Archiv des Autors: Renate

Frust im Tierschutz: Igelschutz braucht Nachwuchs und Landesunterstützung

Tierschützer brauchen in allen Sparten Unterstützung. Die meisten sind überaltert, Einnahmen und ernstzunehmender Nachwuchs fehlen, die Alten machen sich Sorgen, wie es ohne sie weitergehen soll. Junge sind globalisiert und digitalisiert, also weder ortsansässig noch zeitlich verfügbar und einsatzfreudig…

Hier der Brief einer betagten Igelschützerin an die Tierschutzbeauftragte vom Land Berlin:

From: Karin Oehl <nc-oehlch@netcologne.de> Date: So., 11. Nov. 2018 um 18:57 Uhr Subject: Gern auch zur Weitergabe

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Sehr geehrte Damen u. Herren,

Schon vor einigen Jahren hatte ich die Absicht, die nun seit fast 40 Jahren bestehende u. stark frequentierte Igelstation zu schließen  weil die Zugangszahlen ständig stiegen, meine Gesundheit aber deutlich machte, dass ich der Belastung nicht mehr hinreichend gewachsen bin.

Auch ist es nicht mehr zu verantworten in einem Privathaus derart viele Tiere aufzunehmen u. zu versorgen. Zum Glück ist die finanzielle Belastung durch große Hilfe erträglicher geworden, denn mit Zuckerwasser kriege ich die Tiere weder gesund noch groß.

Auf dringende Bitten u. in der Einsicht, dass der Bedarf sehr hoch ist – immerhin haben wir einen Jahreszugang zwischen 300 u. 400 Tieren, habe ich dieses Ansinnen trotz deutlicher gesundheitlicher Einschränkungen zurück gestellt.

Mehrfach habe ich angeboten, Schulungen u. Vorträge zum Thema Igel zu halten, das Interesse hat sich sehr in enttäuschenden  Grenzen gehalten.

Nun ist der Igel wohl das am häufigsten in der Tierarztpraxis vorgestellte Wildtier u. leider werden Igelfinder sowohl von den Auskünften der tierärztlichen Mitarbeiter, wie auch von den Tierärzten nicht zufriedenstellend beraten u. behandelt. Immerhin sind diese Tiere auch so gut wie nicht Gegenstand der Ausbildung.

Ja es kam häufig vor, dass tierärztlich Mitarbeiter ohne zu hinterfragen, was der Aufnahmegrund ist, einfach empfohlen haben, das meist kranke oder verletzte Tier am Fundort auszusetzen , ja schlimmer noch, es wurde gesagt:,, Sie können den Igel bringen, wir schläfern ihn sowieso ein!”

Das ist weder gesetzeskonform noch mit der tierärztlichen Ethik vereinbar.

Ich hatte gehofft, dass sich in den Jahren, die ich nun schon weiter gemacht habe in Zusammenarbeit  mit engagierten u. igelkundigen Tierärzten, die Situation für den Igel deutlich verbessern würde, denn der Lebensraumverlust, der Verlust der Nahrungsvielfalt u. die Gefährdung für den Kulturfolger IGEL haben zu-  statt abgenommen.

Und Igel sind keine Holzstöckchen sondern lebende, fühlende Tiere, wie geliebte Haustiere auch.

Noch immer ist trotz aller Bemühungen der Informationsstand zu diesem Tier  schlecht, Weder in der Öffentlichkeit , noch dort, wo  man kompetente Hilfe erwarten dürfte, nämlich in den Tierarztpraxen, wohin man sich  mit einem offensichtlich kranken oder verletzten Tier zunächst Hilfe suchend wendet, noch in Tierheimen, wo entweder keine Igel aufgenommen werden oder die Ausbildung der Tierpfleger zu dieser Spezies wirklich  gut wird wirklich kompetent beraten.

Nun lässt mein fortschreitendes Alter u. mein Gesundheitszustand einen weiteren Betrieb der Station in der bisher gewohnten Form  bestenfalls noch bis zum Frühling zu, das heißt bis zur Auswilderung im Mai /Juni2019.

Da aber der Bedarf an sachkundiger Hilfe anhaltend groß ich, biete ich noch einmal an, zu schulen, zu informieren. Anmeldungen sind ab sofort erbeten.

Dabei ist zu bemerken, ein Stündchen oder zweimal hinhören und reinschaun reicht absolut nicht.

Mit Ende der Saison 2018/19 wird  die Station geschlossen. Ich bin dann 75 Jahre alt.

Mir tun schon heute die Tiere leid, die dann keine sachkundige Hilfe mehr erfahren, denn privat geführte Stationen sind nicht flächendeckend vorhanden u. da der Begriff nicht geschützt ist, ist die Qualität der Igelhilfe in privater Hand qualitativ äußerst unterschiedlich. Von mir geschulte Leute führen heute längst eigene so stark frequentierte Stationen, dass eine Übernahme aller sonst hierher gebrachten Tiere nicht möglich ist.

Viele mit Begeisterung eingestiegene Helfer haben schnell das Handtuch geworfen ob der frustrierenden Situation, der finanziellen u. familiären Belastung.

In wie weit die Betreuung im Tierheim gewährleistet ist, kann ich nicht beurteilen, Es waren Mitarbeiter einige Stunden hier, aber in dieser Zeit kann ich meine 40 jährige Erfahrung nicht weiter geben, bleibe aber als BMT-Mitglied im Hintergrund gern hilfsbereit und ansprechbar, wenn es gewünscht wird, so lange es mir möglich ist.

Es tut mir leid, wenn meine Nachricht so negativ zu Ihnen rüber kommt, aber Grund zum Jubeln u. Grund positiv zu berichten ist leider keiner vorhanden.

Seit Mai 2018 nähern wir uns bereits wieder einer Zugangszahl von annähernd 300 Tieren.

Mit sehr besorgtem Gruß und einem Funken Hoffnung, dass es noch einen deutlichen Ruck zum Positiven gibt.

Karin Oehl

 

 

Einäugige junge Tigerkatze

Wir helfen der Pflegestelle A. Behr bei der Suche nach einem optimal geeigneten Halter für eine einäugige, etwa 2 – 3 Jahre alte, gestromte Katze namens „Milka“, die vor fast einem Jahr in einer Laubenkolonie gefunden wurde. Ein Auge musste saniert werden. Katzenschnupfen macht bei draußen geborenen Welpen oft die Augen ganz kaputt, so dass sie entfernt werden müssen. In diesem Fall konnte das Auge erhalten werden, es ist aber blind. Der Versuch, dieses Auge zu retten, hat die Finderin von der Katzenschutz-AG vom TB und die Pflegestelleninhaberin fast 1000 € gekostet. Die Behandlung beim Augenarzt hat fast ein Jahr gedauert. Jetzt ist sie abgeschlossen. Die Katze ist jetzt gesund. Sie ist verschmust und freundlich. Ob Einzelhaltung besser für sie ist, das muss man erfragen und / oder ausprobieren. Bisher hat sie in Einzelhaltung erlebt, weil sie mit Medikamenten versorgt werden musste. Das muss sie nun nicht mehr.

Wir suchen nach einem kompetenten und (auch finanziell) entspannten Halter, der dieser lieben Katze ein schönes Zuhause geben möchte und sich an dem Schönheitsfehler nicht stört.

Kontakt: A. Behr: Tel. 0177 43.600.39

Danke, Marvin!

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Marvin Kelling für die Unterstützung mit Geldspende für Kater Timmy. Du hilfst dem Tierschutz, seine Arbeit zu tun!                  Renate

 

vermisst in Friedrichsfelde

seit dem 4. 10. 2018 ist diese einjährige Katze Mia nicht nach Hause zurück gekommen:

Hier der Text von den Haltern:

Liebe Mitarbeiter von Berliner Stadtkatzen,

seit 04.10. ist unsere rötliche Katze, 1 Jahr alt, nicht mehr nach Hause gekommen. Sie wohnt Friedrichsfelde, 10315 Berlin. Wir freuen uns über Hinweise, hier der Text:

Rötliche Katze vermisst. Weiße Beinchen, Bauch und Schnauze auch weiß. Rücken, Kopf und Ohren rötlich. Die Augen sind Bernsteinfarben. Dankbar für Hinweise. Sie wohnt in Friedrichsfelde. Sie trägt kein Halsband. Hinweise bitte an: 0176-70.44.88.22

Herzlichen Dank für Ihren Einsatz!

MFG Frau Hummel-Liljegren  und Herr Mumtaz

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Frage: Ist die Katze gechippt, geimpft und kastriert  – und wenn nein, warum nicht? es würde allen Beteiligten sehr viel Leid ersparen.

 

 

Ohren – Otitis externa?

Wir haben ein neues Problem: Seit einigen Wochen kommt bei zwei von den hier noch anwesenden 4 Tieren „schwarzes Zeug“ aus den Ohren. Es kann sein, dass das schon länger so ist. Surolan möchten wir nicht geben, da es Cortison enthält und Pit ja Diabetiker ist, bei dem Cortison wegen Insulingabe kontrainduziert ist.

Wir haben die Absonderungen ins Labor geschickt, aber noch keine Antwort. Drei Tierärzte haben uns bestätigt, dass es keine Milben in den Ohren gibt.

Mich macht diese neuerliche Erkrankung nervös, denn ich ekele mich vor Bakterien, Viren und Parasiten und möchte auch kein kontaminiertes Ohrenschmalz ins Gesicht geschleudert bekommen, weil die Katzen den Kopf schütteln, vor allem, wenn man sie dort anfasst.

Wer hat Erfahrungen mit dergleichen?

Ich habe allerdings keine Anzeichen einer ähnlichen Symptomatik. Und bei Maja ist das Ohrenschmalz nicht fest und schwarz sondern dünn und weiß, sie kratzt und schüttelt aber auch.

RenaLu, Email: stadtkatze@arcor.de

in gute Hände abzugeben

29. 09. 2018: Diese Süßen suchen die Liebe ihres Lebens:

Die Ansprechpartnerin ist Frau Fehlow in Spandau: Tel. 030 – 363 63 77

Katzenmutter und 3 etwa 9 – 10 Wochen alten Welpen brauchen neues Zuhause

Berlin, den 2. 9. 2018 – Wir suchen dringend eine andere, bessere Unterkunft für eine Katzenmutter und ihre 3 Welpen in schlechten Haltungsbedingungen. Diese schönen Tiere werden derzeit in einem Container gehalten, weil es niemanden gibt, der sie aufnehmen und ihnen bis zur Vermittlung einen Raum zur Verfügung stellen kann oder will. Das Tierheim nimmt sie (natürlich) nicht, da es wie immer überfüllt ist. Die anderen Tierheime im Umkreis von 100 km sind auch voll.  Unsere Tierschutzarbeit wird derzeit vom Land Berlin nicht gefördert sondern behindert. Die Unterstützung durch die Bevölkerung ist nicht ausreichend. Unbesetzte Pflegestellen, die diese Tiere nehmen könnten (aber auch nicht dürfen), haben wir auch nicht. Wir können deshalb den Tier-Not leidenden Bürgern nur raten, dass sie sich so wie früher wieder selber helfen müssen.

Wer kann und will bei sich eine Katzenmutter mit 3 Jungen aufnehmen? Oder die Welpen (paarweise)?  Fotos folgen.   RenaLu

Bravecto

Das ist das letzte Foto von Krümel. Kurz vor ihrem Tod blieb sie am Boden, weil sie im epileptischen Anfall, bei dem die Katze im bewusstlosen Zustand in der gegen herumkatapultiert wird,  nicht von erhöhten Liegeplätzen fallen wollte.

Hier nun noch ein – hoffentlich lehrreicher – Nachtrag zum Ableben von Krümel:

Manchmal beschützt einen der Zufall – oder er belehrt einen auch: Heute habe ich im Internet nachlesen wollen, ob und wo ich das Flohmittel „bravecto“ kaufen kann, denn die letzte und erste Verabreichung ist ziemlich genau 3 Monate her. Damit ist das Ende der Wirkungsdauer erreicht. Und was lese ich da?!:

Das Spot-on-Präparat „Bravecto“, ein Langzeitpräparat mit 3-monatiger Wirkungsdauer,    zieht häufig neurologische Störungen bis hin zur Epilepsie nach sich. Sofort habe ich begriffen, woran Krümel gestorben ist. Krümel hatte nie zuvor Epilepsie. Dieses Präparat hat vermutlich ca   7 – 9  Wochen nach seiner Verabreichung  bei Krümel Epilepsie und auch bei Pit ein zuvor nie gesehenes,  merkwürdiges Kopfschütteln ausgelöst hat. Zwar sind beide Katzen alt und vorgeschädigt, das spricht aber eher für meine Hypothese als dagegen. Dagegen spricht auch nicht, dass 3 andere, stabilere Katzen, keine direkt sichtbaren Nebenwirkungen durch  dieses Präparat hatten.

Sehr bedauerlich finde ich, dass Krümel an den Folgen dieser Epilepsie (im status epilepticus) nachts gestorben (die Epileptischen Anfälle haben ihr Arthrose verstärkt) ist und auch durch diese Epilepsie die letzten Wochen ihres Lebens vermutlich mit orthopädischen Schmerzen verbracht hat. Durch die Stürze von ihren Liegeplätzen im epileptischen Anfall hat sich die Arthrose dieser dünnen, zarten 2,36-Kilo-Katze erhebliche verstärkt, so dass sie immer schlechter laufen konnte. DESHALB habe ich sie nach dem nachts aufgetretenen „status epileptikus“  einschläfern lassen.

Wenn ich nicht selber von den Flöhen gebissen worden wäre und nicht gerade sehr abgelenkt war durch andere, eigene (auch soziale)  Verpflichtungen, hätte ich die Verabreichung von einem unbekannten Langzeitpräparat gegen Flöhe vermutlich als zu riskant abgelehnt. Ich hatte immerhin bei der Verabreichung dieses Langzeitpräparats den Gedanken im Kopf, dass man unbekannte Langzeitpräparate nicht verabreichen sollte, denn wenn sie einmal drauf oder drin sind, kriegt man sie ja nicht mehr raus. (Es gibt Präparate – auch für Menschen – deren Wirkungsdauer wesentlich länger ist als offiziell beschrieben. manche Substanzen stören jahrelang.)

Mein liebes Kätzchen, es tut mir leid, dass ich so unachtsam war und mir VOR VERABREICHUNG nicht die Zeit genommen habe, im Internet nachzulesen, was bravecto anrichten kann.

Alle Momente der Lebensgefahr, denen Krümel in ihrem langen Leben ausgesetzt war, sind durch die Benutzung von Pharmazeutika zustande gekommen:

Mit 12 Jahren hat sie sich ein Entwurmungsmittel (profender) von den Krallen abgeleckt und dadurch eine sehr schlimme Halsentzündung bekommen, die zur Verstopfung der Nase geführt hat. Sie hat natürlich  nichts mehr gefressen, bei der Fütterung Luft geschluckt und letztlich nur überlebt, weil meine eigene Menschen-Hausärztin nach einer Woche vergeblicher Ratsuche bei Tierärzten auf die Idee gekommen ist, der Katze Hyaluron-haltige Augentropfen zu verabreichen, die Wasser gezogen und dir Krusten in der verstopften so weit aufgelöst haben, dass die Katze wieder Luft bekommen  und dann auch wieder gefressen hat. Möglicherweise haben diese starken Entzündungen im Hals- und Kopfbereich aber dann durch Gewebevermehrung an der Schilddrüse  eine Überfunktion ausgelöst…

Mit 18 Jahren wäre Krümel dann beinahe an der hohen Überdosierung von Thiamazol (starker Durchfall und Erbrechen) gestorben, die ein Tierarzt angeordnet hatte. Eine bei uns mitarbeitende Heilpraktikerin und unsere neue Haustierärzten haben das aber richtig erkannt und behandelt, so dass sie noch bei uns geblieben ist. Dieselbe Tierärztin hat uns dann aber in diesem Mai bei starkem Flohbefall zur Verabreichung von bravecto geraten…

Das ist bitter! Die Lehre daraus ist: Beipackzettel vorher lesen! Tierärzte nicht als allwissend ansehen sondern als Ratgeber anhören, aber SELBER DENKEN und entscheiden. Sich Zeit nehmen für Erfahrungsberichte und Recherche im Internet. Und: gerade bei alten, zarten und vorgeschädigten Lebewesen nach Möglichkeit nur Substanzen und Medikamente verwenden, von denen man weiß, dass sie sie vertragen.

Na ja, immerhin haben wir Krümel doch so lange gut beobachtet, behandelt und begleitet, dass sie fast 20 Jahre alt geworden ist. Vielleicht wäre sie, wie Norma immer gesagt hat, doch noch 25 Jahre alt geworden, wenn ich ihr nicht auf einen schlechten ärztlichen Rat gehört und ihr „bravecto“ als spot-on gegen Flöhe  draufgetan hätte….

Nun bin ich gespannt, wie es mit Pit weitergeht und ob seine Nervenstörungen von selber wieder weggehen, wenn wir ihm „bravecto“ ab sofort nicht mehr verabreichen.

Es ist schon bedauerlich, dass sich immer wieder Dinge ereignen, die einem klarmachen, dass man sich in jedem einzelnen Erkrankungsfall eines Schutzbefohlenen vor Anwendung von schädlichen Substanzen selber schlau machen muss, wenn man keinen Schaden anrichten oder auch selber erleiden will. Ich ärgere mich jetzt darüber, dass sehr zu häufig, wenn ich Entscheidungen bei Behandlungen an einen Tierarzt delegiert habe, weil ich etwas anderes zu tun hatte, im Ergebnis eine tote Katze dabei herauskam.

Was lernen diese Menschen eigentlich in ihrer Ausbildung? Respekt vor der Pharmaindustrie oder Respekt vor dem Leben?

Notfälle – 5jähriger Kater Jerry – 9jährige Katze und Kater – und etliche Katzenwelpen

oben: Hallo, wie telefonisch besprochen sende ich Ihnen ein Foto meiner Katze. Sie ist zwar lärmempfindlich, aber auch sehr verschmust. Bitte um Hilfe bei der Suche nach einem liebvollen zu Hause für den 5 Jahre alten Jerry. Liebe Grüße, K. Hübner, Tel. 0176-80.81.12.94 und email: Kathrin.h987@gmail.com

Wer weiß jemanden, der zwei gesunde Katzen aufnehmen könnte und möchte?

Es sind reine Wohnungskatzen, ein Geschwisterpaar (ein Kater und eine Katze), neun Jahre alt. Sie dürften hundeverträglich sein, da sie momentan mit zwei Hunden zusammenleben. 

Die derzeitige Halterin liegt im Koma im Krankenhaus und wird wohl nicht wieder aufwachen. Ihr Mann ist ebenfalls sehr krank und allein mit den vier Tieren überfordert.

Ansprechpartner: Jochen,  Tel. 0152.33.73.66.87

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Und: Junge Katzen abzugeben: An alle, die auf der Suche nach einer jungen Katze sind: Junge Katzen, Langhaar und Kurzhaar, grau und schwarz, 6 Wochen bis 6 Monate alt, muss Angela Schuler.:  Tel. 01573.56.56.905 vermitteln. Die junge Frau hat Auflage von den Amtstierärzten in Kreuzberg / Neukölln, ihre Katzenwelpen innerhalb einer Woche zu vermitteln. Die Tiere befinden sich jetzt noch bei ihrer Erzeugerin und Halterin, die sie binnen einer Woche vermitteln soll und der Behörde die Anschriften der neuen Halter bekanntgeben. Vermutlich kommen sie sie nach Ablauf der Frist ins TB (trotz Aufnahmestop wegen Überfüllung?!) und gehen dann ins Eigentum vom TB über. Wir wüssten sehr gern, was dann dort weiterhin mit ihnen geschieht. Das TB ist aber nicht dazu verpflichtet, darüber Auskunft zu geben. U.a. deshalb gibt es in der Bevölkerung viel Misstrauen ihm gegenüber.

Hier ein paar Fotos von Frau Schulers Katzen, die sie unterbringen oder abgeben möchte:


Und: Wir lösen derzeit eine von unseren Katzenwohnungen auf und suchen Abnehmer für allen möglichen Katzen-Kram wie Katzennester, Halskrausen, Trichter, Nahrungsergänzungs-mittel, Futter, Klos, Katzendecken usw., also alles mögliche an Katzenzubehör, was zu viel ist und die Kammern füllt.

Wir überlegen auch, ob wir unseren Verein auflösen wollen. Wir erleben von privater Seite keine ausreichende Unterstützung in Form von Mitarbeit und Geldspenden. Seitens der „Obrigkeit“ werden wir fortlaufend mit nicht ohne weiteres verstehbarer Schikane bei unserer Arbeit behindert: die Regierung erlaubt und verbietet wie es ihr gerade passt über die Amtstierärzte in den Bezirksämtern uns vor Überlastung durch Tieraufnahme und -weitergabe zu beschützen. Sie macht sich alle für sie dazu nötigen Gesetze.  Behinderung, Verbot und Kriminalisierung von Tierschützern ist offenbar das Bestreben der juristisch geschulten Obrigkeit ihrer Aktivität im Tierschutzfach. Statt der Nutzung des Wissens und der Erfahrung der seit Jahrzehnten im Tierschutz Tätigen und statt der Zusammenführung von erfahrenen Fachleuten mit dem Ziel der Herstellung von Strukturen, die am Bedarf ausgerichtet sind. Der fachlich inkompetente und nicht am Sinn orientierte Juristenstaat macht eben so wie er kann. Sinnvolle Strukturen im Tierschutz kann er  anscheinend nicht. Sonst würde er ihn regional anbinden. Und dafür sorgen, dass die (profitorientierte) Vermehrung und der Import von Tieren verhindert wird und nicht der Tierschutz, der sich um den Überhang kümmert, der auf der Straße landet.  Die Katze als Haustier passt  so wenig wie der entwurzelte Mensch  in dieses neue  Zeitalter  der  Völkerwanderungen. Was wäre denn, wenn alle zu Hause bleiben müssten und dort für Struktur sorgen würden…

renalu am 8. 5. 2018

Krümel

Everybodys Darling Krümel hat sich gestern auf die Socken gemacht…. Sie war meine (einzige) Privatkatze, wurde ab ihrem 2. Lebenstag von mir gesäugt, weil ihre Mutter am  Tage nach dem Werfen  ins Krankenhaus musste.  Krümel ist dank meines alltäglichen Einsatzes trotz SDÜ, Herzschwäche (sehr starke Arhythmie) und Arthrose überwiegend glücklich und entspannt fast 20 Jahre alt geworden. Was für eine wunderbare Katze! Noch eine! Sie mochte Katzen gar nicht, außer der geduldigen Busenfreundin Shiva, die sie oft und mit Begeisterung geärgert hat. Mignon, die Epileptikerin, hat sie außerhalb ihres Zimmers geduldet. Ihre letzte Nacht hat Krümel selber auch im Status epilepticus verbringen müssen.

Dafür mochte sie Menschen. Alle Freunde, Mitglieder, Helfer. Was Krümel mir alles beigebracht hat! Wie sie sich die Prinzessin zurücknehmen konnte, wenn es mir schlecht ging, wie gut sie mich trösten konnte!  Natürlich fehlt sie. Und sie hat ihren Platz frei gemacht.

Man braucht eine Weile, um es zu realisieren und sich daran zu gewöhnen, wenn die lieben kleinen Begleiter nicht mehr da sind. Vorige Woche haben wir noch gesagt, sie schafft die 20, weil es ihr gut ging. Vor 4 Wochen war sie noch neugierig auf dem Hof unterwegs:

oben: Krümel am 20. 6. 2018 auf dem Hof unterwegs

Diese Katze hatte ein gutes und halbwegs artgerechtes Katzenleben – wenn man davon absieht, dass sie nie Welpen gemacht hat. Sie durfte mich 20 Jahre lang terrorisieren, und ich habe ihr jeden erfüllbaren Wunsch erfüllt. Und sie durfte jeden Montag 3 – 4 Stunden lang auf Norma liegen. Die beiden hatten auch eine besonders innige Beziehung. Krümel wusste, wann Montag ist.

Ich vermute, dass Krümels plötzlichen Zusammenbruch dadurch verursacht wurde, dass sie nicht genug getrunken hat obwohl Wasser jederzeit gut erreichbar war – und dass ich es nicht frühzeitig genug bemerkt oder nicht konsequent genug durch Verabreichung von Flüssigkeit darauf reagiert habe. Ich habe oft erlebt, dass (alte) Katzen in solch heißen Sommern wie diesem nicht genug saufen, so dass man darauf achten muss, wie viel Flüssigkeit sie zu sich nehmen.

Shiva, Krümels einzige Freundin,  ist 2008 daran gestorben, dass wir nicht früh genug gemerkt haben, dass sie nicht genug trinkt. Als Rossi vor 4 Wochen kollabiert ist, war es auch so. Seitdem verabreichen wir ihm pro Tag 100 ml Katzenfuttersoßen (ohne Klümpchen), dazu frisst er Körnchen. Seitdem hat er 400 g zugenommen und ist wieder fit. Für den Halter ist es beschwerlich, wenn die Katze nicht von selber so viel trinkt wie sie zum Gesundbleiben braucht. Das sind mindestens 60 ml Flüssigkeit pro Tag, sagt Dr. Weber.  Im Zweifelsfall muss man durch Versuch und Irrtum auf eine Lösung kommen, die Halter und Katze hilft: Unsere Nachbarin sorgt z. B. mit der Bereitstellung von verdünnter laktosefreier H-Milch dafür, dass ihre Katze genug trinkt, weil sie das  mag. Wichtig ist nur, dass man an dem Thema „genug Flüssigkeit“ dranbleibt und darauf achtet. Auch der Kot der Katze gibt Auskunft über ihren Flüssigkeitshaushalt. Darüber will ich mal einen Artikel veröffentlichen. Denn jeder Katzenhalter guckt zwangsläufig täglich ins Katzenklo. Und es ist hilfreich für jeden Katzenhalter, wenn er das, was er im Katzenklo sieht, zu einem sehr frühen Zeitpunkt richtig interpretiert.

Oft genug führt Flüssigkeitsmangel zum Tod von Katzen. In Krümels Fall war es allerdings auch so, dass durch die SDÜ das Herz so geschwächt war, dass es die von mir verabreichte Flüssigkeit („Süppchen“) nicht mehr umwälzen konnte. Noch dazu konnte sie wegen Hüftarthrose schlecht laufen…. In diesem Fall war die Einschläferung zu diesem Zeitpunkt nach sehr kurzer Krankheit im Status epileptikus mit Sicherheit Erlösung.  Dazu ist es gekommen, weil ich ihr mehr Katzenfuttersoße verabreicht habe, also mehr Flüssigkeit  als ihr Herz noch umwälzen konnte. Die Flüssigkeit sammelt sich dann in der Lunge, und die Katze erstickt. Das ist ein häufiges Schicksal bei herzkranken Katzen, SDÜ-Katzen und bei vielen alten Katzen, meistens ausgelöst durch eine Infusion. Es ist bei vielen Tierärzten eine der gängigsten absichtlichen Tötungsarten. In meinem Fall war es das jetzt nicht. Ich habe nicht damit gerechnet, dass Krümel die Fütterung mit püriertem Katzenfutter JETZT nicht mehr verträgt, weil es ihr vor 1,5 Jahren im ähnlichen Fall noch gut bekommen ist. Allerdings hatte sie damals durch Überdosierung von Thiamazol ausgelösten Durchfall, das war jetzt gar nicht der Fall, der Kot war eher zu fest.

Ich hätte es wissen müssen, denn bei TA-Besuchen achte ich darauf, dass eine alte Katze niemals mehr als 40 – 50 ml Infusionslösung bekommt. In diesem Fall war es aber so, dass die Katze die Soße GERN zu sich genommen hat. Trotzdem: Ich habe nicht gut aufgepasst. Meine Gewissensbisse halten sich trotzdem in Grenzen. Denn ohne meine ständige Bedienung dieser chronisch kranken Katze im  8-Stunden-Rhythmus, ohne die mehrmalige Hilfe von Dr. vom Hove (2009 und 2012) und TA Mikulska (2015 und 2016) hätte sie nicht bis zu ihrem Tod mit fast 20 Jahren ein angenehmes Leben gehabt.

Die Frage ist bei der Bedienung von chronisch kranken Katzen nicht nur, ob man es kann (also weiß, was man tun muss) sondern ob und wie weit man bereit ist, sich von der Bedienung vereinnahmen zu lassen. Bei mir ist diese Bereitschft zu Ende, wenn die Katze nicht mehr selber frisst und säuft und wenn daran auch durch die Veränderung der Medikation der Erst- und Zweiterkrankung nichts mehr zu ändern ist.

Als Krankenpfleger einer chronisch kranken Katze hat der Halter zumeist auch das Problem, dass es keinen Ersatzmann gibt, der die Bedienung der Katze übernehmen kann, wenn der Halter mal weg will oder muss. Dadurch ist das Ausmaß der Anbindung vom Halter an die Katze mitunter schwer erträglich. In der Konsequenz werden viele Katze eingeschläfert, weil der Halter die chronisch kranke Katze nicht bedienen kann oder will und oder weil es keine kompetente Hilfe für ihn gibt. Die Bereitschaft der Berliner, bei uns Katzenversorgung zu lernen, ist gering solange es nicht die eigene Katze ist, die die Bedienung braucht. Und wenn sie sie braucht, kann der geplagte Halter nicht innerhalb weniger Tage das Wissen erwerben, was er braucht. Daran ändert auch teure „Weiterbildung“ in Form von §-11-Erlaubnis nichts. Und auch nicht das Klammern an einem oder mehreren Tierärzten.

In jedem Fall entscheidet aber das frühzeitige Bemerken von Verhaltensänderungen am Tier und das richtige Reagieren darauf,  ob man als Halter Organschädigungen durch falsche Fütterung (und Haltung) verhindert bevor es überhaupt dazu kommt. Achtsamkeit,  Erfahrung und Können /Kenntnisse entscheiden in vielen Fällen darüber wie lange, wie gern und wie gut unsere vierbeinigen Freunde mit uns leben. Das gilt auch für uralte Katzen.

24.7.2018 renalu

Ich bin gespannt, welche Katze sich als erste ihren Platz erobert.

25. 7. 2018:

The winner is Pit.

Maja hat nur mal da rumgeschnüffelt und ist wieder gegangen.