sind natürlich kostenlos…

Die Kontaktdaten finden Sie unter „Kontakt“…

Wir wenigen aktiven Mitglieder vom Verband der kleinen Berliner Katzenschutzvereine sind rund um die Uhr im Einsatz, d.h. wir sind dauernd mit der Behebung von Tierleid so beschäftigt, dass wir nicht auch noch als Dienstleister für Menschen tätig sein können.  Deshalb lernen wir Catsitter an, d.h. wir machen Leute fit für diesen Job, wenn sie Erfahrungen mit Katzen und Übung in pflegerischen Leistungen (Medizin verabreichen, füttern, Kot „lesen“, Katzenzustand beurteilen) sammeln wollen – damit sie späterhin eigenverantwortlich als Catsitter tätig sein können. Diese Leute, meist Sudenten, arbeiten auf eigene Rechnung – normalerweise für etwa 15.- € pro Stunde.

Man lernt neue Katzen und neue Leute kennen –

 – und kommt auch zu ungewöhnlichen Tageszeiten mal raus in Gegenden, wo es Unbekanntes zu sehen und zu entdecken gibt…

 Hier Renate mal im Kontakt mit etwas größeren goldigen Schmusetieren, mit denen mich eine ganz besondere Beziehung verbindet…

 

 

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