Jahresarchive: 2019

Bürgerbeteiligung bei der Stadtplanung und Fortschritte bei der Cornelsenwiese

Tagesspiegel LEUTE entdeckt: https://leute.tagesspiegel.de/charlottenburg-wilmersdorf/macher/2019/07/05/87263/naturschuetzer-halten-bebauung-der-cornelsenwiese-fuer-rechtswidrig

auch das ist interessant: Leitlinien für Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an Projekten und Prozessen der räumlichen Stadtentwicklung Entstehung und Volltext der Leitlinien https://www.stadtentwicklung.berlin.de//planen/leitlinien-buergerbeteiligung/download/gemeinsamStadtmachen_Abschlusskommunikation.pdf

Sitzen in Berlin

Das Bezirksamt behauptet, dass sie nach 20 Jahren kostenlosen geduldeten Sitzens nun zur Räumung der mit wechselndem Sperrmüll bestückten Sitzecke (denn es wird ja auch immer mal wieder was geklaut oder kaputt gemacht) aufgefordert haben, weil sich jemand darüber beschwert habe, der sich gestört fühlt. Das ist schwer vorstellbar, denn die einzige sich möglicherweise tagsüber von den Gesprächen der tagsüber Sitzenden  betroffen fühlende Nachbarin wohnt nicht hier und hält sich auch  nur wenige Stunden in der Woche hier auf. Abgesehen davon gehört sie zu der Sorte Nörgler, die sich über alles aufregt, was um sie herum stattfindet. (Sie klopft z.B. auch bei mir und beschwert sich darüber, dass meine Gäste und ich beim gemeinsamen Essen innerhalb von meiner Wohnung  zu laut reden…) Es muss doch möglich und legitim sein, sich tagsüber auf dem Gehweg zu unterhalten, zu rauchen, zu essen und Sachen auszutauschen… Und zwar egal ob stehend oder sitzend. Ich möchte ab und an sitzen, da ich ungeachtet meiner 71 Jahre  die meiste Zeit in Bewegung bin und körperliche Arbeit tue. Ich bin der Meinung, dass Leute, die parterre zur Straße raus in einem WOHNhaus (und eben nicht in einem Geschäftshaus) wohnen oder arbeiten wollen, zwangsläufig ein wenig vom Leben auf der Straße mitbekommen. Das können Motorgeräusche sein, Kindergeschrei, freilaufende Katzen, Hundegebell, offenbar unvermeidbare Hundescheißhaufen vor ihrem Fenster und eben Gespräche der Mitglieder einer Nachbarschaft. Der Gesetzgeber sollte unzufriedenen bedienungsbedürftigen Nörglern nicht ermöglichen, jede Lebensäußerung um sie herum als vorschriftswidrig erklären zu  können mit dem Ziel der Verhinderung von normalem, mitmenschlichem, lebendigem Austausch und Kontakt im Kiez. Genau dazu verhilft aber das OA dieser Art von kontaktgestörten Leuten (in diesem Fall nun auch wieder), die meinen, dass sich die ganze Welt nach ihnen richten muss. Das haben wir in über  20jähriger Tierschutzarbeit nach dem Mauerfall in ganz Berlin immer wieder erlebt. Der bedienungsbedürftige, ansprüchliche Nörgler bekommt in seinem oft wahnhaften Gefühl des Beeinträchtigtseins hierzulande immer Recht, wenn er Bedienung, Ruhe und Ordnung und Unterordnung fordert – und die Obrigkeit verhilft ihm dazu, auch wenn es gegen jeden vernünftigen Sinn und das legitime Interesse aller anderen Betroffenen ist. Wir sind aber eben noch kein Leichenhaus, zum Glück. Was kann der Gesetzgeber dagegen haben, wenn in Berlin alte Leute vor ihrem Haus Kontakt pflegen und sich vor ihr Haustür SITZEND unterhalten können wollen? Und wie kann das OA die Interessen einer Nörglerin unterstützen  ohne sich selber ein Bild  von der Angemessenheit der Beschwerde zu machen. Das begreift hier kein normaler Mensch. Am wenigsten begreife ich selber ehrlich gesagt die lebensfeindliche Strategie, die hinter diesem Vorgehen der Behörde steht und die von allen Betroffenen nur als unverständlich bis abartig erlebt wird.

Pikanterweise verhält es sich in unserem Fall auch noch so, dass die einzige Gewerbe treibende in diesem Haus sich davon gestört fühlt, dass wir hier wohnende normale Geräusche machen, die eben Zeugnis ablegen davon, dass hier noch gelebt, gewohnt und kontaktet wird. Es hat ein Geschmäckle, wenn Gewerbe zu Unrecht gegen privates Wohlergeben ohne finanzielle Absichten oder Interessen verhindert wird.

Sehr laute, oft wirklich unerträgliche Geräusche macht der Kindergarten hinterm Haus  in der Roscherstrasse. Im Garten hinterm Haus können wir tagsüber nicht sitzen, denn da platzt einem fast das Trommelfell. Aber der darf das ja, sagt der Gesetzgeber, auch wenn die Kinder sich selber schädigen mit dem Krach, den sie machen – und sich ihm ja auch nicht entziehen können. Wir konnten uns bisher entziehen indem wir Altberliner Anwohner uns hier – neben einer leisen KiTa von nebenan –  im Sommer auf dem Gehweg sitzend miteinander unterhalten haben. Es wäre wirklich schön, wenn die Behörden sich vor dem Durchsetzen von Verordnungen ein Bild von der Gesamtsituation machen und sinnvoll mit Entscheidungsspielräumen umgehen würden. Statt gutem, sozialem interkulturellem Miteinander im Kiez haben wir jetzt wieder Hundescheiße vor der Haustür. Na toll.

Ich bin gespannt auf den Erfahrungsaustausch mit www.instergram.com/benchingberlin  

Denn wer in ganz Berlin Sitzgelegenheiten verteilen möchte, hat sich ja sicher dabei etwas gedacht, hat wahrscheinlich auch eine Vision. Und begeht ja vermutlich Ordnungswidrigkeiten, wenn er tut was er sagt. Auch wenn es  sinnvoll es ist, dass Menschen draußen sitzend miteinander sprechen. Wir sollen auf öffentlichen Bänken sitzen, sagt das OA. Nein danke, das möchten wir nicht. Zum einen stehen sie nicht vor unserem Haus. Zum anderen sind sie meistens besetzt; manchmal auch von Leuten, mit denen wir nichts zu tun haben wollen.

„Café Miez“, die 20 Jahre alte Sitzecke vor unserem Haus, ist nun weg.

Sitzecke vor unserem Haus

Die Anwohner sind sauer, denn sie können nun nicht mehr vor dem Haus sitzen und lesen, schnacken, rauchen, essen, Café oder Selters trinken, sich unterhalten, Kiezneuigkeiten austauschen, Sachen tauschen. Das ordnungsamt hat sie nach 20jähriger Duldung moniert und entfernen lassen. Dieses Begegnungsstätte fehlt  nun sehr. Der Anwalt sagt, es gibt keine Chance auf Erhalt einer „Sitzecke“, wenn das OA diese für störend hält.  Das OA braucht sich daran nicht zu stören, denn wenn durch das öffentliche Sitzen an dieser Stelle jemand gestört würde, dann wären wir es selber, denn WIR leben und direkt schlafen hinter und über dieser Sitzecke… und deshalb nachts auch schon mal Sitzer bitten müssen, woanders hin zu gehen.

Das Ende von „Café Miez“

Diese kiez- und kommunikationsfreundliche Sperrmüllsammlung musste ich jetzt auf Aufforderung  des Ordnungsamtes wegräumen, das unserem Verein wegen des Spitznamens „Café Miez“ für diesen Ort unerlaubten gewerblichen Ausschank unterstellt hat. Nach Besprechung dieser Angelegenheit mit unseren Mitgliedern haben wir Abstand genommen von der Beantragung Sondernutzung des Gehwegs.

Wer weiß, was für ein Pilz das ist?

Er wuchs in Jos Garten unter einer Tanne. Etwa 10 cm Durchmesser. Die rote Farbe auf dem Deckel ist ganz dünn wie eine Haut. Katzenminze ist durch den Pilz gewachsen.

Igelschützer bitten alle Menschen um Achtsamkeit

mit folgendem Aufruf: 

From: Karin Oehl Sent: Tuesday, May 21, 2019 8:46 PM

Subject: Fw: Gerne zum Teilen!     

Wir starten gemeinsam eine bundesweite konzertierte Aktion. Hier meine Kollegin aus Ingolstadt. Ich denke, sie hat es sehr gut gemacht, schickt es bitte weiter, verteilt es weiträumig, bitte….

Liebe Grüße Karin Oehl

From: Ninja Winter Sent: Tuesday, May 21, 2019 4:30 PM Subject: Gerne zum Teilen! Unsere Aktion zur Igelrettung! Bitte verteilt dies auch an alle, die es brauchen! Eure Ninja

(Ich bin leider nicht imstande, die pdf-Datei anzuhängen, weil ich mich mit dem neuen word-press noch nicht auskenne… renalu)

Weiterbildung: Viel Ungeziefer im Garten:

  • Bei aller Tierliebe und Liebe zur Natur – dieses Jahr gibt es einfach viel zu viel Ungeziefer im Garten. Beinahe jede Pflanze hat einen eigenen Parasiten, der sie auffrisst. Eichenprozessionsspinner sind ja zum Glück noch nicht dabei, weil wir keine Eichen haben. Aber:
  • Unten: So sieht die „Arbeit“ von Johannisbeerblasenlaus aus: Wir besprühen sie mit Seifenlauge („Savon Noir“) oder knipsen die Blätter ab und stecken sie in eine luftdichte Plastiktüte bevor wir sie in die schwarze Tonne tun.
2. Wie diese flugfähigen Blattläuse unten heißen, weiß ich nicht. Sie sehen aus wie Gemüsefliegen. Seit Anfang Mai haben wir extrem viele davon auf dem Holunder auf dem Hof. Sie kommen auch in die Küche sobald das Küchenfenster offen ist. Ich habe sie sogar im Kühlschrank und da auch im Tiefkühlfach. Seitdem ich die befallenen Äste abschneide und die Büsche mit Savon-Noir-Lauge besprühe, gibt es deutlich weniger von diesen  lästigen Fliegen.
Um die Ecke im Eiskaffee am Lehniner Platz sind wir aber unter Linden (?) sitzend sehr stark davon belästigt worden. Sie flogen nicht nur in den Eisbecher sondern auch in unseren beim Reden geöffneten Mund, die Augen und in die Ohren… 

Gute Nachrichten und nicht so gute

Zuerst die gute Nachricht: Pit hat keinen Diabetes mehr seitdem er kein Trockenfutter mehr bekommt und auch kein Feuchtfutter, das Zucker oder kaschierten Zucker enthält. Dieser Allesfresser, der auch Plastiktüten frisst, wenn man nicht aufpasst, bekommt jetzt nur noch gebratene Hähnchenbrust und zuckerfreie Katzenfutter.  Glücklicherweise haben wir bei der Futterumstellung regelmäßig seinen Blutzucker gemessen… Diese Futterumstellung wurde angeregt von Frau Dr. M. Lista, die sich vor einiger Zeit  den Kater sehr ausführlich angesehen hat um mir dann die entscheidenden Tipps zu geben. Toll! Danke!

Die weniger gute Nachricht ist, dass unser Garten und Freigehege von Ungeziefer aller Art verwüstet wird. Fast jede Pflanze hat eine eigene Art Blattlaus oder Milbe auf sich sitzen, die die jungen Triebe wegfressen… Das ist wirklich ekelig…

Sensoren und Lancetten für Blutzuckerkontrolle beim Diabetiker Pit gesucht

Vor allem für die Marke Glucomen. Als Spende von jemandem, der sie nicht mehr braucht. Da wir mehrere Messgeräte geerbt haben, würden uns Sensoren und Lancetten für „Contour“ von Bayer auch weiterhelfen.  Renate, Tel. (030) 323 98 16

Junger roter Perser entlaufen

Am 10. 4. 2019 ist dieser junge rote Perser in der Schloßstraße in Charlottenburg entlaufen und seitdem unterwegs. Er ist geimpft und kastriert aber nicht gechippt, denn er sollte Stubenkater bleiben, ist aber aus dem Fenster im 1. Stock gesprungen und nach dem Ausflug nicht wieder ins Haus gekommen.

Nachtrag: seine Halter haben „Findus“ am 27. 4. mit Hilfe meiner Tipps wiedergefunden…. Um eine Katze wiederzufinden, muss man das verhalten dieser Tiere sehr genau kennen und daraus den Weg ableiten, den sie vermutlich genommen haben nachdem sie aus dem Fenster gefallen (oder vom Boot gesprungen) sind. Dann kann man den Ort finden, an dem sie sich vermutlich verstecken und still sitzen in der Hoffnung gefunden zu werden. Da Menschen schlechter hören können als Katzen, ist es sinnvoll, zwischen 1 und 4 Uhr nachts zu suchen und zu rufen, denn nur dann ist es so leise, dass die Katze im Versteck Sie hören kann – und Sie die Katze auch, wenn sie ruft….

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Thema: Bebauung der Cornelsenwiesen

Das ist immer noch ein Thema:

Jenny Schon am 20. 4. 2019:

Jenny Schon am 20. 4. 2019: Obwohl ein Vertrag sie schützt, obwohl ein Beschluss des Bezirks zur Erhaltung von Grün existiert – die Wiesbaden-Kolonie ist schon vernichtet und Oeynhausen ebenso… und nur weil Politiker wortbrüchig werden und nicht sehen, daß es schon längst 5 nach zwölf ist… die Wälder um Berlin brennen, das Trinkwasser wird knapp, die Luft atmet sich schwer… Noch kann die BVV am 16.5. 2019 ab 17 Uhr im Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf umgestimmt werden…. noch können wir den Wahnsinn stoppen… Laßt es dieses Jahr nicht die letzte Blütenpracht auf der Cornelsenwiese sein… Laßt den Ostermarsch die Cornelsenwiese passieren, holt die protestierende Jugend auf die Wiese, Leute schaut auf diese blühende Pracht, die vernichtet werden soll… frohe Ostern Jenny

Oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo Gesendet: Montag, 15. April 2019 um 12:59 Uhr Von: jennyschon@arcor.de An: „jenny schon“

Betreff: Cornelsenwiese-Treffen im „C´est la vie“ – Cafe Ecke Otto-Suhr-Allee/Wintersteinstraße, U-bahnhof R.Wagner-Platz, Mittwoch 17.4. 2019, 15.30 Uhr, um, bevor im Rathaus Charlottenburg der Bauausschuss umfällt und die Bebauung der Cornelsenwiese vorschlagen wird, noch mal zu beraten, ob das nicht doch noch zu verhindern ist, was wir seit 5 Jahren bisher erfolgreich verhindert haben, weil in den 1960er Jahren mit der Bebauung der umliegenden Häuser ein Grunddienstbarkeitsvertrag ausgehandelt wurde, der bis heute gilt, da er von höchster Stelle, dem Bürgermeister Albertz und Bausenator Schwedler unterschrieben worden war und eine Bebauung ausschließt. Die gegenwärtige Planung sieht übrigens vor, daß in die neuen Wohnungen erstmal für die nächsten Jahre Umsiedler der Asbestwohnungen aus der Schlange kommen, also gar keine neuen Wohnungen zur Verfügung stehen werden – Wenn die Wiese erstmal zerstört ist, sind nicht nur die naturbelassenen Grünflächen der Gegend zerstört, sondern auch die sozialen Strukturen, die sich hier entwickelt haben zwischen den verschiedenen Siedlungsbereichen der Dillenburger/Sylter/Wiesbadener/Sodener und Schlangenbader Straße. Bitte kommt in den Bauausschuß und erinnert die Politiker an ihr Wort, die bisher die Wiese schützen wollten und jetzt umfallen werden…. Mittwoch 17.4.19, 17.30 Uhr Minna-Cauer-Saal Rathaus Charlottenburg, mit nachbarschaftlichem Gruß Jenny