Jahresarchive: 2016

Wer braucht Catsitting?

Unsere erfahrenen und entspannten Catsitter haben noch Kapazitäten frei um Ihre Katzen über die Feiertage bei Ihnen zu Hause zu versorgen.

Tel. Jenny Fröhling:  Tel. 544.89. 230

und Heffi = Tel. 0157 – 848 29 450

Der Catsittingverein

„Katze und Mensch Berlin Südost e.V.“, Verein für gegenseitiges Catsitting, Kreuzberg, Tel. 64.31.72.63

mit Vorstand Lotte Roitzsch tut es im Südosten von Berlin auch auf Gegenseitigkeit. Gut wäre, wenn es auch in anderen Bezirken auch solche segensreichen Vereine gäbe, damit Katzenhalter auch mal entspannt weg können.

Junge, allergische Katze „Rose“ und 2 ältere Kater abzugeben

 

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21.11. 2016     Hallo Beate Rusch, ich hoffe, dir geht es gut!?

Sag mal, hättest du evtl.  noch eine freie Katzenpflegestelle?  Am 01.12.16 hätten wir einen Berlin Flug. ROSE ist 1,5 Jahre alt, weiss, kastriert. Sie hat eine futtermittelunver-träglichkeit und  muss deshalb lebenslang Sensitivfutter bekommen. Das macht die Vermittlung nicht einfacher.

Sie war ganz wund im Gesicht und Nacken, weil sie vom Juckreiz immer mit den Krallen im gange war. Nun ist sie eingestellt und alles verheilt(Foto:ROSE aktuell). Eine Grasmilbenallergie ist auch nicht ausgeschlossen, weshalb sie immer guten Parasitenschutz bräuchte. ROSE könnte auch Wohnungskatze werden, da sie kein Problem hat, drinnen zu sein. Sie dürfte nur in jedem Fall nicht an anderes rumstehendes Futter kommen, sondern wirklich nur ihr Sensitivfutter. Was meinst du? Lieben Gruß von Brigitte

Tel. Beate Rusch = 36 77 527

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17. 11. 2016: Hey Renate, Ich müsste zwei meiner Kater, Lio und Robbie, vermitteln. Die beiden kommen vom Tierschutz, sie sind kerngesund ca. 10 Jahre alt.

Ich habe die beiden als sie 6 Monate alt waren bei mir aufgenommen. In der Pflegestelle, wo sie jetzt sind, werden sie nicht gut versorgt. Sie sind Fremden gegenüber erstmal scheu. Sie sind stubenreine Wohnungskatzen.

Bei Interesse:  Tel. 323 98 16

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Mehr Mensch als Sache….

Schimpansin Cecilia ist mehr Mensch als Sache

Von Viola Ulrich | Stand: 08.11.2016 | Lesedauer: 2 Minuten

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Schimpansen-Dame Cecilia fristete jahrelang ein trostloses Dasein in einem argentinischen Zoo. Nun hat ein Gericht geurteilt: Auch sie hat Menschenrechte und muss aus der Gefangenschaft befreit werden.

Seitdem ihre beiden Kumpel Charlie und Xuxa schon vor Jahren gestorben waren, lebte Schimpansin Cecilia alleine in ihrem Gehege im Zoo von Mendoza in Argentinien. Die meiste Zeit lag sie nur noch mit ihrer blauen Decke auf dem nackten Beton herum.

Schon seit 2014 prangerten Tierschützer die schlechten Haltungsbedingungen an. Und das sieht nun auch ein argentinisches Gericht so: Cecilia muss aus dem Zoo befreit werden und darf ihren Lebensabend in einem brasilianischen Schutzgebiet verbringen.

Laut „Los Andes“ hatte die Richtern geurteilt, dass die Schimpansen-Dame mehr Mensch als Sache sei. Damit habe Cecilia zumindest menschen-ähnliche Rechte. Konkret: Rechte, die ihrer Art entsprechen.

Die Argentinische Anwaltsvereinigung für Tierrechte (AFADA) hatte für Cecilia eine sogenannte Habeas-Corpus-Klage eingereicht – das Recht zum Schutz der persönlichen Freiheit und gegen willkürliche Gefangenschaften. Die Vereinigung argumentierte, dass die Gefangenschaft der Schimpansin ohne Artgenossen unrechtmäßig sei und ihre Gesundheit gefährde.

Das Gericht entschied: Cecilia ist mehr Mensch als Sache. Die Schimpansen-Dame ist quasi eine nicht-menschliche Person: Kein Mensch, aber doch so menschen-ähnlich, dass sie nicht als Sache behandelt werden kann, wie Tiere eigentlich gehandhabt werden.

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na endlich bewegt sich mal was….

 

 

Kastrationsaufruf vom DTB

Hier der entsprechende Auszug aus der letzten Ausgabe der Zeitschrift vom DTB:

„Katzenschutz: Kastration hilft gegen Katzenelend
Rund 2 Millionen Katzen leben allein in Deutschland auf der Straße. Vor diesem Hintergrund appellieren wir an alle Katzenbesitzer: Bitte lasst eure Tiere kastrieren, denn nur so kann das Leid und die dramatische Anzahl der Katzen ohne liebevolles Zuhause langfristig reduziert werden! Optimaler Zeitraum für Kastrationsaktionen sind die späten Herbst- bis Wintermonate. Bitte helfen Sie mit, denn Freigänger aus Privathaushalten tragen erheblich dazu bei, dass sich frei lebende Katzen unkontrolliert vermehren. …“

Wir schließen uns diesem Aufruf an.

Wir bitten außerdem alle Finder von Katzen,  mit gefundenen Tieren zum Tierarzt zu gehen um herauszufinden ob sie gechippt sind und im Fall, dass diese Tiere nicht gechippt sind und offenbar auch kein beschützendes Zuhause haben, das Tier selber aufzunehmen oder gut unterzubringen und kastrieren und chippen zu lassen. Es gibt nämlich hier bei uns bisher keine staatlichen Personal- und Finanzhilfen, so dass immer weniger Tierschützer immer mehr Tierschutz auf eigene Rechnung tun sollen. Das haut aber angesichts der für jede Art der Sozialarbeit (und auch Tierschutzarbeit  ist überwiegend  harte Sozialarbeit) immer schlechter werdenden Gesamtbedingungen immer weniger gut hin.

Ich kann die Spendenlage im Deutschen Tierschutz nicht einschätzen. Wenn da überhaupt etwas ankommt, dann jedenfalls nicht bei uns. Sinnvoll wäre ein Sammelkonto für alle Tierschutzspendeneingänge und Erbschaften (inklusive Immobilien), dessen vermögen von einer Behörde verwaltet und angemessen verteilt wird.  So wie es jetzt ist, kriegt das Tierheim Berlin angeblich alles, aber ich habe keine Ahnung, ob das nur Geschichten sind oder ob es stimmt,  und ob es dort  nur festliegt und keiner vernünftigen, dem Tierschutz dienlichen Verwendung zugeführt wird.

Und die auch die Bedienung von Zierschutz durch Ehrenamtler ist nicht sinnvoll, denn die Tierschutzarbeit ist harte Arbeit mit einem hohem Stundenaufwand. Und von irgend etwas müssen die Menschen, die diese Arbeit tun, ja auch leben. Und außerdem brauchen sie nicht ununterbrochen jeden Tag 15 Stunden Arbeit ohne die Aussicht auf Vertretung und  freie Tage oder Urlaub. Das ist nämlich ungesund. Nicht nur für Ehrenamtler, die im  Tierschutz tätig sind, sondern für alle anderen schlecht oder gar nicht bezahlten Malocher auch.

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Auslandstierschutz aktuell: Griechenland

Hier ein Beitrag von Ingrid Claus-Noto. (Ich habe sie gebeten, so unwissenden Leuten wie mir dann auch später noch mal zu erklären, warum es auch für uns hier sinnvoll ist, dass und wenn Berliner Auslandstierschutz machen und auch die eine oder andere Katze von dort mit hierher bringen. )

Aber hier erst mal Ingrids aktueller Beitrag zum Thema Griechenland:

Von: Ingrid Claus-Noto <katzeninnotberlin@gmail.com>

Datum: 31. Oktober 2016 um 14:31

Betreff: Euthanasiepläne für Straßentiere An: info@griechische-botschaft.de

Sehr geehrte Frau Müller,

vielen Dank für das Gespräch mit Ihnen. Ich habe die Petition an Sie weitergeleitet, hoffe, dass Sie sie erhalten haben und dass der Herr Botschafter sich der Angelegenheit annimmt. Auch Nicht-Tierfreunden muss es klar sein, dass solches Vorhaben dem Ansehen Griechenlanfs schweren Schaden zufügt. Viele Menschen wollen nicht in einem Land Urlaub machen in dem solche grausamen und vor allem sinnlosen Maßnahmen durchgeführt werden. Damit verhindert man nicht das Elend der Straßentiere, sondern trägt zu deren Vermehrung bei! Das Einzige, was sinnvoll ist, ist die Trapp-Neuter-Release Methode (TNR) . Also Einfangen, kastrieren, wieder zurücksetzen. Die Tierschützer brauchen dabei Hilfe! Sie machen diese Schwerstarbeit ehrenamtlich, finanzieren sie meist aus eigener Tasche, nicht nur in Griechenland, auch in Deutschland und überall auf der Welt! Vor etwa 4 Jahren war ein Japanisches Filmteam bei uns zu Gast, um sich zu informieren, damit auch in Japan TNR eingeführt werden konnte. Den Film kann ich Ihnen bei Interesse gerne zukommen lassen. Meine Freundin ist gerade zum 4. Mal in diesem Jahr in Griechenland, wo sie mit mehreren Tierärzten zusammen Kastrationsaktionen durchführt, die sie selber organisiert hat und für deren Kosten sie Gelder gesammelt hat. Das macht sie seit vielen Jahren, auch in Spanien und anderen Ländern. Wie schrecklich die Vorstellung, dass die hunderte Tiere, die sie kastrieren, oft bis nachts um 1.00 h wird gearbeitet, bis zum Umkippen, dann später getötet werden! Mein Sohn und meine Schwiegertochter (eine Tierärztin) waren im September in Griechenland und haben von gut aussehenden Katzen berichtet, die offenbar kastriert waren, Zugang zu Wasser und Futter hatten, so dass ein durchaus positiver Eindruck entstand. Soll das alles vernichtet werden?? Das kann nicht im Sinne Griechenlands sein! Ich bitte den Herrn Botschafter und Sie sehr, sich dafür einzusetzen, dass dieses Vorhaben nicht nur  umgehend fallen gelassen wird, sondern dass man den Tierschützern alle nur mögliche Hilfe und Unterstützung zukommen lässt. Außerdem bitte ich, mich über diese Angelegenheit zu informieren und bedanke mich im voraus.

Hoffnungsvolle Grüße Ingrid Claus-Noto

Vorsitzende des Vereins Katzen-in

 

Immer wieder neu – und soooo niedlich

Hier Flöckchens Wurf vom 9. 10. 2016: nee, wie süß! Was für ein Glück, dass es das gibt!

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Inzwischen sind sie 21 Tage alt und fangen an zu laufen. Bisher  sind sie ganz gesund. Wir meinen, es sind 2 Jungs und 2 Mädels, aber das ist ja anfangs nicht so einfach zu erkennen. Dicke „Schwarznase“ ist ganz sicher ein Junge. Mich erinnern diese Welpen sehr an meine Katzenfamilie, die ich vor 25 Jahren hatte, v.a. an mein „alter ego“ Sheela und auch an Shiva – und an alle anderen, eben die schwarz-weißen.

Immer wieder sehr bedauerlich ist, dass unsere Zivilisation und der Zeitgeist den verantwortungsbewussten Umgang mit Katzen immer schwieriger machen. Angesichts der Zunahme von Angst und Not  bei vielen Menschen in vielen Lebensbereichen interessieren sich die Menschen leider immer weniger für die Verhinderung von Leid bei Tieren. Unübersehbar ist allenthalben auch, dass die Autoritäten ihre Verantwortung nicht wahrnehmen können oder wollen – oder, wie der Braunschweiger Kripochef gestern morgen im Interview bei 3Sat gesagt hat: „Wir brauchen für die Verhinderung von Gewalt und Straftaten keine Gesetzesänderungen, die vorhandenen Gesetze würden ausreichen. Sie müssten nur auch angewendet werden!“ Ja, das sehe ich auch so. In allen Bereichen.

Allerdings brauchten wir dringend, dass die Autoritäten hilfreiche Maßnahmen nicht vortäuschen sondern RADIKAL ins Leben rufen. So brauchen wir z.B.  eine Mietpreisbremse wie wir sie vor 1988 hatten, also eine, die das Steigen der Mieten, den Abriss von Altbauten und die Entmietung von ganzen Bezirken mit der Zerstörung von gewachsenen sozialen Gemeinschaften  wirklich verhindert. Was wir nicht brauchen können, das sind so eine alberne Vortäuschungen von Rechtstaatlichkeit und Schutz durch die Obrigkeit wie bei dieser letzten Mietpreisbremse u.a. Der Exekutiven fehlt es allenthalben an Glaubwürdigkeit bei der Verteidigung der gesetzlichen Grundlagen.

Das, was in unserer Zeit und Zivilisation JETZT passiert, erzeugt bei vielen Menschen zunehmend Gefühle von Verzweiflung, Sinnlosigkeit und Hilflosigkeit: die einen, die alten, sagen mir, sie wollen sich möglichst bald aus diesen unerträglich lebensverachtenden Gefüge wegstehlen, sie wollen weg  von  Geldgier, Gewalt und Willkür, dem ein schwacher Staat offenbar kaum etwas entgegensetzen kann oder will .

We soll denn der eigene und zugewanderte Nachwuchs in dieser   „Zivilisation“ zurechtkommen  mit der Unklarheit,   dem  Fehlen von allgemeinverbindlichen und allgemeinverständlichen Werten,  der fehlenden Unterscheidung  von Richtig und Falsch, einer „Kuscheljustiz“ (so genannt von dem Kripochef von Braunschweig, der nicht will, dass seine Schutzbefohlenen ungestraft von Banden verprügelt und Polizisten verletzt werden), die jedem alles erlaubt, die Straftaten nicht bestraft und Lebensfeindlichkeit nicht verhindern hilft?

Es ist kein Wunder, dass sich in diesem zunehmenden Chaos zunehmend verängstigte  Menschen immer mehr Sorgen um sich selber machen und immer weniger Kraft und Zeit z. B. auch für das Versorgen  Beschützen von Haustieren haben.

Und wirklich: So ein Mist!  Wo man auch hinguckt.

Ganz anders allerdings, wenn man in Flöckchens Wurfkiste guckt. Da kann man beobachten, wie diese gute Katzenmutter sehr  achtsam, gut orientiert und vorsichtig auf ihren Wurf aufpasst, den sie altersangemessen mit dem richtigen Abstand begleitet. Bei Gefahr im Verzug versteckt sie ihn einfach.

Und was lernt uns das?

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MV 2016

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Wir haben uns gestern (am Sonntag, 23. 10. 2016)  im „Frommen Löffel“ in Grunewald zur jährlichen MV (2016) getroffen. Die anwesenden aktiven Mitglieder haben erzählt, was sie im vergangenen Jahr erlebt haben. Spannend,  sehr informativ in Sachen Katzenschutz in Berlin und angenehm in der Atmosphäre  war dieses Treffen. Veröffentlichung vom Protokoll folgt demnächst im entsprechenden Unterfach.

Natürlich waren leider wieder nicht alle aktiven Mitglieder  anwesend, weil es uns eben einfach nicht gelingt, einen Termin zu finden, an dem nicht einer von uns auch zu einer anderen wichtigen Veranstaltung muss. Beate war mit der Vorbereitung ihrer nächsten selbst finanzierten Kastrationsaktion in Spanien beschäftigt, Kerstin war krank, Heffi musste zur Demo  am Schweinehochhaus in Sachsen-Anhalt, Norma musste sich um eine sehr kranke Freundin kümmern, Dagmars Auto war kaputt – und es gab Schienenersatzverkehr in Zepernik, Susann, die vor 3 Jahren vor dem deutschen Gesundheitssystem geflüchtet ist, war ja gerade hier und  hatte nicht schon wieder  Geld für die Anreise aus Sydney … die anderen haben es nicht für nötig gehalten  zu- oder abzusagen. Also: keine Zeit oder kein Interesse.

Für die Zusammengekommenen war es  ein heilsamer und informativer Nachmittag im Kreis von einigen „Kollegen“, die nicht streiten, rumzicken, intrigieren und was es früher  sonst immer noch so gab. Gestern saßen Leute an einem Tisch, die sich verstehen und gut zusammenarbeiten wollen und können. Ich mag unsere Truppe von erfahrenen und umsichtigen Facharbeitern, und jeden einzelnen Spezialisten darin….

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Zuhause oder Pflegestelle gesucht

19. 10. 2016, Thilo Krätzer <thilohtc@googlemail.com> an: stadtkatze@arcor.de

 Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe zuhause eine pflegebedürftige Katze in dem Alter von 1,5 Jahren.  Sie ist vor 2 Monaten aus dem 5. Stock gefallen und kann seit dem nicht mehr selbstständig auf Klo gehen, das große Geschäft funktioniert meist doch leider muss ich ihr mehrmals am Tag die Blase ausdrücken, da er überall Tropfen verliert ist die Hygiene in der Wohnung nicht mehr gewährleistet, und meine Frau ist schwanger. Ab November muss ich zudem beruflich nach Dortmund für ein halbes Jahr. Deswegen suche ich für die Katze eine Vermittlung bzw. Unterkunft um ihn nicht einschläfern zu müssen.
Mit freundlichen Grüßen,  Thilo Krätzer 

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 18. 10. 2016, Katzen-in-Not-Berlin e.V., Ingrid Claus-Noto, Tel. (030) 66 44 615

Katzenmädchen Samantha (7 Monate) und Sabrina (6 Monate)

Liebevoll wurden diese beiden ausgesetzten Katzenmädchen aufgenommen bei ihrem Frauchen. Leider wurde sie kurz darauf arbeitslos und hat nun große Angst, Kastration und täglichen Lebensunterhalt nicht bestreiten zu können.

Besondere Sorgen hat sie auch für den Fall einer Erkrankung der Katzen. So hat sie sich entschieden, uns um Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten neuen Zuhause für die Kleinen zu bitten. 

Katzen in Not Berlin e.V.s Foto.
Katzen in Not Berlin e.V.s Foto.
Katzen in Not Berlin e.V.s Foto.
Katzen in Not Berlin e.V.s Foto.

Katzenschutzarbeit in Berlin

Berlin ist derzeit eine Stadt mit ca 4 Mio Einwohnern, die von überall her kommen und von dort sehr verschiedene Wertvorstellungen mitbringen.

Dem Berliner Katzenschutz fehlt es – solange ich damit zu tun habe – an bedarfsgerechter Struktur. Man kann noch nicht mal von Systemschaden sprechen, denn es gibt gar kein System.

Katzenschutzarbeit ist immer Notfallhilfe im Einzelfall. Um  Notfälle  zu Gunsten von Katzen (und den zugehörigen, verwickelten  Menschen) bedienen zu können, braucht es  einen Plan und viele kontaktfähige Menschen mit  Unterbringungsmöglichkeit, Erfahrung, Wissen, Kompetenz, Zeit und Geld.

Unsere Katzenschutzarbeit bedient eine sehr kleine Ecke vom gesamten Bedarf. Unsere Arbeit  kommt dadurch zustande, dass sich Halter und Finder von Katzen an uns wenden, weil wir ERREICHBAR sind.  Es melden sich  Menschen bei uns, die ihr Tier nicht mehr behalten können oder wollen oder die einfach zeitlich und / oder bildungstechnisch nicht imstande sind, ein aufwändig behandlungsbedürftiges Tier selber zu versorgen. Viele lieben ihr Tier und wollen es nicht unversorgt lassen. Sie wünschen sich jemanden, der ihnen die Last mit dem Tier abnimmt. Sie brauchen so einen. Ihnen die Sorge abnehmen  kann aber nur einer, der 1. das Tier bei sich aufnehmen oder in einer Pflegestelle unterbringen kann und 2. die Kompetenz, die Zeit,  die richtigen Mitarbeiter und das nötige  Kleingeld zur Versorgung von Katzen hat.

Wir  im Berliner Stadtkatzen-e. V. zusammenarbeitenden Katzenschützer sind spezialisierte Fachkräfte in Einzel- und Zusammenarbeit. Bei Ingrid Noto liegt der Schwerpunkt auf Sozialarbeit und Vermittlung, bei Klaus Kowi auf Einfangen und Unterbringen (zumeist im Tierheim Zossen), bei Beate auf Auslandstierschutz, Kastrationsreisen und Vermittlung von Freigängern vor Ort (Berlin Spandau und Umland), bei Rosie  (auch in Spandau) auf Seniorenpflege und Strassenkatzenbetreuung in Spandau, bei Bärbel auf Füttern von Strassenkatzen in Hellersdorf/ Marzahn, Aufnehmen, Versorgen und Vermitteln und (tier)medizinischem Dazulernen. Kerstin nimmt in  ihre Päppelstation in Hellersdorf trächtige Katzen und mutterlose Babys auf. Lore Greve im Süden von Berlin kann leider altersbedingt und aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mitmachen, sie hat jahrzehntelang und oft mit Erfolg ihre ganze Energie in die Rettung von Katzen und in die Weiterbildung von deren Haltern  gesteckt.

Damit habe ich jetzt nur diejenigen Mitglieder benannt, die direkt und unmittelbar mit Katzen zu tun haben, also die Mitglieder in unserem Verein / Verband, die sie bei sich zu Hause oder in wie Satelliten angehängte Pflegestellen persönlich aufnehmen und von da aus sinnvoll zu bedienen versuchen. Ich habe den allergrößten Respekt vor ihnen. Ich habe aber vor vielen Jahren diesen Verband gegründet und die darin befindlichen Menschen zusammenzubringen versucht, weil mir aus der eigenen Not mit meinen eigenen Katzen klargeworden ist, dass es in Berlin keinen bedarfsgerecht funktionierenden Katzenschutz gibt – und dass diejenigen Katzenschützer, die versuchen, die Not zu lindern, als hoffnungslos überlastete Einzelkämpfer beim Versuch der Bewältigung der anfallenden Arbeit (und Kosten) weder vom Land noch von der Bevölkerung ausreichend unterstützt werden.

Wie sieht diese Arbeit im Einzelfall konkret aus?

Wir leben in Berlin jetzt in schwierigen Zeiten  in einem schwierigen Umfeld. Wir erleben Globalisierung und Gentrifizierung, mancherorts scheint es als ob die Berliner „Urbevölkerung“ (damit meine ich die „Einheimischen“ jedweder Herkunft (!), also die, die schon vor 1990 hier gelebt haben) dem Geldfluss weichen müssen. Vielerorts wird Wohnraum von und Berliner Ureinwohnern zugunsten von Immobilienspekulation und sozialer Umstrukturierung des Landes vernichtet. Wohnraum von Normalmenschen ist auch immer Wohnraum von Haustieren. Und der wird immer weniger. Zusätzlich verschwinden auch zunehmend die unbebauten (Grün-)Flächen in dieser vormals sehr begrünten Stadt, also artgerechte Auslaufflächen.

Wie sieht unsere Arbeit ganz konkret aus?

Beispiele:

  1. Fr X ruft aus der Psychiatrie an: Sie ist geräumt worden, weil sie die Miete nicht mehr bezahlen konnte, vielleicht weil sie krank oder arbeitslos war. In der Wohnung hat sie 3 Katzen zurücklassen müssen. Ob WIR die aufnehmen können? Typisch daran ist, dass diese Opfer des Systems und erst am letzten tag vor der Räumung oder sogar erst 2 Tage danach anrufen und ihre Notlage mitteilen können. Sie meinen nämlich bis zum Schluss, dass es ein Wunder geben könnte, das die Entmietung verhindert und sie meinen auch, dass sie ihre Katzen bis zum letzten Augenblick bei sich haben wollen. Sie melden sich dann auch bei UNS nicht beim TB, weil sie meinen, dass sie später wieder eine Wohnung finden und dann ihre Katzen zurück haben wollen. D. h. WIR sollen die Katzen quasi bei uns zwischenlagern, wir können das aber BEI UNS nicht. Möglich wäre es aber, wenn es in Berlin ein Netzwerk von Katzenleuten gäbe, die für solchen Bedarf Unterbringung und Pflege zur Verfügung stellten, also solche Menschen, die Katzen VORÜBERGEHEND bei sich aufnehmen und nicht die eine, ganz besondere Katze für immer haben müssen.

Aber welcher Berliner  Katzenfreund hat keine Katze und möchte (z.B.)  drei acht bis 14 Jahre Katzen bei sich aufnehmen, von denen eine auch noch dauernd behandlungsbedürftig krank ist?  Wenn wir überhaupt  sinnvollen Katzenschutz in Berlin tun wollen, brauchen wir für die  Unterbringung  und Versorgung der Tiere  Mit- und Zuarbeiter.  D.h. wir brauchen dafür die Bewohner von Berlin. Sie könnten in mehr oder weniger loser Zusammenarbeit mit uns ihre UNVERSEUCHTE Wohnung, in der noch KEINE KATZE wohnt, als Aufnahmestelle  für eine aktuell unterbringungsbedürftige Katze oder so ein Katzenpaket wie oben beschrieben bereithalten. Das Problem bei Katzen ist nämlich, dass alle Stellen, die Katzen aufnehmen, nach kurzer Zeit verseucht sind, da Katzen alle möglichen ansteckenden Krankheiten haben können – und eine einzige Kranke reicht aus, um den halben Bestand einer Aufnahmestelle krank werden oder sterben zu lassen.

2. Herr Z. ruft an, weil eine magere Katze seit Tagen um sein Haus schleicht. Sie ist unterernährt, vielleicht auch krank und noch dazu scheu. Können wir uns darum kümmern?

Vielleicht. Gebraucht wird: Zuerst das Einfangen / Annehmen vom Tier, dann die Unterbringung in einem möglichst  art- und persönlichkeitsgerechten, unverseuchten Lebensraum, evtl tierärztliche Versorgung, Pflege vom Tier am Aufenthaltsort. Evtl Langzeitunterbringung mit Zähmung.

 Katzenschutzbedarf  hält sich  nicht an Uhrzeiten und nimmt auch keine Rücksicht auf die finanziellen Möglichkeiten von der Tierschutzfachkraft oder dem tierschutzwilligen Bürger. Sie fällt zu jeder Uhrzeit an. Und die entstehenden Kosten müssen weitestgehend  aus eigener Tasche bezahlt werden.

Die Mitglieder  der  im Berlinerstadtkatzen eV zusammengefassten kleinen Katzenschutz-vereine sind derzeit alle ziemlich platt und ausgelaucht von jahrelanger übermäßig anfallender Arbeit, die  mehr oder weniger im Einzelkämpfertum bedient werden muss. Wir haben gelernt, dass es sinnvoll ist, wenn wir uns ortsnah betätigen, denn dadurch können wir in Kenntnis der Gegend und der jeweiligen Problematik den Einzelfall besser einschätzen.

Darüber hinaus sind unsere Spezialisten aber auch  berlinweit unterwegs und versuchen,  Engpässe im „offiziellen“ Katzenschutz landesweit zum Wohl  von schutzbedürftigen Tieren und von Tiernot betroffenen Haltern und Tierfindern schmerzlindernd zu bedienen.

Wir wissen: Was wir in Berlin vernetzt ganztags unbezahlt arbeitenden etwa 10 – 15 Leutchen bedienen können, ist vom Bedarf her aufs Ganze gesehen ein Tropfen auf den heißen Stein. Das hindert uns aber nicht daran, es zu tun. Denn wir sind froh, wenn es uns gelingt, im einzelnen uns begegnenden Notfall, hilfreich sein zu können und Schaden beim Tier und beim mitbetroffenen Menschen verhindern oder mindern zu können… Und das können wir oft. In Zahlen bedeutet es etwa 500 gerettete Katzen pro Jahr. Den gesamten Bedarf schätzen wir auf etwa 5000- 10.000 Katzen. Viele von diesen Katzen werden vom tierschutzwilligen Bürger selbst bedient und gehen dadurch am Tierschutz vorbei. Dabei sind dann leider auch die Freigänger, die einfach und zum Leidwesen ihrer Halter verschwinden ohne ausgesetzt worden zu sein. Eine Chippflicht könnte  dies verhindern.

Uns fehlen professionelle Mit- und Zuarbeiter, die natürlich ihre Arbeitszeit entlohnt bekommen müssen, denn von irgend etwas müssen Vollzeit-Katzenschützer ja auch leben. Und mit unendlicher Sozialhilfe und Einraumwohnung sind Katzenschützer für ihre Facharbeit falsch ausgestattet.

Um berlinweit gut helfen zu können fehlen uns Mittel (also Finanzen), über ganz Berlin verteilte Unterbringungsmöglichkeiten,  kompetentes Personal (also Menschen, die genug Wissen und Erfahrung haben um die Arbeit tun zu können) und eben auch eine Struktur, die dem Ganzen so viel Übersichtlichkeit und  Ordnung gibt, dass Fehler erkannt und beseitigt werden können.  Fehlerquellen sind mangelhaftes Wissen, schlechte Ausbildung (Tierärzte!),  fehlende Erfahrung,  fehlende Arbeitskräfte und Finanzen.

Seitdem ich dabei bin, habe ich nicht bemerken können, dass es gültige Richtlinien noch sinnvolle und bedarfsgerechte gesetzliche Regelungen noch überhaupt einen verbindlichen Handlungsrahmen für die Bedienung von Katzenschutzbedarf gibt. Jeder kann machen was er will, auch egal wie verkehrt und wie wenig sinnvoll. Jeder Bürger macht mit seinen Tieren das, was er für richtig hält, und jeder Tierschützer folgt auch keiner anderen inneren oder äußeren Richtschnur als dem, was seine eigene Erfahrung ihn gelehrt hat. Puhh, das ist oft schwer erträglich, denn „learning by doing“. Und natürlich hält jeder etwas anderes für Sinnvoll solange er ausschließlich aus seiner eigenen Perspektive draufguckt.

Die Landesregierung verweigert jede Verantwortlichungsübernahme für bedarfsgerechte Tierschutzpoltik, für die Herstellung einer verbindlichen und verpflichtenden Ordnung (also Struktur) und ist seit Jahrzehnten auch taub für alle Forderungen der vielen mittellosen und arbeitstechnisch überlasteten  Tierschützer. Diese fordern immer wieder  Katzenschutzverordnung, Chippflicht, Kastrationspflicht und Zuchterlaubnis, was alles insgesamt das Ausmaß an Tierschutzbedarf hierzulande erheblich verringern und die Not der Katzen, der Katzenschützer und auch der betroffenen Katzenhalter lindern könnte.

Statt sinnvoll für Veränderung, für Erneuerung zu sorgen überträgt unsere Landesregierung die Verantwortung für Katzenschutz in Berlin dem TVB, aber auch da ohne aber die Kosten dafür zu übernehmen. Genauso wenig wird seitens des Landes für die Erstellung von berlingerechten Strukturen gesorgt. (Z.B.  Gleichbehandlung aller eingetragenen Vereine,  Dezentralisierung und Einzelfallhilfe auf Bezirksbasis.)

Ingrid Noto und auch unsere anderen Katzenfachkräfte  sehen manches im  Tierschutzbedarf in Berlin (und weltweit) aus ihrer Perspektive und daher anders als ich – sie sollen später zu Wort kommen. Denn sie alle haben andere, eigene Erfahrungen mit Einzelfallhilfe rund um die Uhr im (globalen) Katzen(halter)elend.

Auch die anderen selbständig in Berlin arbeitenden Katzenschutzvereine und Einzelkämpfer schauen jeweils durch die Brille der eigenen Erfahrung auf den Berliner Katzenschutz. Jeder von ihnen kommt bei seiner Arbeit zu eigenen Ergebnissen und hat für sich Recht. Jeder versucht mit seinen Mitteln und Möglichkeiten die Erfolgsaussichten für seine Arbeit zu verbessern. Ich kann jeden von ihnen verstehen. Und ich sehe es seit vielen Jahren als meine Hauptbeschäftigung an, diese Menschen im (losen) Kontakt miteinander zu halten und auch manchmal an einen gedeckten Tisch zu setzen, damit sie auch mal aus ihrem Hamsterrad rauskommen ohne da rauszufallen.

Sinnvoll wäre ein regelmäßig zusammenkommendes  Katzenschutzgremium. Es sollte vom Land Berlin finanziell und personell so unterstützt werden, dass es imstande ist,  den Handlungsbedarf im Berliner Katzenschutz bestmöglich bedienen zu können. Unter Einbeziehung aller Aspekte und Möglichkeiten.

Fortsetzung folgt. Ich muss jetzt  schon wieder  weg, denn ich bin  neuerdings   auch öfters im Menschenschutz unterwegs.  Dieses Mal geht’s zum Club der von Menschenärzten  unter Missachtung der gesetzlichen Grundlagen demolierten, multimorbiden alten Schachteln, die sich gegen ihre Beschädigung und Ausschlachtung durch dieses humanmedizinischen Gesundheitssystem  zu wehren versuchen,  welches ja auch  das Kaputtmachen honoriert anstatt es zu verhindern.  Auch da verstecken sich die Systemschäden hinter den angeblichen und juristisch bequemen Einzelfällen. Das dient dem Schutz des Systems und nicht dem Schutz des Lebewesens. Ich bin nun also unterwegs auf der Suche nach Gefährten, die das auch so sehen.

Und dann sind da noch alle die Menschen, die ihr Zuhause nicht verlieren wollen…..

Und die, die nicht vergiftet werden wollen… usw.

Es gibt jetzt wirklich  sehr viele Baustellen… und immer sehr viel zu bedenken, zu tun…

Renalu

Junge Katze an Seuche gestorben

Gestern wurde eine 6 Monate junge Katze  eingeschläfert, die vor 4 Wochen GESUND von draussen in eine unserer großpflegestellen aufgenommen worden war. Dort hat sich die ungeimpfte Strassenkatze mit Seuche angesteckt, ist schwer erkrankt und nun leider tot.

Sie war das ältere Kind von Flöckchen.

Das ist sehr bedauerlich und so was würde nicht passieren, wenn wir mehr EINZEL-Pflegestellen hätten. Diese können wir aber nur von Berlinern bekommen, die bereit sind, auf eine Pflege-Katze zu warten und diese erst zu dem Zeitpunkt zu übernehmen, wenn wir die Katze  reinholen oder bekommen. Dann aber sofort, dass sie nicht in einem Tierheim oder in einer Katzenwohnung zwischengelagert werden muss.

Unsere schlechte Infrastruktur ist aber andererseits kein Wunder, denn wir bekommen keinerlei finanzielle oder personelle Unterstützung vom Land Berlin und auch die Spendeneinkünfte sind nicht so reichlich, dass wir davon wirklich gute Tierschutzarbeit bezahlen könnten. Schade.